Hi LabelWriter!
Zitat von LabelWriter:Ich habe die Klinik jetzt mal per Mail kontaktiert und wegen eines Infotags oder -abends angefragt.
Finde ich cool, dass du den Schritt gemacht hast! Auch wenn die jetzt nicht regelmäßig Infoabende anbieten, so kenne ich es aus den meisten Kliniken, dass einem verschiedene Möglichkeiten geboten werden, die Einrichtung kennenzulernen - wenn man will. Und sei es, dass man den ersten Tag (oder Tage) als Schnuppertag nimmt und sich ggf. am Nachmittag dagegen entscheidet. Wie schon geschrieben, haben die meisten Kliniken eine Probezeit, in welcher der Aufenthalt von beiden Seiten beendet werden kann.
Was deinen Schlaf-Rhythmus betrifft, so denke ich persönlich, dass es von deiner Einstellung abhängt, ob du damit zufrieden bist und (beruflich, als auch privat) gut damit leben kannst, so wie es jetzt ist - auch in Zukunft. Und wenn nicht, dann ist eine Tagesklinik eine super Möglichkeit, zu einer anderen Tagesstruktur zu finden!
Ich persönlich leide seit gut 10 Jahren an massiven Schlafstörungen und muss sagen, dass mir die Tagesklinikaufenthalte dabei immer sehr geholfen haben! Ich gebe zu, dass die ersten Wochen immer eine Qual waren, bis es sich eingespielt hatte. Auch kostet es Kraft, ehrlich (auch zu sich selbst) zu sein und abends nicht zu den Tranquilizern zu greifen, die man in der Schublade hat und die einen entsprechend schlafen lassen würden.
Es ist hart, aber in der Klinik wissen die von deinem Problem und nehmen entsprechend Rücksicht. Mir wurde es nie krumm genommen, wenn ich mal im Sitzen eingeschlafen bin, oder es mit der Konzentration nicht besonders prickelnd funktionierte. Man hatte immer sehr viel Verständnis für meine Situation und hat mich entsprechend unterstützt. Aber eines ging natürlich nicht: morgens später kommen, oder mal eine Therapieeinheit für ein Nickerchen ausfallen lassen.
Auch sollte die Therapie dann schon so
anstrengend sein, dass man abends irgendwann so platt ist, dass sich der Körper den benötigen Schlaf selbst in einem halbwegs passenden Rhythmus holt - so ging es zumindest mir und anderen Mitpatienten.
Insofern kann ich sagen, dass ich zu Klinikzeiten (sobald ich die Umstellungsphase hinter mir hatte) immer einen sehr guten Schlafrhythmus hatte und mich - trotz anstrengender Therapie - physisch und psychisch wesentlich besser als sonst fühlte. Dass ich es danach immer wieder mit dem Schlafrhythmus ver
*beep* habe, lag ganz alleine an mir - da konnten die Kliniken nix für.
LG
ZeroOne