Zitat von maya60:Die großen Jugendstudien, die ja regelmäßig durchgeführt werden wie Shell-Studien usw., zeigen eine sehr pragmatische Einstellung bei heutigen Jugendlichen.
Liebe Maya, ich habe ganz große Probleme mit Umfragen, Statistiken und Studien- ehrlich gesagt sind die meisten für mich nicht repräsentativ, ich halte mich da schon eher an das, was ich erlebe, auch höre, mitbekomme und dann erst schau ich mir Umfragen an.
Ich finde die Schüler, die auf die Straße gehen, auch super, ich finde es wunderbar, daß diese Bewegung stattfindet und gibt mir , die ich schon oft resigniert habe, viel Hoffnung .
Aber ich sehe viel, viel mehr, die sich überhaupt nicht damit beschäftigen, welche Auswirkungen es hat, was sie tun und wie sie leben, und ja, wir waren früher auch wild, aber sobald mir klar wurde, was es bedeutet, beispielsweise bergeweise Lebensmittel, Fleisch in den Supermärkten zu sehen, sobald ich hinter die Kulissen guckte, zog ich die Konsequenz, und das schon als junger Mensch.
Heute sind die Medien so präsent, kein Mensch kann mir mehr erzählen, daß er nicht weiß, was in konventioneller Tierhaltung und in Schlachthöfen passiert, man kann fast jedes Produkt verfolgen, wir wissen, was auf jedem Fleck der Erde passiert, wo Leute verhungern und wir immer fetter werden in unserem Wohlstand.
Möglicherweise ist es auch eine Frage der Herkunft und der Bildung-und auch da gibt es sicherlich Ausnahmen.
Ich finde es immer schwierig, die Nationalisten-Generation heranzuziehen, weil wir
nicht wissen, ob wir wirklich so heroisch gewesen wären, die Gefolgschaft zu verweigern, schon allein deshalb, weil wir die Flut der Infos gar nicht gehabt haben und aus vielerlei Gründen mehr, es ist nicht schwarz/weiß.
Meine Großeltern väterlicherseits haben Flugblätter gedruckt gegen die Nationalisten, die Großeltern mütterlicherseits die Notlage der Juden ausgenutzt- ich hab sie alle sehr geliebt, ohne Unterschiede zu machen.
Wir können verhindern, und das mit aller Kraft, daß sich so eine schlimme Zeit etwa auch nur ansatzweise wiederholt, aber auch da verliere ich den Mut, wenn ich nach Görlitz schaue.
Zitat von Frederick1:ich bin nach wie vor für die Kleinfamilie, weil dort die Kinder am behütesten aufwachsen können.
Ich auch- das empfinde ich als den Idealfall-
wenn die Familie als solche finktioniert.
Ich habe Nachbarn, eine vierköpfige Familie, die Kinder sind jetzt Teenager.da habe ich das Gefühl, es schwappen Wellen von Vertrautheit, Freundlichkeit, Wohlbehagen, Freude aneinenander zu mir herüber, weil die so glücklich und zufrieden mit sich sind, so nett und auch rücksichtsvoll- das sind keine wohlhabenden Leute, deren Haus ist noch schraddeliger als meins , aber da ist das Glück zuhause, so fühlt es sich an und ich fühle mich wohl in deren Nachbarschaft.
Manchmal glaube ich, daß dieses Thema, euer Ansichten, mich schon verändert haben.
Ich hab den Eindruck, daß ich nochmal anders auf meine Mitmenschen zugehe, die Kollegen, die Leute beim Einkaufen.
Danke euch dafür!