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Vergesslichkeit Angst vor Demenz

S
Hallo! Ich habe ein ernstzunehmende Problem. Ich leide seit über 20 Jahren an schweren Depressionen und Angstzustände. Seit 2008 begleiten mich zusätzlich schwere Gedächtnisstörungen. Anfangs hatte ich noch irgendwie die Hoffnung es wird wieder besser. Ich muss dazu sagen das ich lange Zeit ein starker Trinker war. Daher hatte ich zuallererst die Befürchtung am sogenannten Korsakow Syndrom zu leiden. Mit der Zeit bekam ichs dann vermehrt mit der Angst zu tun an Alzheimer erkrankt zu sein. Zuletzt konnte ich wegen meiner Konzentrationsstörungen auch meinen Beruf nicht mehr ausüben. Derzeit befinde ich mich in einer Rehaeinrichtung getrennt von meinem gewohnten Umfeld und die Symptome nehme ich seither noch viel stärker war. Eine diffuse Angst breitet sich in mir aus. Ich werde täglich damit konfrontiert. Ein paar Beispiele: Ich habe gestern Mittag einen Mitpatienten angetroffen und wusste noch im Detail was wir so geredet haben konnte es zeitlich aber nicht mehr zuordnen. Ich wusste nach so kurzer Zeit nicht mehr ob sich unsere Unterhaltung am Vormittag am Tag zuvor oder einem anderen Tag ereignet hat. Oft kann ich bestimmte Ereignisse nicht mehr zuordnen auch wenn sie innerhalb eines Tages geschehen sind. Ich grüße dann Stundenlang nach aber komm einfach nicht mehr drauf. Das macht mich fast wahnsinnig. Oftmals fallen mir auch die Namen engster Familienangehörigen partout nicht ein. Die Sprache stockt, Angst und Scham kommen auf. Dazu rede ich mir noch ständig ein das alles noch schlimmer geworden ist. Ich sehe mich schon gedanklich im Pflegeheim, fern weg von meiner Familie. Die Wochenenden in der Reha sind für mich extrem schlimm weil ich keine Therapien habe die mich ablenken. Ich versuche alles immer irgendwie schriftlich festzuhalten und merke erneut das ich trotzdem vieles vergesse. Ich bin in Hochanspannung. Ich weiß mir einfach nicht zu helfen. Kennt jmd. ähnliche Situationen. Ich wäre sehr Dankbar für jeden Austausch. LG Steffen

26.11.2022 18:39 • #1


S
Zur Info Ich bin erst 41 Jahre alt

26.11.2022 18:48 • #2


A


Hallo Steffen81,

Vergesslichkeit Angst vor Demenz

x 3#3


F
Hi. Ich leider auch unter Anststörung und kann deine Situation nachvollziehen. Ich vermute dass die Angst dich so denken lässt und dich so zu sageneinfrieren lässt. Ich hab das auch in akuter Phase dass ich mich NULL konzentrieren kann daxu der Schwindel... Das schlimme ist sich da rein zu steigern... Ich weiß leichter gesagt als getan und nicht jeder ist gleich... Aber ich denke es hat viel mit Angststörung zu tun... Ich hoffe dass ich dich ein wenig aufmuntern könnte. Schöne Grüße

26.11.2022 19:35 • #3


S
Hallo Fraupande danke für Deine Worte. Wie Du schon sagst man steigert sich dermaßen in die Sache und verstärkt das ganze nur noch. Ich kenne dazu noch eine Person aus dem näheren Umfeld die ebenfalls an Depressionen litt und im Alter von nur 60 Jahren an Demenz erkrankt ist. Ich lese dann auch immer wieder das langjährige Depressionen eine Demenz um ein vielfaches begünstigen. Wenn ich Zuhause bin habe ich zwar die gleichen Symptome aber ich werde mit weniger Situationen konfrontiert und dann fällt es mir nicht so gravierend auf. Ich meide so gut es geht Dinge die mich zu sehr belasten. Aber die vielen Eindrücke in einer mir fremden Umgebung verstärken die Situation noch. Menschenansammlungen Geräuschen gehe ich wenn möglich aus dem Weg.

26.11.2022 20:03 • #4


A
@Steffen81
Guten Morgen Steffen.
Positiv. Ich kann dich beruhigen, falls du es zuläßt.
Ich habe es auch.
Meine 1. D. bekam ich mit 35 Jahren.
Mit massiver Vergesslichkeit.
Und ich, die sich alles so gut merken konnte.
Kurzzeitgedächtnis und Langzeitgedächtnis funktionierten bis dato sehr gut.
Auf der Arbeit war ich diejenige, die man fragte, wann, wo, was, gewesen ist.
Und plötzlich ging das nicht mehr.
Kurz zuvor wurde eine Hepatitis- Impfung gemacht (1 Tag zuvor).
Ich dachte, das ist der Grund der Vergesslichkeit........................
Ich schämte mich sowas von.
Ich unternahm Vermeidungstaktik.
War nur noch angespannt.
Konnte nicht mehr schlafen.
Erst nach Monaten vertraute ich mich meinem Hausarzt an, Scheibchenweise.
Er kannte sich mit D. nicht aus.
1. Besuch bei einem Psychiater, Horror.
Er sagte ich hätte eine Depression.
Was? ich doch nicht.
Ich bin ein humorvoller Mensch, nein.
Ich kann mir nix mehr merken und daraufhin kam die D.
Nein sagte er, sagte ich hätte D. und die gehen mit Konzentrationstörungen einher....................
Jetzt sind 22 Jahre vergangen.
Immer kündigt sich die D. mit maßloser Vergesslichkeit an und bleibt bis die D. sich
zurückzieht, bei mir.
Pseudo-Demenz heißt der Fachbegriff.
2017 war ich in Homburg in einer Klinik und hab das Nervenwasser ziehen lassen,
keine Marker bezüglich einer beginnenden Demenz, kein Impfschaden.
Ich kann in der D. nicht abspeichern.
Weiß keine Reihenfolgen, kann nicht telefonieren, merke mir keine Info, schreibe alles auf.
Es macht soooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooo müde.Logisches Denken ist nicht mehr möglich.
Bin seit 2010 bei einem guten Psychiater.
Ich denke deine Sorgen decken sich mit den meinigen.
Ich wünsche dir alles Gute.

27.11.2022 08:45 • x 1 #5


A
@Steffen81
Entschuldigung Steffen, Habe die 81 vergessen.
Beim letzten Beitrag.

27.11.2022 08:46 • #6


S
Guten Morgen Anir! Vielen Dank für Deine persönliche Einschätzung. Heute Morgen bin ich aufgewacht und hatte noch wage das Gespräch mit meiner Freundin gestern Abend im Gedächtnis. Es wurde irgendein Thema aufgegriffen indem ich mit meiner Einschätzung total daneben lag. Die Logik widersprach mir und Sie hat mir auf die Sprünge geholfen. Nun kann ich dieses emotional noch zuordnen aber der Inhalt um was es letztlich ging ist mir schon wieder abhanden gekommen. Ich Denke dann krampfhaft nach, mein Kopf fühlt sich so krank an im selben Moment, fast so als wäre er entzündet. Ein Mix aus Angst, Schwindel und Benommenheit. Ein fürchterliche Gefühl. Und ich kann den Gedanken dann nicht bei Seite schieben. Mein erster Gedanke war in dem Moment jetzt rufste Deine Partnerin an. So eine Art Rückversicherung. Ständig verspüre ich den Drang, Leute darauf anzusprechen ob gewisse Dinge so stattgefunden haben oder nicht. Indem Moment habe ich natürlich fürchterliche Angst das ich als Verrückt abgestempelt werde. Auch bei Ärzten habe ich immer Angst Näher auf die Vergesslichkeit einzugehen. Eine Untersuchung des Nervenwassers würde evtl. auch bei mir für Entlastung bzw. Gewißheit sorgen.

27.11.2022 09:23 • #7


S
Ich bin auch ständig am abwägen ob ich wieder Antidepressiva nehmen soll die mir vielleicht helfen würden. Aber ich habe Angst vor den starken Nebenwirkungen. Körperlich fühle ich nämlich so gut wie seit langem nicht mehr und das Venlafaxin hat doch sehr zu einer Verschlechterung meins Wohlbefindens beigetragen. Starke Gewichtszunahme. Mundtrockenheit obwohl ich schon sehr starke Probleme bekommen hatte mit meinem Zahnfleisch und meinen Zähnen. Ich fühle mich dann auch noch körperlich schlecht. Und an Sport ist dann noch kaum zu denken. Nimmst Du Antidepressiva?

27.11.2022 09:30 • #8


A
@Steffen81
Guten Moorgen, Steffen81.
Du gehst durch eine schwere Zeit.
Ich werde ganz traurig, beim Lesen deines Beitrages, da der mich so sehr an mich erinnert.
Es ist mir wichtig anderen, so auch dir, Hilfestellung zu geben.
Nein, es wühlt mich nicht so sehr auf.
Ja, ich nehme Antidepressiva.
Seit 11 Jahren.
Es heißt diese Medikamente lassen eine D. nicht so tief und schwer werden und bewahren dich
vor dem Suizid. Wenn sie denn auch wirken. Auch soll die Zeit der D. verkürzt sein.
In der D. nehme ich auch Tavor, da es mich von dunklen Gedanken abbringt.
Letzte D. dauerte 9 Monate, auch so lange nahm ich das Tavor.
Bei diesem Medaka spricht man davon abhängig zu werden.
Wenn bei mir die D. vorbei ist konnte ich das Tavor stehts ausschleichen. Gut ausschleichen.
Medikas habe ich schon vieles ausprobiert.
Es besteht eine Resistenz bei mir.
Allerdings komme ich stehts wieder auf Venlafaxin zurück.
Zur Zeit nehme ich Venlafaxin vorm 150mg.
Mirtazapin abends 30mg.
Und mache eine Prophylaxe.
Im August machte ich eine EKT-Behandlung von 6 Einheiten. Mein Psychiater schlug es mir vor.
So kurze Zeit war ich noch nie in der Klinik, 16 Tage, und die schlug super an.
Danach alle 6 Wochen eine Erhaltungs-Ekt zur Prophylaxe.
Es geht mir weiterhin gut.
Du hast auch einen langen Leidensweg.
Vielleicht ist EKT auch was für dich.
Alles Gute für dich.

28.11.2022 06:42 • #9


S
Hallo Anir! Ich habe mich sehr gefreut als ich heute Morgen von Dir hören durfte. Ein großes Thema für mich ist sicher die Akzeptanz der Situation und auch den Einsatz den ich dafür noch erbringen möchte oder besser formuliert am Ende auch leisten möchte. Dazu gehört in erster Linie die Einnahme eines Medikaments. Und genau da fängt mein Problem an. Ich habe mich mit dem Zustand mehr oder minder arrangiert. Zum Teil weil ich nach langer Zeit keine Wirkung mehr verspürt habe. Das Venlafaxin hatte ich fast 10 Jahre eingenommen. Und jetzt habe ich sehr große Angst davor, dass ich einen hohen Preis dafür bezahle, indem ich mich auch noch körperlich schlecht fühle wenn ich die Antidepressiva s wieder einnehmen sollte. Komischerweise fehlt es mir auch nicht wie früher an Antrieb. Mein Schlaf hat sich normalisiert und ich fühl mich soweit rein physisch gesehen leistungsfähig. Auch spüre ich meine Emotionen sehr stark. Nur meine Kognitiven Fähigkeiten sind nicht mehr vorhanden. Aber das macht ja letztlich das Dasein, Bewusstsein aus.

28.11.2022 11:09 • #10


A
@Steffen81
hallo, Steffen81
Schön, daß du dich gefreut hast.
deine D. , Du hast Antrieb, dein Schlaf hat sich normalisiert, du spürst Emotionen, das ist
gut.
Wenn das Venlafaxin nicht mehr wirkte, wurde es bei mir aufdosiert.
Letztendlich auf 375mg, die Höchstdosis.
Brachte mir in der letzten, 9Monatigen D. , nichts.
Daher machte ich die Ekt.
Wird gemacht oder vorgeschlagen, wenn man Medika-Resistent ist,
viele schon ausprobiert hat,
unter starker Pseudo-Demenz leidet,
und eine rezidivierende D. hat.
Bei mir half es super.
Alles Beste für dich

28.11.2022 16:00 • #11


S
Hallo Anir,
Wie kommst Du mit einer so hohen Dosis zurecht. Ich hatte diese Dosis auch schon von 375 mg. Da fühlt man sich Dich total überdreht. Mir ist das damals nicht gut bekommen. Wo kann man so eine EKT denn machen lassen? An einer Uniklinik? Ich habe mir das schon oft überlegt. Für dich auch alles Gute

28.11.2022 16:17 • #12


F
Ja es begünstigt entstehen von Demenz. Es muss nicht heißen dass man es kriegt. Und das ea so bei jemandem anderen ähnlich war heißt nicht dass es so bei dir ist. Ich weiss dass es leichter gesagt als getan aber soweit es geht soll man sich dem ganzen Schritt für Schritt stellen. Man wied oft an die Grenzen kommen aber ohne etwas probieren zu verändern, wird keine Veränderung passieren. Mir wuerde Diazepam verschrieben ich hatte extrem schwere Phase und hab das nicht genommen. Ich hab mich für Baldrian entschieden oder Melisse. Klar es nimmt die ganze Angst nicht weg aber Angst ist auch ein Gefühl das man versuchen soll, zu kontrollieren... Wenn man ein wenig das Gefühl hat die Kontrolle zu haben tut das einem gut.. Zb Prävention für Demenz. Bücher lesen, neue Sprache lernen und co.

29.11.2022 00:54 • #13


A
@Steffen81
Guten Morgen, Steffen82.
In der D. fühle ich nichts.
Nur Schlechtes.
Bin von meinen Emotionen abgetrennt.
Um eine Ekt machen zu können, sprichst du mit deinem Psychiater.
Ich hatte es im Krankenhaus machen lassen.
Mein behandelnder Psychiater macht das seit 20 Jahren und hat mir dies empfohlen als auch durchgeführt.
Mir hat es geholfen und ich kann auch nur für mich sprechen.
Und weil es mir geholfen hat, bin ich von dieser Methode natürlich begeistert.
Durch die Erhaltungs-Ekt, brauche ich kein Lithium zu nehmen und meine Medikamente
sind runterdosiert.
Ich kann arbeiten, habe schon lange einen kleinen Stundenbetrag und bin wieder in
meinem kleinen Leben angekommen.
Meine Emotionen sind wieder an ihrem Platz.
Logisches Denken funktioniert wieder.
Ich kann wieder lesen und telefonieren.
Meine innere Freude, die so lange fort war, ist zurückgekommen.
Ich wünsche dir einen guten Weg.

29.11.2022 05:53 • #14


A


Hallo Steffen81,

x 4#15


Tealight
@Steffen81
Hallo Steffen,...
Da ich mich in einigen Bücher von Anthony William eingelesen habe, möchte ich Dir sagen, das deine Vergesslichkeit an Schwermetalle und Giftstoffe liegt....
Diese Stoffe bewirken aber natürlich auch im restlichen Körper ihr übel ...

Aber gerade im Gehirn sind sie belastend. weil sie das denken einschränken. Du verstehst was ich meine
Das gute ...durch eine Schwermetall Ausleitung bekommst du es, mit viel Geduld wieder hin ....
Dazu gehört auch eine Ernährungsumstellung....
Ich möchte Dir empfehlen, Dich über Anthony zu informieren. Kannst du über Bücher, oder ganz einfach im YouTube ( mit deutscher Übersetzung) ....

Wenn es für Dich uninteressant ist, dann ist das so .....den ich weiß, das die natürlich Heilung hier nicht gerne gesehen wird aber es geht um Dich und deine Gesundheit. Denk dran, du hast nichts dabei zu verlieren...

Schönen Dienstag

29.11.2022 07:25 • #15

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