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Venlafaxin Nebenwirkungen / Wirkung und Wirkungsverlust

M
Zitat:
Es gilt dann, das eigentliche Problem zu lösen, nicht einfach Medis gegen den daraus resultierenden Serotoninmangel zu nehmen.


Ja erscheint mir auch logisch und sinnvoll. Jedoch muss man sein Problem auch finden oder kennen. Wenn man so keine Ahnung hat was es sein könnte und auch die Therapien einen nicht weiter bringen was macht man dann?

17.01.2021 23:19 • x 1 #16


O
Ich gehe stark davon aus, dass bei genetischer Veranlagung manchmal DAS Problem gar nicht sooo groß zu sein braucht, damit man in diese Zustände rutscht.

Grundsätzlich war ich immer ein Medikamentenverweigerer, aber irgendwann, nach monatelanger Qual, musste auch ich es einsehen. Ohne Antidepressiva wäre ich aus diesem Strudel nicht mehr heraus gekommen.

Natürlich ist das langfristige Ziel, irgendwann auch ohne zu leben, aber nicht über meine Leiche...

Ich denke der Hirnstoffwechsel wird von so vielen Dingen beeinflusst, wovon man noch gar nicht alles weiß. Da ist es zumindest ein Glück, dass manchmal ein Antidepressivum hilft. Warum auch immer.

Alles Gute für Euch!

18.01.2021 10:23 • x 3 #17


A


Hallo Mflw,

Venlafaxin Nebenwirkungen / Wirkung und Wirkungsverlust

x 3#3


Alexandra2
Mein Leidensweg war auch ein lange Suche nach Hilfe. Eine Tagesklinik (ua) hatte mir geholfen, weil da eben alles zusammen kommt: Medikamente, Einzel- und Gruppentherapie, Bewegung, Ergo. Das Konzept ist überall so vielschichtig und deshalb hilfreich. Meine Erfahrung dort hat mich weiter gebracht, daher kann ich jedem, der auf der Suche ist, nur empfehlen, das mal zu versuchen. Gute Besserung

18.01.2021 11:54 • x 2 #18


M
Ich war letztes Jahr in einer psychosomatischen Klinik für 4 Wochen stationär. In der lahnhöhe um genau zu sein vielleicht sagt das ja dem ein oder andern was.
Hatte leider nicht so das Gefühl, dass es mir viel gebracht hat.

Habe mich eben auf die Waage gestellt und mit erschrecken festgestellt, dass ich 100 kg habe.
Das kommt jetzt noch zum totalen Libido Verlust und dem Gefühl des Wirkverlustes dazu.
Naja am Donnerstag ist erstmal Facharzt angesagt. Bin mal gespannt ob es für mich ein Alternatives Antidepressiva gibt.

Vielen Dank für eure offenen Ohren.

20.01.2021 00:07 • x 1 #19


M
So falls es jemanden interessiert.
Mein Facharzt meinte, dass es keine Option ist in meinem Alter mit diesen Einschränkungen zu leben und ich deswegen dass venlafaxin langsam ausschleichen werde.
Er hat mir einen ausschleich Plan geschrieben der über ca. 4 monate geht.

Er meinte, dass ich anscheinend wenn es nicht ohne Antidepressiva gehen sollte, einen Versuch mit Elontril wagen könnte um beide Bereiche Adhs/depression abzudecken.
Oder wahlweise Elvanse erwachsen zur Adhs Behandlung.

Ich bin mal gespannt wie der ausschleichprozess verläuft.
Vielleicht hab ich ja Glück, es haben ja so wie ich gelesen habe nicht alle schwere Absetzsymptomatiken

22.01.2021 10:55 • x 1 #20


Irgendeine
Zitat von Mflw:
Er meinte, dass ich anscheinend wenn es nicht ohne Antidepressiva gehen sollte, einen Versuch mit Elontril wagen könnte um beide Bereiche Adhs/depression abzudecken.
Oder wahlweise Elvanse erwachsen zur Adhs Behandlung.

Ich nehme (u.a.) auch Elontril und Elvanse. Auch wenn es mir damit immer noch nicht besonders gut geht, ist es doch die beste Kombi, die ich bis jetzt hatte.
Wenn man Elvanse und Elontril zusammen nimmt, sollte man bedenken, dass starke Dyskinesien auftreten können. Das war bei mir der Fall. Ich bin deswegen sogar in der Notaufnahme gelandet. Jetzt habe ich Akineton zu Hause, für den Fall, dass es nochmal auftritt.

22.01.2021 18:34 • x 1 #21


M
Zitat von Irgendeine:
Ich nehme (u.a.) auch Elontril und Elvanse

Ich würde entweder oder ausprobieren und ungern in Kombination.

Ich habe jetzt mal Tag eins des Ausschleichens hintee mich gebracht und muss sagen, dass es soweit ok war. Auf der Arbeit ging es gut außer das ich mich ein wenig benebelt gefühlt habe ging es doch recht gut.
Für mich schon einer winzig kleiner Mini Erfolg

23.01.2021 01:52 • #22


Irgendeine
Zitat von Mflw:
Ich würde entweder oder ausprobieren und ungern in Kombination.

Ich hatte erst nur Elontril und hab dann bei meiner ADHS-Diagnose Medikinet dazu bekommen. Das hatte nicht den gewünschten Erfolg, deshalb der Wechsel auf Elvanse.

Elontril alleine hat bei mir nicht ausgereicht. Ich habe aber das Problem, dass ich Dyskinesien bekomme, wenn ich das Elontril in ausreichend hoher Dosis (300mg) und vom Elvanse mehr, als 20mg (für einen Erwachsenen viel zu wenig) nehme.
Momentan habe ich das Elontril auf 150mg reduziert und das Elvanse auf 30mg erhöht.
Darunter habe ich zwar keine Dyskinesien, aber was die Psyche angeht, ist die Wirkung auch entsprechend schwach.
Zitat von Mflw:
Ich habe jetzt mal Tag eins des Ausschleichens hintee mich gebracht und muss sagen, dass es soweit ok war. Auf der Arbeit ging es gut außer das ich mich ein wenig benebelt gefühlt habe ging es doch recht gut.
Für mich schon einer winzig kleiner Mini Erfolg

Ich hatte auch über Mpnate hinweg Venlafaxin. Bei mir war besonders der letzte Sprung (von 37,5mg auf Null) sehr schlimm. Da hatte ich wochenlang ständig Blitze im Kopf. Ich habe deswegen öfters mal das Gleichgewicht verloren.

23.01.2021 11:57 • x 1 #23


bones
Man kann pauschal nicht sagen mit dem absetzen bei venlafaxin. Nimm jetzt zwar wieder venlafaxin, aber damals hatte ich venlafaxin auch gehabt und hab es lang eingenommen und beim absetzen , gab es keine Symptome.

23.01.2021 12:05 • x 2 #24


Irgendeine
Zitat von bones:
Man kann pauschal nicht sagen mit dem absetzen bei venlafaxin.

Das stimmt. Das mit den Blitzen berichten allerdings viele Leute. Mein Freund hatte das auch.
Beim Absetzen/Ausschleichen anderer Antidepressiva hatte ich auch keine Symptome.
Zitat von Mflw:
Ich habe jetzt mal Tag eins des Ausschleichens hintee mich gebracht und muss sagen, dass es soweit ok war.

Falls es dir sehr schwer fallen sollte, von den letzten 37,5mg runterzukommen, kann ich als Tipp aus eigener Erfahrung, empfehlen, die Kapseln zu öffnen und ein paar von den Kügelchen rauszunehmen. Danach dann natürlich wieder verschließen.
Damit kriegt man natürlich keine exakte Dosierung hin (Es sei denn, du machst dir die Mühe, die Kügelchen zu zählen ), aber mir hat es beim Ausschleichen geholfen, die Symptome etwas abzumildern.

23.01.2021 13:22 • x 2 #25


M
Hallo ich hätte wirklich nicht damit gerechnet das direkt nach 2 Tagen schon erste Absetzsymptomatiken auftreten würden, aber ich hatte heute doch dann kurz eine massive mini Panikattacke... Naja eher wie so eine Welle die einen erdrückt und man kommt direkt danach wieder an die Oberfläche. Den restlichen Tag war ich dadurch ständig in der inneren Selbstkontrolle ob alles ''normal'' ist. Ist bis jetzt noch anstrengend aber in einer Stunde ist Feierabend und ich kann wieder ins Bett




Zitat von Irgendeine:
Falls es dir sehr schwer fallen sollte, von den letzten 37,5mg runterzukommen, kann ich als Tipp aus eigener Erfahrung, empfehlen, die Kapseln zu öffnen und ein paar von den Kügelchen rauszunehmen. Danach dann natürlich wieder verschließen



Klingt gar nicht so schlecht

Bin mir auch nicht sicher ob es clever ist in 75 mg Schritten auszuschleichen.

Aber ich kenne mich ja auch und alle Nebenwirkungen die ich lese bekomme ich auch

23.01.2021 22:18 • #26


bones
Nein es ist nicht clever in 75mg Schritten abzusetzen. Eindeutig Zuviel und vorallem zu schnell. Ich würde da eher in 37,5mg oder halt wie schon erwähnt mit Kügelchen reduzieren , absetzen.

23.01.2021 23:07 • x 2 #27


M
Guten Morgen zurück aus dem Dienst,

Was wäre denn ein angemessener Zeitraum zum ausschleichen von 225 mg auf 0, auch wenn man das vermutlich nicht pauschal sagen kann.

Liebe Grüße und schönen Sonntag

24.01.2021 09:16 • #28


bones
Das kann man so nicht beantworten mit den Zeitraum. Ich würde an deiner Stelle an Hand Deinen Zustand immer abhängig machen mit dem reduzieren. Wenn du reduziert hast , dann mal abwarten für ein bis zwei Wochen ob dein Körper damit klar kommt , warten. Wenn du du es gut vertragen hast, dann die nächst Reduzierung vornehmen. Sollte das nicht so klappen, dann wirklich in kleineren Schritten immer reduzieren. Das müsste aufjedenfall funktionieren. Wichtig ist beim reduzieren , Zeit mit bringen und vorallem den Tag aktiv gestalten.

24.01.2021 10:12 • x 2 #29


A


Hallo Mflw,

x 4#15


M
Zitat von bones:
Das kann man so nicht beantworten mit den Zeitraum. Ich würde an deiner Stelle an Hand Deinen Zustand immer abhängig machen mit dem reduzieren. Wenn du reduziert hast , dann mal abwarten für ein bis zwei Wochen ob dein Körper damit klar kommt , warten. Wenn du du es gut vertragen hast, dann die nächst Reduzierung vornehmen. Sollte das nicht so klappen, dann wirklich in kleineren Schritten immer reduzieren. Das müsste aufjedenfall funktionieren. Wichtig ist beim reduzieren , Zeit mit bringen und vorallem den Tag aktiv gestalten.



Mit dem aktiv gestalten fällt zur Zeit nicht schwer.. Dienst und Haus Umbau ab März da bleibt wenig Zeit für Inaktivität...

Heute geht's auch schon wieder obwohl ich das Gefühl habe das die grübellei wieder los geht

24.01.2021 12:09 • #30

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