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Wie erlebt ihr gerade diese ungewöhnliche Zeit

Irgendeine
2 Freundinnen von mir sind positiv getestet worden. Beide haben sich bei einem Pat. angesteckt. Die eine war 4 Wochen krank, 1 Woche davon im Krankenhaus. Jung und keine Vorerkrankungen.
Die andere ist immer noch in Quarantäne.
Meine Temperatur will einfach nicht runter gehen. Heute wurde auf Arbeit nochmal gemessen. Allerdings hat der Pfleger mir das Thermometer quasi vors Ohr gehalten, obwohl man die Dinger richtig tief reinstecken muss. Hatte dann da natürlich nur 36,0°C.
Zu hause direkt gemessen (gleiches Modell): 38,0°C.

Ich hab's echt satt. Durchgehend Temperatur, Belag im Hals, Husten und Lungenbrennen. Aber 'nen 2. Test gibt's nicht.
Laut Gesundheitsamt darf ich auch fröhlich weiter zur Arbeit/Schule, da systemrelevanter Beruf.
Wenn ich positiv wäre, müsste nämlich die komplette Schule getestet und dicht gemacht werden. Und da hat niemand Bock drauf. Richtig krank machen kann ich nicht wegen Fehlzeiten. Quarantäne wäre 'ne andere Sache, da dann auf E-Learning umgestellt werden müsste.

Ich hab so langsam echt keine Lust mehr auf den Mist.

05.05.2020 20:54 • x 5 #1156


S
Irgendeine,
Tut mir sehr leid dass du als medizinisches Personal in diesem Corona Vermeidungs Wahnsinn drin aushalten musst.
Das sind nämlich die ganzen irrsinnigen Umstände.
Ich wüsste an deiner Stelle auch nicht, was ich tun würde.

Jede Institution vermeidet gerade schließen zu müssen,
Ja keinen positiven Test haben - sonst muss geschlossen werden.
Irrsinn-Strategie

05.05.2020 21:13 • x 3 #1157


A


Hallo Jedi,

Wie erlebt ihr gerade diese ungewöhnliche Zeit

x 3#3


Irgendeine
Zitat von Shana1967:
Irgendeine,
Tut mir sehr leid dass du als medizinisches Personal in diesem Corona Vermeidungs Wahnsinn drin aushalten musst.
Das sind nämlich die ganzen irrsinnigen Umstände.
Ich wüsste an deiner Stelle auch nicht, was ich tun würde.

Jede Institution vermeidet gerade schließen zu müssen,
Ja keinen positiven Test haben - sonst muss geschlossen werden.
Irrsinn-Strategie


Das ist es halt... Unser Problem sind gar nicht mal, dass wir so viele positive Pat. haben, sondern, dass sich schon viele Kollegen angesteckt haben und in Quarantäne sind.
Ich verlasse das Haus ja schon nur, um zur Schule zu gehen.
Morgen will ich versuchen, meinen Hausarzt zu einem Test zu überreden. Zur Not muss ich die Symptome halt ein wenig ausschmücken.

05.05.2020 21:36 • x 3 #1158


Lilly-18
Ich finde das auch ein Unding, das die so wenig testen. Mein Chef ist am letzten Tag, als die Grenzen noch offen waren, nach Italien zum Schifahren gefahren. Als er heim kam ist er sofort in Quarantäne gekommen und getestet worden. Der Test war negativ. Nach über 2 Wochen ist er krank geworden, mit allen Symptomen. Aber er wurde nicht nochmal getestet, weil er ja schon mal negativ war. Das ist doch Augenwischerei.

05.05.2020 22:13 • x 3 #1159


Lilly-18
Ich muss zugeben, dass ich von den momentanen Beschränkungen relativ wenig mit bekomme. Ich gehe ganz normal arbeiten. Wenn ich zuhause bin lerne ich und bin froh, niemanden treffen zu müssen. Ich muss mich wenigstens nicht dafür rechtfertigen. Wenn ich einkaufen gehe setze ich meine Maske auf. Aber das ist nie so lange dass es mich stört.
Im Übrigen habe ich nicht das Bedürfnis, mich wieder unters Volk zu mischen, auch wenn das jetzt teilweise wieder erlaubt ist. Ich muss Gott-sei-Dank nicht.
Aber ich weiß natürlich, dass ich in einer privilegierten Situation bin. Manchmal mache ich einfach die Augen zu und versuche, so wenig wie möglich mit zu bekommen. Ich sehe auch nicht mehr fern, weil ich eh nur am lernen bin.
Mir tun all die Menschen da draußen leid, die an der Front stehen oder zuhause wahnsinnig unter der Situation leiden.

05.05.2020 22:20 • x 5 #1160


Irgendeine
Zitat von Lilly-18:
Nach über 2 Wochen ist er krank geworden, mit allen Symptomen. Aber er wurde nicht nochmal getestet, weil er ja schon mal negativ war. Das ist doch Augenwischerei.

Meine Freundin wurde 2 Wochen (!) nach dem Kontakt mit dem Pat. erst positiv getestet. Und mir wird gesagt, dass ich ja gar nicht positiv sein kann, weil ich Schutzkleidung anhatte.
Klar, da ist es natürlich völlig unmöglich, dass man sich ansteckt.....

05.05.2020 22:57 • x 3 #1161


Irgendeine
Zitat von Lilly-18:
Ich gehe ganz normal arbeiten. Wenn ich zuhause bin lerne ich und bin froh, niemanden treffen zu müssen. Ich muss mich wenigstens nicht dafür rechtfertigen. Wenn ich einkaufen gehe setze ich meine Maske auf. Aber das ist nie so lange dass es mich stört.

So geht es mir diesbzgl. auch. Ich bin ganz froh, dass ich momentan gar nicht die Möglichkeit hab, auszugehen.

05.05.2020 23:01 • x 3 #1162


Debra
Mir geht es richtig schlecht.
Das ich zukunfsängste habe ist eine Untertreibung. Mir geht es richtig schlecht. Bis zum 1.8. Sind nicht mal anderthalb Monate. Mein Kind muss wieder wegen irgendnen Mist im Kreis Hs einen zweiten Negativ Test machen. Meinem Sohn macht dieser Ort angst mit den Militär Zelten. Ich mach ein Bild für euch.
Mein Kind ist eigentlich immer schon Magen Darm empfindlich
Ich habe keine Ahnung ob ich überhaupt die Probezeit überlebe wenn er wegen Jeder Mücke getestet werden muss. Mit der Familie es wird Streit geben weil ich sie wahrscheinlich wieder überlasten werde.
Ich hatte heute Nervenzusammenbruch ich war wütend. Ich weiß nicht wie ich das schaffen soll.
Ich wäre so gerne etwas sicherer. Unter Klugen Menschen. Ich will nur ein bisschen höher.
45 Wochen entsprechen ein erfolgreich abgeleitetes Fachabi. Es war nur auch noch nie so ungewiss. Ich werde keinen Urlaub nehmen. Damit er soviel wie möglich krank machen kann. Und ich muss noch lernen. Ich weiß nur nicht wie ich das dann psychisch schaffen soll. Ohne mich wie schon in einer Normalzeit nicht auszubrennen. Ich werde große Opfer bringen müssen. Um weiter zu kommen.
Es ist so mein Sohn hat nix ernstes...

22.06.2020 12:37 • #1163


M
Irgendwo muss die Sache mit Corona hin daher schreib ich es jetzt hier rein.

Ich empfinde es im Moment immer schwieriger.

Meine Freundin lebt in einem Risikogebiet in Deutschland.

Ich kann sie nicht besuchen da ich danach zwei Wochen meinen Vater nicht besuchen darf.

Besuche ich am Vormittag meinen Vater gehe ich zum Mittagessen auf die andere Straßenseite
darf ich anschließend nicht zu meinem Vater.

Weil ich auf der niederländischen Seite des Dorfes esse. Ein gewachsenes Dorf auf der Grenze
ist jetzt zur Hälfte Risikogebiet.

Dann möchte ich eine andere Bekannte besuchen damit ich raus komme und nicht allein zu Hause hocke.
Geht nicht weil ich dann nicht an der standesamtlichen Trauung meiner Tochter teilnehmen darf.

Kinder im Schulunterricht sollen Maske tragen in einem Restaurant darf man ohne Maske am Tisch sitzen.

Ich leugne Corona nicht aber langsam wird das alles widersinnig.

08.10.2020 10:09 • x 3 #1164


Heideblümchen
Schlimm zu lesen, was da alles durcheinander geht, weil es keine klaren Linien gibt, alle Ämter überlastet sind und alle völlig überfordert werden. Dass da Unmut entsteht, ist ja völlig nachvollziehbar.
Ich selber bekomme das Ganze nur am Rande mit und bin nur damit überfordert, dass ich beim Tragen einer Maske ständig den Eindruck habe, eingeengt zu sein. Wenn dann noch die Brille beschlägt, werde ich auch motorisch total unsicher. Ich höre nicht mehr sehr gut und kann nicht sehen bzw. verstehen, was mir Verkäuferinnen etc. sagen und komme mir dann total unzulänglich vor, weil ich dauernd nachfragen muss. Ich bin ja noch relativ jung, mir traut keiner zu, dass ich schlecht höre und von den Lippen ablesen ist ja wegen der Maske nicht.
Wenn ich allerdings lese, mit was für verrückten Situationen hier einige sehr zu kämpfen haben, bekomme ich fast schon ein schlechtes Gewissen, weil ich ja nun nicht wirklich direkt unter der Situation leide. Ich gehe auch nur raus, wenn ich wirklich muss. Den Rest der Zeit bin ich von (überwiegend jungen) Menschen im Job umgeben, die weiter feiern gehen, sich umarmen und drücken, mein Büro betreten und nicht auf Abstand gehen, weil ich es nicht an die große Glocke hängen will, dass ich ein mögliches Risiko aus gesundheitlichen Gründen unbedingt vermeiden muss. Wenn eine Ansteckung passiert, dann ist das so. Auch wenn ich mich schützen wollte, ich kann eine Ansteckung gar nicht völlig ausschließen *schulterzuck*.

08.10.2020 10:22 • x 3 #1165


M
Zitat von Heideblümchen:
bekomme ich fast schon ein schlechtes Gewissen, weil ich ja nun nicht wirklich direkt unter der Situation leide


Heideblümchen das brauchst du nicht, Es ist doch gut das es dich nicht einschränkt.

Ich weiß auch das ich auf hohem Niveau jammere.

Meinen Liebsten und mir geht es gut. Alle haben Arbeit und haben kaum finanzielle Verluste.
Nur meine Tochter macht sich Sorgen ob sie im nächsten Jahr ihre freie Trauung mit der gewünschten Gästezahl feiern
kann. Da kann ich die Schultern zucken und sagen ok dann sind es halt 30 weniger ist auch ok.

Dennoch ärgert mich die Situation da ich versuche aus meinem Loch rauszukommen und überall auf Einschränkungen treffe.

Die vorgeschlagene Reduzierung Sozialer Kontakte bei Menschen die eh schon wenig Kontakte haben ist nicht gut.

08.10.2020 10:46 • x 3 #1166


Heideblümchen
Zitat von Machara:
Die vorgeschlagene Reduzierung Sozialer Kontakte bei Menschen die eh schon wenig Kontakte haben ist nicht gut

Das ist leider so, liebe @Machara - meine 87jährige Nachbarin leidet auch ganz schlimm darunter, dass gerade Veranstaltungen für ältere Mitbürger*innen (kirchlich etc.) mehr oder weniger eingeschränkt oder gar nicht mehr statt finden. Es ist ihr auch peinlich, bei uns zu klingeln, wenn bei ihr etwas repariert werden muss. Ich rede immer mit Engelszungen auf sie ein, dass sie uns bitte kontaktiert, ohne Rücksicht auf Corona oder Uhrzeit. Die Menschen werden vorsichtiger, zurückhaltender und ziehen sich, ob gewollt oder nicht, einfach zurück, alte Menschen meiden soziale Kontakte aus Angst, sich anzustecken oder diejenigen zu stören, die sich auch zurück ziehen. Eine ganz schlimme Situation für alle!
Aber ich schweife vom eigentlichen Thema ab, sorry Bitte weiter im Text

08.10.2020 11:23 • x 3 #1167


M
Zitat:
Aber ich schweife vom eigentlichen Thema ab, sorry


Ich finde nicht das es vom Thema abschweift es beschreibt doch genau einen Teil der Situation die ich meine.

Ich bin den Ansicht die Nebenwirkungen von Corona werden uns hier in Deutschland größere Probleme machen als Corona selbst.

Zitat:
Ich rede immer mit Engelszungen auf sie ein, dass sie uns bitte kontaktiert, ohne Rücksicht auf Corona oder Uhrzeit.


Das finde ich super.

08.10.2020 11:32 • x 3 #1168


Heideblümchen
Danke Da kommen dann mindestens 2 Faktoren zusammen: sehr betagte Dame UND Corona. Bloß niemanden stören und in diesen Zeiten sowieso nicht. Ganz schlimm für die alten Leutchen und ent-sozialisierend. Ich habe übrigens mit Erstaunen festgestellt, wie schwer es ist, jemandem deutlich und glaubhaft zu vermitteln, dass man es mit seiner Hilfestellung ernst meint und das nicht einfach so dahinsagt (vielleicht noch in der Hoffnung, dass die Hilfe nicht angenommen wird). Andererseits will man ja nicht nerven oder sich als Gutmensch aufdrängen. Gar nicht so einfach, jemandem selbstlose Hilfe anzubieten, ohne sich demjenigen anzubiedern oder Misstrauen zu erwecken....

08.10.2020 11:47 • x 4 #1169


A


Hallo Jedi,

x 4#15


djamila
Hallo Ihr Zwei @Machara und @Heideblümchen . Ich kann euch sehr gut verstehen . Auch ich gehe mit Paolo nur noch mit ängstlichen und mulmigen Gefühlen raus . Sei zum Einkaufen oder Terminen , Öffentlichen Verkehrsmitteln . Ich fühle mich beobachtet weil wir ja keine Maske tragen . Dadurch das ich durch Paolo gelernt habe wie wichtig Mimik und Gestik zum sozialen Austausch ist , finde ich die Situation auch immer unerträglicher . Und da Paolo und ich ja nun auch so Keine Familie mehr haben , war die Beratungsstelle wichtig für uns . Nun ist sie nur noch so Eingeschränkt nutzbar das Sozial Kontakt zu halten immer schwerer wird . Aber ich bin Dankbar für die Psychologin die ich dort habe . Paolo ist auch völlig Irritiert wenn er die Menschen draußen Beobachtet . Denn in Gesichtern kann er lesen ob es jemand gut meint oder nicht . Essen gehen oder mal Kino oder andere Sachen machen wir gar nicht mehr . Und auch außerhalb von Berlin wegfahren lassen wir sein . Nicht deswegen weil man sich anstecken Könnte . Gibt ja auch genug andere Ansteckende Krankheiten . Ich stelle mir schon die Frage , was ist wenn sie auf Dauer die Maskenpflicht bestehen lassen und Abstand halten . Das macht doch das Soziale miteinander so viel Schwieriger . Seufs . Wichtig ist wohl die Hoffnung nicht aufzugeben . LG Djamila

08.10.2020 12:41 • x 4 #1170

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