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Unsicher und ängstlich bei Bewerbungsgesprächen

Pessimist
@aurora333 Seit etwa 2 Wochen bekomme ich ein 3. Medikament Namens Quetiapin Hormosan. Bei Bedarf wird die Dosierung schrittweise erhöht.

23.03.2023 10:32 • x 2 #16


Pessimist
@Dys Das habe ich genau so seit längerem auf dem Schirm. Eine Weiterbildung zum Betreuungsassistent ist seit der Reha vor genau 2 Jahren ein Thema. Seinerzeit hatte ich das von mir aus bei der AfA angesprochen worauf man mir einige Male einen Bildungsgutschein in Aussicht gestellt hat.
Eine Umschulung bekomme ich eh nicht, das hat man mir bereits gesagt, denn bin ich mir sowieso bewusst. Eine Ausbildung zum Betreuungsassistent dauert etwa 4 Monate. Ansonsten habe ich mir das schon genauso gedacht wie Du es geschrieben hast. Ggfs. im Sicherheitsdienst. Nun muss ich aber erstmal abwarten wie es weitergeht.

Am kommenden Dienstag habe ich ein Vorstellungsgespräch. Ich wurde in den vergangenen 2 Monaten bereits mehrmals von Unternehmen kontaktiert. Scheinbar ist das Alter doch nicht so sehr das Problem. Die sehen ja auch in meinem Lebenslauf wie alt ich bin, und dennoch melden die sich bei mir. Na ja, schauen wir mal.

23.03.2023 10:40 • x 2 #17


A


Hallo Pessimist,

Unsicher und ängstlich bei Bewerbungsgesprächen

x 3#3


Dys
@Pessimist dann drücke ich Dir erstmal die Daumen für das Gespräch. Ich denke schon auch, dass bei entsprechender Profession auch mal das Alter in den Hintergrund rückt, bin aber der Auffassung, dass bei gleicher Profession der jüngere bevorzugt würde. Aus Sicht eines Arbeitgebers kann ich das auch nachvollziehen, wenn Dieser nicht gerade schlechte Erfahrungen mit jüngeren gemacht hätte. Wenn ich als AG nicht auch eine gewisse „universelle Lebenserfahrung“ berücksichtigen möchte und nur eine möglichst billige Arbeitskraft haben will, die ich idealerweise auch noch nach meinen Wünschen „formen“ könnte, würde ich mich natürlich auch dementsprechend entscheiden.

Man kann halt den Menschen nicht in den Kopf schauen. Und selbst die Stellenausschreibungen sind manchmal wenig aussagekräftig, bezüglich dessen, wen und was man eigentlich tatsächlich sucht. Da kann auch m/w/d stehen und der Chef will aber lieber auch was fürs Auge und vorzugsweise w, was aber aus Gründen bezüglich Diskriminierung natürlich nicht gesagt werden darf.

Aber ich gebe zu, meine pessimistische Weltsicht beeinflusst natürlich meine diesbezüglichen Gedanken, nur kommt die ja nicht von ungefähr. Und sollte ich mal im positiven Sinne daneben liegen, ist es natürlich schön, dies zu erfahren. Mahatma Ghandi, mahatma Glück.

23.03.2023 11:22 • x 1 #18


Pessimist
@Dys Vielen Dank! Ich sehe es genauso wie Du, jüngere werden bekanntlich immer bevorzugt. Dennoch finde ich es schon bemerkenswert, dass man sich überhaupt mit mir befasst. Eigentlich kein so schlechtes Zeichen denke ich.

Mir bleibt nichts anderes als einfach am Ball zu bleiben. Und auch ich habe eine sehr pessimistische Weltsicht. Das ergibt sich halt aus meinem bisherigen Lebenserfahrungen und die waren meist sehr negativ trotz meiner Bemühungen.

23.03.2023 11:33 • #19


Dys
Am Ball bleiben ist gut, aber ich persönlich sehe mich mittlerweile nicht mehr dazu gezwungen und werde es auch nicht mehr. Zumindest seitens der AfA habe ich eine EGV, die endlich, aufgrund meiner Erkrankungen, keine VVs mehr bedingt, die eine Rechtsfolgebelehrung beinhalten. Dennoch bewerbe ich mich auch nach wie vor auf deren Vorschläge, so es für mich passt. Druck mache ich mir also bestenfalls noch selbst, wenn ich meine, es wäre nötig.

Ich war nie jemand, der Glücksmomente als solche auch fühlen konnte, obwohl es tatsächlich zahlreiche gegeben hat. Wenn etwas nicht grottenschlecht ist, ist es für mich schon gut und wenn es gut ist, ist es eigentlich auch egal. Mittlerweile ärgere ich mich auch nicht mehr über Ungerechtigkeiten, sondern ich stelle sie nur fest. Wo ich reagieren kann und etwas richtigstellen, tu ich es. Ansonsten hake ich das Thema zügig ab. Auch bei Dingen die alltäglich mal schiefgehen, ist ein erster Ärger schnell überwunden.

Das war natürlich nicht immer so, aber ich habe halt meine Erkenntnisse dahingehend erweitern können, dass ich bestimmte Dinge nicht ändern kann, egal wie sehr mich das anfasst. Das größte Anstrengungen sich nicht immer auch lohnen müssen, ist auch so eine Erkenntnis von mir. Die wichtigste ist aber, dass meine Neigung immer wieder mal bei etwas für mich unangenehmen völlig unangepasste Horrorszenarien zu entwickeln, krankhaft ist und dass ich nunmal krank bin und entsprechend konditioniert. Daran zu arbeiten hat bei mir Priorität, selbst wenn keine tatsächliche Heilung in Aussicht ist, will ich wenigstens einen „vernünftigen“ Umgang damit pflegen können, so lange ich kann. Die Erkenntnis, dass alles endlich ist, hilft mir da auch etwas.

23.03.2023 12:16 • #20


Pessimist
@Dys Ich bin überrascht... ich sehe in Deinen Nachrichten immer wieder Parallelen. Glücksmomente... was sind das ? Kenne ich nicht.
Was die Ungerechtigkeit angeht, da habe auch ich aufgegeben mir den Kopf darüber zu zerbrechen, es bringt nichts. Jeder muss sehen, dass er irgendwie mit dem Popo an die Wand kommt. Und das ist meist mit Kämpfen verbunden. Leider habe ich es nie gelernt zu kämpfen. Bin bis zu dieser Kündigung vor über 3 Jahren auch immer irgendwie weich gefallen. Hatte aber auch hier und da Glück, was mich jedoch nie wirklich glücklich gemacht hat, eher zufriedener und beruhigend gemacht.

Eine Rechtsfolgebelehrung hatte ich bisher auch noch nicht. Ich denke mal, die SB bei der Arbeitsagentur erkennen anhand der Lebensläufe und beruflichen Entwicklung sehr schnell wer wirklich arbeiten will und wer nicht. Es liegt auf der Hand. Ich habe unzählige kennengelernt die noch nie Lust auf Arbeit hatten und noch immer nicht haben. Da brauche ich nur in meiner Nachbarschaft zu gucken. Es ist schon Wahnsinn was ich diesbezüglich schon alles erlebt habe. Aber es geht hier um mich ganz alleine, deshalb sollte ich mir über andere erst gar keine Gedanken machen... es bringt mir nichts.

23.03.2023 12:34 • x 1 #21


Dys
Zitat von Pessimist:
Aber es geht hier um mich ganz alleine, deshalb sollte ich mir über andere erst gar keine Gedanken machen... es bringt mir nichts.

So sehe ich das im Prinzip auch, letztlich bemerke ich bezüglich anderer die ein bestimmtes Verhalten zeigen, eher nur, dass ich selbst so ein Verhalten nicht zeigen will und höchstwahrscheinlich auch nicht werde. Das bezieht sich ja nicht nur aufs arbeiten. Aber mir ist klar, dass ich deren Verhalten auch nicht ändern muss um mit mir selbst klar zu kommen. Es trotzdem zu Versuchen, jemandem ein meiner Meinung nach „vernünftigeres“ Verhalten nahe zu bringen, müsste mir dann auch die Mühe wert sein und ob sie es wäre, entscheide zum Glück ich alleine, mit dem Wissen, dass eben nicht alles was versucht wird auch gelingt.

23.03.2023 12:59 • x 1 #22

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