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Was hat euch am meisten gegen die Depression geholfen?

Sanny1990
Bei meinen Blutergebnissen kam heraus, dass das Doxepin und Lithium noch nicht sehr hoch dosiert sind. Das wollen der Arzt und ich erstmal versuchen. Bevor wir über die EKT nachdenken. Hoffentlich reicht eine Dosiserhöhung schon aus. Er will mir eventuell auch noch Clomipramin geben.

16.11.2022 17:47 • #106


Sanny1990
Ich war gestern in einem Musical und das hat mir echt Kraft gegeben. Mir geht es immer noch recht gut deswegen.
Vor einem Jahr wäre das noch nicht denkbar gewesen. Es geht langsam voran mit der Genesung.
Ich denke es ist ganz wichtig eine Leidenschaft zu haben, auch wenn man depressiv ist.
Selbst wenn man nicht so viel fühlt dabei, geht es einem trotzdem danach besser.
Meine Leidenschaft ist die Musik und es war ein super tolles Gefühl in diesem Musical zu sein, weil ich mal meine Probleme für 2 Stunden vergessen hatte.
Ich habe mich dadurch wieder lebendig gefühlt.

21.11.2022 21:48 • x 1 #107


A


Hallo Sanny1990,

Was hat euch am meisten gegen die Depression geholfen?

x 3#3


A
@Sanny1990
Das freut mich sehr für dich

22.11.2022 07:39 • x 1 #108


Bassmann72
Zitat von Sanny1990:
Selbst wenn man nicht so viel fühlt dabei, geht es einem trotzdem danach besser.

Absolut! Ich fühle mich nach dem Musikmachen auch immer etwas besser, vor allem währenddessen bin ich völlig in einer eigenen, ruhigen Welt... Auch wenn es nur eine (halbe) Stunde oder so ist, diese eine oder halbe Stunde ist dann aber wenigstens schön und normal. Sie wäre es wohl nicht ohne das Spielen/Hören...
Das ist auch die einzige Aktivität, bei der ich mich sehr selten aufrege, auch wenn ich ich mal Dinge nicht hinkriege. Das ist schön...
Aber deswegen bin ich ja auch der Bassmann

22.11.2022 10:56 • #109


Sanny1990
Ja, Musik hilft enorm.

Ich hatte leider ein Loch im Zahn, aber das Bohren war nicht so schlimm zum Glück.

22.11.2022 16:24 • #110


Sanny1990
Es ist total erschreckend, wie wenig ich mich für meinen Körper interessiert habe während der Depression. Der Zahnarztbesuch hat mir heute gezeigt, dass ich wieder mehr tun muss.
Es ist krass wie man sich vernachlässigt während der Depression.
Ich versuche jetzt echt wieder mehr für meinen Körper zu machen.

Kennt ihr solche Probleme?

22.11.2022 19:36 • #111


A
@Sanny1990
Guten Sanny1990.
Ja.
Die wichtigkeiten verschieben sich.
Wenn ich in der D. den punkt erreicht habe, daß alles keinen Sinn mehr macht,
es für mich keinen Lebenssinn mehr gibt,
Dann trinke ich zu wenig, esse zu wenig, führe mir nix gutes mehr zu, warum auch,
wenn mir mein Leben nicht mehr lebenswert erscheint, in diesem Zustand wird es gefährlich für mich.
Schließlich funktioniere ich nur noch und mache es einfach, ohne zu fragen, wozu noch.

23.11.2022 08:19 • x 1 #112


Sanny1990
Genau das ist es, dass man keinen Lebenssinn mehr hat und dann kümmert man sich auch nicht gut um einen.
Das war bei mir auch so.
Es ist wirklich gefährlich. Zum Glück hatte ich nur ein Loch und nichts Schlimmeres.

23.11.2022 11:04 • #113


Sanny1990
Ich war gestern beim Psychologen und der meinte, wenn ich medikamentös gut eingestellt bin und bei ihm Therapie mache, dass ich dann alles wie früher machen kann.
Das klingt sehr optimistisch. Ich selbst kann das gar nicht so positiv sehen. Aber denke das ist normal, wenn man in der Depression drin steckt. Da sieht man dann schwarz für die Zukunft.
Aber es ist schön, dass mein Therapeut und die Ärzte den Glauben haben, dass ich wieder gesünder werde, sodass ich auch arbeiten oder studieren kann.

25.11.2022 11:02 • x 2 #114


Sanny1990
Ich mache jetzt jeden Tag 15 Minuten Sport auf dem Crosstrainer und seitdem hat sich auch noch mal meine Stimmung verbessert. Ich habe gestern gelesen etwas mehr als 10 Minuten Sport pro Tag würden ausreichen, dass sich eine Depression verbessert.

Ansonsten versuche ich gesund zu essen und gut zu schlafen. Ich möchte selbst auch etwas bewirken. Aber ich muss mich auch sehr auf den Psychiater verlassen.

Körperlich ist alles gut. Ich habe auch einen Vitamintest gemacht, aber da war auch alles in Ordnung und meine Schilddrüse ist auch gut eingestellt.

Vielleicht geht es mir bald noch besser und ich kann dann wieder mehr Freunde treffen. Das wäre echt gut.

01.12.2022 09:55 • #115


Bassmann72
Ja, das sind erfreuliche Nachrichten. Es gibt Studien, die besagen, dass sportliche Aktivität den gleichen (positiven) Effekt wie ein Antidepressivum hat. Wahrscheinlich sind hier auch mittelgradige Depressionen mit einbezogen worden. Das Ergebnis beruht natürlich auf Durchschnittswerten und bedeutet nicht, dass Antidepressiva grundsätzlich bei jedem durch Sport zu ersetzen wären. Das muss man immer dazu sagen, weil es gern mal missinterpretiert wird.

Weiter so

01.12.2022 13:20 • x 1 #116


Sanny1990
Ja, ich denke es geht um mittelgradige oder schwache Depression. Da kann Sport einen schon aus der Depression helfen. Bei heftigen Depressionen habe ich die Erfahrung gemacht, dass mir nur Medikamente geholfen haben. Ich war zwar da auch länger spazieren, aber das hat leider meine Stimmung nicht ausreichend aufgehellt und für intensiveren Sport hatte ich keinen Antrieb. Ich bin dann in die Klinik gegangen. Da gab es dann Medikamente und wir sind aber auch meistens nur spazieren gegangen. Es hat leider Wochen gedauert bis meine Depression besser wurde. Mittlerweile ist es so viel besser, dass ich eine Gruppen- und Psychotherapie machen kann. Ich kann wieder intensiveren Sport machen und lernen. Also ich kann schon wieder etwas mehr leisten. Aber ich bin immer noch nicht medikamentös richtig eingestellt. Also es ist ein sehr langer Weg aus dieser schweren Depression wieder rauszukommen, aber man schafft es in kleinen Schritten.

01.12.2022 14:12 • #117


A
@Sanny1990
Guten Morgen, Sanny1990
Bei einer schwachen oder mittleren Schwere der D. kann auch ich noch mehr leisten,
machen. Alle Symptome der D. sind nicht so stark ausgeprägt.
Ich kann meditieren, spazieren gehen......
Bei einer scheren oder tiefen D. geht wenig bis gar nix mehr.
Nach langer zeit wird es besser, noch besser und auch wieder gut.
Gerade geht es mir gut.
Herauskommen in kleinen Schritten, so emfinde ich es auch.
Alles Gute, dir.

02.12.2022 06:11 • #118


Sanny1990
@anir

Guten Morgen anir,
ja du hast mit allem recht. Bei einer schwächeren Depression kann man echt noch mehr leisten.
Ich hatte auch schon schwere Depressionen und da ging echt so gut wie gar nichts.
Wie lange hat es bei dir gedauert bis es besser wurde?
Mir ging es mit einer Medikamentenumstellung besser.
Ich nehme Lithium, Doxepin und Reagila. Seitdem geht es mir besser.
Leider brauche ich diese ganzen Medikamente, weil meine Depression sehr schlimm war.
Ich freue mich sehr, dass es dir gut geht. Nimmst du auch Medikamente ein?
Genau man kommt nur in kleinen Schritten aus der Depression.
Ich wünsche dir auch alles Gute!
Liebe Grüße
Sanny

02.12.2022 09:09 • #119


A


Hallo Sanny1990,

x 4#15


A
@Sanny1990

Einen schönen Decembermorgen, Sunny1990.
Das mit dem Besserwerden bei mir, ist so unterschiedlich wie die D. die gerade da ist.
Anfangs weiß ich nie, was sie diesmal alles im Gepäck hat.
Ob es eine leichte, mittel, schwere oder ganz schwere wird.
Demzufolge dauert auch die Genesung bei mir.
Die Letzte war von Nov.21 bis August 22. ) Monate, eine so lange hatte ich noch nie.
Eine ganz schwere.
Dann machte ich eine Ekt-Behandlung von 6 Einheiten und daraufhin ging es mir sehr viel besser.
Ich nehme reduziert Medikamente ein.
Venlafaxin und Mirtazapin.
Und zur Prophylaxe, alle 6 Wochen eine Ekt-Erhaltungsbehandlung von 1 Einheit.
Dazu gehe ich einen knappen Tag stationär und kann am spätnachmittag wieder nach Hause.
Du schreibst, daß es auch dir bessergeht.
Das ist schön.
Während ich schreibe fallen kleine Schneeflocken vom PC Bildschirm, achte mal drauf, das sieht
wunderschön aus.
Alles gute für Dich.

03.12.2022 08:18 • #120

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