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Wie erlebt ihr gerade diese ungewöhnliche Zeit

Irgendeine
Zitat von Jedi:
Das macht wirklich keinen Sinn ?
Ich hatte nur gehört, dass KH untereinander sich damit behelfen, wenn ein KH kaum solche zu behandelnden Fälle haben,
aber ein anderes KH sehr viele solche Patienten aufgenommen haben, ihnen dann auf kurzem Wege mit Schutzbekleidung aushelfen.

Du sagst es, man hilft sich untereinander. Davon hat ja auch jeder was, denn wenn die Hälfte der Belegschaft von KH X krank/in Quarantäne ist, muss KH Y das auffangen.
In der Großstadt kann das funktionieren, auf dem Land wird es schon schwieriger.
Warum also sollte man es stehlen, wenn man sich eh offiziell gegenseitig hilft?

20.03.2020 19:55 • x 3 #61


Jedi
@Frederick1 !

Zitat von Frederick1:
ich wollte hier deinen Thread nicht zu schreiben, aber ich konnte einfach nicht mehr aufhören zu schreiben.

Aber bitte schreibe weiter doch immer gerne hier in diesem Thread !
Egal in welchem Thread wir schreiben, wo es um diese zur Zeit sehr ungewöhnliche Situation geht,
Hauptsache ist doch, dass es villt. dem einen oder anderen Mut gibt - für etwas Unterstützung sorgt -
etwas von den Ängsten nimmt u. man sich nicht damit Allein fühlt.
So tragen doch Deine Beiträg, ob hier in diesem Thread oder auch woanders, sehr dazu bei !

Finde selbst Deine Beiträge immer lesenswert !
Aber das hatte ich Dir ja auch schon einmal geschrieben.
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Zitat von Frederick1:
gemeinsam sind wir hier im Forum, in der Krise stark.




LG Jedi

20.03.2020 20:09 • x 6 #62


A


Hallo Jedi,

Wie erlebt ihr gerade diese ungewöhnliche Zeit

x 3#3


F
hallo ihr Lieben,

ich finde es so toll von uns allen hier, wie wir uns in der Krise unterstützen, vielen herzlichen Dank. Das bewegt mich gerade echt.


Niemand ist so reich, dass er überhaupt nichts bekommen kann.

Und niemand ist so arm, dass er überhaupt nichts geben kann.



Das wir hier versuchen, trotz Krise, zur Verbesserung unserer Lebenssituation und unserer Stimmung beizutragen.

Denn wir brauchen uns einander hier. Wir brauchen Hilfe und Rat, emotionale Stärkung in der derzeitigen Krise.

Jeder Mensch kann einem anderen Menschen etwas geben.auch wir Menschen mit Depression, auch wenn uns das niemand zuraut. Wir dürfen das was wir über die Depri wissen, großzügig miteinander teilen. Nur dann, wenn ich großzügig aus dem Brunnen meines Wissens verschenken kann, wissen wir, wie tief unser Brunnen überhaupt ist.

Doch auch in meinem Leben gab es schon Phasen, indem ich extrem und einseitig auf die Hilfe anderer Menschen angewiesen war, ich nur empfangen, aber nichts geben keonnte.

Doch Bedürftige, Säuglinge usw. geben sich oft selbst, sie können gar nicht mehr anders.

Meistens jedoch geht Geben und Nehmen Hand in Hand. Wir brauchen Hilfe von anderen Menschen, können aber selbst Hilfe geben.

Doch oft scheint man bei einer Depression nur wenig ändern zu können. In solchen Zeiten genügt es vielleicht, wenn wir etwas Trost, Mitgefühl und Annahme geben können.


Ein kleiner Junge erlebte, das er den Konflikten zwischen seinen Eltern hilflos ausgeliefert war, so wie ich.

In beruflichen Konflikten erstarrt er, obwohl er über Fähigkeiten verfügt, Konflikte zu lösen, aber er kann nicht, ist blockiert.

Oft bekommen wir, wie hier auch im Forum Unterstützung, doch wir nehmen in unserer Depri nur unseren Mangel wahr.

Doch wenn ich mir einmal bewusst mache, wiviel Hilfe und Unterstützung ich schon als Depri bekommen habe, dann komme ich immer wieder ins Staunen. Und aus meinem Staunen entwickelt sich auch mal ein Danke oder gute Laune, und das gerade können wir in der Krise so gut gebrauchen.


Fühle mit allem Leid der Welt,

aber richte deine Kräfte nicht dorthin,

wo DU machtlos bist,

sondern zum Nächsten,

den DU lieben und erfreuen kannst.


Liebe und Freude in der Krise, das möchte ich gerne vermitteln. Aber wir dürfen uns selbst dabei nicht vergessen.

Wenn wir selbst gerade viel zu tun haben, darf ich mich selbst bitten, darauf zu achten, genügend Pausen zu machen.

Oder das du dir selbst einmal achtsam zuhörst.

Doch wer nicht klar sagt was er braucht, braucht sich nicht zu wundern, wenn er nicht bekommt, was er braucht.

Klare, offene, ehrliche Wünsche, Worte, sind gerade in Krisensituationen sehr wichtig. Gerade Politiker, die sonst viele Worte machen und nichts sagen, werde in der Krise deutlicher, konkreter.

Das wünsche ich uns allen hier in der Krise, das wir ehrlich sagen was wir fühlen und denken.

Wir werden diese Krise überwinden, weil wir zusammen stehen.nicht körperlich, aber mit unseren Gedanken und Gefühlen.


viele liebe Grüße an uns alle hier,

viele gute Gedanken,


Frederick und Hund.

21.03.2020 12:40 • x 6 #63


Jedi
@Frederick1 !

Zitat von Frederick1:
Doch oft scheint man bei einer Depression nur wenig ändern zu können.
In solchen Zeiten genügt es vielleicht, wenn wir etwas Trost, Mitgefühl und Annahme geben können.


Frederick - der Satz stimmt zu 100% !

LG Jedi

21.03.2020 13:30 • x 4 #64


F
hallo,

ein Bekannter sagte einmal zu mir mit sehr klagendem Unterton, sein Garten sei so verwildert, da sieht es aus wie Kraut und Rüben, alles ist so zugewachsen.

Aber woher konnte ich wissen, was der jetzt wirklich von mir wollte? Da kann ich als gewöhnlicher Mensch nur raten.

Will der das ich jetzt einen Tag komme und ihm helfe, das Dickicht in seinem Garten zu lichten.Oder ist er einfach nur frustriert, enttäuscht, braucht Hoffnung in der Krise.?

Oder hätte der gerne meinen Rat, wie er es am besten anpacken kann, obwohl ich in Gartenpflege selber guten Rat gebrauchen kann-----------

Oder will der meinen Rasenmäher, meine Heckenschere ausgeliehen, oder womöglich Geld, für einen professionellen Gartenpfleger.


Gut ist, wenn ich meine Bitten und Erwartungen dann klar und ehrlich ausspreche.

Man beschreibt am besten klar und deutlich meine gerade belastende Situation. DU, ich habe jetzt einfach nur Angst in der Corona Krise.Nein, ich muss oder kann da nicht auf cool machen, ich habe Angst und Sorge, um meinen Arbeitsplatz, meine Gesundheit, meine Familie.

Dann kann man sich auch mehr in die Gefühle eines Menschen einfühlen, wenn ein Mensch sagt, mich überfordert die ganze Krise total, ich fühle mich hilflos, ich bin ziemlich ratlos, weiß keine Lösung, bin nur noch gestresst und besorgt. oder ich lebe allein, mir fällt gerade voll die Decke auf den Kopf. Da muss sich kein Mensch schämen.


.man kann nicht allen helfen.sagt der Engherzige, und hilft keinem.

(Marie Ebner von Eschenbach)

Doch es gehört zu den wunderschönsten Geheimnissen in Leben, das ich mich selbst weniger hilflos fühle, wenn ich anderen Menschen helfen kann.Das heißt jetzt nicht, das wir die ganze Welt retten müssen,

.aber es bedeutet, das auch ein scheinbar schwacher Mensch etwas Nehmen und Geben kann.

Jeder einzelne ist wichtig und wertvoll, und das nicht nur in der Krise.

Unsere Worte können wie Brot werden, das ein Mensch sich geliebt und angenommen weiß, satt wird.


liebe Grüße,

Frederick

21.03.2020 18:03 • x 2 #65


Irgendeine
Ich kann's irgendwie nicht mehr hören/sehen. Und trotzdem drehen sich meine Gedanken ständig darum.

Ich weiß heute noch nicht mal, auf welcher Station ich Montag eingesetzt bin und welchen Dienst ich habe.
Und in diesem Chaos sollen/müssen wir uns auch noch auf unser Examen vorbereiten, obwohl niemand auch nur ansatzweise weiß, wie die nächsten Wochen und Monate ablaufen werden.

Das macht mich echt wahnsinnig.

21.03.2020 18:32 • x 5 #66


F
liebe Irgendeine,

DU das kann ich auch gut verstehen, das ist echt der volle Stress. In meinem Job früher als Postmann war ich lange Zeit als Springer aktiv, wenn Menschen Urlaub hatten, krank wurden. Da erfuhr ich oft auch erst am Montagmorgens, in welchen Ort ich fahren muss. Oft mal an einen Ort wo ich noch nie war, musste vorher noch Schlüssel usw. abholen.

Und dann noch dein Examen.

Mache es so, wie DU es am Besten für dich kannst, mache dir bitte keinen zu großen Druck.versuche es zu nehmen, anzunehmen wie es geht.Manche Dinge können wir in unserem Leben nur annehmen, verstehen wirst du vieles hinterher, oder gar nicht.

Aber ganz vielen herzlichen Dank für deinen gerade so wertvollen Einsatz. DU bist nicht irgendeine, nein DU bist einzigartig. Niemand denkt, fühlt, lebt, handelt so wie du. Und niemand kann manche Dinge so gut, wie nur Du es kannst.

Ich wünsche dir da ganz viel innere Stärke, aber auch die Gelassenheit, dein Leben so anzunehmen, so wie es gerade ist.

Aber auch den Mut, Dinge zu ändern, die DU für dich ändern kannst.


viele liebe Grüße an dich,

in guten Gedanken für dich,


Frederick

21.03.2020 19:16 • x 2 #67


F


Wir glauben an das Gute und wir geben nicht auf!


liebe Grüße,

Frederick und Hund.

21.03.2020 19:54 • #68


Irgendeine
Zitat von Frederick1:
Mache es so, wie DU es am Besten für dich kannst, mache dir bitte keinen zu großen Druck.

Das versuche ich natürlich. Aber wie soll man sich auf das praktische Examen vorbereiten, wenn man die nächsten Wochen oder sogar Monate evtl. immer dahin geschickt wird, wo es brennt? Das ist unmöglich und macht wahnsinnigen Druck.
Wir sind das größte Krankenhaus in unserem Kreis, wären also im Krisenfall ein Hotspot.
Vielleicht wird alles gar nicht so schlimm (was ich hoffe und momentan auch irgendwie noch glaube.), vielleicht wird es explodieren. Diese Ungewissheit ist so zermürbend.
Aber ich will diesen Thread hier jetzt auch nicht komplett mit meinen Bedenken zumüllen.
Zitat von Frederick1:
Aber ganz vielen herzlichen Dank für deinen gerade so wertvollen Einsatz. DU bist nicht irgendeine, nein DU bist einzigartig.

Danke für diese netten Worte. Ich, nein WIR geben alles, damit es nicht zur Katastrophe kommt.

21.03.2020 20:30 • x 2 #69


37Jahre
Danke so schönes Lied!

21.03.2020 20:32 • x 1 #70


Jedi
Zitat von Irgendeine:
Aber ich will diesen Thread hier jetzt auch nicht komplett mit meinen Bedenken zumüllen.

Du müllst hier in diesem Thread nichts zu, denn das, was Du berichtest, hat ja mit der jetzigen so ungewöhnlichen Situation zu tun.

Ich wünsche dir, dass Du doch noch die nötige Möglichkeit erhältst, Dich auf die praktische Prüfung vorbereiten zu können.

21.03.2020 21:07 • x 4 #71


Irgendeine
Zitat von Jedi:
Du müllst hier in diesem Thread nichts zu, denn das, was Du berichtest, hat ja mit der jetzigen so ungewöhnlichen Situation zu tun.

Das beruhigt mich.
Zitat von Jedi:
Ich wünsche dir, dass Du doch noch die nötige Möglichkeit erhältst, Dich auf die praktische Prüfung vorbereiten zu können.

Ich bezweifle es leider sehr stark. Irgendwie kann ich mir immer noch nicht vorstellen, dass es uns ähnlich hart treffen wird, wie Italien.
Es wirkt so surreal.
Aber was heißt das schon?

21.03.2020 21:15 • x 2 #72


M
Hallo Irgendeine

auch ich habe in der Pflege gearbeitet und mag mir gar nicht vorstellen was bei euch los ist.

Vielleicht besteht ja auch die Möglichkeit das ihr euer Examen verschiebt. Das die Schulleitung einen Antrag stellt
und ihr einfach ein halbes Jahr später euer Examen macht. Es gibt ja auch mal die Situation das jemand durchfällt der kann ja auch nach einem halben Jahr die Prüfung wiederholen.

Ich dank dir und deinen Kolleginnen für deinen Einsatz und wünsche allen die in der Pflege tätig sind
das sie jetzt endlich die Anerkennung bekommen die sie verdient haben und das über Corona hinaus.

Liebe Grüße Machara

21.03.2020 21:45 • x 3 #73


Irgendeine
Zitat von Machara:
Vielleicht besteht ja auch die Möglichkeit das ihr euer Examen verschiebt. Das die Schulleitung einen Antrag stellt
und ihr einfach ein halbes Jahr später euer Examen macht. Es gibt ja auch mal die Situation das jemand durchfällt der kann ja auch nach einem halben Jahr die Prüfung wiederholen.

Eigentlich wollen wir genau das vermeiden. Ich will den Sche*ß endlich hibter mir haben und diesen Saftladen, in dem ich aktuell arbeite, verlassen.
Wenn die Epidemie sich allerdings wirklich noch verschlimmert und über Monate hinweg geht, kann ich mir eine solche Maßnahme vorstellen.
Falls es richtig schlimm wird und man sehr viel examiniertes Pflegepersonal bräuchte, könnte vielleicht es gibt eine Art abgespecktes Notexamen geben, wie in WW2 das Notabitur. Daran glaube ich allerdings nicht wirklich.
In anderen Ländern (z.B. Luxemburg) wurde das praktische Examen komplett abgeschafft. Dort wird nach den Praxisnoten während der kompletten Ausbildung bewertet. In den Praxiseinsätzen gibt es Stichproben, wo die Lehrer spontan vorbei schauen.
Diese Methode finde ich sehr gut, denn es spiegelt im Gegensatz zu einem praktischen Examen die Realität viel besser wieder.

21.03.2020 22:22 • x 3 #74


A


Hallo Jedi,

x 4#15


M
Zitat:
Eigentlich wollen wir genau das vermeiden. Ich will den Sche*ß endlich hibter mir haben und diesen Saftladen, in dem ich aktuell arbeite, verlassen.


Ok das kann ich verstehen.
Ich wünsche dir das sich es eine gute Lösung für dich findet.

LG

21.03.2020 22:30 • x 2 #75

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