Wegen sozialer Ängste in Therapie - Kontakte finden

A
Hallo Sanduhr, hallo ,

ich habe schon länger nicht mehr geschrieben, mir ging’s nicht so gut, ich habe mich von meinem „Partner“ getrennt, die Trennung ging von mir aus. Ich wusste ja eigentlich schon von Anfang an dass diese Beziehung keinen Bestand hat, weil wir sehr unterschiedliche Persönlichkeiten sind. Trotzdem hab ich mich drauf eingelassen, die Konsequenzen müssen wir jetzt beide tragen, den Liebeskummer auf beiden Seiten, der Frust und entstandene Depression bei mir. Es scheiterte doch letztendlich an meiner sozialen Phobie, er ist gerne mit Menschen zusammen, er braucht sie ständig um sich herum, ich dagegen war froh in Zweisamkeit den Tag verbringen zu können. Ich habe ihm gesagt, dass eine Beziehung nicht nur wegen der Liebe bestehen kann, das Alltagsleben ist das entscheidende, das Drumherum. Eigentlich möchte ich einen Partner, der dieselben Probleme hat wie ich, der sich in die Angstbesetzenden Situationen hineinversetzen kann und weiß welche Gedanken man sich in diesen Momenten macht und die damit abhängige Gefühlswelt versteht. Tja ich hab mich mal wieder für den Rückzug und die Einsamkeit (aber auch stress- und angstfreien Zeit) und gegen das Kämpfen, Erfahrungen sammeln (die Angst auszuhalten!) und sich mit seinen Problemen auseinanderzusetzen, entschieden.

Liebe Grüße
Annber80

25.04.2009 20:23 • #16


G
Zitat von annber80:
Eigentlich möchte ich einen Partner, der dieselben Probleme hat wie ich, der sich in die Angstbesetzenden Situationen hineinversetzen kann und weiß welche Gedanken man sich in diesen Momenten macht und die damit abhängige Gefühlswelt versteht.

Ich glaube das möchtest du nicht wirklich. Du leidest schon selber viel zu sehr darunter, dass du dir sicherlich nicht wünschst, ein anderer hätte die selben Probleme. Aber du hättest gerne jemanden, der mehr Einfühlungsvermögen mitbringt. Ich denke eher, das ist es, was du meinst.

Ich glaube du hast deiner letzten Partnerschaft keine wirkliche Chance gegeben. Denn so wie du geschrieben hast, hast du vielmehr geschwiegen und nicht viel von dir vermittelt. Auch aus der Angst heraus etwas Dummes zu sagen. Ich glaube daran musst du arbeiten. Du selbst zu sein und dich selbst so zu nehmen wie du bist. Dann können es auch andere.

Es ist traurig, dass es nicht funktioniert hat aber manchmal passt man halt nicht zusammen. Sei nicht zu traurig darüber, konzentrier dich erstmal auf dich und deine Therapie. Dann kommt der richtige Mann schon von ganz alleine.

LG

26.04.2009 09:36 • #17


A


Hallo annber80,

Wegen sozialer Ängste in Therapie - Kontakte finden

x 3#3


A
Hallo ,

du hast recht, natürlich wünsche ich mir jemanden der einfühlungsvermögen mitbringt, er konnte das nicht, ich hab ihm schon erzählt was mit mir los ist, weil ich vertrauen herstellen wollte, er war aber mit meinem problem überfordert, er konnte es nicht verstehen, wie es in den letzten beziehungen auch der fall war. auch deshalb suche ich jemanden dem es so ähnlich geht wie mir.
Das hast du richtig erkannt, ich kann mich ebend nicht selbst akzeptieren, weil ich immer gelernt habe dass selbstbewusstsein, selbstsicherheit, soziale kompetenzen gut ankommen, menschen mit zweifeln, ängsten, unsicherheiten, minderwertigkeitskomlexen.die möchte doch keiner haben. ich weiß ja selber dass ich mir im weg stehe, weiß aber ehrlich nicht wie ich es ändern kann, meine gedanken blockieren mich, ich kann nicht anders als zu denken, ein bauchgefühl existiert draussen so gut wie gar nicht. mit meiner therapie bin ich schon fast am ende, bekomme noch ein paar stunden von der familiensitzung weil es mir sehr schlecht ging, durch die therapie hab ich schon die zusammenhänge sehn können, daran effektiv arbeiten tun wir nicht, dafür ist die therapiezeit einfach zu kurz. und für eine klinik bin ich wohl noch zu stabil..

danke für dein offenes ohr :-)
liebe grüße
annber80

26.04.2009 18:25 • #18


Jellybaby
ja, das ist immer eine zwiespältige Sache. Jemand der keine Probleme hat versteht einen nicht und das ist nicht gerade hilfreich. Und mit jemandem der die gleichen Probleme hat zieht man sich eben zu zweit immer weiter zurück. Das macht die Probleme auch nicht gerade kleiner. Grausam.
Ich für meinen Teil habe mich dazu durchgerungen das Thema Beziehung erst mal weiter auf Eis zu legen. Bis ich rausgefunden habe wie man mit Menschen umgeht und damit glücklich ist. Und bis ich mit mir selber leben kann. Dann ist auch wieder eine normale Beziehung drin.

Mit allgmeeinen Kontakten geht es mir irgendwie genau umgekehrt wie euch: wenn ich Leute einmal gut kenne gehts eigentlich. Aber dadurch dreht sich immer alles nur um die Probleme irgendwelcher Bekannten. Bzw. drehte, inzwischen ist keiner mehr da.
Aber irgendwo jemand kennenlernen, oder dieser alltägliche oberflächliche Umgang, funktioniert absolut nicht. Immerhin steige ich langsam dahinter, dass es nicht unbedingt an meinem Verhalten liegt. So ganz sinnlos ist die Therapie wohl doch nicht.

27.04.2009 21:29 • #19


S
halloo du,

Zitat von annber80:
Das hast du richtig erkannt, ich kann mich ebend nicht selbst akzeptieren, weil ich immer gelernt habe dass selbstbewusstsein, selbstsicherheit, soziale kompetenzen gut ankommen, menschen mit zweifeln, ängsten, unsicherheiten, minderwertigkeitskomlexen.die möchte doch keiner haben.


brauchst dich nicht minderwertig zu fühlen, bist n liebes Mädel Zweifel, Ängste und Unsicherheiten sind toll ;D . Na ja , nicht grade der beste Spruch meines Lebens aaaber ich habe sooooo Mitleid, schluchz

liebe Grüsse,

Sanduhr

28.04.2009 21:58 • #20


A
hallo jellybaby,

ja klar zieht man sich gegenseitig zurück, doch denke ich ist es einfacher mit jemanden zusammen zu sein, der die probleme kennt, also beim mangelndem selbstwertgefühl denjenigen nicht noch weiter in seinem selbstwertgefühl zu schwächen indem er dir das gefühl vermittelt nicht wichtig zu sein..sich so zu verhalten dass der andere sich nicht minderwertig fühlt, also mein letzter partner hat da überhaupt keine sensibilität gehabt. Man sollte doch rücksicht aufeinander nehmen. Wie du möchte ich jetzt nach zwei kurz aufeinander folgenden beziehungen das thema erstmal aufs eis legen und mich auf mein weiterkommen konzentrieren. Ich hatte noch nie freunde oder bekannte die ähnliche probleme hatten wie ich. Deshalb freu mich auch über dieses forum weil es viele gleichgesinnte hier gibt. Freut mich dass du aus der therapie was mitnehmen kannst, ich hab zurzeit probleme mit meinem therapeuten, weil ich den eindruck hatte, er nimmt mich nicht ernst, dass es mir sehr schlecht geht, immerhin hat er gestern mir ein antidepressivum aufgeschrieben, obwohl er totaler gegner von psychopharmaka ist und eine abneigung gegen psychiatern hegt. Was machst du für eine therapie?
lg annber80

29.04.2009 18:55 • #21


A
danke dir sanduhr

jetzt kullern mir doch glatt ein paar tränen, ich bin gerührt... da sieht man einfach dass man solche liebe worte selten zu hören bekommt. zur zeit passiert mir das häufiger dass ich einfach so losheule, ich trag das ungern nach draussen, irgendwie schäme ich mich schwäche zu zeigen, grad in meiner familie, da bin ich die starke kluge frau, die alles kann..

als ich mein vorher geschriebenes nochmal durchgelesen habe, habe ich den satz --menschen mit zweifeln, ängsten, unsicherheiten, minderwertigkeitskomlexen.die möchte doch keiner haben schon bereut, ich habe ja damit auch die andere leute hier angesprochen, normalerweise überleg ich schon was ich sage, aber wenn man wie hier in so einem forum gelöster sein darf, dann schreibt man schnell mal solche sachen, ich hoffe es nimmt mir niemand übel.

toll vielleicht nicht grad aber es lohnt sich uns kennenzulernen und zu erfahren was mit ihnen los ist. wenn das mein therapeut lesen würde er wär stolz auf mich, solche worte von mir zu hören.

lieben gruß

29.04.2009 19:52 • #22


S
...als ich heute morgen in der Apotheke war, da hat mir eine junge Frau das Kleingeld rausgegeben mit zittrigen Händen und zittriger Stimme und ich fand das sooooo süüüüsss. Ich hätte die am liebsten direkt umarmt ;D

29.04.2009 22:54 • #23


Jellybaby
hi annber,

Zitat von annber80:
ja klar zieht man sich gegenseitig zurück, doch denke ich ist es einfacher mit jemanden zusammen zu sein, der die probleme kennt, also beim mangelndem selbstwertgefühl denjenigen nicht noch weiter in seinem selbstwertgefühl zu schwächen indem er dir das gefühl vermittelt nicht wichtig zu sein..sich so zu verhalten dass der andere sich nicht minderwertig fühlt, also mein letzter partner hat da überhaupt keine sensibilität gehabt. Man sollte doch rücksicht aufeinander nehmen.


das hat aber alles nichts damit zu tun ob der Partner die gleichen Probleme hat. Das ist normales Einfühlungsvermögen was du da völlig zu Recht einforderst. Das der Partner einem das Gefühl zu vermitteln versucht gewollt und gebraucht zu sein ist eigentlich selbstverständlich. Das ist doch im Grunde der ganze Sinn einer Beziehung. Das geht auch ohne das beide die gleichen Schwierigkeiten haben. Sensibilität ist einfach ein Charakterzug.

Wenn beide das selbe Problem haben kommt man sicher erst mal einfacher miteinander aus. Aber man lebt nicht nur zu zweit auf der Welt, und alles andere macht man sich dadurch nur noch schwerer. Ich bin immer ganz froh wenn mir jemand Mut macht und mal einen kleinen Schubs gibt wenn ich mich mal wieder irgendwas nicht traue. Denn das hilft wirklich etwas zu verbessern. Und ganz platt ausgedrückt: Echte Hilfe bringt mir mehr als jemand der mir den ganzen Tag bestätigt wie schlimm alles ist. Das ist eben die Kehrseite bei so einem Partner.

Zitat von annber80:
Deshalb freu mich auch über dieses forum weil es viele gleichgesinnte hier gibt. Freut mich dass du aus der therapie was mitnehmen kannst, ich hab zurzeit probleme mit meinem therapeuten, weil ich den eindruck hatte, er nimmt mich nicht ernst, dass es mir sehr schlecht geht, immerhin hat er gestern mir ein antidepressivum aufgeschrieben, obwohl er totaler gegner von psychopharmaka ist und eine abneigung gegen psychiatern hegt. Was machst du für eine therapie?


Ja, wenn ich nicht zufällig hier auf das Forum gestoßen wäre säße ich wahrscheinlich heute noch in meiner Wohnung verbarrikadiert und würde mich nicht mal mehr raus trauen. Gerade ganz am Anfang war das hier eine riesige Hilfe.

Vielleicht ist dein Therapeut einfach nicht der richtige. Woran siehst du denn ob er dich nicht ernst nimmt?
Ich hatte am Anfang immer das Gefühl bei meinem Therapeuten, er werfe mir meine Probleme vor, würde mir nicht richtig zuhören. Jetzt nach einem halben Jahr ungefähr muss ich aber zugeben das es nicht so war. Ich war einfach nur in meiner Selbstunsicherheit und meinem negativen Denken gefangen. Ich mache eine tiefenpsychologisch fundierte Gesprächstherapie. Und bei anderen schaue ich mir ab und an mal Übungen aus der Verhaltenstherapie ab, einfach um zu üben.

30.04.2009 14:07 • #24


A
hallo jellybaby,

ja du hast schon recht,wenn beide deprimiert sind, kann der eine den anderen nicht hochziehen.mein ex-partner war einfach nicht der richtige, hätte mir schon gewünscht dass eine normale beziehung möglich ist, habe mit meinem therapeuten kurz drüber gesprochen, mein ex-partner hat ausserdem ein gestörtes verhältnis zur S., möchte hier nicht weiter drauf eingehen.

ich hab den eindruck (in meiner derzeit subjektiven wahrnehmung) mein therapeut nimmt mich nicht ernst, wenn ich ihm sage dass es mir schlecht geht und ich nicht weiß was ich machen soll, das hatte ich ihm kurz vor seinem urlaub gesagt, er hat selber gesagt dass er mich als suzidgefährdet einstuft, hat aber nichts unternommen, hatte dann nach 4 wochen erst wieder einen termin, oder er mir sagt dass er die adresse eines psychiaters mir auf den AB sprechen wird, und das nicht tut, ich habe sie mir heute von ihm geben lassen. ich mache die therapie jetzt glaube mittlerweile 2 jahre, die stunden sind erschöpft und mir gehts zurzeit so mies wie schon lange nicht mehr, bin praktisch in der tiefsten phase angekommen. ich habe es leider nicht geschafft ein gutes therapeuten-patienten verhältnis aufzubauen. das sagt er mir auch immer jedes mal, dass ich keinerlei beziehung zu ihm habe, dass er mir gleichgültig ist, das weiß ich daran kann ich aber auch nichts ändern weil ich nicht weiß was meine empfindungen für ihn sind. er meint dieselbe gleichgültigkeit zeige ich meiner umwelt, womit er auch sicherlich teilweise recht hat.

jetzt warte ich auf den termin beim psychiater, leider ist der erst in eineinhalb wochen, warte eigentlich nur noch drauf endlich ein antidepressivum zu bekommen, alleine komm ich nicht mehr hoch.
lg annber80

05.05.2009 18:44 • #25


S
hallo annber,

Zitat von annber80:
ich habe es leider nicht geschafft ein gutes therapeuten-patienten verhältnis aufzubauen.


du ich glaube dass der nicht der richtige ist für dich. Wenn man regelmässig mit Leuten zusammen ist die nicht zu einem passen dann schadet man sich damit. Das gilt wahrscheinlich noch verstärkt für Therapeuten? Wenn du keinen Draht zu dem hast, wie soll der dir helfen können?

nur mal so meine Überlegungen,

liebe Grüsse

Sanduhr

12.05.2009 10:15 • #26


A
hallo sanduhr,

ja du hast schon recht, am anfang lief es auch mit der therapie besser.seit wir die familiensitzungen machen, stehe ich irgendwie immer zwischen zwei stühlen, zwischen dem therapeutem und der familie, könnte sein dass ich mich unbewusst für die familie entschieden habe und bin mir nicht sicher ob ICH kein vertrauensverhältnis zu ihm aufbauen konnte. jetzt zum ende der sitzungen glaub ich macht er sich vielleicht auch nicht mehr die mühe. es waren immer nur sehr kurze sitzungen, viele stunden sind zwischendurch ausgefallen. weiß nicht ob einfach die wenige zeit und die unregelmäßigkeiten dazu mitbeigetragen haben.
vielleicht wäre ein stationäre therapie besser gewesen oder eine reha, anspruch auf eine erneute therapie hab ich wohl erst wieder in zwei jahren, vielleicht schaffe ich es mit den antidepressiva erstmal mich alleine durchzuschlagen.

danke für deine überlegungen.

lieben gruß

14.05.2009 16:40 • #27


Jellybaby
hi

Zitat von annber80:
weiß nicht ob einfach die wenige zeit und die unregelmäßigkeiten dazu mitbeigetragen haben.


das wird vermutlich so sein. Oder/Und es war die falsche Therapieform?

Zitat von annber80:
vielleicht wäre ein stationäre therapie besser gewesen oder eine reha, anspruch auf eine erneute therapie hab ich wohl erst wieder in zwei jahren, vielleicht schaffe ich es mit den antidepressiva erstmal mich alleine durchzuschlagen.


dazu frage am besten mal im Unterforum für die Krankenkassen nach, ob die sowas nicht auch sofort übernehmen müssen. Diese Regelung mit den zwei Jahren gilt soweit ich weiß nicht immer, nur wenn die Art der Therapie gleich bleiben soll. Bin aber zugegeben nicht sicher. Das Problem gibt es hier aber öfter, ich bin sicher jemand anders kann dir da mehr zu sagen.

14.05.2009 17:53 • #28


S
Zitat von Jellybaby:
hi

Zitat von annber80:
weiß nicht ob einfach die wenige zeit und die unregelmäßigkeiten dazu mitbeigetragen haben.


das wird vermutlich so sein. Oder/Und es war die falsche Therapieform?


jo würd ich auch sagen. War'n guter Versuch aber hat halt nicht geklappt. Ich würd die Therapie jetzt alleine versuchen, ohne die Familie. Das mit den 2 Jahren - da muss es einen anderen Weg geben. Kann ja nicht sein dass man nur alle 2 jahre Anspruch darauf hat gesund zu werden??

mfg, Sanduhr

15.05.2009 18:23 • #29


A


Hallo annber80,

x 4#15


Jellybaby
nee, das ist auch nicht so. Die Einschränkung gilt soweit ich weiß nur wenn man eine Therapie abbricht. Und auch dann nicht immer.

15.05.2009 20:21 • #30

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