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Versagen im Job

Jedi
Hi @Lost111

Zitat von Lost111:
ICH - kein Versager? ZU schön um wahr zu sein...

Worin bist Du denn ein Versager ?

Hinter Deinem Fragezeichen, ICH -kein Versager ?; steckt sehr häufig die Angst.
Angst nicht zugenügen - wir hadern mit uns u. legen dabei die Messlatte immer höher.
Wir wollen die beste Tochter - die beste Mitarbeiterin - die beste Mutter/ Ehefrau-Ehemann sein - wir wollen einen
tollen Körper haben u. stellen aber oft dabei fest, dass wir den Ansprüchen Anderer u. unseren Eigenen nicht genügen,
nicht genügen können.
Der Grund ist schnell gefunden, da wir mit Hilfe der Angst diese Messlatte immer so hoch auflegen,
dass wir sie nie erreichen können.
So mit hält sich die Angst in uns; nicht zugenügen immer präsent.
----------------------------------------------------------------------------------------------
Zitat von Lost111:
Es gab gute Ansätze, aber letztendlich ist dieser Gedanke so festzementiert in mir.

An den guten Ansätzen könntest Du gut da weiter arbeiten !
Das dieser Gedanke so fest in Dir zementiert ist, hat aus meiner Erfahrung mit Nicht-Loslassen zu tun.
Ich vermute, dass Du selbst an diesem Gedanken, ein Versager zu sein, so sehr festhälts, dass die guten Ansätze,
Du schnell damit wieder zu Nichte machst u. dann gibt es keine weiteren Fortschritte.

Möglich, dass Dir das DeinTherapeut auch schon gesagt haben könnte, es gilt der Angst die Macht zu entziehen u.
zweitens, es ist sinnvoll zu versuchen, von Deinem Gedanken loszulassen.
Die Angst ihre Macht zuentziehen kann funktionieren, indem Du die Angst einmal umkehrst.
Darauf zu schauen, woher stammt die Angst u. warum macht sie mich; womit zum Versager ?
Und den Gedanken identifizieren, ich bin ein Versager u. Dich fragen, gibt es einen Anlass, der mich zu einer
Versagerin macht ?
Übung: Dreh den Satz um, -ich bin ein Versager - Ich bin kein Versager !

21.07.2021 14:34 • x 1 #46


Jedi
Möchte Dir @Lost111 noch etwas nachreichen, weil ich das mit unserer Prägung eingebracht hatte,

Du kennst villt. den Begriff - Helicopter-Eltern, die immer über ihre Kinder schweben u. Überbehüten.

Dann gibt es die Curling-Eltern, die ihren Kindern immer alle Hindernisse versuchen aus de Weg zu räumen.
Solche Kinder können es später dadurch schwer haben, da sie nie lernen durften, dass Hindernisse zu unserem
Leben dazugehören u. somit nicht gerlernt haben, mit Hindernissen umzugehen.
Hindernisse, die sie nicht überwinden können, können in ihnen den Gedanken nähren,
sie seien Versager u. das ihnen nichts gelingen mag.

21.07.2021 15:15 • x 1 #47


A


Hallo Lost111,

Versagen im Job

x 3#3


Lost111
Hallo @Jedi ,

danke für deine ausführliche Antwort.

Zitat:
Worin bist Du denn ein Versager ?

Na ja, wie man unschwer erkennen konnte, bin ich offensichtlich schlecht im Protokoll führen. Dabei gebe ich immer alles. Das scheint nicht zu reichen. Das macht mich echt fertig.
Heute kam meine Vorgesetzte noch mal mit dem ganzen Mist an... Es gab nochmal dies und das zu korrigieren. Ich hätte ausflippen können! Aber nein, die Lost ist ja ganz lieb und artig und macht das, was ihr aufgetragen wird. Nun ja, ich habe ja keine Wahl, davon mal ganz abgesehen. Aber da hätte ich schon wieder meine Sachen packen und gehen können.
Ich habe versucht, das nicht so nah an mich ran zu lassen, aber im ersten Moment hätte ich schon wieder weinen können.
Meine liebe Kollegin tröstete mich wieder, aber der Tag war/ist gelaufen.
Es gibt so einiges, wo ich denke, dass ich nicht gut genug bin. Nähe zulassen kann ich z.B. auch nur schwer und erst nach langer Zeit. Freunde finden - ein Desaster. Da kommt dann gleich wieder die Denke: wer will ausgerechnet dich schon als Freundin haben?!
Manchmal denke ich auch, dass ich autistische Züge habe. Es gibt so gewisse Routinen, aus denen ich so gar nicht ausbrechen kann. Ok, ich bin vllt. nicht gerade Monk.
Zitat:
Die Angst ihre Macht zuentziehen kann funktionieren, indem Du die Angst einmal umkehrst.
Darauf zu schauen, woher stammt die Angst u. warum macht sie mich; womit zum Versager ?
Und den Gedanken identifizieren, ich bin ein Versager u. Dich fragen, gibt es einen Anlass, der mich zu einer
Versagerin macht ?
Übung: Dreh den Satz um, -ich bin ein Versager - Ich bin kein Versager !

Ich fürchte, das werde ich nicht ohne professionelle Hilfe schaffen. Dafür ist das alles schon zu lange fest in mir verankert.
Denn: für mich gibt es durchaus des Öfteren einen Anlass dafür, mich als Versager zu sehen. Das ist ganz einfach so (siehe heute wieder).
Woher diese Angst kommt - gute Frage! Wie du auch bereits festgestellt hast, hat es u.a. etwas mit (negativen) Kindheitserfahrungen/Erlebnissen zu tun.
Ich bin kein Versager - das hört sich in meinen Ohren seltsam und ungewohnt an.
Zitat:
Dann gibt es die Curling-Eltern, die ihren Kindern immer alle Hindernisse versuchen aus de Weg zu räumen.
Solche Kinder können es später dadurch schwer haben, da sie nie lernen durften, dass Hindernisse zu unserem
Leben dazugehören u. somit nicht gerlernt haben, mit Hindernissen umzugehen.

So bin ich nicht aufgewachsen. Ich musste früh lernen, vieles mit mir alleine auszumachen. Sicherlich war ich damit auch oft überfordert, aber wen hat es interessiert? Bis zum Alter von 8 Jahren hatte ich echt eine schöne Kindheit.
Und ich lernte, dass es besser war, sich unsichtbar zu machen. Denn dann kriegt man vllt. nicht soviel ab (wenn ich Glück hatte - meistens ging der Kelch nicht an mir vorbei).
Wie auch immer, das Leben prägt. Vergangenes kann nicht mehr rückgängig gemacht werden.
Nur ich muss damit im Jetzt und Heute irgendwie (über-)leben.

LG Lost111

21.07.2021 20:51 • x 1 #48


Jedi
Zitat von Lost111:
bin ich offensichtlich schlecht im Protokoll führen.

Da kenne ich aus meinem beruflichen Alltag auch Kollegen, denen das Protokoll führen schwer fällt.
Deshalb sind sie keine Versager - da es nur eine Tätigkeit ist, die ihnen u. Dir offensichtlich nicht liegen.
Somit bist Du auch kein Versager !
Zitat von Lost111:
Dafür ist das alles schon zu lange fest in mir verankert.

Anker kann man wieder einholen u. auch solche Verankerungen kann man lösen lernen.
Zitat von Lost111:
Denn: für mich gibt es durchaus des Öfteren einen Anlass dafür, mich als Versager zu sehen.

Möglich, dass Du nicht genügend differenzierst - Beispiel das Protokoll:
Fehler in einem Protokoll, macht einem nicht zu einem Versager, sondern es sind Fehler bei einer Tätigkeit.
Zitat von Lost111:
Ich bin kein Versager - das hört sich in meinen Ohren seltsam und ungewohnt an

Das glaube ich u. es ist sinnvoll, sich dies immer wieder vorzusagen.
Nur dann lernt unser Gehirn, dies alte denken zu Tranformieren.
Zitat von Lost111:
Sicherlich war ich damit auch oft überfordert, aber wen hat es interessiert?

So konntest Du mit den Aufgaben, die Dich überfordert haben, nicht wirklich lernen, wie gehe ich mit der Überforderung um.
Zitat von Lost111:
Und ich lernte, dass es besser war, sich unsichtbar zu machen.

Das ist auch ein belastendes Verhaltensmuster, dies fördert eher Vermeidung - mindert das Selbstwertgefühl u.
erschafft nicht selten ein falsches Selbstbild.
Dies sind schon sehr zentrale Baustellen, die dazu führen können, sich als Unwichtig, manchmal Minderwertig
zu fühlen u. sich selbst als Versager zu beurteilen.
Zitat von Lost111:
Vergangenes kann nicht mehr rückgängig gemacht werden.

Diese Erkenntnis teile ich mit Dir !
Aber Du bist nicht Deine Vergangenheit - Du hattest eine Vergangenheit u. man kann lernen, eine Haltung dazu
zu entwickeln u. auch eine andere Sicht auf diese Zeit zu entwickeln.

Du / Wir sind da nicht so Ohnmächtig- also ohne Macht, wie wir fälschlicher Weise oft annehmen.

21.07.2021 21:26 • x 1 #49


Lost111
Zitat von Jedi:
Da kenne ich aus meinem beruflichen Alltag auch Kollegen, denen das Protokoll führen schwer fällt.
Deshalb sind sie keine Versager - da es nur eine Tätigkeit ist, die ihnen u. Dir offensichtlich nicht liegen.
Somit bist Du auch kein Versager !

Richtig, das liegt mir sowas von gar nicht; aber es gehört zu meinem Job (leider). Versuche, das los zu werden, schlugen fehl.
Also muss ich damit irgendwie klarkommen. Es ist inzwischen auch schon soweit, dass ich nicht mehr ohne Beruhigungsmittel in diese Situation gehen kann. Für mich ist das gleichbedeutend mit Versagen. Eindeutig. Und jedes mal ist es ein neues Drama.
Zitat:
Möglich, dass Du nicht genügend differenzierst - Beispiel das Protokoll:
Fehler in einem Protokoll, macht einem nicht zu einem Versager, sondern es sind Fehler bei einer Tätigkeit.

Fehler bei einer Tätigkeit, die ich beherrschen sollte! Andere können das ohne Probleme - warum ich nicht? Ich weiß, dass es unproduktiv ist, sich mit Anderen zu vergleichen. Meine Stärken liegen in anderen Bereichen. Dennoch ist es wie ein Damoklesschwert, das über mir hängt. Ich würde gerne einen anderen Umgang damit finden/lernen.
Zitat:
Diese Erkenntnis teile ich mit Dir !
Aber Du bist nicht Deine Vergangenheit - Du hattest eine Vergangenheit u. man kann lernen, eine Haltung dazu
zu entwickeln u. auch eine andere Sicht auf diese Zeit zu entwickeln.

So ist es. Aber meine Vergangenheit gehört zu mir. Nicht alles war schlecht. Aber kann man aus dem Schatten der Vergangenheit treten? Mehr und bewusster im Hier und Jetzt leben wäre da wohl hilfreich. Hört sich erstmal gut an - erscheint mir aber kaum erreichbar zu sein.

21.07.2021 21:48 • x 1 #50


Jedi
Hi @Lost111

Zitat von Lost111:
Aber meine Vergangenheit gehört zu mir.

Meine Vergangenheit u. die dortigen Erfahrungen gehören auch zu mir - ich bin aber nicht meine Vergangenheit,
ich identifizieren mich nicht damit.
Ich kann auf meine Vergangenheit zurückschauen, aber diese Vergangenheit existiert nicht mehr, sie ist nur noch
wahrnehmbar, wenn ich sie mir in meinem Kopf aufrufe.
Zitat von Lost111:
Aber kann man aus dem Schatten der Vergangenheit treten?

Es geht nicht darum aus den Schatten der Vergangenheit herauszutreten, unsere Vergangenheitserfahrungen bleiben
immer existent. Die Vergangenheitserfahrungen annehmen - sie akzeptieren, wie sie war u. sich damit zu versöhnen,
als einen Teil Deines Lebens (es ist nicht das ganze Leben-nur ein Teil davon):
Zitat von Lost111:
Mehr und bewusster im Hier und Jetzt leben wäre da wohl hilfreich

Ja, dass wäre u. ist hilfreich !
Denn Du lebst jetzt in der Gegenwart u. es gibt immer nur den einen Moment -das Jetzt !
Beispiel: Du schaust Dir Urlaubfotos an aus der Vergangenheit, doch wo bist Du gerade, in Deiner Wohnung, im jetzigen Moment
u. nicht an dem schönen Urlaubsort, vor einem Jahr.
Zitat von Lost111:
Hört sich erstmal gut an - erscheint mir aber kaum erreichbar zu sein.

Es ist erreichbar Lost !
Hört sich gut an, dann lass es dann so stehen.
Was Du aber dann reflexartig machts u. hängst sofort daran, erscheint mir kaum erreichbar zu sein,
damit macht Du den ersten Gedanken, hört sich gut an, sofort wieder kaputt.
Ob es für Dich unerreichbar ist, kannst Du doch gar nicht wissen - dieser Gedanke existiert doch nur in Deinem Verstand.

Nur unser üben u. unsere Erfahrungen können uns beweisen, ob etwas erreichbar ist oder nicht.
Manchmal braucht es einwenig Zeit u. immer wieder üben, sich im Hier u. Jetzt zu fokusieren !

22.07.2021 11:14 • x 1 #51


Jedi
Zitat von Lost111:
Für mich ist das gleichbedeutend mit Versagen. Eindeutig.

Mit dem Wort, Eindeutig, verfestigt Du Deine Meinung über Dich, eine Versager zu sein.
Dies Eindeutig konntest Du auch weglassen, weil Du musst Dein denken über Dich nicht mit solchen Worten
unterstreichen - sie bringen Dir auch nicht u. sind Unsinnig.
Zitat von Lost111:
Und jedes mal ist es ein neues Drama.

Dieses Drama erschaffst Du Dir, wie ein Regisseur selbst in Deinen Kopf.
Ein weiß, dass solche selbst erstellten Dramen uns als Sicherheit u. Orientierung dienen,
aber sie wirken sich verherrend auf unsere Psyche aus.
Sie blockieren uns - unser Denken - unsere Gefühle.
Zitat von Lost111:
Andere können das ohne Probleme - warum ich nicht?

Warum können Andere etwas nicht, was Du villt. gut kannst ? - stell Dir mal selbst diese Frage u. finde eine Antwort dazu.
Dann findest Du die Antwort auch auf Deine Frage, warum ich nicht.
Zitat von Lost111:
Ich weiß, dass es unproduktiv ist, sich mit Anderen zu vergleichen.

Wen Du das weiß, dann lass es doch ! Niemand kan sich mit einem anderen vergleichen, weil es niemals Objektiv sein kann.
Zitat von Lost111:
Meine Stärken liegen in anderen Bereichen.

Siehst Du Lost - Du hast auch Stärken u. Du kennst sie - Warum solltest Du dann ein Versager sein ?
Zitat von Lost111:
Ich würde gerne einen anderen Umgang damit finden/lernen.

Indem Du damit aufhörst, Dir selbst zu sagen, dass Du ein Versager bist !
Und damit aufhörst, Deine eigenen Dramen in Deinem Kopf zu konstruieren.

22.07.2021 11:28 • x 1 #52


Lost111
Hallo @Jedi ,

Zitat:
Es ist erreichbar Lost !
Hört sich gut an, dann lass es dann so stehen.
Was Du aber dann reflexartig machts u. hängst sofort daran, erscheint mir kaum erreichbar zu sein,
damit macht Du den ersten Gedanken, hört sich gut an, sofort wieder kaputt.
Ob es für Dich unerreichbar ist, kannst Du doch gar nicht wissen - dieser Gedanke existiert doch nur in Deinem Verstand.

Ja, jetzt wo du es erwähnst, fällt mir das auch auf. Wenn ich versuche, was aufzubauen, reiße ich das gleich wieder ein.
Das ist auch so ein Automatismus bei mir. Und wahrscheinlich gebe ich auch oft zu schnell auf, weil ich denke, dass ich es eh nicht erreichen kann. Keine gute Strategie. Gedanken haben große Macht - im positiven wie im negativen.
Zitat:
Dieses Drama erschaffst Du Dir, wie ein Regisseur selbst in Deinen Kopf.
Ein weiß, dass solche selbst erstellten Dramen uns als Sicherheit u. Orientierung dienen,
aber sie wirken sich verherrend auf unsere Psyche aus.
Sie blockieren uns - unser Denken - unsere Gefühle.

Der Film läuft ohne mein willentliches Zutun ab. Ich bin sofort im Alarmmodus, wenn für mich gefährliche Dinge anstehen - wie besagtes protokollieren. Ich kann dann nicht mehr klar denken. Schon nächsten Dienstag ist es übrigens wieder soweit.
Gut, ich kann mir sagen, dass ich kein Versager bin. Das werde ich versuchen. Wird es damit einfacher? Die Angst bleibt.

LG Lost111

22.07.2021 19:40 • x 1 #53


Jedi
Zitat von Lost111:
Wird es damit einfacher?

Ja ! - Bestimmt wird es einfacher - zumindestens ist es ein Anfang !
Zitat von Lost111:
Die Angst bleibt.

Die Angst ist nicht unser Feind !
Was die Angst zu unserem Feind werden lässt, dass ist die Angst vor der Angst.
Doch gegen die Angst sind wir nicht Ohnmächtig - wie ich aus eigener Erfahrung, aus meiner Angsterkrankung her weiß !

22.07.2021 19:49 • x 1 #54


Lost111
Es hat mich jetzt Dienstag wieder erwischt - das leidige Protokollführen.
Und wieder gab es danach einiges zu bemängeln! Dabei ging ich relativ zuversichtlich da rein.
Ich bin es so leid. Warum gehen gewisse Dinge, die das betreffen, einfach nicht in meinen Kopf?
Ich habe versucht, es mit Distanz zu sehen. Was mir leider nur leidlich gelungen ist - letztendlich kam ich mir trotzdem wie ein Versager vor. Und das verfolgt mich jetzt bis ins WE.
Tut mir leid, dass ich deswegen schon wieder am Jammern bin. Aber es beschäftigt mich nach wie vor sehr.
Mein Kopf denkt zu viel!

31.07.2021 00:41 • x 1 #55


S
Zitat von Lost111:
Und wieder gab es danach einiges zu bemängeln!

Bemängeln muss nichts negatives sein. Eine 1-2 in einer Schulklausur weißt auch auf Fehler hin, ist aber eine prima Schulnote. (Die Schulnoten nur als Beispiel)


Daher meine Frage ob es auch konstruktive Kritik gewesen sein könnte?
Zitat von Lost111:
Warum gehen gewisse Dinge, die das betreffen, einfach nicht in meinen Kopf?

Protokoll schreiben ist nicht jedermanns Sache. (meine war es auch nie, ich war immer zu wortintensiv)
Zu Anfang hat es mich auch enorm gestresst, wenn ich auf Schwächen hingewiesen wurde und manches umformulieren musste. Obwohl mir rational bewusst war, dass mit der Kritik nicht ich persönlich gemeint war, so hat es mich dennoch verletzt, weil ich es gefühlsmäßig persönlich genommen habe.

Ich bin dann offen damit umgegangen und das hat mir sehr geholfen. Weil mir bestätigt wurde, dass es bessere Protokollschreiber gibt aber ich andere Stärken habe und trotz unperfekter Protokolle eine geschätzte Kollegin bin.
Hör ma, was glaubst du? Wenn deine Protokolle völlig unterirdisch wären, würdest du ganz sicher keine mehr schreiben.

Und Schritt für Schritt habe ich auch für mich annehmen können. Dass jeder Stärken und jeder Schwächen hat ist menschlich gesehen sogar sehr wichtig, aber es ist entscheidend wie wir damit umgehen.
Es braucht Übung aber du hast den wichtigsten Schritt schon gemacht. Erkennen dass Protokolle nicht so deine Welt sind. Jetzt darfst du üben das Erkennen in ein Annehmen umzuwandeln. Ich denke es wird dir mit der Zeit gelingen.

Zitat von Lost111:
Tut mir leid, dass ich deswegen schon wieder am Jammern bin.

Ich empfinde es als Auseinandersetzung mit dem wichtigen Bereich der Selbstakzeptanz und nicht als jammern.


Wünsche ein schönes Wochenende ohne Gedankenkreiseln

31.07.2021 07:31 • x 2 #56


Jedi
Zitat von Lost111:
Ich habe versucht, es mit Distanz zu sehen. Was mir leider nur leidlich gelungen ist

Habe Geduld mit Dir - es braucht Übung !
............................................................................
Zitat von Lost111:
Tut mir leid, dass ich deswegen schon wieder am Jammern bin.

....
Zitat von Senca:
Ich empfinde es als Auseinandersetzung mit dem wichtigen Bereich der Selbstakzeptanz und
nicht als jammern.

Da würde ich @Senca zustimmen !
Selbstakzeptanz u. Selbstmitgefühl ist wichtig, wenn einem etwas nicht so gelungen ist,
wie man es sich feste vorgenommen hat - gerade dann sind beides besonders wichtig !

31.07.2021 16:00 • x 1 #57


Lost111
Hallo @Senca ,

Zitat:
Daher meine Frage ob es auch konstruktive Kritik gewesen sein könnte?

Meine Vorgesetzte ist jedes Mal auf's neue genervt, wenn sie mit Verbesserungen oder Dingen, die ich vergessen habe aufzunehmen, zu mir kommt. Ich kann sie dahingehend leider auch verstehen, da ich es seit Jahren nicht schaffe, ein Protokoll fehlerfrei zu verfassen. Irgendwas ist meistens.
Als konstruktive Kritik kann ich das inzwischen nicht mehr auffassen. Es ist eindeutig mein Versagen.
Ich mache mir jetzt von jedem Protokoll eine Abschrift, damit ich bei Bedarf nachschauen kann. Vllt. hilft mir das. Es ist einfach zum Ko....
Zitat:
Und Schritt für Schritt habe ich auch für mich annehmen können. Dass jeder Stärken und jeder Schwächen hat ist menschlich gesehen sogar sehr wichtig, aber es ist entscheidend wie wir damit umgehen.
Es braucht Übung aber du hast den wichtigsten Schritt schon gemacht. Erkennen dass Protokolle nicht so deine Welt sind. Jetzt darfst du üben das Erkennen in ein Annehmen umzuwandeln. Ich denke es wird dir mit der Zeit gelingen.

Mir ist bewusst, dass meine Stärken woanders liegen.
Aber wie könnte ich so ein offensichtliches Versagen jemals annehmen/akzeptieren?
LG Lost111

Hallo @Jedi ,

Zitat:
Habe Geduld mit Dir - es braucht Übung !
Selbstakzeptanz u. Selbstmitgefühl ist wichtig, wenn einem etwas nicht so gelungen ist,
wie man es sich feste vorgenommen hat - gerade dann sind beides besonders wichtig !

Das ist so schwer! Geduld war nie meine Stärke.
Mitgefühl mit mir selbst haben - das liest sich seltsam. Wirklich seltsam.
Ich fürchte, ich komme aus dieser Spirale nicht ohne professionelle Hilfe raus. Aber auch davor drücke ich mich ja noch...

LG Lost111

02.08.2021 19:27 • x 1 #58


blossom79
Liebe @Lost111,

gäbe es denn die Möglichkeit, dass vielleicht jemand anderes das Protokoll führt?

Falls die Frage schon kam, dann entschuldige bitte, ich habe gerade nicht die Konzentration, den ganzen Thread durch zu lesen

02.08.2021 19:37 • x 1 #59


A


Hallo Lost111,

x 4#15


Lost111
Liebe @blossom79 ,

Zitat:
gäbe es denn die Möglichkeit, dass vielleicht jemand anderes das Protokoll führt?
Falls die Frage schon kam, dann entschuldige bitte, ich habe gerade nicht die Konzentration, den ganzen Thread durch zu lesen

Diese Möglichkeit besteht nicht. Jede Servicekraft ist dazu verpflichtet und Ausnahmen werden nicht gemacht.
Leider vergällt mir das meinen Job doch sehr. Ich kann mich damit einfach nicht arrangieren.

LG Lost111

02.08.2021 19:44 • x 1 #60

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