Zitat von Freigeist: Ist es üblich das man zum Essen dort bleibt oder muss man selbst dafür sorgen? Die Dauer ist ja von 8-16 Uhr sehr lange und auch mit dem familienalltah schwer kombinierbar.
Üblicherweise gibt es Mittagessen und Getränke. In der letzten gab es sogar auch Frühstück, dass ist aber nicht überall so. In keiner Tagesklinik, in der ich bislang war, musste man Mittags nach Hause zum Essen.
Zitat von Freigeist: da ich in ein paar Wochen ausgesteuert werde und Arbeitslosengeld bekomme würde mich interessieren ob ich diese Therapie machen muss oder ob ich immer die Wahl habe? Zur Psychotherapie gehe ich ja schließlich schon.
Du solltest der Arbeitsagentur mitteilen, das Du durch deren MD bezüglich Deiner Leistungsfähigkeit begutachtet werden willst. Dazu wirst Du dann Formulare bekommen, die es auszufüllen gilt und Schweigepflicht Entbindungen für deine Ärzte und Kliniken erteilen.
Zitat von Freigeist: In der Reha haben sie ja schon meine Arbeitskraft runter gesetzt auf 3-6 Stunden.
Falls der MD zum gleichen Ergebnis kommt, oder eventuell sogar feststellt, das Du momentan auf längere Sicht garnicht arbeiten kannst, wird man Dich auffordern einen Reha oder EM Rentenantrag zu stellen.
Zitat von Freigeist: Ich denke mir würde es nicht gut tun aber ich bin natürlich im Zwiespalt zwischen Ruhe haben zu wollen und eine Besserung meiner Beschwerden zu erreichen und die Krankenkasse/Arzt für die Krankmeldung zu befriedigen
Wenn Du ausgesteuert bist, interessiert die Arbeitsagentur sich nicht mehr für Krankmeldungen bezüglich der Erkrankung, weswegen Du ausgesteuert wurdest. Letztlich geht es darum, inwieweit Du dem Arbeitsmarkt zur Verfügung stehen könntest und formal auch musst, um ALG1 zu bekommen. Daher wird die Arbeitsagentur höchstwahrscheinlich ihren MD ohnehin einschalten. Jedenfalls geht es nicht darum deine Ärzte oder die Krankenkasse zu befriedigen, da Du nach der Aussteuerung eh kein Krankengeld mehr bekommst. Auch deine Ärzte gilt es nicht zu befriedigen, sondern etwas zu finden, dass Dir Genesung ermöglicht oder verschafft. Ob dies eine Tagesklinik leisten kann, oder ein stationärer Aufenthalt besser wäre, hängt schließlich von deinem Befinden ab. Wenn garnix geht, bliebe ein Antrag auf EM Rente als Option, falls deine Befunde dies hergeben. Sollte dies für Dich infrage kommen, kannst Du Dich auf eine Ablehnung einstellen, der Du widersprechen kannst. Dann sind Deine Ärzte gefragt, sich entsprechend befürwortend zu äußern. Im Zweifelsfall wirst Du auch zu einem Gutachter der Rentenversicherung geschickt und wenn alle diese Instanzen und die Rentenversicherung zu dem Ergebnis kommen, dass Du tatsächlich nicht arbeitsfähig bist, könnte es eine EM Rente geben. Das kann dann eine volle sein, oder eine halbe, sofern man Dir eine Erwerbsfähigkeit zwischen 3 und 6 Stunden täglich zuerkennt. Sollte die eine oder andere Rente gewährt werden, wird sie zunächst befristet. Üblicherweise für zwischen 1 bis 3 Jahre.
Wenn Du aber der Meinung bist, die Tagesklinik würde Dir nicht gut tun, oder Dich nicht wieder arbeitsfähig machen können (denn darum geht es den Institutionen, die Dich finanziell unterstützen) kannst Du nur schauen, was Dir tatsächlich am besten hilft und hoffen, dass da keine negativen finanziellen Aspekte obendrauf kommen. In jedem Fall sollte Dir deine Gesundheit das wichtigste sein und da solltest Du entsprechend die Art der Behandlung wählen, die Dir auch am besten hilft. Dafür wünsche ich Dir alles Gute und viel Kraft.
VG Dys