Träumer59
Also: Ich war früher, vor allem als Kind einigermassen gläubig. Das führte so weit, dass ich abends unterm Bett nachgeschaut habe, ob da der Teufel liegt. Denn man hatte uns beigebracht, dass es nicht nur einen Gott, sondern auch einen Teufel gibt, und davor hatte ich Angst.
Später habe ich das Leid in der Welt gesehen, je älter desto mehr. Da dachte ich mir, was muss das für ein Gott sein, der Kinder qualvoll sterben lässt?
Und dann dachte ich mir: Wenn es einen allmächtigen Gott gibt, dann dürfte er so etwas nicht zulassen. Kein liebender Vater verhaut oder tötet gar seine Kinder.
Wenn er aber nicht allmächtig ist, warum sollte man ihn dann anbeten?
Und wenn er die Macht hätte, Leid zu verhindern, es aber nicht tut, dann gibt es erst recht keinen Grund, ihn anzubeten.
Niemals. Warum denken wir automatisch, Gott sei gut?
Weil es den Kindern von klein an so beigebracht wird. Auch heute noch werden sie in der Schule und von der Kirche regelrecht indoktriniert.
Irgendwann bin ich dann aus der Kirche ausgetreten. Man schickte mir dann einen Brief, den ich als Drohbrief aufgefasst habe, was mir alles entgehen würde, wenn ich der Kirche nicht mehr angehöre.
Mag sein, dass es manchen mit dem Glauben an einen Gott besser geht. Mir geht es ohne besser, meine Erkenntnis war für mich eine Befreiung. Dabei glaube ich durchaus, dass es übernatürliche Dinge geben kann. Aber die sind einfach da, und ich muss sie nicht anbeten.
Ihr dürft meine Ansicht gerne kritisieren, aber ich werde nicht darauf eingehen, denn mir geht es damit sehr gut