(Zitat v. Phinchen)
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Wie geht ihr damit um das ihr mit eurer Depression auch anderen schadet?
Macht ihr euch Vorwürfe? -
Mein erster Gedanke war, warum ein an Depression erkrankter einen Anderen damit schadet ?
Eine Depressionserkrankung ist ein schweres Krankheitsbild u. gehört professionell behandelt.
Eine Depression hat viele Gesichter u. so verhält sich jeder, der von einer Depression betroffen ist auch anders.
Der eine wird ganz still, gar völlig zurückgezogen, ein Anderer reagiert mit Aggression, auf sich selbst oder
auch evtl. auf den Anderen(Partner, Kinder, am Arbeitsplatz, gegenüber seinem Umfeld).
Mancher verliert völlig den Halt, den Lebensmut u. erstarrt förmlich, wird Entscheidungsunfähig oder
flüchtet in die Sucht.
Dies sind nur wenige Verhaltensmuster von an Derpression erkrankten.
Ich bin mir sicher, dass solche Verhalten nicht bewusst gewählt werden, sondern ein Ausdruck u. Hilflosigkeit im Umgang
mit einer solchen Erkrankung ist.
So würde ich nicht behaupten wollen, dass ein Anderer bewusst durch die Erkrankung geschadet werden soll.
Sicher braucht der Betroffene professionelle Hilfe, aber auch ein Verständnis - ein Mitgefühl durch den Anderen.
Natürlich hat auch Verständnis u. Mitgefühl seine Grenzen, so dass der Andere
dadurch nicht selbst in eine Depressive Episode rutscht.
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Sich selbst Vorwürfe zu machen, halte ich nicht für Zielführend u. ist auch nicht Gesundheitsförderlich.
Meiner Erfahrung nach, machen sich gerade die an Depression erkrankt sind, schon genug Selbstvorwürfe,
haben viele Selbstzweifel u. sind ihre schärfsten Krtiker u. Richter.
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Natürlich kann maches Verhalten eines Depressiven verstörend, befremdlich, gar Angsterzeugend, traurig u.
Hilflos, gar Ohnmächtig auf den Anderen wirken.
Auch einwenig Verständnis, für den Anderen, von Seiten des Depressiven ist möglich, aber hängt auch stark von seinem Erkrankungsgrad ab.
Depression ist nun einmal ein schwere Erkrankung u. so wie auch andere Erkrankungen, zbspl. Krebserkrankung,
die Eigenschaften eines Menschen verändern kann, so hängt vieles davon ab, inwieweit sich ein Andeer auf die Erkrankung des Betroffenen einlassen kann u. dabei seine eigenen Grenzen kennt u. sich bewahrt.
Eine gute Erfahrung wird ein Betroffener machen können, wenn es ein Gegenüber gibt,
der diese Erkrankung mit seinen Folgen akzeptieren kann u. damit eine , auch für sich selbst guten Umgang finden kann.
Auch da gibt es Hilfen, die ein naher Angehöriger sich suchen u. helfen lassen kann.
Eine schlechte Erfahrung wäre, wenn der Andere so gar kein Verständnis entwickeln kann u. möchte,
sich villt. gar trennt oder gar selbst, mit Aggression auf den Betroffenen reagiert, aber auch ein in Watte packen,
ist für den Prozess u. de Selbstakzeptanz eines Betroffenen eher negativ zu beurteilen,
von möglichen Jobverlust oder auch nur von Schwieigkeiten durch den AG/Kollegen ganz zu schweigen.
So meine persönliche Meinung zu der Frage, die Phinchen hier gestellt hatte.
LG Jedi