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Welche Medikamente helfen langfristig gegen Schlafstörungen?

Alexandra2
Liebe Irgendeine,
Mein Ärztin würde bei einer Medikamentenänderung vom Stuhl fallen
Die Stabilisierung setzte erst mit 300mg Elontril+600mg Lithium ein. Zuvor dümpelte ich lange mit schwerer Depression rum und nichts half. Und nun scharre ich auch mit den Füßen, wann die Medikamente ausgeschlichen werden können und muss mich noch gedulden.
Etwas anderes wäre mir auch lieber
Liebe Grüße Alexandra

08.02.2020 17:51 • x 1 #46


maya60
Zitat von Ilse77:
Liebe @maya60 ,ich hatte anfangs auch einen hangover bis ich meine Dosis gefunden hatte. Bin bei 6 Tropfen derzeit, also echt wenig. Wenn ich sehr aufgewühlt bin schlaf ich manchmal trotzdem schlecht, kommt so 2-3 Mal im Monat vor. Eine Freundin von mir bekommt 25 mg zum schlafen, da meinte die Ärztin, auch das ist noch sehr wenig und sie kann es ruhig erstmal weiter nehmen. Ich darf zwischen 5 und 20 Tropfen probieren wie es passt. Lg ilse77


Liebe Ilse, danke! Dass du auch Tropfen nimmst, macht das Ganze für mich noch vergleichbarer. Und dass der Hangover weg geht, ist ja gut. Ich habe mir gedacht, dass ich es heute mal mit 10 Tropfen versuche, das müsste eigentlich reichen. Vielleicht ja sogar noch weniger.

Liebe Grüße! maya

08.02.2020 18:06 • x 1 #47


A


Hallo maya60,

Welche Medikamente helfen langfristig gegen Schlafstörungen?

x 3#3


maya60
Zitat von Alexandra2:
Liebe Maya, den Geist bekomme ich gar nicht zur Ruhe. Lesen kann ich nicht mehr, weil die Aufmerksamkeit und Konzentration nicht vorhanden ist. Ich würde den Inhalt nicht aufnehmen, und der Geist im Hintergrund würde weiter murmeln.

Liebe Alexandra, dann ist bei dir das Aufmerksamkeitsdefizit offenbar stärker als bei mir. Hmmm, dann fällt mir auch nix ein gegen diesen mistigen plappernden Geist.
Dazu noch die Dissoziationen, die ich in der Form nicht habe, und die Reizoffenheit, die ich ja nur zu gut auch kenne. Das ist wirklich ein Chaos sondergleichen! Und immer wieder bin ich echt völlig beeindruckt, was wir dann trotzdem noch alles gemacht haben und wie uns heutige Medikamente auch helfen und alle anderen Therapien.


Diese Überforderung durch Geplapper, Reize, Adrenalin (Traumatisierung) und Bewegungsdrang führt schnell zur Erschöpfung, die ich seit Kindheit habe und wenn schlimmer kommt, breche ich zusammen. Seitdem ich so krank bin, habe ich die ersten Jahre 18 von 24 Stunden geschlafen, war nach einer Stunde wieder fix und fertig. Dieser Dauerschlaf hat mich daran zweifeln lassen, wieder einen wacheren Alltag zu erleben.

Die Aspekte ganz genau führten bei mir auch zur frühen Erschöpfung und ich hatte auch eine depressive Episode, in der ich fast nur schlief. Damals meinte meine Psychiaterin auch, das brauche ich einfach nach all den Anstrengungen über Jahrzehnte.

Medikamente (Medikinet und Ritalin) wirkten nicht bzw verheerend. Mit Elontril habe ich ein gutes Antidepressiva mit Wirkung für das A.D.S. Damit scheine ich konzentrierter und strukturierter zu sein, Chaos ist ein Riesenproblem. Vielleicht sind das die Gründe, warum ich so schnell erschöpft bin, Chaos und Reizüberflutung überholen sich ja gegenseitig.

Chaos und Reizüberflutung überholen sich ja gegenseitig. Dem ist im Grunde nichts mehr hinzuzufügen! Und wenn ein Medikament das schafft, uns konzentrierter und strukturierter und damit fokussierter zu machen, dann ist es gut für uns. Bei jedem ist das anders, ich nehme an, die Hirnchemie ist so individuell wie ein Fingerabdruck. Und dennoch ist sofort ein hoher Wiedererkennungswert zwischen A.D(H)Slern merke ich immer wieder! Liebe Grüße! maya

08.02.2020 18:20 • x 1 #48


E
Meine Erfahrungen gegen Schlafstörungen durch Albträume ( zB. bei PTBS) sind durch DOXAZOSIN zuerst 2 mg dann 4 mg verschwunden. Es ist eigentlich ein Bluthochdruckmedikament, was aber in der Praxis gegen Albträume wirksam sein kann - bei mir half es schon mit den ersten Tabletten. Ich wurde damit stationär eingestellt, weil es wichtig ist, in der Eingewöhnungsphase, den evtl. fallenden Blutdruck zu überwachen. Ist der Blutdruck stabil und im Normalbereich, ändert er sich durch des Medikament nicht mehr, zumindest war es bei mir so. Ich nehme sie regelmäßig zur Nacht. Für mich ein echtes Wundermittel

08.02.2020 18:24 • x 2 #49


maya60
Hallo Elodie, ein Blutdrucksenker, der statt seines Jobs des Blutdrucksenkens gut gegen traumatische Alpträume wirkt. Und da du das ja schon in der Klinik unter ärztlicher Beobachtung bekamst, scheint diese Wunderwirkung ja fachlich bekannt zu sein.

Für alle, die nichts finden, was ihnen hilft, sicherlich ein Tipp! Aber dann auch sicherheitshalber in der Klinik zu probieren wie du, denke ich!

Bin froh, dass es dir so gut hilft!

Liebe Grüße! maya

08.02.2020 18:49 • x 1 #50


E
Allerdings weiß ich nicht, ob das unter allen Psychiatern bzw. Psychiatrien bekannt ist. Ich war in der Dr Fontheim Klinik und seitdem verschreibt mir das mein Hausarzt regelmäßig.

08.02.2020 18:53 • x 1 #51


maya60
Guten Morgen!
Gestern Abend habe ich statt 15 Tropfen Trimipramin 10 Tropfen genommen, merkte wieder nach ca einer halben Stunde, dass ich mich schwerer fühlte, aber nur etwas. Eigentlich nur deutlicher, als ich nochmal aufstand und ins Bad ging, da waren meine Glieder deutlich schwerer. So vergaß ich danach auch, dass ich schlafen wollte.

Zwei Stunden später um 23 Uhr beim Lesen: Ach ja, ich wollte ja eigentlich schlafen. Und das klappte sogar bis halb sieben. Und dösig fühle ich mich auch nicht. Allerdings könnte ich das Schlafen schlicht einfach vergessen aus lauter Nachtgewohnheit.

Wie dem auch sei, dieses Medikament ist, wenn es wirklich und wahrhaftig diesmal so noch nie erlebterweise unkompliziert bleibt, ein echter unfassbar riesengroßer Mega-Segen für mich nach 3 Jahren schlafloser Nächte! Und halb sieben ist meine allerliebste lebenslange Frühaufsteherzeit für meinen ersten Kaffee!

Allen einen schönen Sonntag! Und nochmal herzlichsten Dank für alle Infos!

Liebe Grüße! maya

09.02.2020 08:18 • x 3 #52


sundancere20j
Zitat von maya60:
Trimipramin Tropfen Als Tropfen sind die jedenfalls oberekelig, habe ich gerade festgestellt.


Hallo maya60,

hast Du die Tropfen pur genommen? War mein Fehler beim ersten Mal. Da kann ich Dir dann nur beipflichten, dass die ekelig sind.

Seither nehme ich die Tropfen (25 Stück) in ein wenig Wasser verdünnt. Seitdem geht es. Schlafe mit Trimipramin wie ein Baby. Nehme die Tropfen um 21:00 Uhr und spätestens um 22:00 Uhr bekomme ich die nötige Bettschwere.

Schlafe dann bis morgens um 07:00 Uhr durch, an dem Wochenenden sogar noch länger.

Teilweise habe ich auch einen kleinen Hangover davon. Das kann im Straßenverkehr echt zu Problemen führen.

Aber alles in allem ist Trimipramin ein Seegen für mich, weil ich mehr als 7 Jahre lang weniger als 3 - 4 Stunden Schlaf bekam.

Meine Psychiaterin schwört drauf.

Viele Grüße
sundancere20j

09.02.2020 18:51 • x 1 #53


maya60
Hallo Sundancere, oh nein, ich habe die Tropfen auch in Wasser genommen, fand die aber trotzdem noch oberekelig, aber längst nicht so schlimm wie schlaflose Nächte!
Hach, wenn ich jetzt gehäuft so gute Nachrichten zu Trimipramin lese, dann darf ich ja echt anfangen, zu hoffen, dass das so bleibt. Ich meine, nach 3 Jahren schlafloser Nächte ist das d e r Wahnsinn für mich! Muss ja bei dir nach 7 Jahren auch so gewesen sein, oder?

Ich habe vorgestern 15 Tropfen genommen und gestern 10. Beides hatte seine Vor- und Nachteile, aber dabei geht es nur um Kleinigkeiten, beide Nächte wunderbar geschlafen! Bin so dankbar! Nach 10 Tropfen hatte ich keinen Hangover, vielleicht nimmst du mal weniger? Ein Mitglied hier berichtete sogar von 6 Tropfen und dass ihr das reicht.
Aber dafür hätte ich fast gestern bei 10 Tropfen vergessen, mich früher schlafen zu legen aus lauter Gewohnheit, denn ich war nicht so deutlich schlafschwer wie am Tag zuvor mit 15 Tropfen und fast dem ganzen Tag einen Hangover, wo aber sicherlich noch die Gewöhnungszeit eine Rolle spielt.

Ja, ist echt ein Segen!

Liebe Grüße! maya,

09.02.2020 19:15 • x 1 #54


Jedi
Hallo !

Helfen Medikamente langfristig gegen Schlafstörungen ?
Mag für den ein oder anderen so sein.
Über die Schlafqualität, macht eine solche Erkenntnis aber keine Aussage.
Ich behaupte, dass die Schlafqualität durch Medis niemals gut sein kann.

Daher würde ich eher andere Wege gehen u. suchen, um einen ausreichenden u. gesunden Schlaf zu finden !
Manchmal kann auch ein Aufenthalt in einem Schlaflabor, mögliche Ursachen für die Schlafstörungen aufzeigen können.
Auch weitere medizinische Untersuchungen, bei einem Kardiologen u. einem HNO- Arzt, würde aus
meiner persönlichen Sicht, eher Sinn machen.
Auch Ernährung u. Übergewicht, so wie Stoffwechselstörungen, können Ursachen für eine Schlafstörung sein.
Wenig Bewegung in der Natur, Süchte (Alk.-Zig.), sind auch sich da selbst einmal zum eigenen Verhalten zu Hinterfragen.

Auch richtiges Atmen, in einen richtigen Atemrhytmus zu kommen, wie wir es in eine von vielen Achtsamkeits-Übungen
lernen können, Entspannungsübungen oder sich vor dem Zubett gehen, einmal vom Gedankenmüll (durch aufschreiben)
zu entlasten u. noch vieles mehr, machen Schafmedis evtl. eher unnötig.
Ist natürlich hier meine persönliche Meinung !

Doch zu viele Menschen vertrauen für mich zu schnell, solchen Medis u. machen sich oft nicht die Mühe,
der Schlafstörung, oft auf ihren wahren Grund zu gehen.
Ja, ich weiß, es kann mühsam sein, aber jede Tablette weniger, schützt uns aber auch, vor unliebsamen Nebenerscheinungen.

09.02.2020 19:22 • x 3 #55


maya60
Hallo Jedi, nach 3 Jahren schlafloser Nächte, die ich durchaus auch genoss, aber die mich von vielem tagsüber abhielten, genieße ich jetzt erstmal diesen Segen, wenn er weiter anhält.
Aber, wie auch schon Zero hier in seiner Dissertation zu diesem Thema riet, hoffe ich dann auf einen Gewöhnungseffekt und schleiche das Ganze nach einiger Zeit wieder aus und dann mal weitersehen.
Das habe ich mit allen meinen Medikamenten immer unter ärztlicher Aufsicht versucht, bevor ich entschied, mit ärztlichem Rat, was so blieb.

Allerdings weiß ich auch allein aus meiner eigenen Großfamilie und aus der meines Mannes und von meinem Mann selber übrigens auch, dass viele Familienmitglieder ab dem Alter von 50 Jahren aufwärts zunehmend Nachtaktiv wurden und sich nie ein Grund außer dem Altern fand. Sie nahmen und nehmen auch alle keine Medikamente, sondern arrangierten sich nach allen Untersuchungen damit wie ich es ja auch die letzten 3 Jahre lang tat in der Annahme, es gebe nur süchtig machende Schlafmittel.

Liebe Grüße! maya

09.02.2020 19:31 • #56


Irgendeine
Zitat von Jedi:
Ich behaupte, dass die Schlafqualität durch Medis niemals gut sein kann.

Doch, kann sie. Wie ich schon schrieb, hatte ich ohne Medi schreckliche Albträume und wachte ständig auf.
Dadurch war mein Schlaf wenig erholsam.
Da brachten alle Atem- und Entspannungsübungen nichts.
Mit Medi ist das anders. Ich schlafe durch und habe nur noch selten Albträume.

Ich kann es mir in meinem Beruf nicht erlauben, nicht zu schlafen. Im schlimmsten Fall würde ich damit Menschenleben gefährden.

Da das Mirtazapin bei mir keine nennenswerten Nebenwirkungen hat, ist das für mich die beste Lösung.

09.02.2020 19:33 • x 1 #57


maya60
Liebe Irgendeine, das ist es ja eben bei uns oft. Wir haben gar nicht mehr die Wahl, ganz gesund und erholsam zu schlafen wie Jedi das wohl meint, weil wir nicht ohne Medikamente und ihre Nebenwirkungen und ohne Krankheiten mit all ihren Symptomen leben.
Viele Schlafmittel sollen ja den REM-Schlaf unterdrücken. Wenn aber jemand nur mit schrecklichen Alpträumen schläft bzw, danach nicht mehr schläft oder sogar sowieso gar nicht mehr schläft, dann ist das Folter, dann ist der Leidensdruck irgendwann so hoch, dass es schon ein Segen ist, überhaupt schlafen zu können.

Bei mir ist es zwar nicht so gravierend, da ich gut damit lebte in meinem Ruhestand, statt nachts tagsüber zu schlafen, aber das Leben war schon ziemlich unsozial.

Und immer haben mein Doc und ich geschaut, was ganz ohne Medikamente geht. Auch bei meinem Sohn, der seit 8 Jahren keine Medikamente mehr braucht wegen A.DHS. Vorher konnte er sich nicht mal die Schuhe ohne anziehen als Grundschulkind. Aber das änderte sich und da ich immer wieder das Ausschleichen testete, war es irgendwann anders.

Und auch, wenn ich z.B. als Seniorin weiß, dass ein Gutteil meiner Familien im Alter eh nicht viel schlief oder schläft, dann muss ich auch sehen, wieviel Kraft mir dann noch übrig bleibt als chronisch Kranke. Mein Mann ist bärenstark und gesund, ich nicht.

Liebe Grüße! maya

09.02.2020 19:44 • #58


Jedi
Zitat von Irgendeine:
Doch, kann sie.

Wie kannst Du das messen - woran kannst Du die Schlafqualität wirklich fest machen ?
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Zitat von Irgendeine:
für mich die beste Lösung.

Das soll auch so bleiben u. will mit meiner persönlichen Meinung u. Erfahrung,
Deinen Weg - deine für Dich passende Lösung damit nicht diskreditieren !

Ich wollte nur einmal, alternativen Aufzeigen, weil sie so oft in Vergessenheit geraten u. weil ein Gewöhnungseffekt,
manchmal uns blockiert, sich noch einmal, mit anderen Möglichkeiten auseinanderzusetzen.

Aber u. das ist für mich eine Selbstverständlichkeit, bleibt eine Entscheidung für Medis, immer bei der Person,
die sich für diesen Weg entschieden hat, wobei dann auch die Gründe unwichtig sind.

09.02.2020 20:04 • x 1 #59


A


Hallo maya60,

x 4#15


Irgendeine
Zitat von maya60:
Wenn aber jemand nur mit schrecklichen Alpträumen schläft bzw, danach nicht mehr schläft oder sogar sowieso gar nicht mehr schläft, dann ist das Folter, dann ist der Leidensdruck irgendwann so hoch, dass es schon ein Segen ist, überhaupt schlafen zu können.

Liebe Maya,
genauso ist es. Ich bin nachts teilweise schweißgebadet aufgewacht und habe dann immer noch einige Zeit gebraucht, um in die Realität zurückzukehren.
Ich hatte ständig luzide Träume, in denen ich völlig bewegungsunfähig war und schlimme Dinge wie Bombenexplosionen oder Gewaltaten erlebt habe.

Laut meinem Freund bin ich manchmal quasi aus einem Albtraum in eine Art Dissoziation gerutscht. Ich bin also wach geworden, erlebte aber meinen Albtraum weiter. Ich habe zwar wahrgenommen, dass mein Freund mit mir redet und versucht hat, mich da rauszuholen, aber ich konnte ihm nicht antworten.
Das ging so weit, dass er einige Male kurz davor war, den Notarzt zu rufen.
Das war schrecklich und ich möchte sowas nie wieder erleben.

09.02.2020 20:05 • x 2 #60

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