keiner kann wissen, keiner kann sagen was es heißt,
von den eigenem Kindern in Frage gestellt zu werden
Schuld zu übernehmen, weil man nicht anders kann...
aber genau das macht dein Sohn,
aus seiner Sicht hast du die heile Welt, seine Welt zerstört.
Eltern sind Götter im Olymp der Kinder, wenn dort einer heraus gestoßen wird,
hier der Vater, der blendend verstand seinen Status zu zelebrieren,
letztlich nur du geblieben bist, weil du mehr gesehen, mehr verstanden hast und doch er dich
verantwortlich macht,
das die Familie, seine, zerbrach...
sein Vertrauen ist zerbrochen, er verlor seinen Bezug zum Vater ohne die Wahrheit zu kennen, geschweige zu verstehen.
deine neue Beziehung danach, die auch zerbrach....
dein jetziger Partner, neutral zu allem steht, aus der Sicht des Sohnes,
nie sein Vater werden wird.
wenn ich an deiner stelle wäre (und als Scheidungskind und Vater von zwei sehr schwierigen Kindern) würde ich mich zurückziehen,
nicht drängen nicht nach Liebe fordern, ihm Raum geben sich zu finden, zu erkennen...
und immer wenn es die Gelegenheit ergibt, ihn zu fordern
z.Bsp. wenn er abends zu Bett geht, es reicht ein einfaches Gute Nacht, mehr nicht,
wenn keine Schule ist, ihn im Zimmer belassen, nicht rufen, er wird kommen, wenn er Hunger hat.
jedes du musst, muss sich ändern in wenn du möchtest.
bestimme deinen Alltag und nicht seinen, er kann, muss sich aber danach nicht richten.
der darf nicht merken wenn er sein Boot (sein Leben bestimmt) lenkt, er zwar am Steuer steht, aber nicht sieht wie du mit dem Ruder hinten lenkst...
dein Partner, darf nicht deine Rolle übernehmen sondern muss klar zeigen, dass er zu dir gehört und er ebenso den starken Arm hat um dich zu beschützen, wie die Hand zu reichen, wenn dein Sohn sie brauch. Er kann zeigen was man erreichen kann, beim gemeinsamen basteln, Handwerken oder Sport, eben dort wo man Erfolge sichtbar machen kann die man dir vorzeigen kann.
es stärkt sein Selbstbewusstsein, sein können, sein lernen.
wenn dein Sohn sich gegen dich richtet, breche nicht die Gewalt, ertrage sie auch nicht!
die Polizei ist dafür da, schnell, konsequent und ohne Kompromiss!
Er muss lernen, das Gewalt seine Grenzen hat, deine Unversehrtheit höher steht.
- keine Angst, ein Strafverfahren wird nur formhalber eröffnet, die Strafverfolgung beginnt erst mit 14.
und das Jugendamt erhält Kenntnis, nicht schlimm, aber notwendig!
- frag nach einem Einzelfallhelfer (so nennt man das in Berlin), der zumindest ihm einen weiteren Ansprechpartner bieten kann.
ich weiß, es wird noch viele Tränen kosten, viele Rückschläge und nur wenige Erfolge, aber du darfst daran nicht zerbrechen,
nicht weil er dann gewonnen hätte, sondern weil ihr beide verloren hättet.
es ist jetzt auch nur ein Abriss von dem, was du in all meinen anderen Beiträgen durchaus nachlesen kannst,
aus meinem Leben, es beantwortet sicher nicht alle Fragen,
aber zumindest wirst du verstehen lernen,
dass man sein Kind trotzdem lieben kann oder sogar lieben muss!
buddl1,
03.05.2021 20:05 •
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