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Unterschenkel amputiert nach Blutvergiftung und Diabetes

Nullpunkt
Hatte Zucker knapp 800 wohl Entzündung - aber hab nichts außergewöhnliches festgestellt an mir - man sagt ich sei knapp dem Tod entsprungen - soll ich jetzt glücklich sein zu leben?
Seh den Weg noch nicht - Versicherung angerufen - blos ablenken von schlechten Gedanken - jetzt etwas
üben mit dem Gehbock

13.11.2020 10:42 • x 1 #31


blossom79
Hallo Nullpunkt,

Eigentlich hat jede Klinik doch auch Psychologen für die Patienten....frag doch mal nach ob da zeitnah jemand zu dir kommen kann...

13.11.2020 10:45 • x 2 #32


A


Hallo Nullpunkt,

Unterschenkel amputiert nach Blutvergiftung und Diabetes

x 3#3


Nullpunkt
Werd ich am Montag machen - mir fehlen gerade die Worte/gedanken da anzurufen - gerade Kollegin angerufen und mich etwas aufgemuntert - gerade essen - nun beginnt der lange Nachmittag - morgens geht immer irgendwie rum -
nachmittags ist schwer - werde versuchen mich abzulenken und irgendwie die Zeit rumzukriegen

13.11.2020 13:52 • x 1 #33


blossom79
Scheint bei Dir die Sonne?
Vielleicht kannst du ja ein bisschen Sonne tanken im Krankenhausgarten oder so?

13.11.2020 14:04 • x 3 #34


Nullpunkt
Leider nicht - bin schon zu Hause - bis zur Reha - 1. Stock - so einfach komm ich nicht nach draussen -
muss ja mit Gehbock und Rollstuhl zurecht kommen hier erst mal - hüpfen auf einem Bein

13.11.2020 14:13 • x 1 #35


blossom79
Oh ok, dann vielleicht ein bisschen malen oder lesen heute Nachmittag?

13.11.2020 14:14 • x 1 #36


Nullpunkt
ja etwas lesen ich versuche es

13.11.2020 14:32 • x 1 #37


Jedi
Hi @Nullpunkt !

Zitat von Nullpunkt:
prov protese wird anfang nächster Woche gefertigt - Therapie/Gymnastik beginnt nächste Woche (1x die Woche)


Super ! - es geht voran u. das finde ich wichtig u. solte Dir hoffentlich Mut geben !
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Zitat von Nullpunkt:
Hatte Zucker knapp 800 wohl Entzündung - aber hab nichts außergewöhnliches festgestellt an mir - man sagt ich sei knapp dem Tod entsprungen


Oh u. nichts gemerkt - da hast Du sicherlich einen Schutzengel gehabt. - bewahre ihn Dir !
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Zitat von Nullpunkt:
soll ich jetzt glücklich sein zu leben?


Ja, warum nicht ?
Verstehe absolut, dass es für Dich keine leichte Zeit gerade ist, aber auch mit den sich veränderten Umständen,
wirst Du noch ein gutes Leben leben können.
Sicher wird es Veränderungen in Deinem Leben geben, aber ich bin mir sicher, dass Du Dich den Anforderungen
stellst u. mit der Zeit wird sich alles Fügen - bleibe weiter Zuversichtlich !
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Zitat von Nullpunkt:
Seh den Weg noch nicht


Dafür Nullpunkt ist das alles noch zu frisch u. für michabsolut verständlich.
Das muss sich erst alles sortieren, denn es sind nun mehere Bereiche deines Lebens betroffen.

Ich denke aber auch, dass Du in der Reha dazu noch unterstützt wirst.
Denke auch, dass Du dort psychologiche Unterstützung bekommen kannst.
Oft gibt es auch dort Sozialarbeiter, die einem bei den anderen Dingen helfen - Jobcenter, Krankenkasse, uvm.
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Zitat von Nullpunkt:
1. Stock - so einfach komm ich nicht nach draussen -
muss ja mit Gehbock und Rollstuhl zurecht kommen

Kannst Du Unterstützung von deiner Familie bekommen oder anderen Personen aus deinem Umfeld ?
Damit Du auch raus kommen kannst ?

Ich wünsche Dir
- die Zuversicht, die Hoffnung nicht aufzugeben
- Kraft zu mobilisieren, stets wieder aufzustehen
u.
- in Allem, so auch im Schwierigen, immer ein Stück des Guten noch zu sehen.

13.11.2020 16:03 • x 5 #38


Nullpunkt
Danke erst mal jedi für die lieben aufmunternden Worte

13.11.2020 19:14 • x 1 #39


Nullpunkt
Gerade mit einer Kollegin gesprochen, die mir sehr viel Mut zugesprochen hat - tat gut - sie ist zurecht
Betreuungsassistentin genau wie ich - eben sehr empathisch ... ja aber halt doch noch Gedanken auf und
ab trotz der guten Worte - versuche nun den Nachmittag zu verbringen - und ja Hunger hab ich - Essen
gibts aber erst abends leider

14.11.2020 15:44 • x 2 #40


hlena
Hallo Nullpunkt!

Was ist denn bitte eine Betreuungsassistentin?
Das intessiert sicher andere auch.

14.11.2020 19:32 • x 1 #41


Caro63
Hallo Nullpunkt ,
Betreuungsassistent ?

Ich kann mich den anderen nur anschließen,
steck den Kopf nicht in den Sand !
Es gibt heute so tolle Fortschritte mit den Prothesen ,denk allein an die Läufer mit Prothesen...
Sicher , es ist ein Schock erstmal, Du bist doch noch jung,
wirst sehen ,in der Reha -es gibt viele Menschen mit Handicaps !
Stark sein lernt man in solchen Situationen, ich wünsche Dir all die Kraft und Optimismus,
den Du brauchst.

Liebe Grüße
Caro

14.11.2020 19:54 • x 4 #42


Nullpunkt
hlena Betreuungsassistent 53 c im Seniorenzentrum kannst ja mal googlen - war mein bisheriger Job

Danke für die Aufmunterung Caro60

Vormittag rumgekriegt - auch hüpfen geübt und einige andere gymnastische Übungen
später kommt mein Bruder noch mal vorbei

mir fällt es schwer mich an die neuen Diabetesportionen zu gewöhnen -
der Hunger drückt - muss ich irgendwie mit zurande kommen
zum Glück ist Mutter noch da, die kocht gerade immer - aber das wird nicht ewig sein

Hab Sorge, dass ich für die Reha noch nicht fit genug bin
komm gerade mal in vertrauter Umgebung aufs Klo - bin unsicher wie das in fremder Umgebung
ist, da ich ja eben nicht mobil bin

15.11.2020 13:45 • x 3 #43


maya60
https://www.btb.info/ausbildung-betreuu...21f3980488

Hallo @Nullpunkt , hab´ mir gerade aus lauter Interesse mal deinen Beruf gegoogelt (s. link) und kann da nur sagen:

Ich hatte selber als Ergotherapeutin vor 20 Jahren den Schwerpunkt Geriatrie und da nochmal den Schwerpunkt Gedächtnistraining und natürlich immer ganzheitliche Aktivierung und Prävention Bettlägerigkeit, Mobilisierung, Training aller Aktivitäten des täglichen Lebens, Stimmungsverbesserung, Förderung der Kontakte und Geselligkeit und Verhinderung der Isolation und so vieles vieles mehr. Du kennst das ja! Das ist so ein wichtiges, wichtiges Berufsfeld und die SeniorInnen sind solch eine Bereicherung im Kontakt, ich habe das geliebt! Und es war auch in den Seniorenstiften, in denen ich arbeitete, damals noch genug Geld da, um mich fest im Haus anzustellen. Genug Arbeit gäbe es ja heute noch mehr, aber du weißt ja, Sparen, Sparen, Sparen.
Und das Gute ist, dass du, egal ob du in der Rehaklinik sein wirst, egal, ob du dann daheim bist, bevor du wieder berufstätig sein kannst, kannst du, um in der Berufspraxis aktuell zu bleiben, je nach Kraft, aus dem Stand mit den Leuten neben dir in ihren Rollstühlen oder an ihren Gehhilfen, eine kleine Gruppenaktivität anleiern, natürlich nichts, was den medizinischen und therapeutischen Fachkräften dort ins Gehege kommt, das wäre ja auch gefährlich, rein fachlich, aber thematisch kannst du immer und überall Stimmung aufhellen und kleine Kopfspielchen machen.

Als ich nicht mehr berufstätig sein konnte wegen unseres behinderten Sohnes, habe ich ehrenamtlich nach einer Weiterbildung Gottesdienste in einem Seniorenheim gehalten.
Wäre ich in einer Klinik gewesen wegen meiner psychischen Erkrankungen, sicherlich hätte ich aus dem Stehgreif 1:1 oder in Kleingruppen gleich etwas von meinem vielen Berufswissen untergebracht, automatisch. Ging mir auch so in unserer Kirchengemeinde.

Und auch dein Beruf lässt sich Hundertpro weiter ausüben. Frag da mal einen Arbeitstherapeuten, was dem alles einfällt dazu. Die sind Experten in Arbeitsplatzanpassung, wissen einen Haufen, auch über deine Rechte und Bevorzugungen bei Einstellungen oder Freiberuflichkeit als Mensch mit Behinderungen. Arbeitstherapie kannst du dir als Rezept verschreiben lassen.
Du wirst also nach wie vor händeringend mit deinem Berufsschwerpunkt gebraucht und deine Unterschenkelprothese bedeutet da sicherlich kein Ende, auch nicht im Beruf.

Liebe Grüße! maya

15.11.2020 14:14 • x 4 #44


A


Hallo Nullpunkt,

x 4#15


hlena
Hallo Nullpunkt!

In diese Richtung hab ich auch schon gedacht.
Ich ziehe den Hut!
Das finde ich persönlich noch schwerer als die Pflege, wo ich herkomme.

Im Grunde gebe ich Maya recht, hat aber auch seine Schwierigkeiten.
Wie soll man andere motivieren, wenn man selbst Probleme und Ängste hat?
Ich könnte das jedenfalls nicht, vielleicht später mal.
Deine Geschichte hat mich ziemlich berührt und ich mußte spontan an die Knochendocs aus dem TV denken.
Die Sendung spielt an der Heidelberger Uni (Orthopädie) und handelt auch von Patienten mit Prothesen.

15.11.2020 16:21 • #45

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