Werde immer falsch verstanden - Jugendpsychiatrie

ziege
hallo ihr!bin grade neu hier und wollte mal fragen was ihr dazu meint.
also ich habe ein problem damit das ich sehr zerstreut bin und viele dinge verliere oder ständig suchen muss weil ich nicht mehr weiss wo ich sie hin gelegt hab.überhaupt kann ich mich beim aufräumen fast gar nicht konzentrieren das geht vielleicht drei minuten gut dann springt mir was anderes ins auge was auch noch gemacht werden muss und dann renn ich dort hin und irgendwann hab ich fünf baustellen gleichzeitig.schaffe das selten eine sache zu ende zu bringen...

was mir aber am meisten zu schaffen macht ist das ich tagsüber manchmal abwesend bin also ich starre dann vor mich hin.meine eltern meinten dann ich wäre wie appatisch weil ich meine aussenwelt dann kaum noch mitbekomme.dann kann auch ein nachbar an mir vorbeilaufen und mich grüssen.ich grüße ihn dann machmal nicht weil ich ihn gar nicht war nehme sondern irgendwie in einer situation feststecke.mir schießen dann manchmal dinge durch den kopf die meine eltern mal zu mir gesagt haben die ich schlimm fand oder bestimmte situationen mit denen ich nicht klar kam oder komme.manchmal muss man dann echt laut mit mir reden oder mich kurz anfassen damit ich noch merk das man was von mir möchte.meine aussenwelt nimmt mich dann so wahr das ich mit leerem blick vor mir hinstarre.

kann mir einer sagen was das ist????wie bekommt man das in den griff???mit 15 war ich mal in der jugendpsychiatrie aber die psychologin hat mich und meine eltern entweder falsch verstanden oder wusste auch nicht was das ist. wem geht es hier genauso und kann mir mehr dazu sagen.ich wünsche mir so sehr das ich weiss was das ist und wo es her kommt und wie ich damit umgehen kann.ich möchte das es besser wird oder gar ganz weg geht.
weil manchmal rutsch ich einfach weg.
werd
lücken im tagesablauf habe ich jetzt nicht ich weiss was ich den tag über getan habe.aber manchmal vertue ich mich mit dem ob es gestern oder heute passiert ist.
währe echt dankbar...
hab keine ahnung ob das schon dissoziativ ist...es macht mir ein wenig angst. weiss jemand rat??

21.02.2009 22:33 • #1


ziege
keiner da der ne vermutung hat?

22.02.2009 15:46 • #2


A


Hallo ziege,

Werde immer falsch verstanden - Jugendpsychiatrie

x 3#3


S
Hallo Ziege,

sei herzlich willkommen hier bei uns.

Wir können keine Diagnose stellen, das kann nur ein Arzt!

Nachdem was du berichtest, solltest du einen aufsuchen und ihm deine Erscheinungen und Beobachtungen mitteilen.

Hast du eine Vermutung, woran es liegen könnte und woher es kommt?

Serafina

22.02.2009 17:29 • #3


ziege
hallo serafina,
danke für deine antwort.habs auch eher so gemeint das ich dachte vielleicht geht es noch jemandem ähnlich so wie mir und hät eine idee woher das kommt,das ich manchmal so bin.das mir jemand sagt wo nach es sich für den jenigen anhört.
nein eine vermutung woher das kommt habe ich leider nicht,aber es macht mir ein bischen angst.was ich aber weiss ist das es nicht organisch bedingt ist,dass habe ich schon abgeklärt.
nun denn vielleicht einfach mal ein therapeut mit einer anderen fachrichtung suchen oder so...
grüßle an dich und alle anderen

23.02.2009 20:57 • #4


Steffi
Hallo ziege,

Du möchtest wissen, wonach es sich anhört. Ich kann Dir sagen, wonach es sich für mich anhört.
Das, was Du beschreibst, könnten beispielsweise Absencen sein. Schau mal hier : http://www.epilepsie-elternverband.de/A ... .36.0.html
Deine Beschreibung erinnert mich an meine eigene Kindheit und Jugend, in der ich unter diesen Absencen selbst gelitten habe.

Es gibt sicher einige Möglichkeiten, die Deine Beschwerden erklären. Serafina hat es Dir bereits gesagt, wir können hier keine Ferndiagnosen stellen. Dazu sind wir weder befähigt noch gar berechtigt.

Wäre ich an Deiner Stelle, würde ich zu allererst einen Neurologen aufsuchen, um zu klären, ob es sich bei Deiner zeitweisen Abwesenheit um etwas dieser Art handelt.

Liebe Grüße
Steffi

23.02.2009 21:52 • #5


ziege
Danke Steffi,
so hab ich das gemeint. nun ich bin epileptikerin und war deshalb auch schon beim neurologen. da hab ich eine zeitlang valporinsäure bekommen. Die ist ja auch gegen abcencen, wobei ich immer einen grand mal anfall habe,wenn denn. das merke ich immer so 2,3 minuten vorher.
nun gehe ich davon aus das wenn es abcencen wären,das es dann mit dem medikament auch hätte weg,bzw weniger hätte werden müssen. nun ja ich hab dann die tage mal bei einer therapeutin angefragt,jetzt muss ich erst die kostenübernahme klären,mal sehn was die dazu sagt, weil tiefenpsychologisch und verhaltenstherapeutisch konnte es mir bisher keiner sagen was das ist. ein bischen sorgen hab ich ja hört sich nach einem langen weg an aber ich möchte ja auch das es mir besser geht,das ich besser damit umgehen kann das ich rausfinde was es ist und was ich dagegen tun kann.

liebe grüße und danke für deine mühe

25.02.2009 09:16 • #6


Steffi
Hallo ziege,

na, da lag ich ja gar nicht mal falsch. Dann scheint es sich defitiniv um eine typische Begleiterscheinung Deiner Epilepsie zu handeln.
Du schreibst, Du hättest eine Zeit lang Valproinsäure bekommen. Nimmst Du die jetzt nicht mehr ?
Zitat:
nun gehe ich davon aus das wenn es abcencen wären,das es dann mit dem medikament auch hätte weg,bzw weniger hätte werden müssen

Das muss nicht so sein, ziege. Möglicherweise reagierst Du auf Valproin nicht, vielleicht wäre ein anderes Medikament oder eine Kombination besser. Manchmal dauert es länger, das richtige zu finden.
Ich selbst nehme übrigens seit ewigen Zeiten Carbamazepin und Phenobarbital. Anfälle traten bei mir seit der Einstellung auf diese Medikamente nicht mehr auf. 1980 war der Spuk nach einem sehr langen und für mich schmerzhaften - weil in vielen Bereichen einschränkenden - Weg plötzlich zu Ende. Die Tabletten sind mir geblieben. Aber ich denke : lieber ein Leben mit Tabletten und ohne Anfälle, als umgekehrt.

Es ist sicher gut, dass Du eine Therapie anstrebst. Trotzdem solltest Du auch die neurologische Behandlung fortsetzen. Es gibt heute sicher mehr Möglichkeiten der Behandlung, als noch in meinem Fall vor mehr als 30 Jahren.

Liebe Grüße
Steffi

25.02.2009 13:25 • #7


S
Hallo Ziege,
hab gerade Deinen Thread gelesen. Was Du beschreibst, kann entweder in Richtung Absencen gehen, wie Steffi schon meinte, oder in Richtung Dissoziationszustand, wie Du selber ja in Deinem Anfangsposting überlegtest.

Ich habe auch anfallsartig auftretende neurologische Beschwerden, in denen ich auch zeitweilig weit weg bin. Ich kriege weit entfernt noch mit, was um mich herum geschieht, habe Mühe noch irgendwie weiter zu funktionieren und im Nachhinein kann ich mich oft nur sehr vage an diese Zeit erinnern, weiß zwar dass sie da war, aber oft keine Einzelheiten mehr. Und häufiger komme ich dann auch rückwirkend mit den Tagen durcheinander, weil ich diese schlechten Phasen oft nicht richtig wahrnehme. Es wurde immer wieder überlegt, ob das bei mir eine Frontallappenepilepsie sein könnte - konnte aber nicht bestätigt werden - oder, und als das wird es jetzt angesehen, ein Dissoziationszustand.

Mit Dissoziationszuständen kennen sich leider nicht alle Neurologen gut mit aus, einige dafür sehr gut. Bei mir konnte nach langem Probieren ein Medikament gefunden werden, was diese Zustände (normalerweise) deutlich an Häufigkeit und Intensität reduziert. Außerdem mache ich eine Therapie, um das Trauma aufzuarbeiten, was dem zugrunde liegt.

Wenn es bei Dir Absencen wären/sind, dann müsste man die ja im EEG während so eines Zustandes darstellen können. Wenn bei Dir Grand mal Anfälle bekannt sind, wird ja sicherlich häufiger mal ein EEG abgeleitet. Sind denn da auch diese anderen Phasen mal aufgefallen ?

Was meint Dein Neurologe zu den von Dir beschriebenen Zuständen ?

Ach so, natürlich stimme ich mit Steffi überein, daß Du, wenn bei Dir eine Epilepsie bekannt ist, weiter in neurologischer Behandlung (Medikamente) bleiben solltest. Und es kann gut so sein, daß Du bei verschiedenen Anfallsformen (wenn es z.B. Absencen sein sollten) auch mehrere Medikamente brauchst, um beide Formen in den Griff zu bekommen. Jedes Medikament hat seinen Wirkungs-Schwerpunkt.

Liebe Grüsse
von steenie

25.02.2009 15:06 • #8


ziege
hallo ihr,
meine grand mal anfälle sieht der neurologe in meinen EEG´s nicht. aber bevor ich valporinsäure bekommen habe,hatte ich seiner meinung nach zu viele anfälle im jahr und er hat mir die halt verschrieben. mein neurologe ist sehr voll und ich habe mich von ihm deshalb weniger gut betreut gefühlt,weil er kaum zu sprechen war.deshalb wollte ich ihn nun wechseln...er meinte damals nur das meine hirnströme teils langsamer sind.
nun ja warten wir es ab,ich habe bloß angst vor dem ergebnis...
ich grüß euch alle.

ziege

25.02.2009 21:06 • #9


S
Hallo Ziege,
habe ich das jetzt richtig verstanden, dann sind deine Grand mal-Anfälle gar nicht (EEG-mäßig) gesichert ? Die würden sich aber nachweisen lassen, wenn man häufiger mal ein EEG schreibt.
Dann wechsel doch mal Deinen Neurologen und lass das noch mal genau untersuchen. Vor dem Ergebnis brauchst Du keine Angst zu haben. Kommt eine Epilepsie dabei raus, dann kann man die heutzutage teilweise sehr gut medikamentös behandeln. Kommt eine Dissoziationsstörung dabei heraus, kann man auch gucken, was bei Dir am besten wirkt.
Deine Beschwerden werden also durch eine vernünftige Diagnostik kein bisschen schlimmer, sie können nur besser behandelt werden, also besser werden. Du hast also nichts zu verlieren !

Liebe Grüsse
von steenie

25.02.2009 21:17 • #10


ziege
hey steenie,
das tat gut!ich habe nämlich angst vor einer dissoziationsstörung..Epileptikerin bin ich ja obwohl man es nicht sieht im EEG. der arzt meint das man es auch nicht immer nachweisen kann im EEG.das es solche fälle gibt.die valporinsäure hat damals gut geholfen,jetzt hab ich schon seit juli letzten jahres ruhe.und vorher war es alle paar monate..und es ist ja wichtig das die anfälle nicht so häufig sind weil das ist vom körper her ja auch nicht gut und ich hatte in der ausbildung auch schon einen anfall und das war mir sehr peinlich und der arzt meinte auch das es dann besser ist wenn ich medikamente bekomme.aber da ich zur zeit ruhe habe...

wie gesagt ich habe sorgen das ich eine dissoziationsstörung habe...
aber du sagst ja dass man mir dann auch gut helfen kann,dass hat mir jetzt geholfen.ich werde mal mit der krankenkasse reden..

liebe grüße

25.02.2009 21:48 • #11


S
Hallo Ziege,
was hat Deine Krankenkasse damit zu tun, wenn du eine Erkrankung abklären lassen willst ?

Bist Du mal in einem Epilepsiezentrum gewesen ? Die haben da noch viel bessere Möglichkeiten eine Epilepsie auch wirklich nachzuweisen. Und ich weiß, dass das Epilepsiezentrum in Bielefeld auch eine Station hat, wo Dissoziationszustände diagnostiziert werden. Zumindest war das vor ein paar Jahren mal so.

Liebe Grüsse
von steenie

26.02.2009 12:38 • #12


ziege
hey,
nein meine Krankenkasse hat nichts damit zu tun. in einem epilepsiezentrum war ich noch nicht,hatte mein neurologe mal vorgeschlagen aber da ich zur zeit in ausbildung bin hab ich das erstmal verschoben...das mit bielefeld hört sich gut an.ich wusste gar nicht das man dort auch rausfinden kann ob man dissoziationsstörungen hat,dachte das kann nur ein psychologe,deshalb dachte ich,ich müsste zur kostenabklärung zu meiner Krankenkasse..lieben dank für den tipp!
hoffe du hast einen schönen tag.

26.02.2009 14:36 • #13


S
Hallo Ziege,
jetzt verstehe ich, warum Du das von der Krankenkasse abklären lassen wolltest. - Nein, das brauchst Du nicht.

Psychiater sind ja auch ganz normale Fachärzte, die Du auf Krankenkassenkarte ganz regulär in Anspruch nehmen kannst. Und die diagnostizieren z.B. auch Dissoziationsstörungen.
Psychologen therapieren die dann .....

Liebe Grüsse
von steenie

26.02.2009 14:40 • #14


A


Hallo ziege,

x 4#15


ziege
hallo ihr,
ich war heute bei meiner neuen hausärztin und hab ihr gesagt wie ich mich fühle,nun steht folgendes auf der überweisung zum neurologen :

bekannte epilepsie zur zeit ohne medikation seit einer woche dissoziatives empfindungserleben, non konvulsive epelepsie?

und ich hab ihr nur gesagt wie ich mich fühl,ja und n großes blutbild macht se auch noch.

nun denn immerhin bin ich jetzt einen schritt weiter..

liebe grüße
ziege

02.03.2009 18:48 • #15

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