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Warum schaffe ich es nicht, mich selbst zu beruhigen?

V
Hallo Ihr Lieben! Hier verfasse ich meinen ersten Beitrag. Bitte um Nachsicht, wenn Fehler drin sind . Auch ich leide immer wieder mal unter der Angst an Krebs zu erkranken. Ich möchte Euch mit Wiederholungen nicht langweilen. Ausloeser gibt es in meiner Kindheit. Ich musste oft operiert werden. Ich habe einige Buecher darueber und auch hier gelesen. Ich habe versucht, die Gedanken Gedanken sein zu lassen,auch autogenes Training und Jacobson versucht. Wenn aber diese Angst kommt, erfasst sie meinen Koerper und hat mich komplett im Griff. Hat jemand von Euch eine Idee fuer mich?
Liebe Grueße
Violett

19.11.2020 10:12 • #1


Pilsum
Hallo Violett,

hier im Forum begrüße ich Dich.

Wenn Du früher häufiger krank warst, können sich Angstgefühle bei Dir durchaus
verfestigt haben.
Da wird es nicht reichen, wie Du es schreibst, die Gedanken einfach sein zu lassen.

Ängste als weniger stark zu empfinden und sich gedanklich davon etwas zu distanzieren
setzt voraus, dass Du aktiv Einiges machst.
Dazu gehört vor allem, das Du lernst, mit Dir selbst zu reden und Dich damit gegen Deine Angstgefühle zu stellen.
Sicher haben auch einige Mitglieder hier Tipps für Dich, von denen Du etwas mitnehmen kannst.

Viele Grüße

Bernhard

19.11.2020 10:52 • #2


A


Hallo Violett,

Warum schaffe ich es nicht, mich selbst zu beruhigen?

x 3#3


V
Lieber Pilsum, Danke für Deine Antwort. Ich habe es auch - wie Du schonmal hier geschrieben hast-mit positiven Saetzen versucht . Ich glaube nur nicht daran , auch wenn ich es mir selbst sage . Ich glaube nicht , dass mein Koerper gesund bleibt , da ich bei meiner Verwandtschaft ersten Grades mehrere
Krebstote hatte . Dein Text ueber Sicherheitsbeduerfniss hat mir geholfen. Kannst Du mir vielleicht Literatur dazu empfehlen?
Ueber weitere Erfahrungen bin ich auch dankbar.
LG
Violett

19.11.2020 11:02 • x 2 #3


Pilsum
Zitat von Violett:
Ich habe es auch - wie Du schonmal hier geschrieben hast-mit positiven Saetzen versucht .
Ich glaube nur nicht daran , auch wenn ich es mir selbst sage . Ich glaube nicht , dass mein Koerper gesund bleibt ,
da ich bei meiner Verwandtschaft ersten Grades mehrere Krebstote hatte .
Dein Text ueber Sicherheitsbeduerfniss hat mir geholfen. Kannst Du mir vielleicht Literatur dazu empfehlen?
Ueber weitere Erfahrungen bin ich auch dankbar.


Liebe Violett,

Bücher empfehle ich nicht. Sie spiegeln fast immer nur das Weltbild desjenigen wieder, der das Buch
geschrieben hat. Du kannst dir aber gern selbst Bücher zu den von Dir gewünschten Themen
heraussuchen.
Es geht im Grunde eigentlich nur um Dein eigenes Weltbild, welches in Deinem Kopf Unsicherheiten erzeugt
und welche Du als sehr belastend fühlst.

Die Angst, an einer Krankheit sterben zu können ist weit verbreitet. Möglicherweise kommt sie von einer
irrigen Annahme.
Ich habe alles im Leben im Griff - aber eine Krankheit kann ich nicht beeinflussen.

19.11.2020 11:13 • x 3 #4


V
Koenntest Du mir schreiben, was Du mit Weltbild meinst ? In den Buechern, die ich gelesen habe, kam immer wieder vor , man solle kognitive Verhaltenstherapie und verschiedenen Entspannungstechniken erlernen . Das hat mir offen gestanden nicht geholfen, Deine Worte bzgl. Sicherheit aber schon , deswegen dachte ich, dass ich und vielleicht auch andere Mitglieder etwas ausfuehrlicher darueber lesen koennen. Ich denke auch ,dass in dem Wort Weltbild etwas hineinstecken koennte!

19.11.2020 11:19 • #5


Pilsum
Zitat von Violett:
Ich habe es auch - wie Du schonmal hier geschrieben hast-mit positiven Saetzen versucht .
Ich glaube nur nicht daran , auch wenn ich es mir selbst sage . Ich glaube nicht , dass mein Koerper gesund bleibt ,
da ich bei meiner Verwandtschaft ersten Grades mehrere Krebstote hatte .
Dein Text ueber Sicherheitsbeduerfniss hat mir geholfen. Kannst Du mir vielleicht Literatur dazu empfehlen?
Ueber weitere Erfahrungen bin ich auch dankbar.


Liebe Violett,

Bücher empfehle ich nicht. Sie spiegeln fast immer nur das Weltbild desjenigen wieder, der das Buch
geschrieben hat. Viele Bücher gehen auch gar nicht auf die eigentlichen etwas tiefer sitzenden Problematiken
ein. Du kannst Dir aber gern selbst Bücher zu den von Dir gewünschten Themen heraussuchen.

Es geht im Grunde eigentlich nur um Dein eigenes Weltbild, welches in Deinem Kopf derzeit noch
Unsicherheiten erzeugt und welche Du als sehr belastend empfindest.

Die Angst, an einer Krankheit sterben zu können ist weit verbreitet. Möglicherweise kommt sie von einer
irrigen Annahme.
Ich habe alles im Leben im Griff - aber eine Krankheit kann ich nicht beeinflussen.

Und weiterhin fällt sehr auf, dass Du sagst. Ich rede mit mir, aber ich glaube es (mir) nicht.
Was Du selbst nicht glaubst, brauchst Du Dir nicht zu erzählen. Deinem Gehirm musst Du
schon Vertrauen, sonst ärgert es Dich.

Gibt es in Dir eine persönliche Krise?
Gespräche mit Fachleuten, wie Therapeuten können dir helfen, Dir selbst wieder zu vertrauen und
Dir wieder die Kraft zum Denken uns Handeln zurück zu bringen.

19.11.2020 11:24 • x 1 #6


V
Ich habe schon mit einem Therapeuten gesprochen, Gedankenprotokelle halfen nicht wirklich! Ich merke aber ,dass die Worte von Dir wie irrige Annahme oder falsches Weltbild mich ansprechen und ich sie in der Tiefe meines Gedankens zulasse! Vielleicht kannst Du mehr dazu schreiben! Eine Krise habe ich nicht.
LG
Violett

19.11.2020 11:35 • x 1 #7


Pilsum
Da habe ich Dir zuerst leider einen noch nicht fertigen Beitrag gesendet. Diesen Fehler bitte ich
zu entschuldigen. Leider lässt er sich nicht mehr löschen.

Jeder Mensch hat von der Welt ein bestimmtes Bild im Kopf.
Wenn wir darüber reden und unsere Sichtweisen vergleichen, können wir feststellen, dass wir
so manches total unterschiedlich sehen.

Wie ist unsere Welt denn nun wirklich?
Und was ist richtig und was ist falsch?
Welche Regeln sind sinnvoll und welche Gesetze gut?

Im Kopf hat jeder ein Wunschbild, wie die Welt für sie/ihn sein sollte.
Und dann sieht man jeden Tag.Die Welt scheint völlig anders zu sein, als ich sie haben möchte.

Was macht der Mensch nun? Verändert er seine Welt dort, wo ihm das möglich ist? Oder passt er sich an?
Oder beides?

Im Idealfal wird beides sinnvoll sein, damit man sich zufrieden fühlt und die Ängste klein bleiben.

19.11.2020 11:37 • x 1 #8


V
Das hast Du wieder so treffend gesagt ! Ich glaube langsam verstehe ich, wie Du es meinst ! Ich habe Angst davor krank zu werden und mit meinen Schmerzen alleine zu sein ! Waere das die irrige Annahme? Und mein Wunsch z.B. mir finanziell leisten zu koennen, dass jemand als Pfleger bei mir wohnt ? Und dann mein Leben demnach jetzt schon gestalten bzw. verändern?
Bitte korrigiere oder ergaenze meine Zitaten und Du brauchst nicht dabei mich mit Samthandschuhen anzufassen

19.11.2020 11:46 • x 1 #9


Kate
Zitat von Violett:
Dein Text ueber Sicherheitsbeduerfniss hat mir geholfen.

Wo ist der denn? Ich lese ihn hier nicht

19.11.2020 11:56 • #10


V
Den Text bzw. Zitat fand ich , während ich zum Thema Hypochondrie hier im Forum gestöbert habe!

19.11.2020 12:01 • x 1 #11


Kate
Zitat von Violett:
Den Text bzw. Zitat fand ich , während ich zum Thema Hypochondrie hier im Forum gestöbert habe!

Danke

19.11.2020 12:23 • #12


Pilsum
Zitat von Violett:
Das hast Du wieder so treffend gesagt ! Ich glaube langsam verstehe ich, wie Du es meinst ! Ich habe Angst davor krank zu werden und mit meinen Schmerzen alleine zu sein ! Waere das die irrige Annahme? Und mein Wunsch z.B. mir finanziell leisten zu koennen, dass jemand als Pfleger bei mir wohnt ? Und dann mein Leben demnach jetzt schon gestalten bzw. verändern?
Bitte korrigiere oder ergaenze meine Zitaten und Du brauchst nicht dabei mich mit Samthandschuhen anzufassen


Mit der irrigen Annahme meinte ich etwas anderes.
Aus der Psychologie ist bekannt. Das Wichtigste, was der Mensch sucht, ist Sicherheit.
Weil das Sicherheitsgefühl kann unsere Angstgefühle zurückdrängen.

Ich bezeichne es als Irrtum, wenn ich versuche, übermäßig starke Sicherheit zu erzeugen.
Es gibt in unserem Leben keine völlige Sicherheit. Auch ich kann im nächsten Moment schwer krank werden
oder tot umfallen. Dies macht mir aber wenig Sorgen, weil was kommt, das kommt.
Ich muss nur entsprechend darauf reagieren.

Deine Annahme, krank werden zu können und niemanden zu haben, der Dir zur Seite steht,
das sehe ich nicht als irrige Annahme. So etwas kann leider passieren.
Nur wie will sich jemand auf so etwas vorbereiten? Ich halte das für kaum möglich.

Deinen Wunsch, genügend Geld im Krankheitsfall zu haben, finde ich wenig sinnvoll. Mit Geld
kann man viel machen. So ein von Dir beschriebenes Problem läßt sich aber wohl kaum mit
Geld lösen und auch kaum abmildern.

Für heute muss ich aus dem Gepräch aussteigen, da ich noch arbeiten muss.
Das Thema und Deine Herangehensweise finde ich sehr interessant.

Gruß Bernhard

19.11.2020 12:36 • x 3 #13


V
@Pilsum
Hallo lieber Pilsum! Ich weiß nicht, ob es üblich ist ein Gespräch vom Vortag fortzusetzen oder nicht! Aber nach Deiner letzten Antwort ist mir die Frage aufgekommen: was mache ich denn mit diesem beängstigenden Gedanke
krank und alleine zu sein , wenn dies ganz realistische Gedanken sind?

20.11.2020 10:13 • #14


A


Hallo Violett,

x 4#15


Kate
Zitat von Violett:
was mache ich denn mit diesem beängstigenden Gedanke
krank und alleine zu sein , wenn dies ganz realistische Gedanken sind?

Hi, die Realität ist es erst dann, wenn Du krank und alleine bist! Noch ist es keine Realität.
Was wäre wenn ist nie zielführend.

Lebe im hier und jetzt.
LG Kate

20.11.2020 10:47 • x 2 #15

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