
atheryse13
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Das hier ist mein erster Beitrag. Ich hoffe, den richtigen Rubrik gewählt zu haben. Ich selber bin (noch) nicht depressiv, dafür mein Lebensgefährter. Er ist auch dessen bewusst, findet es aber nicht in sich eine Behandlung zu beginnen oder Hilfe zu suchen. Ich sag nur, volle Bandbreite: Gedankenkarusell mit entsprechender Schlaflosigkeit, Antriebslosigkeit, allgemein schlechte Laune, unansprechbar, neigt zu trinken.
So, zu meinem konkreten Anliegen:
Ich möchte direkt die Personen ansprechen, die unter einer Depression leiden. Was hättet Ihr von Euren nahen Angehörigen gewünscht, wie die am Besten an Euch herantreten? Wie hättet Ihr am liebsten angesprochen werden wollen? Wie kann man am Besten zu Euch durchdringen?
Vielleicht ein Beispiel vom heutigen Tag um meine Fragen zu verdeutlichen:
Mein LG konnte mal wieder nicht schlafen. Ich wusste, da er es selber schon öfters gesagt hat, dass seine Gedanken ihm nicht in Ruhe lassen. Nun machte er das übliche, was ihm nicht weiter hilft (das hier geht schon seit mindestens ein Vierteljahr).
Als ich endlich aufgestanden war, nach einer Zeit, bin ich zu ihm hingegangen und wollte einen alternativen Vorschlag machen. Ich fing an mit der Frage, ob er schon darüber gedacht hat, etwas anderes auszuprobieren, wenn die Gedanken kreisen. Ich führte auf, dass das was er bisher macht, nicht viel geholfen hat. Dann wollte ich meinen Vorschlag präsentieren. Dazu kam ich nie. Ich wurde sofort wegen meiner Herangehensweise verbal angegriffen, so dass ich unverrichteter Dinge mich erstmal verzog.
Das ist nur ein Beispiel, wo ich völlig ratlos dastehe und nicht weiß, wie ich an ihn herantreten soll. Ich beabsichtige nicht wie ein Neumalklüger dazustehen, belehrend. Ich möchte nur eine alternative Herangehensweise vorschlagen. Ob er annimmt oder nicht, ist seine Sache. Dennoch steht der Vorschlag im Raum. Und auch wenn es im ersten Moment abgelehnt wird, so könnte er später womöglich doch darauf zurückkommen. Ich stünde dann bereit.
Im Übrigen, wollte ich vorschlagen, statt grübelnd vor dem Computer mutterseelenalleine zu sitzen, dass wir es mit ein bisschen Nähe und eine sanfte Kopfmassage zur Entspannung versuchen. Schweigend versteht sich. Nur dass er nicht alleine ist und gleichzeitig etwas liebevolles und beruhigendes erfährt.
Euch allen ein gutes Wochenende!
Theryse