Zitat von tina92:Momentan möchte ich wieder nach hause...in der Klinik passiert wirklich nichts und man läuft den ganzen Tag planlos herum.
Das Gefül kenne ich auch noch zu gut - an meinem ersten Wochenende in der Klinik hätte ich auch die Wände hochgehen können. Wären das auch gleich 4 Tage gewesen hätte ich wohl die totale Krise bekommen... Ich hatte immer das Gefühl, etwas tun zu müssen, wenn man schon da ist.
Später habe ich die Wochenenden geliebt und fand sie meist zu kurz. Und ich habe teilweise das Gefühl, dass mir das Rundherum mehr gebracht hat, als die eigentlichen Therapien. Könnt ihr an den Wochenenden eventuell einen Teil der Einrichtungen nutzen? Wir konnten jederzeit in einen der Räume der Kunsttherapeuten und die Sachen aus dem Sportschrank konnten wir uns auch immer geben lassen.
Aber was mir am meisten gebracht hat, war die entspannte Zeit mit den Mitpatienten, die wir an den Wochenenden hatten. Dort haben sich viele Freundschaften gebildet, die mir auch heute noch - über ein halbes Jahr nach der Entlassung - wichtig sind. Und unsere Clique hat sich vor allem an einem Wochenende gebildet, als wir nur mit 5 Leuten auf Station waren. Und durch den engen Kontakt, den wir irgendwann hatten, wurde man ganz anders gespiegelt. Diese Leute haben meist schneller als alle Therapeuten und Pfleger mitbekommen, wenn irgendwas mit mir war - und manchmal auch vor mir selbst. Sie wussten irgendwann ganz genau, welche Fragen sie stellen musste. Und durch das gute Verhältnis wurden auch die Gruppensachen (Kunstgruppe, Körperwahrnehmung, Psychogruppe) viel intensiver, weil wir uns gegenseitig gefordert und aufgefangen haben.
Daher versuche doch, die freie Zeit zu nutzen, um mit deinen Mitpatienten in Kontakt zu kommen. Geht gemeinsam ein Eis essen, kocht was zusammen wenn ihr eine Küche habt, malt zusammen - irgendwas halt.
Ich wünsch dir auf jeden Fall noch viel Erfolg und viele schöne Stunden dort Wie lange wirst du voraussichtlich da sein?
LG
Sarah
25.04.2011 09:55 •
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