Anchiwa4964
B. ist oft bis über die Grenzen erschöpft. Manchmal hat sie Phasen, in denen sie denkt, es wird nie wieder besser. Wenn ich von mir erzähle, merke ich, dass sie sich Mühe gibt, aber meine Ängste und die tiefe Traurigkeit nicht ganz versteht, einfach deshalb, weil sie diese Befindlichkeiten nicht hat. Ich mache B. deshalb keinen Vorwurf. Nur merke ich, dass unsere psychischen Krankheiten nicht kompatibel sind, wenn wir nach Lösungen zur Linderung der Beschwerden suchen. Selbst unser beider Angebot, dass wir uns jederzeit anrufen können, wenn wir Hilfe brauchen, kann nicht funktionieren, weil wir mit unseren unterschiedlichen Problemen tagtäglich kämpfen. Sowohl B. als auch ich sind dann froh, wenn das Telefon nicht läutet.
Du musst dir ein Haustier anschaffen, höre ich ein ums andere Mal. Es bleibt als Reaktion darauf mein ja, ja, mal sehen, vielleicht. Zu erklären, warum erst die Angst bearbeitet werden muss, fange ich dann gar nicht mehr an.