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Therapie hilft nicht

K
Zitat von Meniken:
Ich kenne mich seit meinem 13. Lebensjahr so. Regelmäßige depressive Phasen. Mal stärker, mal schwächer, mal jahrelang nichts.

Es gab auf jeden Fall Jahre, in denen es seltener war, und Jahre in denen es oft passiert ist.

Meine Therapeutin sagt, dass ein Tief oft nach dem Trigger kommt. Nur kenne ich meine Trigger leider nicht.

Vom somatisch medizinischen Standpunkt würde ich bei sowas auch noch versuchen rauszufinden, ob das in Zusammenhang mit deiner Monatsblutung stehen könnte.
Und ob du die Pille genommen hast und wenn ja welche und ob du zu der Zeit grade vergeben warst, unglpcklich verliebt, etc.

Kannst dir ja mal selber Gedanken/Notizen zu machen, Hormone, PMS und auch die Ernährung haben da mehr Einfluss, als man denkt.

Ich persönlich z.b. habe meine schlimmsten Tiefs immer kurz vor und während der Blutung oder wenn ich unglücklich verliebt bin.

Vielleicht habt ihr in der Therapie diesen Auslöser/Trigger übersehen und dass es bei dir mit 13 anfing...hattest du in dem Jahr deine erste Periode? - musst du mir hier auch nicht in der Öffentlichkeit beantworten,aber kannst du dir ja mal selber Gedanken drum machen, auch was Regelmäßigkeit und Ernährung (vegan/vegetarisch, trotzdem genug Eisen und Vitamin B12?) betrifft.
Vielleicht hast du auch Phasen in denen du zu wenig isst/zu ungesund etc.

Ich schließe halt jetzt mal von mir auf dich, weil, wie @AnnaX über ihre schlimme Kindheit schon schrieb, man kennt halt nur, was man selber erlebt hat.

Deswegen übersehen von Männern und ihren Schülerinnen geprägte Therapiemethoden vielleicht so etwas Naheliegendes, weil Männer ja bekanntlich nicht menstruieren.

18.06.2022 01:51 • x 2 #46


Mira13
Zitat von Meniken:
Meine Therapeutin sagt, dass ein Tief oft nach dem Trigger kommt. Nur kenne ich meine Trigger leider nicht.


Aber du bist auf dem Weg diese herauszufinden. Es dauert alles seine Zeit. Das ist ganz schön schwer das auszuhalten. Du schreibst, du hast mal jahrelang nichts od schwächere Phasen. Ich persönlich finde, das kann man sich bewusst vor Augen halten.
Und an dem blinden Fleck bin ich Jetzt erst dran, der ist mir früher nie in den Sinn gekommen.
Vielleicht ist es auch dieses Schnellwegehaben wollen der Beschwerden, das uns daran hindert zu genesen?
Ich hatte in meiner stationären Therapie eine Innere Kind-Sitzung und eine andere, weiß den Namen nicht. Auf jeden Fall sollte ich mein Hauptsymptom /Traurigkeit beschreiben. Sie in ein Bild verpacken und anschauen/wahrnehmen. Ich stellte mir ein Bild vor mit goldenem Rahmen. Es war ein Waldweg, alles in schwarz. Ich nahm die Traurigkeit irgendwie an. Dann meinte der Therapeut, nun solle ich das Bild mit Pfeilen abschieß.en. Da fing ich plötzlich an zu weinen. So, wie es noch nicht kannte. Ich wollte diese Traurigkeit nicht abschieß.en. Es tat mir weh, sie gehörte zu mir.
Das war ein prägendes Ereignis.

Ich wollte dir damit sagen, es ist nie ausweglos. Es gibt immer einen Weg. LG

18.06.2022 11:04 • x 1 #47

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