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Wie gehe ich mit jemanden um der Depression hat

Denny31
Hallo zusammen ,
Ich bin Denny und habe ein Anliegen .
Ich habe einen Sohn er ist 10 Jahre alt und hat Depressionen. Es ist seit etwas über ein Jahr diagnostiziert und wird immer schlimmer , wir haben schon neben. Der Therapie einiges versucht unterandemen eine Kur, aber wegen Corona konnten die dort nicht so agieren wie normalerweise und das Ende vom Lied war , es hat ihn nicht weiter gebracht. Die depressiven Episoden werden immer schlimmer und er soll demnächst Tabletten nehmen.
Meine Frage ist jetzt allerdings, wie kann ich mit ihm umgehen? Was kann ich tun um ihn irgendwie aus seinem Loch zu helfen? Wie kann ich ihn gut unterstützen, in Situationen wo er alles in seinem Zimmer zerlegt? Ich bin so langsam am ende und fühle mich hilflos und weiß nicht mehr weiter . vielleicht hätte ja jemand einen Rat irgendwie.
Vielen Dank fürs zuhören

03.05.2021 07:55 • x 2 #1


buddl1
jedes Kind ist anders,
wenn es leidet um so mehr...
du wirst vieles schon probiert, gelesen und auch gehört haben
und doch bleibst du auf der Suche...

kannst du eingrenzen, warum er in so einer anderen Welt gefangen sein könnte?
ein Ereignis, ein Erlebnis oder irgendetwas, was ihn veränderte...

es kam doch nicht einfach so aus heiterem Himmel.
das Kinder ihre Zimmereinrichtung zerlegen,
ist für viele ihre einzige Möglichkeit zu zeigen,
dass sie innerlich zerbrechen, keinen Weg mehr finden,
... auch nicht zu dir?
kannst du ihn erreichen wenn er wie von Sinnen seine Umwelt terrorisiert?

dir Ratschläge zu geben,
es Bedarf mehr Wissen über ihn,
deshalb kann kaum einer darüber dir schreiben,
wenn selbst Ärzte noch keinen Weg dir zeigen konnten.

aber sei dir versichert, viele lesen dich und wissen um die nötige Kraft,
dass du der bleibst wer du für ihn bist,
seine Mutter.
buddl1,

03.05.2021 17:20 • x 2 #2


A


Hallo Denny31,

Wie gehe ich mit jemanden um der Depression hat

x 3#3


Denny31
Erstmal vielen Dank für die Antwort.
Und ja ich habe schon sehr viel ausprobiert, gehört und gelesen. Schon fast zu viel, glaube ich.

Ja also durch die Therapie ist an die Oberfläche gekommen das es wahrscheinlich mit seinem Erzeuger zusammen hängt. Also er hat schon viel erlebt in seinem Leben, leider.
Sein Erzeuger hatte schon von seiner Geburt an kein Interesse an ihn, er war ein Blender und hat nur den super Daddy raushängen lassen , wenn jemand da war damit er eine Show abzuziehen kann.
Und irgendwann habe ich mich lösen können und diese zieh auf Männchen kacke beendet da war mein Sohn so ca . 1 1/2 . Aber damit nicht getan, hat er diesen sch. nach der Trennung weites Jahr ca mit ihm abgezogen, wollte ihn abholen dann wieder nicht hat ihm sachen versprochen die er nicht gehalten hat und immer musste ich mir neue ausreden einfallen lassen wieso weshalb er nicht kommt . Bis ich das abgebrochen habe seit dem kümmert er sich sowieso nicht mehr . Dann hatte ich eine neue Beziehung, seinem jetzigen Papa , doch diese scheiterte , weil es zwischen uns einfach nicht mehr passte vor ca 4 jahren ,wir haben aber weiterhin Kontakt ,sogar wie ein echter Papa kümmert er sich um ihn er nennt ihn seinen Sohn .
Er war immer ein fröhlicher ausgeglichener Junge der eine ausgeprägte soziale Ader hat ,dennoch sensibel. Doch mit dieser Trennung nahm die Veränderung seinen Lauf seit dem habe ich schon so einiges probiert weil ich einfach dachte er kommt mit der Trennung nicht klar , nach langer Suche familen Therapie, kurse , coaches und so weiter, sind wir dann letzt endlich beim Psychologen gelandet, weil ich keinen Ausweg mehr wusste. Seit dem ist klar er hat Depressionen .
Ende vom Lied ist, die Therapeutin vermutet das sich während seines 3 Lebensjahr das Gefühl der wertlosigkeit so in seinem Kopf manifestiert hat, daß sich daraus und aus anderen Veränderung in seinem Leben eine Depressionen entwickelt hat.
Das war ein harter Schlag aber wir versuchen alles mögliche um ihn da mehr zu stärken ,vergebens. Ich bin seit 2018 verheiratet, und gegen meinen Mann ist seine Ablehnung nicht so sehr wie gegen mich.

Leider komme ich nicht Durch wenn er in seiner Welt gefangen ist . Ja außer die Therapie und jetzt demnächst auch Tabletten Unterstützung leider kein guter Rat, außer das wenn er so extrem ausrastet und alles zerlegen will und auch schon gegen mich die Hand erhoben hat, soll ich die Polizei rufen und er muss im eine Klinik. Denn er äußert mittlerweile auch soizidale Gedanken...

Und ich kann nichts tun...
ich weiß mir kein Rat mehr außer das mir Psychologe und Therapeutin nahe gelegt haben mir auch Unterstützung zu Suchen, aber ich finde im Moment nix aber hab auch nicht den Kopf dafür gerade.

Sorry für den Roman habe es schon etwas abgekürzt


Tja und deshalb habe ich mich hier an euch gewagt.

03.05.2021 18:34 • x 3 #3


buddl1
keiner kann wissen, keiner kann sagen was es heißt,
von den eigenem Kindern in Frage gestellt zu werden
Schuld zu übernehmen, weil man nicht anders kann...

aber genau das macht dein Sohn,
aus seiner Sicht hast du die heile Welt, seine Welt zerstört.

Eltern sind Götter im Olymp der Kinder, wenn dort einer heraus gestoßen wird,
hier der Vater, der blendend verstand seinen Status zu zelebrieren,
letztlich nur du geblieben bist, weil du mehr gesehen, mehr verstanden hast und doch er dich
verantwortlich macht,
das die Familie, seine, zerbrach...

sein Vertrauen ist zerbrochen, er verlor seinen Bezug zum Vater ohne die Wahrheit zu kennen, geschweige zu verstehen.
deine neue Beziehung danach, die auch zerbrach....
dein jetziger Partner, neutral zu allem steht, aus der Sicht des Sohnes,
nie sein Vater werden wird.

wenn ich an deiner stelle wäre (und als Scheidungskind und Vater von zwei sehr schwierigen Kindern) würde ich mich zurückziehen,
nicht drängen nicht nach Liebe fordern, ihm Raum geben sich zu finden, zu erkennen...
und immer wenn es die Gelegenheit ergibt, ihn zu fordern
z.Bsp. wenn er abends zu Bett geht, es reicht ein einfaches Gute Nacht, mehr nicht,
wenn keine Schule ist, ihn im Zimmer belassen, nicht rufen, er wird kommen, wenn er Hunger hat.
jedes du musst, muss sich ändern in wenn du möchtest.
bestimme deinen Alltag und nicht seinen, er kann, muss sich aber danach nicht richten.
der darf nicht merken wenn er sein Boot (sein Leben bestimmt) lenkt, er zwar am Steuer steht, aber nicht sieht wie du mit dem Ruder hinten lenkst...
dein Partner, darf nicht deine Rolle übernehmen sondern muss klar zeigen, dass er zu dir gehört und er ebenso den starken Arm hat um dich zu beschützen, wie die Hand zu reichen, wenn dein Sohn sie brauch. Er kann zeigen was man erreichen kann, beim gemeinsamen basteln, Handwerken oder Sport, eben dort wo man Erfolge sichtbar machen kann die man dir vorzeigen kann.
es stärkt sein Selbstbewusstsein, sein können, sein lernen.

wenn dein Sohn sich gegen dich richtet, breche nicht die Gewalt, ertrage sie auch nicht!
die Polizei ist dafür da, schnell, konsequent und ohne Kompromiss!
Er muss lernen, das Gewalt seine Grenzen hat, deine Unversehrtheit höher steht.
- keine Angst, ein Strafverfahren wird nur formhalber eröffnet, die Strafverfolgung beginnt erst mit 14.
und das Jugendamt erhält Kenntnis, nicht schlimm, aber notwendig!
- frag nach einem Einzelfallhelfer (so nennt man das in Berlin), der zumindest ihm einen weiteren Ansprechpartner bieten kann.

ich weiß, es wird noch viele Tränen kosten, viele Rückschläge und nur wenige Erfolge, aber du darfst daran nicht zerbrechen,
nicht weil er dann gewonnen hätte, sondern weil ihr beide verloren hättet.

es ist jetzt auch nur ein Abriss von dem, was du in all meinen anderen Beiträgen durchaus nachlesen kannst,
aus meinem Leben, es beantwortet sicher nicht alle Fragen,
aber zumindest wirst du verstehen lernen,
dass man sein Kind trotzdem lieben kann oder sogar lieben muss!
buddl1,

03.05.2021 20:05 • x 5 #4


Denny31
@buddl1
Vielen lieben Dank für deine Worte wirklich, das hilft mir zumindest mehr als vorher .

Ja ich habe schon sehr lange das Gefühl das er natürlich mich dafür verantwortlich macht das ich alle vertrieben habe. Und mir ist auch bewusst das er mich irgendwie irgendwann dafür hassen könnte das ich diese Entscheidung getroffen habe. Und ehrlich gesagt habe ich auch etwas Angst davor wenn er diesen Mann irgendwann mal treffen möchte, denn er kann sehr gut einen vormachen er sei ein besserer... aber mir ist auch bewusst das er irgendwann verstehen wird wieso ich das getan habe. Nur weil ich ihn liebe.
Auch wenn er das jetzt noch nicht verstehen kann..

Ja und das mit ihm Raum geben, das versuche ich immer aber es ist hart irgendwie zu sehen das er nur so vor sich hin vegetiert vor allem er kompensiert auch noch alles mit essen. Das heißt er isst unkontrolliert viel und heimlich, Arbeitsunfähigkeit h wenn er denkt ich sehe es nicht aber ich finde seine Müll verstecke. Und das trifft mich so hart, wir waren früher immer ehrlich miteinander er hat mir alles anvertraut und jetzt verschließt er sich so dermaßen und lügt mich auch noch an. Mittlerweile habe ich verstanden das ich nur eine Mama bin und kein Papa ersetzen kann, obwohl ich es in der Vergangenheit oft versucht habe das es ihn an nichts fehlt. Nicht falsch verstehen ich meine nicht materielle Dinge, sonder an der Liebe und Geborgenheit, Offenheit und warmherzigkeit... das mache ich jetzt schon sein ganzes leben und es ist schwer ihn zu sehen wie er zerbricht und ich nichts tun kann wirklich.
Denn wenn es heißt , wenn du möchtest?! Dann möchte er nie etwas machen , erleben oder erfahren.

Ja mein Mann fühlt sich auch überfordert, er hat keine Kinder und von jetzt auf gleich einen herranwachsenden Jungen Mann mit Besonderheiten , er weiß einfach nicht wie oder was er machen soll denn er versteht noch viel weniger wie ich warum ausgerechnet meine junge sich so unendlich traurig fühlen kann wenn er doch eigentlich alles hat was sich andere wünschen würden, eine Familie die ihn liebt , seinen Sozialen Papa der immer zu ihm steht, wobei andere Kinder so etwas noch nicht einmal vom leiblichen Papa erwarten können. Aber ich werde meinem Mann deine Worte auch ans Herz legen.

Ja das ist so ein harter Schritt mit der Polizei, aber die Therapeutin sagte auch schon , wenn es wirklich so krass ist dann muss ich es tun egal wie hart es sein wird. Aber jedes mal sehe ich mein Baby wenn der Moment so krass ist das ich anfange darüber nachzudenken die Polizei hinzu zuziehen. Aber es ist auch erschreckend , was diese irre Gedanken welt mit meinen Sohn macht das er zu so etwas fähig wird. Ich werde das auf jedenfall mal erfragen, weil über den Rat einer Freundin hatte ich schon einmali an ein familienhelfer nachgedacht, ich denke vielleicht ist es das gleiche.

Ja ich versuche jeden Tag aufs neue nicht daran zu zerbrechen, aber es ist sehr schwer, und jeden tag schwerer . Aber dennoch liebe ich ihn von ganzem Herzen und jeden Tag mehr. Leider erreiche ich ihn damit im Moment nicht.

Aber ich geb nicht auf, mit kleinen Nachrichten die Mut machen oder aufmuntern, Umarmungen und Gesten.

Ich danke dir von Herzen echt ...

03.05.2021 21:23 • x 2 #5


buddl1
das du immer wieder das Baby in ihm siehst,
dem Leben was du gegeben hast, ihn zu halten, zu tragen, ein Leben lang.
so kann nur eine liebende Mutter schreiben, die du bist.
und doch kommt die Zeit, dass er sich abnabeln muss,
du kannst ihn eben nicht mehr halten, musst loslassen
auch auf die Gefahr, dass er fällt, er hart auf dem Boden schlagen kann.
aber das ist das reale Leben und es erfordert immer wieder einen Kampf darum zu führen.

die Tante vom Jugendamt sagte es so uns damals und ich fragte sie ob sie Kinder habe...
natürlich nicht....
Ein Familienhelfer ist nicht ein Einzelfallhelfer, letzterer kümmert sich allein um das Kind,
der erstere auch um Mutter und Vater...

natürlich wird er eines Tages fragen, wissen und auch sehen wollen,
auch dass er besser ist... eben weil er nicht den Alltag bestreiten muss.

wenn Lügen ihm so leicht über die Lippen kommen,
du die immer sofort ihm aufzeigen musst, er sonst kaum noch zwischen der realen Welt und seiner unterscheiden wird.
weil alles erlaubt, alles darf...

ja es ist hart sein Kind so abrutschen zu sehen, aber du darfst darin nicht aufgeben
auch wenn es dir so vorkommt, du musst ihm deutlich zeigen, dass wenn er weit, du ihn trösten kannst,
ihn auch in den arm zu nehmen, wenn er es wünscht. Lass ihn in auch in wütenden Momenten nicht allein
er sonst eben diese Zeit nutzt um sich zu rächen an dem was dir wichtig ist.
deshalb muss in solchen Fällen die Polizei, das Jugendamt oder dein Mann diesen harten Part übernehmen.

bei meiner Tochter dauerte es über 8 Jahre, bevor sie ihren Sinn, ihre Werte im Leben fand.
sie zog mit 14 aus, mit 17 ein und wieder aus, mit 19 ziellos bis zum 25. dann erst fand sie zurück....
zum Essverhalten, das ist eine Begleiterscheinung die ernst zu nehmen ist,
hab nur Dinge im Haus, die notwendig sind, nicht mehr und auch nicht weniger.
es macht keinen Sinn etwas zu verstecken, er hat Zeit zum suchen...
mach es zu etwas besonderen, was er um sich herum zu sich nimmt.
das ist eine Variante...
buddl1,

04.05.2021 08:00 • x 1 #6


Denny31
Ja aber wieso fühle ich mich dann nicht so? als wenn ich irgendwie nicht alles gegeben hätte , als wenn ich irgendwo was hätte anders machen können, vielleicht besser....
Ich habe ihn immer alles gute mit auf dem Weg geben wollen, das er stark sein wird egal was im Leben kommt.
Er war immer ein sehr hilfsbereiter Mensch der super loyal ist zu seinen freunden. So das er weiß auch wenn er mal fällt bin noch immer ich da im ihn aufzufangen, aber auch das er selbstständig wird und von niemanden abhängig sein muss da er selbst fest im Leben stehen kann. Nur jetzt frag ich mich wo ist dieser junge hin, ich weiß das er noch da ist ich kann ihn nur im Moment nicht sehen geschweige denn greifen....

Achso okay, wegen dem Einzelfall helfer muss ich mich mal erkundigen. Das wäre natürlich nur von Vorteil wenn er jemanden zusätzlich hat dem er sich anvertraut. Denn er sagt niemanden etwas weil er Angst hat vor Ablehnung , und da er sowieso schon denkt niemand liebt ihn, behält er lieber alles für sich

Ja ich hoffe einfach das wenn er das irgendwann mal für sich selbst machen möchte seinen Erzeuger kennenzulernen, das er gut damit klar kommt und dahinter kommt wie er so ist. Aber ich denke diese Erfahrung muss er leider auch einfach mal machen dürfen/können.

Ja also das ist richtig krass mit den Lügen, weil die größtenteils unnütz sind für so pille palle oder krass und er glaubt daran wirklich. Jedes Mal wenn wir darüber sprechen hinterher.

Ja das ist wirklich ein richtig harter Schritt, mein Mann weiß sich auch kein Rat mehr und sagte mir am Sonntag wo es mal wieder so krass war, schatz ich weiß es ist hart aber wenn die Therapeutin sagt es muss/sollte sein, dann müssen wir es tun weil so geht das nicht weiter... auch was so Aktivitäten angeht, er fragt ihn immer aber mein sohn lehnt immer ab, dann hat er mittlerweile auch keine lust mehr ihn zu fragen... weil er das auch bisschen nicht versteht was mit ihm los ist. Ich hoffe einfach das ihm wenigstens die Tabletten helfen etwas aus dem Loch rauszukommen, da ja sonst niemand das schaffen kann...

Ja das ist auch ein sehr steiniger Weg den deine Tochter da gegangen ist... aber das ist doch schön wenn sie zu sich gefunden hat am ende . Auch wenn der weg sehr lang war und ich mir vorstellen kann das es für dich auch nicht gerade einfach war nur zusehen zu können....

Ja also wegen dem Essen das ist echt so eine Sache, generell hab ich nichts außergewöhnliches hier klar süßes aber das habe ich auch schon ausgelagert bis auf Nüsse und kekse vielleicht. Und generell gibt es hier überwiegend Wasser und ab und an was anderes wie Säfte oder Limonade aber das inhaliert der weg in einem... ich bin auch nicht der typ der alles verbietet, er soll ja auch dürfen ich musste da auch nie wirklich drauf achten. Aber mit der Zeit leider schon. Und er schaufelt da leider alles und nichts rein, wenn nur Brot da ist halt nur Brot aber in unmengen weiste wie ich meine... nicht schön leider
Ich habe jetzt mal seit ner Woche so ausprobiert das er ein eigenes Fach im Kühlschrank hat wo auch was süßes zu trinken drin ist oder joghurt etc und die Regelung das wenn ich ein mal die woche einkaufe dann wird das auch wieder etwas gefüllt was dann aber auch für eine Woche halten sollte im besten Fall. Verzehrt er alles an einem Tag ist das so aber es gibt auch nix neues vor Ablauf einer Woche . nicht zu viel aber auch nicht zu wenig, das er meint wir dürfen alles und er nicht.... naja bis jetzt hat es gut geklappt also er hat noch einiges drin aber in zwei tagen ist die woche um , also teuteuteu....

04.05.2021 17:15 • #7


A
Hallo,
meine Tochter ist 14 und letztes Jahr im September ist sie zum Jugendamt gelaufen und hat sich in Obhut nehmen lassen.
Ich war schockiert und natürlich habe ich gemerkt das sie sich zurrück zieht.Dasurch bin ich noch mehr auf sie eingegangen.
Sie hat 2 Monate im Wohnheim gelebt ,sie sagte das sie von allem eine Auszeit brauchte.Anfang Dezember haben wir einen Anruf bekommen,das spontan ein Platz in jugenpsychatrie frei wurde.
Das war unser Glück,sie als auch ich haben uns dort aufgehoben gefühlt.Für sie war es nicht einfach,aber ich bin stolz das sie 3 Monate die Therapie gemacht hat.Bei ihr wurde eine chronische Depression festgestellt und Antidepressivas,jetzt bekommt sie Medikamente.
Was ich sagen möchte ist,erkundige dich über einen stationären Aufenthalt.
Wir haben dort gelernt uns neu zu finden.
Lg

04.05.2021 17:36 • x 1 #8


Denny31
@Ahac41
Ja danke das ist aber echt meine letzte Option, also eine Klinik. Er war schon vor kurzem in der Klinik für eine kur erst 6 Wochen lang und das hat ihm leider für/gegen die Depressionen nicht wirklich etwas gebracht. Deshalb möchte ich irgendwie alles dafür geben das wir das gemeinsam schaffen. Ich habe meinen Beruf gewechselt sogar damit wir mehr Familien Zeit haben können und wir uns da diese quality time zurück holen .

Aber natürlich ist das schön das ihr euch so wieder gefunden habt.

04.05.2021 17:44 • #9


A
Ohne das Krankenhaus,wäre sie mir abgerutscht.Jetzt haben wir eine familientherapie,die zu uns jede Woche kommen.
Und eine ambulante Therapie.

04.05.2021 17:46 • x 1 #10


Denny31
@Ahac41
Das freut mich für euch. Ich hoffe das ihr weiterhin gut durch die Höhen und Tiefen kommt

04.05.2021 18:54 • #11


buddl1
Eine Klinik ist sicher eine Option, jedoch muss sie passen, um sich dort öffnen zu können.
Wir hatten unsere Tochter einen goldenen Käfig geboten, mit offener Tür, doch sie wollte all das nicht und ab einen gewissen Punkt, gab es kein zurück mehr für sie, für uns...
Der vorwurf ihr dürft alles, ich nicht, ist uns bekannt und letztlich stieß sie an ihre Grenzen, erzwang unser Handeln.
Es brauchte sehr viel Zeit, das selbst erleben, was es heißt, arbeiten zu müssen, davon leben zu können, nichts als selbstverständlich anzunehmen.
Und so muss es auch dein Sohn erlernen und begreifen,
Wenn der Kühlschrank leer ist, ist er leer,
Wenn etwas kaputt gemacht wird, bleibt es so, bis etwas neues sich verdient worden ist.
Ich kenne genug solche zerlegten Zimmer und immer diese nicht zu beanwortbaren Fragen, was können wir noch tun,
Was haben wir falsch gemacht....

Alles oder nichts, dazwischen ist alles möglich.
Wenn er seinen Weg so gehen will, dann musst du ihn seinen so gehen lassen, weil du ihn liebst. Das musst du ihm genau so sagen, dass nichts ersetzt werden kann, was er zerstört.
Selbst wenn er dann auf einer Matratze pur schlafen muss, er hat es dazu kommen lassen nicht du!
Die Achtung von Werten erlernt man nur, wenn man sie sich selber erarbeiten muss.

Der einzelfallhelfer, brauchte 5 Anläufe, bevor er gehör fand und als dies zum 18 . Lebensjahr endete, war dabei ihr ein Loch, was offen blieb, sie spricht heute noch von ihm, dass er mehr verstand als wir ihr sagen konnten.
Er hatte zum Schluss 12 Seiten zu Ihrer Person geschrieben, ihr Werdegang, der uns die Chance gab, daran anzuschließen.

Ihr müsst gemeinsam Regeln festlegen und einhalten.
Ihm immer wieder sagen, dass dies aus Liebe zum ihm geschieht und er derjenige ist der euch Zwang sie aufzustellen und ihr immer noch an ihm glaubt.
Euch mit ihm freuen könnt, aber nicht in sein tief mit hineingezogen werden wollt.
Ihr da seit, wenn er will, dass er euch braucht, aber nicht um sein Leiden mit übernehmen könnt.
Buddl1,

04.05.2021 20:13 • x 2 #12


Denny31
Ja das ist ja was ich nicht versteh, egal wie man was macht ... es ist immer verkehrt... wieso weshalb warum, keine ahnung.

Das schlimme daran ist ja ich weiß das er dieser junge ist, der acht gibt peinlich genau auf seine sachen , auf die menschen die er mag , alles mit jedem teilt auch wenn der jenige es nicht tut und der immer hilfsbereit zu jedem ist und jeden irgendwie in Schutz nimmt wenn er merkt das eine Situation irgendwie nicht richtig ist. Der loyal anderen gegenüber und für jeden die Hand ins Feuer legen würde , doch die Depressionen haben diesen jungen in ein Loch gestoßen ganz tief runter und einen neuen erschaffen der das genaue Gegenteil ist... ich frage mich immer wieder wie geht sowas , wie kann so etwas passieren?!
Doch ich finde keine Antwort darauf, ich hoffe einfach nur das dieser junge immer noch da ist irgendwo tief drinnen und ich hoffe er spürt unsere liebe und die Stärke die wir ihm senden . Und zerbricht daran nicht völlig....

Ja das mit den Regeln haben wir auch schon durch gemacht, aber leider hält er sich nicht mehr dran wir haben auch einen Tages plan , an den er sich nicht halten mag. Es ist alles immer toll und hilft aber dann machen ist so ne Sache... vielleicht werde ich diesen Ansatz einfach noch einmal neu überdenken, mal wieder, in der Hoffnung das er merkt das wir ihn nur gutes wollen und das wir ihn lieben...
Denn im Moment meint er genau das Gegenteil zu wissen, das ihn niemand liebt und das ihn niemand bei sich haben möchte.

Aber vielleicht ist das wirklich mal eine Maßnahme, das ich ihn einfach mal so lasse mit allem auch wenn es schwer fällt. Ich will ja nur das er nicht sich selbst und sein leben verliert ...

Das es mega schwer bei euch war kann ich mir nur vorstellen , vor allem wenn sie dann ein Draht findet und das es dann ende war wegen 18.lebensjahr. das muss doch sehr hart gewesen sein für sie...

04.05.2021 22:10 • x 1 #13


buddl1
Die Regeln müssen bleiben, auch wenn er sie immer wieder bricht. Er muss merken das diese ihn nicht bestrafen sondern einbinden und bei Einhaltung Erfolg bedeuten.

Nur ganz tief ihn ihm, ist der von dir beschriebene Junge noch... und wenn du glück hast, wird er dir diesen auch in der jetzigen Form dir zeigen unbewusst und unbeobachtet...
... nach all der Ablehnung die wir erhielten, sie mit 17 in unseren neuen kleinen Pool, bei einem Besuch, plötzlich sie sich so fröhlich und unbefangen verhielt, so wie mit 12, so frei, es waren für uns die gestohlenen Momente, die wir so vermissten...
Natürlich ist heute viel mehr Distanz und ehr unser Wissen und Geld ge fragt, aber es kommt wieder ein ehrliches danken, ein Miteinander auf Augenhöhe..

Betrachte ihn nicht mehr als Kind, nicht als jenen der auf den schoss genommen werden will, wenn er weint oder hingefahren ist. Wo früher ein Kuss, ein Pusten oder eine Umarmung reichten, ist heute ein akzeptieren als Gleichberechtigten im Streit, in der Toleranz im geben und nehmen..
Vermutlich ist er darin viel weiter als in seinem Alter anzunehmen ist. Auch weil sein Olymp der Eltern eben nicht mehr gültig ist. Das kommt sonst erst im puperteren Alter.

Ich musste ja auch mit den die männerrolle übernehmen, der Vater uns in Stich ließ, der Bruder verstarb, die Mutter im Nervenzusammenbruch versank... und alle um mich herum die heile glückliche Familie hatten....

Wenn er so behandelt werden will, dann fordert ihn darin, auch wenn es weh tut, aber wie du es schon selber geschrieben hast, egal was du machst, es ist verkehrt,
Und so hast du die Chance, wieder auf ihn zuzugehen, nachgeben zu sein,
Das kannst du nämlich nicht, wenn du alle Grenzen bereits zuvor hast fallen gelassen, jeden Wunsch versucht hast ungefragt zu erfüllen...
Buddl1,

05.05.2021 07:27 • #14


A


Hallo Denny31,

x 4#15


Denny31
Die Regeln bleiben bestehen auf jedenfall, nur ich will auch nicht immer nörgeln oder erinnern . Viel lieber würde ich sehen das auch alles von allein läuft, denn die regeln die wir haben sind in dem Sinne keine Regeln, sondern normale sachen. Also zb das umgehen miteinander, nicht lügen , kein schreien, Auszeiten nehmen wenn wir sie benötigen und solche sachen. Aber wie gesagt im Moment herrscht einfach nur Ablehnung zu jeglichen sachen.

Ja das kann ich verstehen, diese besonderen Momente die fehlen einfach. Scheinen verloren zu sein, aber ich denke dafür gibt es jetzt auch genau so viele andere besonderen Momente die man noch teilen kann/wird. Und dieses miteinander auf Augenhöhe ist auch so mega wichtig.
Ja und diese heile Welt kacke von anderen zieht einen noch mehr runter finde ich, denn dann fragt man sich immer.. wieso läuft das bei uns nicht mehr so? Was haben wir falsch gemacht? Was hätte man besser machen können?! Die selbst Zweifel die einen von innen beginnen aufzufressen...
Das ist einfach nur hart.

Ja das kann sein er ist auch einfach schon immer sehr sensibel gewesen und feinfühlig. Nur im Moment hat er eine so verdrehte Wahrnehmung, nimmt alles höchst persönlich und hört nur das was er hören will wenn man spricht... Ja ich werde versuchen da auch so mal zu agieren, auch wenn es schwer fällt. Und unendlich schmerzt...

05.05.2021 07:44 • #15

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