Therapie-Erfolge / Therapieende setzt mich unter Druck

Pyxidis
Hallo Cleo,

normal ist, daß die Krankenkasse noch 15 x 10 minütige Kurzkontakte pro Quartal bezahlt. Diese kann die Therapeutin dann zu drei Sitzungen zusammenlegen. Würdest Du dann eine Sitzung pro Quartal selbst zahlen, hättest Du jeden Monat eine Sitzung bei ihr. Du würdest also 17,50 € pro Monat bezahlen und hättest eine Sitzung bei ihr. Wäre das nicht eine Lösung?

Viele Grüße
Scorpio

07.10.2011 12:02 • #16


C
Hallo Scorpio,

das ist im Prinzip eine sehr gute Idee, vielen Dank! Nur ich habe so den Eindruck, das Problem liegt darin, dass sie nicht bereit ist, es einzurichten mit einer Std. monatlich (Ob nun durch die Krankenkasse oder durch mich finanziert), sonst hätte sie ja auch auf meinen Vorschlag eingehen können, meine letzten Stunden einmal pro Monat zu verteilen (danach hatte ich nämlich auch gefragt); ich nehme an, sie möchte meine Stunde wieder voll an einen neuen Patient abgeben, und vllt keine extra Sitzungen außer ihrem normalen Wochenplan haben?!
Das finde ich halt etwas schade, dass sie mir da nicht entgegenkommt. Ich weiß auch von meinem Bruder, dass er noch einmal monatlich zu seinem Therapeuten konnte.
Es ist ja schließlich auch eine krasse Umstellung wenn man wie ich über 3 Jahre in Therapie war, und bis vor ein paar Monaten sogar noch 2 mal die Woche...

LG, Cleo

07.10.2011 12:44 • #17


A


Hallo cleo,

Therapie-Erfolge / Therapieende setzt mich unter Druck

x 3#3


achtsamkeit
Also, wenn du bereit bist dich auf eine andere Therapeutin einzulassen, dann tue das. Der oder die Therapeutin wird ja auch daran anknüpfen was bisher geschehen ist in der Therapie.
Ich selber vertraue eben meiner Therapeutin total, so dass ich mit einem Wechsel momentan nicht klar kommen würde.
Meine Thera und ich haben rechtzeitig angefangen die Stunden immer mehr auseinander zu ziehen, damit das Ende nicht abrupt kommt. Das verstehe ich nicht , warum deine Therapeutin nicht darauf hingearbeitet hat und die Abstände zwischen den Stunden
vergrößert hat.
Ich bin somit seit drei Jahren bei meiner Therapeutin und wenn die letzten Stunden aufgebraucht sind, dannn werde ich sie selber zahlen und wenn ich nur einmal im Quartal zu ihr kann.

LG Pelle

07.10.2011 15:46 • #18


C
Also vllt steht es halt für sie an erster Stelle, dass sie ihre Stunden gefüllt hat und keine Ausfälle hat..?!
Mich wühlt das im Moment ziemlich auf, da ich jetzt wieder so ein Gefühl habe, mich in jmd. getäuscht zu haben. Ich habe ihr ja auch total vertraut.

War das denn bei dir völlig problemlos von der Thera aus, das so zu händeln?

Das Problem ist, für die wenigen Std. lohnt es sich eben nicht mehr zu wechseln (sind nur noch 4 Std.). Das käme erst wieder in 2 Jahren in Frage oder eben wenn ich jetzt eine Verhaltenstherapie machen würde.

LG, Cleo

07.10.2011 16:46 • #19


achtsamkeit
Also meine Thera war und ist da sehr einfühlsam. Sie hat das immer mit mir besprochen wie wir die Stunden legen, damit ich noch lange zu ihr kommen kann.
Du hast recht, für 4 Stunden würde ich auch nicht wechseln.
Aber vielleicht ist es für dich ja wirklich eine Möglichkeit eine Verhaltenstherapie zu probieren.
Ich bin schon muss ich sagen sehr auf meine Thera fixiert, eben weil ich ihr vertraue und auch weiß, dass ich mich auf sie verlassen kann.
Und dass ich bei ihr Stunden dann selbst bezahlen kann, das macht sie ungern (nicht wegen mir), sondern, weil sie auch findet, dass eine Therapie nicht einfach enden dürfte sondern die Weiterbetreuung sehr wichtig wäre. Aber da gibt es ben die doofen Vorschriften.
Diese Notfallstunden möchte ich auch denen überlassen, die wirklich seelisch unten sind, mir geht es ja momentan relativ gut.

LG Pelle

08.10.2011 11:00 • #20


C
Hallo,

es laufen ja nun meine letzten Therapiestd. Genauer gesagt sind es nur noch 2... es geht mir nicht gut mit dem Gedanken.
Momentan wird meine Stimmung immer dunkler, passend zur Herbststimmung draußen...
Meine Thera meinte neulich sowas von wg , wir hätten ja nun die letzten Jahre sehr viel gesprochen und analysiert und jetzt müsste ich aber auch reinhopsen ins Leben oder so - ich weiß den genauen Wortlaut nicht mehr. Hm, ok, da mag was dran sein; aber im Moment ist mir so gar nicht nach hopsen und trotzdem wäre es für mich wirklich wesentlich besser, wenn die Stunden noch über die nächsten Monate verteilt würden. Mir graut vor der restlichen Herbst- und der Winterzeit (Weihnachten und Silvester...)
Ich habe ja auch keinen Partner mehr oder bzw. keinen neuen, an den ich mich halten kann; bin mehr oder weniger allein mit meinen Problemen; außer ein paar Freunden mit denen der Kontakt aber auch mal mehr mal weniger eng ist.

LG, Cleo

19.10.2011 17:45 • #21


M
Hallo Cleo,

hast du das Thema Selbsthilfegruppe schon etwas näher betrachtet ? Das wäre doch für dich wirklich eventuell eine Möglichkeit, dich auszutauschen und auch eine Chance, neue Bekanntschaften zu schließen.

Recherchiere doch mal bei euch vor Ort, was es da für Möglichkeiten gibt.

19.10.2011 18:37 • #22


achtsamkeit
Liebe Cleo. natürlich hat deine Thera recht, wenn sie sagt , dass wir ins Leben hüpfen müssen.
Ich bin durch die 3 jahre relativ stabil geworden und habe an Selbstvertrauen gewonnen.
Aber ich lebe ja auch in einem Schonraum. (Erwerbsminderungsrente, keine finanziellen Probleme, unterstützenden Ehemann und Medikamente)
Aber gestern hat mich ein sSchreiben der Rentenversicherung iweder völlig aus der Bahn geworfen.
Undich möchte einfach jemanden haben zu dem ich absolutes Vertauen habe und dem ich alles sagen kann. (das ist nu einmal für mich meine Therapeutin)
Und vondaher möchte ich einfach weiter zu ihr gehen können und wenn die Abstände noch so groß sind.
Hast du denn eine alternative Therapeutin schon im Auge?
LG Pelle

20.10.2011 08:46 • #23


C
Hallo Mag und Pelle!

Also was eine Selbsthilfegruppe betrifft, bin ich etwas skeptisch... zurzeit merke ich, dass für mich der Kontakt zu gesundheitl. stabilen Menschen besser ist (sofern sie schon über Einfühlungsvermögen und Verstännis für mich verfügen). Ich habe ein paar Freunde, denen es selbst nicht so gut geht, und ich merke, dass sie mir dann oft auch nicht helfen können/wollen bzw. dass sich diese Freundschaften äußert kompliziert gestalten. Oft fühle ich mich von solchen Leuten auch ausgenutzt und ich habe die Befürchtung, dass sich in so einer Gruppe ähnliche Kontakte ergeben würden. Aber ich behalte es mal als eine Option im Hinterkopf.

Bisher habe ich mich noch nicht auf die Suche nach einer neuen Therapeutin gemacht; glaube ich bräuchte erstmal etwas zeitl. Abstand bevor ich eine neue Thera bei einer ganz andren Person beginne... ich wollte auch noch mit meiner aktuellen Thera besprechen, ob sie überhaupt denkt, dass mir diese Therapieform weiterhilft; zu Beginn meiner Therapie meinte sie nämlich, dass es in meinem Fall keinen Sinn macht eine Verhaltenstherapie zu machen. Im Moment denke ich halt in meiner Angst, alles besser, als gar keine Therapie.
Bin also momentan etwas ratlos... fühle jetzt auch ziemliche Widerstände und Wut gegen meine Thera und habe keine richtige Lust mehr zu reden, wenn ich dort bin.
Ich weiß - klinge sehr destruktiv, aber so ist meine Stimmung leider grad.....
LG, Cleo

PS: würde mich freuen, wenn vllt jmd noch berichten könnte, wie es ihm/ihr nach einer Therapie ging.

23.10.2011 14:14 • #24


M
Zitat von cleo:
fühle jetzt auch ziemliche Widerstände und Wut gegen meine Thera und habe keine richtige Lust mehr zu reden, wenn ich dort bin.
Ich weiß - klinge sehr destruktiv, aber so ist meine Stimmung leider grad.....



Ich finde, dass gerade DIES dort ein Thema sein sollte!

23.10.2011 15:38 • #25


C
Hallo Monty,

danke für deine Rückmeldung. Da hast du schon Recht... traue mich aber bisher leider nicht das zu sagen. Denke mal, sie merkt das aber auch schon. In der letzten Stunde ging es irgendwann, also dass das Gespräch ins Fließen kam... aber im Moment spüre ich wieder total den Widerstand. Blöd mit dem Gefühl dort hinzugehen.
Ich hatte es mir auch immer so vorgestellt, dass ich mich in der letzten Std. bei ihr bedanken werde, ihr vllt auch was Kleines schenken werde. Gerade habe ich dazu aber gar keine Lust.
Muss dazu sagen, dass ich momentan wieder sehr viel Wut auf meine Eltern spüre,das ist vllt schwer davon zu trennen.

LG, Cleo

23.10.2011 17:49 • #26


M
Auch die Wut auf deine Eltern ist ein Thema für die Therapie!
Besonders, wenn es jetzt auf das Ende der Therapie zu geht.
Vesuche dich zu überwinden und deine Angst zu besiegen!

23.10.2011 21:03 • #27


achtsamkeit
Schreibe deine Gedanken/ Ängste/ deine Wut doch auf! Und das kannst du dann in der Therapiestunde auch vorlesen oder deiner Thera zum Lesen geben.
LG Pelle

24.10.2011 10:40 • #28


Sarah
Hallo Cleo,

mit nur noch 2 offenen Stunden kann ich verstehen, dass du dich sehr unter Druck gesetzt fühkst. Wurden die Stunden denn jetzt über einen längeren Zeitraum ausgeschlichen?

Vor einem halben Jahr stand ich auch relativ kurz vor einem THerapieende. Ich glaube als wir das erste Mal darüber gesprochen haben, waren noch 15 Termine genehmigt. Der Therapeut hätte theoretisch noch 25 weitere Stunden beantragen können. Dies hat er aber abgelehnt, da dieser seiner Meinung nach so oder so nicht reichen würden. Er hat mich dann vor die Wahl gestellt, dass wir entweder die letzten Stunden die THerapie ausschleichen und ich dann gucken müsste, dass ich mit dem aktuellen Status klar komme. Was er mir empfohlen hat war aber ein Verfahrenswechsel auf eine Psychoanalyse, bei der ich noch einmal ein neues Stundenkontingent hätte. Und auch wenn ich Bedenken hatte, habe ich diesen Weg gewählt. Er hat dann auch direkt den Abstand zwischen den Stunden erst auf 2 und dann auf 4 Wochen hoch gesetzt, damit ein sachtes THerapieende gewährleistet wäre. Im Endeffekt habe ich sogar 9 Stunden verfallen lassen.

Was er mir aber damals auch angeboten hat waren psychologische Beratungsgespräche (oder so ähnlich). Diese kann mal wohl einmal im Quartal ohne gesondertes Genehmigungsverfahren in Anspruch nehmen. So hätte ich auch noch weiter als Ansprechpartner gehabt, wenn ich mich gegen eine weitere Therapie entschieden hätte.

Wenn ich so lese was du schreibst würde ich dir schon empfehlen, noch mal über eine tiefenpsychologische Therapie in Betracht zu ziehen. Denn du schreibst ja selber, dass du dich im Moment nicht wirklich in der Lage siehst, alleine klar zu kommen.

Liebe Grüße

Sarah

24.10.2011 18:55 • #29


A


Hallo cleo,

x 4#15


C
Hallo!

@Monty und Pelle: ich denke ich werde versuchen das direkt anzusprechen, wenn ich mich traue. Das mit der Wut auf meine Eltern auf jden Fall, was die Wut auf sie betrifft, mal sehen. Ich kann nur sagen, dass das Ganze gerade meine Stimmung zusätzlich verschlechtert.

@Sarah: vielen Dank für deinen Erfahrungsbericht!
Nein, die Stunden wurden eben nicht ausgeschlichen, weil sie meinte, dass kann sie nicht einrichten. Also ich hatte jetzt immer noch 1x mal wöchentl. Sitzung. Wir haben lediglich vor ca. 2 Monaten von 2 Sitzungen auf 1 pro Woche runtergeschraubt.
Eine tiefenpsychologische Therapie kann ich ja leider erstmal nicht mehr machen, erst in 2 Jahren wieder, da alle Stunden dafür ausgeschöpft sind. D.h. es käme nur eine Verhaltenstherapie infrage.
Was diese Notfallsitzungen angeht, die sie wohl anbietet bzw. die die Krankenkasse noch übernimmt, da weiß ich halt auch nicht, ob das im Endeffekt dann auch klappen würde, oder ob sie dann evtl. auch sagen würde, das ist gerade nicht möglich einzuplanen...

Im Moment gehts mir ganz gruselig- hab Angst vor Weihnachten etc., fühle mich allein(gelassen) und die Herbststürme und dunkle Stimmung draußen triggern mich total. Die positiven Aspekte gehen gerade leider ziemlich unter.

Danke für eure Hilfe und Überlegungen! LG

24.10.2011 20:08 • #30

Weiterlesen »




Ähnliche Themen

Hits

Antworten

Letzter Beitrag