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Termine während stationärer Reha

T
Hallo allerseits,

Mein Name ist Kevin, ich bin 28 Jahre jung und jetzt seit Dezember 2018 aufgrund von Depressionen krank geschrieben und zu Hause. Wohlgemerkt zu Hause - weil ich das Haus wirklich sehr selten verlasse. Ich habe einfach nicht die Kraft dazu, kann mich nicht aufraffen selbst simple Dinge zu tun (wie oftmals einfach unter die Dusche zu gehen) und auch keine Dinge, die mir früher viel Spaß gemacht haben.
Genau hier liegt mein Knackpunkt: in einer Woche startet meine stationäre Reha, die für 4 Wochen genehmigt wurde. An sich freue ich mich darauf, weil ich wirklich die Hoffnung habe dass sich was bessert und ich auch wieder aktiver werde. Meine Befürchtung ist aber: was ist, wenn ich mich auch dort nicht aufraffen kann zu einem der Termine?

Ich weiß, das mag sich Mega blöde anhören weil mir gerade das ja helfen soll und ich will auch unbedingt alles tun und jeden Termin wahrnehmen, aber was wenn ich es einfach nicht packe? In den letzten 9 Monaten hatte auch oft genug Situationen oder Verabredungen wo ich sehr gern hingegangen wäre und es hätte mir auch sehr gut getan - aber ich habe es einfach nicht geschafft.

Vielen Dank im Voraus schonmal für eure Antworten!

Liebe Grüße

Kevin

23.10.2019 10:24 • x 2 #1


F
Hallo!
Ich muss auch in einer Woche zur Reha und habe die gleichen Bedenken wie du.
Ich habe aber gleich 5 Wochen Reha bekommen, warum sind es bei dir nur 4?

23.10.2019 10:27 • x 1 #2


A


Hallo The_Kev,

Termine während stationärer Reha

x 3#3


T
Zitat von Frau-Kuchen:
Hallo!
Ich muss auch in einer Woche zur Reha und habe die gleichen Bedenken wie du.
Ich habe aber gleich 5 Wochen Reha bekommen, warum sind es bei dir nur 4?


Hey,
Das weiß ich leider nicht. Ich bin mir nicht ganz sicher was so die Faktoren sind nach denen die Rentenversicherung das genehmigt. Habe schon gelesen, dass einige nur 3 Wochen bekommen, manche sogar 6.

23.10.2019 10:29 • #3


F
Ich wäre froh, wenn es weniger wäre. 5 Wochen von zu Hause weg fällt mir sehr sehr schwer.

23.10.2019 10:38 • #4


T
Glaube ich gern. Aber ich denke auch, dass man sich vielleicht einfach drauf einlassen muss. Lieber 5 Wochen Kur mit der Aussicht dass es besser wird als später so gar nicht mehr ein noch aus wissen.

23.10.2019 10:46 • #5


F
Mein 14jähriger Sohn hat grad erst seine Krebstherapie hinter sich gebracht, meine Mutter ist vor 4 Wochen gestorben und mein Vater letztes Jahr.
Deswegen würde ich eigentlich lieber zu Hause bleiben, zusammen mit dem Rest der Familie verarbeitet man solche Sachen meist besser.
Aber ich bin schon seit 10/2017 Arbeitsunfähigkeit und in der ALG1-Nahtlosigkeit, wenn das Amt sagt Reha, dann muss man zur Reha.

23.10.2019 11:07 • x 1 #6


T
Oh mensch, mein Mitgefühl. Da hast du ja wirklich einige Bürden, dir da innerhalb von kurzer zeit aufgeladen wurden. Ich hoffe, dass die Therapie deines Sohnes soweit erfolgreich war.
Wahrscheinlich empfindet das auch jeder anders. Manchmal ist ein wenig Abstand von dem Alltag gar nicht schlecht. Das du dich auf dich konzentrieren kannst und versuchst erstmal alles nach und nach zu verarbeiten.

23.10.2019 11:43 • #7


111Sternchen222
Ich wünsche euch beiden von Herzen viel Erfolg für die Reha!
LG Sternchen

23.10.2019 11:51 • x 1 #8


Alexandra2
Moin,
Voraussetzung für die (erfolgreiche) Reha ist die Rehafähigkeit. Dh man ist in der Lage teilzunehmen an den Verordnungen und kann sich darauf einlassen. Beides scheint bei Euch gesundheitsbedingt nicht möglich. Fragt Euren Arzt, ob er per Attest für eine Verschiebung sorgen kann? Ob das Amt das akzeptieren muss, weiß ich nicht.
Liebe Grüße Alexandra

23.10.2019 12:46 • x 1 #9


F
Ich für meinen Teil möchte keine Verschiebung, auch wenn es unverständlich klingt.
Ich bin seit 2 Jahren nur mit Kliniken, Ärzten, Hospizen, Krankheit, Tod und Behördenkram konfrontiert und möchte das nun hinter mich bringen um ab 2020 hoffentlich so was nicht mehr zu haben ( außer natürlich die regelmäßigen Nachsorgetermine mit meinem Sohn und um den Behörden werd ich wohl auch noch länger zu tun haben).

Außerdem kann ich meine eigene Lage gar nicht richtig einschätzen. Also, bin ich wirklich so krank wie meine Ärzte sagen und wie sieht es in Zukunft mit arbeiten aus?
Ich hab nur irgendwie funktioniert, hab keine Gefühle mehr in mir drin außer Angst um meinen Sohn und eine unglaubliche Müdigkeit, ich warte mal, was die da sagen, wie es um mich steht.

Aber es fällt mir wahnsinnig schwer, wegzufahren.

23.10.2019 12:58 • x 1 #10


Cleofee
Das gute an so einer Reha, bzw. Klinikaufenthalt ist, dass dort viele Menschen mit ähnlichen Problemen sind und man sich so gegenseitig motiviert. Man steht morgens auf, geht zum Frühstück, ist mit anderen Leuten zu sammen. Da ist das hingehen zu den Terminen quasi ein Selbstläufer.

23.10.2019 14:16 • x 3 #11


L
@Cleofee
Da kann ich dir nur zustimmen. Leider haben mich die vielen Leute, die man tagtäglich um sich hat, etwas erschöpft. Ich war froh, wieder daheim zu sein und meine Ruhe zu haben

Allerdings klingt es wirklich so, als ob ihr die Rehafähigkeit nochmal mit eurem Arzt besprechen solltet. Nehmt ihr bereits Medikamente? Dadurch kann der Antrieb stabilisiert werden.

LG Luna

23.10.2019 20:28 • #12


F
Ich nehme morgens Citalopram, abends Mirtazipin, sonst geht wirklich gar nichts mehr.
Ich fahre erstmal hin und versuche, es so gut es geht durchzuziehen, vielleicht hilft es mir, wieder ein bisschen besser im Alltag zu funktionieren.

Wenn die mich nicht rehafähig sehen, müssen sie mich halt nach Hause schicken.

23.10.2019 21:11 • x 1 #13


T
Ich nehme mittlerweile Venlafaxin, allerdings einfach vom Hausarzt verschrieben. Habe leider noch keinen Psychiater oder ähnliches - und mit meiner Psychologin kam ich nicht so gut klar wie anfangs gedacht. So richtig fehlte dann die Kraft, jemand neues zu suchen.

24.10.2019 00:31 • x 2 #14


A


Hallo The_Kev,

x 4#15


Cleofee
Ich war nach meinen Klinikaufenthalten auch immer völlig platt und erledigt. Aber es hat sich dann auch immer ziemlich viel bei mir bewegt.

24.10.2019 14:38 • x 1 #15

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