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Therapie hilft nicht

M
Zitat von Kaddl:
Apps mit VT Techniken, und dass du bereits welche kennst, hattest du ja erwähnt.

Ja danke, ich benutze zur Zeit moodgym. Apropos da habe ich an einem Tag mehr gelernt als in 4 Jahren meiner Therapie
Zitat von Kaddl:
eigenen Therapieplan geschrieben, aber ohne die Vorgaben/Ideen/Input wäre ich da gar nicht drauf gekommen.

Das freut mich dass du etwas gefunden hast was dir hilft! Bzw. selbst erstellt. Danke für deine Ehrlichkeit, dass du dafür erstmal Ideen von außen gebraucht hast. Der Meinung bin ich auch. Eher ich mir selbst helfen kann, brauche ich gute Ideen/Techniken von außen. Ich habe gehofft ich finde sie in Therapie. Aber anscheinend habe ich mich geirrt. Wo hast du deine Ideen hergeholt?
Zitat von Kaddl:
Gegen mein eigentliches Problem hilfts nicht, aber es hält mich vom Suizid ab und hebt meine Laune.

Symptombekämpfung. Es scheint das einzige zu sein, wozu die heutige Psychotherapie fähig ist.
Zitat von Kaddl:
Bist du männlich? Vielleicht brauchste nen Kumpel statt lauter Weiber?

Nein, ich bin weiblich. Hatte auch schon männliche und weibliche Therapeut/-innen.

14.06.2022 22:12 • #16


M
Zitat von Tealight:
Du weißt anscheinend nicht was du machen sollst frage doch einfach ganz genau nach, was dich interessiert...

Ich habe ihr schon alles gesagt. Sie antwortete sie kann mir nicht helfen. Ich solle mir selbst helfen. Damit hat mein Thread angefangen. Wie - hat sie auch keine Ahnung.
Zitat von Tealight:
Da bestimmte Untersuchungen oder Kontrollen von der Krankenkasse nicht bezahlt werden, muß man es selbst bezahlen.

Es ist traurig, dass genau die Untersuchungen, die auf Ursache abzielen, nicht bezahlt werden.
Zitat von Tealight:
Guck mal im YouTube, unter emdr...
Dort wird erklärt, wie es geht. Auf was du dabei achten solltest...

Habe ich mir schon angeschaut. Laut YouTube Videos besteht EMDR Sitzung aus 8 Schritten. Meine Therapeutin macht nur einen

14.06.2022 22:16 • #17


A


Hallo Meniken,

Therapie hilft nicht

x 3#3


Tealight
Zitat von Meniken:
Ich habe ihr schon alles gesagt. Sie antwortete sie kann mir nicht helfen. Ich solle mir selbst helfen. Damit hat mein Thread angefangen. Wie - hat sie auch keine Ahnung.

Dann musst du dir weiterhin Gedanken machen...
Vielleicht hilft dir aufschreiben für dich ganz alleine...
Ich kenne dein Problem nicht und du musst es auch nicht erzählen.
Fakt ist einfach, das jeder Mensch die Lösung in sich trägt.

Zitat von Meniken:
Es ist traurig, dass genau die Untersuchungen, die auf Ursache abzielen, nicht bezahlt werden.

Ja, so ist das System...
Unter dem Strich geht es immer ums Geld...

Zitat von Meniken:
Habe ich mir schon angeschaut. Laut YouTube Videos besteht EMDR Sitzung aus 8 Schritten. Meine Therapeutin macht nur einen

Versuch raus zu bekommen, wie alle Schritte gehen...
Guck vielleicht direkt im Netz nach EMDR. Normal findet man dort alles.

14.06.2022 22:29 • #18


M
Zitat von Tealight:
Vielleicht hilft dir aufschreiben für dich ganz alleine..

Danke für den Tipp. Mein Tagebuch ist mein täglicher Begleiter.
Zitat von Tealight:
Versuch raus zu bekommen, wie alle Schritte gehen...

Und dann? EMDR bei sich selbst machen?

14.06.2022 22:35 • #19


Tealight
Zitat von Meniken:
Und dann? EMDR bei sich selbst machen?


Ja, warum nicht was spricht dagegen...

14.06.2022 22:46 • #20


M
@Tealight also soll ich dann Therapie komplett aufgeben und versuchen eine bessere Therapeutin für mich zu werden als alle extra dafür ausgebildete Leute in diesem Land?

14.06.2022 22:50 • x 1 #21


K
Manchmal findet man auch Knackpunkte von sich selbst, wenn man anderen hilft.

Also du könntest dich auf deine depressiven Freundinnen stürzen, dich kurz leergesaugt fühlen,wie die Theras, die - so klingt es zumindest - versuchen, dich aus demselben Grund loszuwerden/abzuspeisen und wen du ne Freundin/Freundinnen hast, die mitmachen, sucht ihr euch im Internet alles was hilfreich klingt und probiert es aus.

Meine Ideen hab ich mir von den stationären Aufenthalten und in Foren zusammengesammelt und ein bisschen was aus Apps.

Nach dem, was mich ansprach und auch nach ein paar mal probieren gepasst und funktioniert hat.

Z.b. die Meditationsapp Atom, abends nochmal ne Runde um den Block (hilft beim einschlafen), intuitives Essen, rechtzeitig von triggernden Inhalten weg an schlechten Tag, an Guten versuchen die auszuhalten, Handarbeiten zur Ablenkung...such things.

14.06.2022 22:51 • #22


M
Zitat von Kaddl:
Z.b. die Meditationsapp Atom, abends nochmal ne Runde um den Block (hilft beim einschlafen), intuitives Essen, rechtzeitig von triggernden Inhalten weg an schlechten Tag, an Guten versuchen die auszuhalten, Handarbeiten zur Ablenkung.

Danke sehr! Ich werde das eine oder andere ausprobieren. Moodgym habe ich auch aus einem Forum mitgenommen - war ein guter Tipp. Ich glaube die Menschen die das gleiche mitgemacht haben, wissen echt oft die besseren Auswege.


Zitat von Kaddl:
Theras, die - so klingt es zumindest - versuchen, dich aus demselben Grund loszuwerden/abzuspeisen u


Also glaubst du, dass sie mich abwimmeln mit dem Spruch hilf dir selbst weil sie kein Bock haben mir zuzuhören? Ist es denn nicht ihr Job wofür sie soweit ich weiß 100Euro die Stunde kriegen ?


Zitat von Kaddl:
sucht ihr euch im Internet alles was hilfreich klingt und probiert es aus


Also die depressiven Freundinnen, die ich kenne sind nicht so wie ich, die ständig nach Lösungen sucht. Sie meckern lieber, dass die Welt sch. ist, und wollen nur Aufmerksamkeit und Mitleid. Ich merke es daran, dass wenn ich ihnen Tipps gebe, setzen sie keins davon um. Außerdem möchte ich keine kostenlose Ersatz-Therapeutin sein. Alle Freundinnen, auch die gesunden, weinen sich eh schon bei mir aus und holen sich Tipps, weil ich mittlerweile schon fast-Psychologin bin, durch all das Wissen was ich mir in den letzten Jahren angesammelt habe. Nur die nicht-depressiven setzen meine Tipps zumindest um, wodurch ein Teil der Energie in Form von Dankbarkeit und Mitfreude zurück fließt. Trotzdem wünsche ich mir eigentlich eher jemanden der mir hilft. Anderen helfe ich schon viel. Mein Freund sagt sogar viel zu viel.

Mit den depressiven gehe ich dann lieber zu einer Veranstaltung. Da haben wir beide was gewonnen. Sie kommen aus ihrer negativen Gedankenspirale raus und ich habe auch was schönes erlebt.

Nur mir selbst kann ich nicht helfen weil ich jemanden brauche der von außen guckt. Blind Spots hat noch keiner abgeschafft.

14.06.2022 23:08 • #23


K
Zitat von Meniken:
Nur mir selbst kann ich nicht helfen weil ich jemanden brauche der von außen guckt. Blind Spots hat noch keiner abgeschafft.

Jammerst du bei all deinen Freundinnen nicht zurück?
Haben die schon mal was - untherapeutisches - zu deinen Problemen gesagt?

14.06.2022 23:12 • #24


Tealight
Zitat von Meniken:
@Tealight also soll ich dann Therapie komplett aufgeben und versuchen eine bessere Therapeutin für mich zu werden als alle extra dafür ausgebildete ...

So wie es aussieht, bekommst du nicht das, was du von der Therapeutin erwartest...
Werde dein eigener Therapeut ...
Vielleicht kommst du dabei auf die Lösung deiner Sorgen...

14.06.2022 23:18 • #25


M
Zitat von Kaddl:
Jammerst du bei all deinen Freundinnen nicht zurück?

Nein. Sehr selten. Ich bin ein Mensch der gewohnt ist selbst meine Probleme zu lösen. Ich will meine Freunde nicht als Ersatz-Therapeuten missbrauchen. Ich habe lieber eine schöne Zeit mit denen. Ich hole mir höchstens Tipps wenn ich zwischenmenschliche Probleme habe. Wenn ich einfach depressiv drauf bin oder durch Ängste blockiert, dann bleibe ich alleine Zuhause und Versuche einen Weg zu finden meine Stimmung hochzuheben. Manchmal klappt es, oft auch nicht. Auf jeden Fall meide ich dann jeglichen Kontakt, weil ich keinen mit meiner negativen Energie Überschütteln möchte.

All meine schwerwiegenden Probleme bespreche ich mit meiner Therapeutin und Betreuerin.

Der einzige dem ich meine negativen Gedanken anvertraue, ist mein Freund aber er weiß mir oft auch nicht zu helfen. Er hört dann zu und fühlt mit, aber helfen kann er nicht.
Zitat von Kaddl:
Haben die schon mal was - untherapeutisches - zu deinen Problemen gesagt?

Also ehrlich gesagt die meisten Freunde von mir wissen nicht mal was von meiner Diagnose. Es wissen nur meine Familie und mein Freund. Ich möchte meine Freundschaften wie gesagt nicht durch meine Probleme belasten. Außerdem möchte ich kein Mitleid. Wenn ich meine Freunde treffe, dann will ich einfach was schönes unternehmen, etwas was mir positive Energie gibt.

14.06.2022 23:23 • #26


M
Zitat von Tealight:
Werde dein eigener Therapeut ...
Vielleicht kommst du dabei auf die Lösung deiner Sorgen...

Danke! Werde es wohl versuchen müssen. Mir bleibt ja angesichts der aktuellen Lage gar nichts übrig. Ich habe wirklich nämlich überlegt die Therapeutensuche ganz aufzugeben. Nachdem ich alle 50 Therapeuten in meiner Stadt durchgerufen habe, die angeblich auf Angst spezialisiert sein sollten und nicht Mal einer dabei rumkam, der den Anschein erweckt mir helfen zu können, habe ich auch schon überlegt ob die Zeit nicht besser angelegt wäre, mich selbst versuchen zu therapieren. Bücher zu lesen etc.

Ich bin mir sogar sicher, dass wenn ich jetzt Psychologie studiere und Therapieausbildung mache, bin ich schneller dran mich zu heilen als wenn ich noch 10 Jahre zu einer Therapie gehe

14.06.2022 23:33 • x 1 #27


Tealight
Zitat von Meniken:
Danke! Werde es wohl versuchen müssen. Mir bleibt ja angesichts der aktuellen Lage gar nichts übrig. Ich habe wirklich nämlich überlegt die ...

Ich wünsche dir viel Glück bei der Spuren Suche....
Ich habe heraus lesen können, das du genug Elan dazu hast ....

14.06.2022 23:39 • x 1 #28


K
@Meniken aber das was du grade geschrieben hast IST doch das Problem:

Du hast gar keine echten Freunde, weil du allen nur deine starke Seite zeigst.

Die schwache Seite kriegen Theras und Betreuerin, die darauf innerlich (trotz Gehalts) genauso reagieren,wie du auf die Leute, denen du hilfst, dir aber wiederum nur ihre starke Seite zeigen weil wegen Professionalität und blabla, ihre schwache Seite aber wiederum wahrscheinlich nur ihren privaten Freunden, wodurch du das verzerrte Bild kriegst, die hätten ihr Leben im Griff.

Haben sie meistens nicht, sonst wären sie nicht Leute geworden, die sich sehr intensiv mit menschlichen Problemen beschäftigen.

Ich würde vorschlagen, du versuchst vorsichtig in deinem Freundeskreis die Spreu vom Weizen zu trennen und rauszufinden, wer auch in schlechten Zeiten für dich da ist.

Freundschaft ist ein Geben und Nehmen nicht ein klugsch.n und Gehalt dafür kassieren.

Dass ich mehrere Therapeutenkinder privat kenne und deren Mißbefindlichkeiten, die deren Eltern null im Griff haben und dass es im Netz vor Leuten, denen es schlecht geht nur so wimmelt, spricht für meine Theorie, dich versuchsweise deinen Freunden mal ganz zu zeigen und auf die die dich nicht ganz wollen zu sch.n - oder zumindest weniger in die Beziehung zu investieren ,vor allem da dein Freund sagt, du hilfst sowieso zuvielen.
Menschen haben im Schnitt 2,9 echte Freunde im Leben, der Rest ist oberflächliches Blabla für soziales miteinander.

Und wirklich helfen kann dir ja eher wer, der dich mit Macken kennt und umgekehrt.
Schlechte Zeiten miteinander durchmachen, der Rest will nur profitieren, ohne was zu geben.

Dann läufts auch ohne Therapeuten.

Bitte werd nicht selbst eine, dann sitzt du in 10 Jahren vor deinem jüngeren ich und kannst dem genauswenig helfen...

14.06.2022 23:42 • #29


A


Hallo Meniken,

x 4#15


M
Zitat von Kaddl:
wodurch du das verzerrte Bild kriegst, die hätten ihr Leben im Griff.

Also ich glaube nicht dass meine Therapeutin oder meine Betreuerin ihr Leben voll im Griff haben, aber sie sind älter als ich und haben Lebenserfahrung wodurch sie zumindest mit bei aktuellen Problemen helfen können.

Meine Freundinnen können mir meistens nicht helfen. Interessanterweise sind sie alle jünger als ich, bis auf eine, aber die ist richtig depressiv. Einer Freundin zum Beispiel habe ich erst heute gesagt dass es mir schlecht geht. Weil die mir ständig einfach so schreibt und sich ausweint, wodurch ich schon oft genervt war. Diesmal wollte ich den Kreis durchbrechen und habe geantwortet, dass ich ihr heute nicht helfen kann, weil es mir selbst nicht gut geht. Da kam keine Nachfrage nur ein oh, das ist nicht gut. Das war's. Ich meine ich war schon froh sie losgeworden zu sein, aber helfen kann/will sie mir wohl nicht.


Einer anderen Freundin, die ebenso depressiv ist, habe ich Mal von meinen Beziehungproblemen berichtet. Ihre Antwort war nur, dass es an der Herkunft von meinem Freund liegt und dass sie alle so sch. sind. Tja, nach so einer Antwort habe ich überhaupt bereut mich ihr anvertraut zu haben. Geholfen hats natürlich auch Null. Seitdem berichte ich ihr nicht viel von meinem Leben.

Von den mehr oder weniger gesunden Freundinnen habe ich eine, der ich viel helfe und sie hilft mir zum Glück auch zurück. Sie weiß zwar nicht von meiner Diagnose, aber ich sage dann einfach nur dass es mir nicht gut geht. Man muss ja nicht immer das ganze in ein Krankheitsbild packen. Sie kann mir zum Glück auch helfen, zumindest soweit sie aufgrund ihres ebenso jüngeren Alters kann. Sie wohnt nur leider sehr weit Weg wodurch es eher eine schreib-Freundschaft ist.

Noch 2 Freundinnen, die ich in letzter Zeit regelmäßig treffe, habe ich tatsächlich nicht so oft meine schwache Seite gezeigt aber dafür fehlt mir noch das Vertrauen, so lange kennen wir uns noch nicht. Ich habe schon gemerkt, dass es mir bei denen (noch) schwer fällt mich zu öffnen, aber vielleicht kommt es noch.
Zitat von Kaddl:
Ich würde vorschlagen, du versuchst vorsichtig in deinem Freundeskreis die Spreu vom Weizen zu teenben und rauszufinden, wer auch in schlechten Zeiten für dich da ist.

Ehrlich gesagt ich brauche Freunde tatsächlich nicht dafür damit sie mir helfen oder mich therapieren, sondern oft bin ich einfach nur froh mit jemandem was unternehmen zu können. Klingt vielleicht komisch, ist aber so.
Zitat von Kaddl:
Und wirklich helfen kann dir ja eher wer, der dich mit Macken kennt und umgekehrt.

Mein Freund kennt mich mit allen Macken aber helfen kann er mir nicht ‍️
Zitat von Kaddl:
Dann läufts auch ohne Therapeuten

Die Idee ist natürlich verlockend und ja natürlich würde ich mir Freunde wünschen die mir, wie ich denen, stundenlang zuhören und gute Ratschläge geben können und für mich da sind und mich therapieren. Aber ich habe in meinem Leben so was nie erlebt. Ich hatte schon gute Freundschaften, aber die waren nie so eng, dass ich zum Beispiel wie meinem Partner alles anvertraut habe. Das war schon meistens auf Unternehmungen oder Schule beschränkt. Klar redet man darüber wie das Leben so läuft und welche Probleme man gerade hat. Aber es war nie so eng, dass ich sagen könnte, dies wäre ein Mensch der mich komplett kennt und meine psychischen Probleme erkennen oder mich therapieren könnte. Keine Ahnung, ich hatte nie das Glück eine richtig enge Freundschaft gehabt zu haben. Enge Beziehungen hatte ich nur mit Männern oder mit meinen Cousinen, die aber auch jetzt sehr weit weg leben.


Also ja, vielleicht wäre mein Leben besser mit richtig engen Freunden. Die dazu genug Lebenserfahrung und Psychologie-Wissen haben, um mir bei meinen Problemen helfen zu können. Aber ehrlich gesagt habe ich mich schon damit arrangiert, dass es wohl nie passieren wird. Es klingt für mich schon wie eine Wunschvorstellung. Deswegen bin ich froh einfach jemanden zu haben mit denen ich ab und zu schöne Zeit haben kann.

15.06.2022 00:58 • x 1 #30

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