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Trennung von der Freundin - ich schaffe es nicht

O
Zitat von M+M:
er kommt mit starken Charakteren nicht zurecht


Man könnte wenigstes, Du schreiben, finde ich...

10.01.2021 22:00 • x 3 #226


U
Zitat von ohneFunktion:

Das stimmt so nicht ganz. In sachlichen Situationen mit ich extrem selbstbewusst.
Da bin ich der Stärkste.

Ich musste oft zu sachlichen Themen vor Publikum sprechen und es macht mir richtig Spass.
Und ich bin sehr sehr durchsetzungsstark.

Schlimm sind soziale Situationen ohne feste Themenvorgabe. Eine Unterhaltung in der Kantine z.B.

Da bin ich sehr sehr ängstlich.

12.01.2021 00:44 • #227


A


Hallo Unwichtiger,

Trennung von der Freundin - ich schaffe es nicht

x 3#3


U
Zitat von Wald:
Vielleicht bist Du Hochsensibel?

Es geht auf jeden Fall in die Richtung.
Da ich in vielen sozialen Situationen Angst habe, beobachte ich die Stimmung meiner Mitmenschen mit sehr sensiblen Antennen. Ich prüfe stetig, ob eine Gefahr für mich da ist.

12.01.2021 00:48 • #228


U
Reha Tagebuch Tag 25
Vier Stunden gewandert,
direkt danach ins Fitnessstudio.

Meinem Magen gings nicht gut. Entweder ich habs mit Sport übertrieben oder was falsches gegessen.
Musste das Training abbrechen.


Reha Tagebuch Tag 26

Solange war ich seit 25 Jahren nicht von zu Hause weg.

Ich hänge hier und da mit meinem ONS rum. Ich vertraue ihr und habe daher keine Angst. Das tut gut.
Gleichzeitig ist mir aufgefallen, dass es schon eine optische Diskrepanz zwischen uns gibt.

Heute wurde ich von zwei Patienten zum wandern eingeladen. Das freut mich.
Zeitweise war ich heute gut drauf, lag aber auch daran, dass ich beduselt von einer Schmerztablette war.

Die heutige Selbsthilfegruppe wurde von allen Teilnehmern als sehr angenehm und fruchtbar empfunden.

Kein Wunder, der Unsympath aus meinen vorherigen Beiträgen wurde von der Klinik aus der Gruppe rausgenommen.

12.01.2021 01:03 • #229


U
@ohneFunktion Mein Beitrag bezog sich auf M+Ms Aussage, ich hätte ein Problem mit starken Menschen.

Sorry, habe das falsch zitiert.

12.01.2021 01:05 • #230


E
Zitat von Unwichtiger:
beobachte ich die Stimmung meiner Mitmenschen mit sehr sensiblen Antennen. Ich prüfe stetig, ob eine Gefahr für mich da ist.

Guten Morgen!

Für mich klingt das eher danach, daß du mehr bei den anderen als bei dir bist, du bist außer dir.
Und das hat nichts mit hochsensibel zu tun.
Du versuchst meiner Meinung nach, Situationen zu kontrollieren, zu bewerten, ich kenne das von mir früher, auch von anderen Menschen.
Du brauchst Anerkennung, du brauchst Bestätigung von außen, um dich zu spüren, so lese ich dich.

Du hast die Möglichkeit, an dir zu arbeiten, auch hier im Forum- niemand will dir was böses!
Wir können nur voneinander lernen, mir wurde auch schon manches um die Ohren gehauen , manches war für mich nicht richtig, manches dagegen schon.

Das war auch schon in Therapien so:
Je stärker meine innerer Widerstand war desto mehr lohnte es sich, ganz genau hinzuschauen.

12.01.2021 09:02 • x 2 #231


U
Ob hochsensibel, feinfühlig, mehr bei den Anderen als bei mir:

Es läuft alles aufs selbe raus:

Auf Grund meiner Sozialphobie beobachte ich meine Mitmenschen sehr genau. Ich prüfe dauerhaft, ob ihre Stimmung eine Gefahr für mich darstellt.


Reha Tagebuch Tag 26

Heute Morgen in der Selbsthilfegruppe wieder Angst gehabt. Ich verstehe mich mit allen gut. Ausser eben dem Einen aber der ist nicht mehr lange da.

Ansonsten fanden heute nur zwei Gymnastikanwendungen statt.

Ich brauche mehr Therapieanwendungen, ich will hier schließlich was lernen.

Eine Stunde in Fitnesstudio gewesen.
Von dort in kurzer Hose und kurzärmeligen TShirt in den Speisesaal:
Ich kam mir kleidungsmässig fehl am Platze vor.

Mit 4 Leuten geredet, danach habe ich mich in meine Ecke zurückgezogen.

Bei einer hatte ich den Eindruck, sie wollte alleine essen.

Eine andere ging mir auf den Keks.

Mit einer habe ich Smalltalk gemacht und mit noch einer Anderen bin ich verabredet für gleich.

Ich war schon etwas traurig, schon wieder alleine in der Ecke an einem Tisch zu sitzen und hätte Lust auf Gesellschaft gehabt. Denn ich hatte keine Angst. Der ewige Aussenseiter. Zwar selbst so gewählt und nicht von den Anderen verstoßen. Aber es macht eben dich traurig.

Meine Exfreundin macht mir Sorgen. Sie arbeitet und kümmert sich um unseren Sohn. Das ist sowieso schon viel. Jetzt ist auch noch die Tagesmutter krank.
Sie will keine Hilfe, trotzdem habe ich versucht, meine Familie dazu zu kriegen, ihr zu helfen.

12.01.2021 19:17 • x 1 #232


U
Reha Tagebuch Tag 27
Ein guter Tag.
Eine Bewegung/Tanztherapie tat sehr gut.
Musste zum ersten Mal hier richtig lachen.

14.01.2021 00:35 • x 1 #233


maya60
Zitat von Unwichtiger:
Ob hochsensibel, feinfühlig, mehr bei den Anderen als bei mir:

Es läuft alles aufs selbe raus:

Auf Grund meiner Sozialphobie beobachte ich meine Mitmenschen sehr genau. Ich prüfe dauerhaft, ob ihre Stimmung eine Gefahr für mich darstellt.]


Absolut nachvollziehbar, @Unwichtiger Da waren auch bei mir bis nach endlich im Großen und Ganzen beendeter Traumaarbeit im vorletzten und letzten Jahr innerlich immer lauter Wächter hellwach, um schon die Vorzeichen der Vorzeichen jeglicher Gefahr zu entdecken, beibehalten zum Selbstschutz aus meiner Kindheit, obwohl das zu meinem Erwachsenenleben schon lange gar nicht mehr passte und ich da längst mich wehren konnte, aber meine Kindheitswächter grätschten immer hellwach dazwischen und hatten ihren festgefrorenen Tunnelblick der Wahrnehmung von Jahrzehnten vorher, der mich hellwach alles immer checken ließ und mir auch schnell Trigger schickte zu Situationen, denen ich als Erwachsene schon lange gewachsen war.

Das wird viel besser, wenn die Altlasten psychotherapeutisch verarbeitet sind, auch wenn das dauert. Gut, dass du am Ball bleibst!

Liebe Grüße! maya

14.01.2021 01:21 • x 1 #234


U
Reha Tagebuch Tage 28 bis 31
Eigentlich geht es besser mit meiner sozialen Phobie.

Ich habe aber Probleme, jemandem eine Grenze zu zeigen.

Sind hier Mitleser, die das selbe Problem haben / hatten?

Welche Bewältigungsstrategien habt ihr erlernt?

18.01.2021 02:07 • #235


Jedi
Zitat von Unwichtiger:
Ich habe aber Probleme, jemandem eine Grenze zu zeigen.

-----
Zitat von Unwichtiger:
Welche Bewältigungsstrategien habt ihr erlernt?

Ich finde es wichtig, dass Du erstmal selbst Deine Grenzen kennst.
Soll heißen, dass Dir bewusst ist, wo beginnen Deine Grenzen, um dann auch später zu spüren,
wenn ein Anderer diese Deine Grenzen überschreitet oder versucht zu überschreiten !

Ich finde, dass das die schwierigste Phase ist, wenn man damit beginnt, seine Grenzen abzustecken.
Denn nur wenn Dir selbst bewusst ist, wo Du Deine Grenze gesteckt hast, dann kannst Du sie auch
jemanden Anderen auch zeigen - bis hierhin u. nicht weiter !
Auch kannst Du schon früh bemerken, wenn sich Jemand Deiner Grenzen nähert u. Du kannst dann
schon reagieren, damit es nicht zu einer Grenzverletzung kommt.

So @Unwichtiger , kann ich Dir keine Bewältigungsstrategie anbieten, da ich für mich die Erfahrung gemacht habe,
wenn ich meine gesteckte Grenze kenne, dann kann ich auch mögliche oder versuchte Grenzüberschreitung
reagieren.
Ist mir meine eigene Grenze nicht bewusst, kann ich sie auch einem Anderen nicht zeigen u.
laufe in die Gefahr hinein, dass meine Grenzen nicht beachtet werden oder eben nun unbekannt für den Anderen ist.

Villt. hilft Dir etwas schon dabei, was ich Dir aus meiner pers. Sicht heraus, dazu schreiben konnte !

18.01.2021 15:14 • x 3 #236


U
@Jedi Du hast Recht, ich sollte mir meiner Grenzen bewusster werden. Das tue ich vermehrt, das Thema Grenze taucht auch immer wieder in den Therapien auf.


Reha Tagebuch Tag 32


Ein seltsamer Tag.

Ein Mitpatient hat letzte Woche vom Personal Verbot für die Teilnahme an der Selbsthilfegruppe bekommen.
Es ist der Patient, mit dem ich immer wieder Konflikte hatte.

Was macht er?
Kommt heute trotz Verbot zur Selbsthilfegruppe und macht Ärger.
Meine Sozialphobie war voll da.

Später im Speisesaal stritt er sich lautstark mit einer Mitpatientim im Speisesaal.

Der Mann ist unmöglich. Ich habe eine Bedarfsmedikation gegen Schmerzen genommen, welche ebenfalls die Angst nimmt. Ich war stocksauer auf den Typen und wäre er mir unter die Augen geraten hätte ich ihn zu Recht gewiesen.

Gegen Abend mit 3 Mitpatientinnen gequasselt - Da war eine sehr lustige Mitpatientin. Selten so einen lustigen Menschen getroffen, ein Brüller nach dem Anderen. Aber auch ein belehrender Mensch. Das mag ich nicht so.

Ich überlege, ein Antridepressiva gegen die Angst zu nehmen.
Hatte vor Jahren mal eins, das half schon etwas.

Ich teste es mal...mal gucken.

19.01.2021 00:06 • x 1 #237


Jedi
@Unwichtiger

Zitat von Unwichtiger:
Du hast Recht, ich sollte mir meiner Grenzen bewusster werden.

Ist natürlich nicht einfach, aber fange doch einfach mal damit an, Dir klar zu werden,
Ich habe ein Problem - hört sich sicher banal an, aber ist schon wichtig, dies sich bewusst zu werden !

Ich fühle mich schlecht, weil ich dieses Problem habe - klingt auch völlig banal, hat aber etwas damit zu tun,
dass Du Dir bewusst wirst, warum es Dir sicher des öfteren schlecht geht.
Das es Dir dann auf Grund dieses Problems schlecht geht, blockiert Dich, Deiner Grenzen Dir bewusst zu werden.
-------------
Zitat von Unwichtiger:
Das tue ich vermehrt, das Thema Grenze taucht auch immer wieder in den Therapien auf.

Denke, dass da sicherlich auch schon über Deine Glaubenssätze gesprochen wurde ?
Unsere Glaubenssätze hindern uns auch daran, unsere Grenzen zu setzen u. sie so auch gegenüber Anderen
zu wahren.
Lieber fallen wir zurück in alte Verhaltensmuster (Vermeidungsverhalten), weil wir dieses Muster gut kennen u.
es uns Sicherheit u. Kontrolle vermittelt.

Isr natürlich ein Trugschluss, da es so in unserem Leben immer wieder passieren wird, dass ein Anderer od. Andere,
unsere Grenzlinien überschreiten, gar nicht beachten !
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Zitat von Unwichtiger:
Der Mann ist unmöglich.

Weißt Du warum dieser Mensch da ist, wo er ist, weil dieser Mensch für Euch andere Mitpatieten ein Coach ist.
Ein Coach deswegen, weil Du/ Ihr lernen könntet, für Euch selbst gut zu sorgen u. gleichzeitig lernen u. ausprobieren könnt,
dass Du/ Ihr eure Grenzen schützt u. bewahrt.

19.01.2021 12:54 • x 2 #238


Jedi
@Unwichtiger

Ergänzung !

Grenzen schützen u. bewahren bedeutet auch schon, diesem Menschen u. seinem Verhalten,
nicht so viel an Aufmerksamkeit u. Bedeutung zu geben !

19.01.2021 13:16 • x 2 #239


A


Hallo Unwichtiger,

x 4#15


W
War nicht gestern Dein Abreisetermin? Oder hast Du verlängert?

21.01.2021 21:10 • x 2 #240

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