Therapeutin zwingt mich einen Weiterförderungsantrag zu stellen

F
Liebe Aves,

ich lese aus Deinen Zeilen auch menschliche Enttäuschung heraus. Zwei Jahre war Deine Therapeutin Deine Begleiterin, Du hast Dich ihr anvertraut und offenbart, hast ihr Dinge erzählt, die vermutlich kein Mensch vor ihr von Dir hörte.
Und nun setzt sie Dich dermaßen unter Druck und respektiert Deine Bedürfnisse und die Haltung Deines Freundes nicht.

Ich wünsche Dir Kraft und Mut zum Aushalten, zum Sagen, zur Selbstbestimmung!
Pass gut auf Dich auf!

Viele Grüße
FreieHeide

15.10.2010 19:53 • #16


A
Zitat von aves:
Danke für Eure Antworten. Ich bin jetzt ein bißchen beruhigter. Bezüglich Konsequenzen beim Abbruch wollte ich meine Krankenkasse anrufen und fragen. Soweit ist es aber noch nicht.

Ich frage mich nur, was ist in die Therapeutin gefahren. 2 Jahre lang war es gut und jetzt auf die letzten Stunden kramt sie nach weiteren Problemen. Und das mit einer Vehemenz und einem Druck! Ich habe recherchiert und nirgendwo einen Hinweis gefunden, dass Voraussetzung für eine Psychotherapie der Einbezug des Partners ist. Das ist ja auch keine Paartherapie, was ich mache!

Es gilt jetzt für mich, das auszuhalten, wenn sie wieder bestimmt, dass der Freund mit kommt. Außerdem wollte sie von mir, dass ich aufschreibe, weshalb ich die Therapie verlängern will - ich muß dazu sagen, ich wurde nie gefragt, OB ich das überhaupt will.



Liebe Aves,
hast du deiner Therapeutin rückgemeldet, dass sie dich tief verletzt hat? Ich denke es ist wichtig, klar Stellung zu nehmen, welche Themen du besprechen möchtest und welche nicht. Und vor allem ist es ganz allein deine Entscheidung, ob du weiterhin die Therapie machen möchtest bzw einen Folgeantrag stellst. Die Therapeutin kann eine Empfehlung hierzu geben und diese sollte sie dann meines Erachtens dann auch Begründen. Darf ich fragen, welcher therapeutischen Richtung deine Therapeutin angehört? Und was der grundlegende Anspruch an die Therapie war (verhaltenstherapeutisch, tiefenanalytisch,...) und ob das Thema Missbrauch für dich eine Motivation war, die Therapie zu machen? Ich kann nur von mir ausgehen - bei mir hat es zwei Jahre Therapie benötigt, bis ich überhaupt in der Lage war diese Thematik auch nur anzudeuten und warte aktuell auf die Fortsetzung der Therapie. Ich kann gut nachvollziehen, dass du deine Beziehung nicht mit Aufwühlen dieser Thematik in Gefahr bringen willst. Aber ich sehe zum Beispiel für mich, dass solche erlebten Verletzungen viele Folgen für das eigene Erleben haben: wieviel Nähe kann ich zulassen und was übertrage ich ungewollt und von mir nicht steuerbar auf Personen, die mir (zu) nahe kommen, zu tun haben. Und wieviel Lust an Nähe versagt man sich eventuell selber - aus Angst, Misstrauen,...
Ich habe das Gefühl, dass deine Therapeutin ihre Empfehlung in einer sehr unverblümten und wie auch ich empfinden würde, verletzenden und in keinster Weise wertschätzenden Art geäußert hat. Aber ich finde es nicht verwunderlich, dass sie einen Zusammenhang zwischen dem Missbrauch, deinem Erleben von Nähe (die wie du beschreibst, im Bereich S. nicht immer einfach ist) und was das für eure Beziehung bedeuten könnte zieht. Ihre Schlussfolgerung über die Qualität eurer Beziehung finde ich aber absolut daneben. Das ist schlicht und einfach eine unverblümte Unverschämtheit. Dass sie eine Teilnahme von deinem Freund an der Therapie davon abhängig macht, ob sie überhaupt einen Folgeantrag stellt (den, wenn ich dich richtig verstanden habe, gar nicht stellen willst), ist meines Empfinden nach völlig kontraproduktiv - dein Therapietempo bestimmst du und niemand sonst. Und auch, wen du wann und in welchem Umfang über dein Seelenleben in Kenntnis setzt.

Liebe Grüße,
Alzira

22.10.2010 23:33 • #17


A


Hallo aves,

Therapeutin zwingt mich einen Weiterförderungsantrag zu stellen

x 3#3


A
Ich hab hier ja gar nicht mehr geschrieben.........durch eine persönliche Krise, ausgelöst durch einen über mich herein brechenden Rechtsprozeß (ich habe nichts getan), hat sie mich doch überzeugen können, mit der Therapie weiter zu machen. Jedoch, es ist wie so oft mit den Mißbrauchten, ich habe zu einer Sache Ja gesagt, die ich nicht mehr will, zumindest so nicht. Ich komme da nicht raus. Ich habe ihr gesagt, dass ich beruflich so stark eingespannt bin, eine anspruchsvolle Fortbildung mache, ich schlichtweg nicht die Zeit habe für 2 Treffen die Woche und sie beharrt trotzdem darauf. Wenn sie sich wenigstens auf 1 x die Woche einlassen würde. Es ist alles so anstrengend. Und dann muß ich wieder Bücher lesen und Übungen machen, ich habe Null Freizeit mehr, null. Gibt es keine Therapieart, die rein zeitlich auf den Treffen basiert und nicht noch zusätzlich bis zu 5 STunden Eigenstudium zwischen den Treffen braucht.

Ich habe das Gefühl, ich selbst existiere nicht mehr, ich bin nur noch eine Maschine, die Dinge macht, die andere wollen. Das ist das, was mich so fertig macht, ich komme nicht mehr zu mir. Da pfeife ich doch auf eine Therapie! Eine Therapie hilft einem doch rein gar nichts, wenn das nur auf Zwang und Druck basiert!!!

Mit meinem Freund gibt sie auch keine Ruhe. Ich kann ihn doch aber nicht zwingen mitzukommen. Wir sind doch erwachsene Leute. Ich verstehe das alles nicht, ich verstehe es nicht. Das endet für mich noch in der Psychiatrie. Manchmal denke ich mir, das wäre es auch. Die würden mich ruhig stellen und ich habe zum ersten Mal das Recht, nichts zu tun. Nichts zu denken. Einfach nichts. Das wäre es doch. Dann würde man mich ENDLICH in Ruhe lassen mit den 1000 Verpflichtungen.

04.01.2011 14:16 • #18


Albarracin
Experte

04.01.2011 22:56 • #19

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