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Welche Medikamente helfen langfristig gegen Schlafstörungen?

Irgendeine
Zitat von Jedi:
Wie kannst Du das messen - woran kannst Du die Schlafqualität wirklich fest machen ?

Daran, dass ich ausgeruhter bin. Und daran, dass ich Dinge, wie in meinem letzten Beitrag beschrieben, nicht mehr erleben muss.

09.02.2020 20:07 • x 2 #61


sundancere20j
Zitat von maya60:
Muss ja bei dir nach 7 Jahren auch so gewesen sein, oder?


Also ich schlafe wirklich sehr gut damit. Das war für mich der Himmel auf Erden.

Von langfristig kann bei mir nach einem knappen Jahr der Einnahme auch noch keine Rede sein.

Habe sogar auch einige Zeit ohne geschlafen, weil ich gleichzeitig meine Schlafhygiene verbessert habe.
Leider setzte jedoch nach geraumer Zeit wieder das Früherwachen bei mir ein, weswegen meine Ärztin mir nun empfohlen hat erstmal damit fortzusetzen.
Ihre Aussage: Das ist jetzt nichts, was man sein Leben lang nehmen muss. Vertraue ihr da vollkommen.

09.02.2020 20:09 • x 1 #62


A


Hallo maya60,

Welche Medikamente helfen langfristig gegen Schlafstörungen?

x 3#3


maya60
Guten Morgen, gestern Abend habe ich 15 Tropfen eingenommen, spürte auch nach wieder einer halben Stunde ungefähr die Wirkung, aber konnte nicht schlafen, als ich mich hinlegte, obwohl ich deutlich ruhiger war und so auch eine ganze Weile ruhig mit Schlafbereitschaft lag, aber das brachte dann irgendwann nichts mehr.
Ich denke aber, die Unruhe in mir wegen des Sturms war zu groß und Sohni war deshalb auch so unruhig gewesen, ich schlief extra deshalb im großen Schlafzimmer neben seinem Zimmer statt in meiner Dachlaube (Göga ist starker Schnarcher geworden und steht nachts oft auf, deshalb schlafe ich normalerweise oben), wir hatten beide eine Taschenlampe bei uns, falls nachts der Strom ausfiele und meine innere Wächterin ließ wohl das Schlafen nicht zu.
Außerdem ist da so ein Anteil von Scherzkeks in mir, schon vorgestern Abend, den das irritiert, früh zu schlafen, ein bisschen fast nach dem Motto: Was soll das denn? Ich bin mal gespannt, wie das weitergeht, denn dass da auch ein ordentlich psychosomatischer Anlass drin stecken könnte, in meiner Umkehrschlafstörung, das denke ich mir wie schon gesagt.

Aber ich war zum Glück viel ruhiger von den Tropfen. Der Sturm war ja noch gar nicht hier angekommen im Süden und den ganzen Tag schon die Ankündigung, ich hatte auch alles Bewegliche aus dem Garten ins Haus geholt, und mein Mann ist in den USA und hatte dort auch wegen Sturm einen um Stunden verspäteten Weiterflug, das strapazierte schon mein Nervenkostüm.

Dann aber, mit Lesen und Schokolade, versuchte ich das Schlafen noch einmal und dann klappte es auch. Als der Wecker um 5 Uhr klingelte, war der Sturm da und ich wusste, dass ich Sohni nicht wecken musste. Das Telefon seines Ausbildungsleiters am Arbeitsplatz war leider nicht auf AB gestellt, also stellte ich den Wecker auf Arbeitsbeginnzeit.
Dann schlief ich weiter und das nächste Mal klingelte der Wecker um 8 Uhr und ich konnte Sohni bei der Arbeit entschuldigen. Bis auf weiteres rechnen sie das aber als Urlaubstag an, auch wurscht.

Dann schlief ich weiter und wachte vorhin auf kurz vor 9 Uhr. Also, die Tropfen halfen schon zur Ruhe in stürmischer Nacht und zum Schlaf, als der Schlaf kam, denn schlaflos war die Nacht nicht, so 6 Stunden habe ich wohl schon zusammen.

Liebe Grüße! maya

10.02.2020 10:30 • x 1 #63


E
Meine Söhne sind schon erwachsen, da brauche ich niemanden mehr wecken.
Maya, wie überstehst du den Tag, wenn du so oft in deinem Schlaf aufgestanden bist und dich wieder hingelegt hast?

Momentan schleiche ich Sertralin aus und bin seitdem bis 4 Uhr ca wach und tagsüber müde, als wenn ein LKW über mich gerollt ist

10.02.2020 15:26 • x 2 #64


maya60
Hallo Elodie, mein Sohn ist zwar auch erwachsen, aber er ist unser Adoptivsohn mit Waisenhaus-Traumatisierung, leichter geistiger Behinderung und Autismus.
Ihn zu wecken ist mein Job als seine gesetzliche Betreuerin oder ebenso der meines Mannes, wenn ich mich zu schlecht fühle. Zum Glück ist ein häufiges nächtliches Aufstehenmüssen wegen ihm eine absolute Seltenheit und hängt nur mit diesem momentanen blöden Sturm heute zusammen.
In den letzten 3 Jahren habe ich meist nachts gar nicht geschlafen, war ja Knall auf Fall hartnäckig eine fitte und nachts hochkonzentrierte Nachteule geworden, als hätte es die 57 Jahre als Frühaufsteherin nie gegeben! Und das überlebte ich nur, weil mein Sohn da fast erwachsen war und weil ich, wenn er und mein Mann aus dem Haus waren, pennen konnte.
Meine sozialen Kontakte fanden also morgens um 5 Uhr beim Frühstück mit Sohni statt und ab spät nachmittags, wenn ich aufwachte. Ich bekam meinen Schlaf zusammen, aber eben stur und hartnäckig nur tagsüber oder spätestens am WE, wo ich dann auch mal 12 oder 16 Stunden am Stück schlief. Penetrante Umkehrschlafstörung!

Ich kann mir aber sehr gut vorstellen, wie es dir geht, denn früher hatte ich diese Art von Schlafstörungen, die einen wie ein Zombie durch die Gegend laufen lassen, auch. Und wenn da noch Berufstätigkeit oder kleinere kids dazu kommen, dann kriechst du auf dem Zahnfleisch.

Mich hat gerade privat eine Frau angeschrieben, die zusammen mit anderen Betroffenen gute Ausschleich-Erfahrungen von Psychopharmaka mir erzählt, die darauf schwören, das so sehr im Schneckentempo zu machen, dass es auch schonmal 2 Jahre dauert, dafür funktioniert es aber ohne Ausschleichbeschwerden.
Muss da noch mehr hören, klingt interessant.
Also vielleicht solltest du das Ausschleichen einfach viel langsamer machen, wenn ich fragen darf? Wie schnell machst du es denn?

Liebe Grüße! maya

10.02.2020 16:10 • x 1 #65


E
Also seit ca. 4-6 Wochen von 150mg Sertralin heute auf null - in 50er Schritten.
Nächste Woche habe ich einen Psychiatertermin - werde engmaschig bisher überwacht.


Weil ich schon Jahre auf kein Antidepressiva wirklich anspreche (also habe weiterhin depressive Symptome, keine große Verbesserung) - nun ein neuer Versuch mit Bupropion.

Ich bin immer so ungeduldig - aber du hast sicher Recht, dass es zu schnell mit dem Ausschleichen bei mir ist

10.02.2020 16:27 • x 1 #66


maya60
Nein, liebe Elodie, das hier ist was anderes und ich würde niemals gegen deine Weisungen deines Facharztes sprechen. Entschuldige, bin zu schnell vorgeprescht! Ein Fall von hyperaktiv-impulsivem Größenwahn!

Dein Ausschleichen geschieht ja nicht, weil du evtl. keine Medikamente mehr brauchst, wovon ich Deppin irgendwie unausgesprochen ausging, sondern du steigst auf ein anderes um. Dann kann man es zurecht gar nicht abwarten, weil man ja krank ist und Medikamente dringend braucht. Dann ist eine zu lange Unterdosierung unzumutbar, weil du ja mit dem neuen Medikament vermutlich auch langsam einschleichst.

Du, solche Zeiten kenne ich auch, das wird wieder besser! Jetzt ist es einfach womöglich gleichzeitig, dass du es mit Ausschleichbeschwerden zu tun hast und mit Unterdosierung, also Krankheitssymptomen, das ist einfach eine bescheuert zähe Phase. Aber wenn es dir zu arg wird, bitte deinen Arzt bloß um eine Art Notfallmedikament zum Überbrücken. Vielleicht machst du das mal auf jeden Fall? Das, was du schreibst, klingt schon übel genug.
Man kann solche Umstellungen auch in der Klinik machen, empfiehlt sich manchmal auch.

Ich wünsche dir eine gute und schnelle Besserung und hole dir medikamentöse Überbrückungserleichterung!

Liebe Grüße! maya

10.02.2020 16:35 • x 1 #67


E
Boah, ich komme mit dem Schreiben hier noch nicht zurecht - zudem ist es ein geistiger Kraftakt für mich, mich zu konzentrieren - eine gute Übung - hoffe, dass ihr mir geistig folgen könnt - bitte verzeiht mein Wirrwarr durch die Technik des Schreibens hier und den inhaltlichen Kommentaren von mir - was ich noch üben muss

10.02.2020 16:39 • x 1 #68


maya60
Zitat von Elodie:
Boah, ich komme mit dem Schreiben hier noch nicht zurecht - zudem ist es ein geistiger Kraftakt für mich, mich zu konzentrieren - eine gute Übung - hoffe, dass ihr mir geistig folgen könnt - bitte verzeiht mein Wirrwarr durch die Technik des Schreibens hier und den inhaltlichen Kommentaren von mir - was ich noch üben muss


Keine Sorge, verwirrter als ich bist du garantiert heute auch nicht. Ich merke von deinen technischen Experimenten kein Chaos. Und wenn, wäre das auch wurscht.

10.02.2020 16:41 • #69


E
Maya, Du bist lieb, nee du konntest es ja nicht wissen - macht doch nichts!

In einer Klinik wäre die Umstellung sicher besser, denke ich auch!
Mein Sohn (18J.) war letztes Jahr 15 Wochen in der MHH und ist noch nicht so stabil, dass ich ihn alleine lassen mag, da sonst niemand nach ihm im Ernstfall gucken könnte.
Deshalb trau ich mich noch nicht weg.
Er wartet auf einen Platz in einer therapeutischen Wohngruppe schon seit 4 Monaten.
Wenn er versorgt ist, kann ich mich auch besser um mich kümmern.
Momentan habe ich noch mehr Sorge um ihn.

Danke für dein Mitgefühl und deine Tipps zu der medikamentösen Überbrückungserleichterung!

10.02.2020 16:49 • x 2 #70


Irgendeine
Zitat von Elodie:
nun ein neuer Versuch mit Bupropion.

Ich nehme das auch und es ist, nach erfolglosen Versuchen mit 4 anderen Antidepressiva aus 3 verschiedenen Wirkstoffgruppen, bis jetzt das einzige, was über einen längeren Zeitraum (4 Jahre) ansatzweise wirkt. Leider hat es bei mir die sehr unangenehme Nebenwirkung, dass meine Hände zittern. Aber das ist ja bei jedem unterschiedlich.

10.02.2020 16:55 • x 3 #71


maya60
Zitat von Elodie:
Maya, Du bist lieb, nee du konntest es ja nicht wissen - macht doch nichts!

In einer Klinik wäre die Umstellung sicher besser, denke ich auch!
Mein Sohn (18J.) war letztes Jahr 15 Wochen in der MHH und ist noch nicht so stabil, dass ich ihn alleine lassen mag, da sonst niemand nach ihm im Ernstfall gucken könnte.
Deshalb trau ich mich noch nicht weg.
Er wartet auf einen Platz in einer therapeutischen Wohngruppe schon seit 4 Monaten.
Wenn er versorgt ist, kann ich mich auch besser um mich kümmern.
Momentan habe ich noch mehr Sorge um ihn.

Danke für dein Mitgefühl und deine Tipps zu der medikamentösen Überbrückungserleichterung!


Dann erst recht Überbrückungserleichterung!

10.02.2020 17:07 • x 1 #72


E
Das macht mir irgendwie Mut, vielleicht hilft mir das Bupropion endlich - allerdings hab ich gelesen, dass es für bipolare Störung nicht gut wäre. Die Klinik in 2018 hat mir die Diagnose gestellt, aber dieser jetzige Psychiater zweifelt noch an, ob ich das überhaupt habe. Tja, mit den Diagnosen ist das so ne Sache.heute hat man das mal morgen das und übermorgen wieder was anderes : D

Hände zittern könnte ich noch als Nebenwirkung akzeptieren, arbeite ja nicht als Uhrmacher

Ich habe ca 10-15 Symptome, die auf ne Depression hindeuten - die anderen Symptome regulieren Quetiapin und Chlorprotixen bei mir halbwegs.

10.02.2020 17:22 • x 1 #73


Irgendeine
Zitat von Elodie:
Hände zittern könnte ich noch als Nebenwirkung akzeptieren, arbeite ja nicht als Uhrmacher

Das dachte ich auch, aber es ist schon ziemlich nervig. Weil es bei mir auch sehr ausgeprägt war, habe ich jetzt auch noch 2 Medis dagegen. Nicht toll, aber geht halt nicht anders.
Aber vielleicht hast du diese NW ja gar nicht

10.02.2020 17:26 • x 2 #74


A


Hallo maya60,

x 4#15


Alexandra2
Händezittern ist nicht nur wegen der Feinmotorik nervig, sondern auch wegen der Reaktionen aus der Umwelt. In der Öffentlichkeit wird reagiert auf Unterschriften, Automaten, essentrinken. Ich kam gar nicht auf die Idee, dagegen ein Medikament zu nehmen. Hilft es gut?

10.02.2020 17:32 • x 2 #75

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