162

Wohlfühlorte - einst und jetzt

PaulaBaumann
Hallo Ihr Lieben,
ich habe erstmal geguckt in welche Kategorie mein Beitrag passt. Wohlfühlort unter meinem Kirschbaum. Daisy unsere Hündin liegt entspannt in der Wiese. Das ist für mich das kleine Glück. Im Garten ist einiges zu tun, aber jetzt finde ich es viel schöner, wenn nicht alles perfekt ist. Passt viel besser zu mir und im Laufe der nächsten Tage schneide ich dann Verblühtes ab. Oh es geht mir gut, lange und hart erarbeitet, ich hoffe diese Phase bleibt ein Stück.

Ich wünsche Euch allen einen schönen Tag, viel Kraft und liebe Grüße Paula

11.06.2019 12:37 • x 3 #16


A
Liebe Paula, du hast da aber wirklich einen wunderschönen Wohlfühlort! Unter dem Kirschbaum, zusammen mit deinem niedlichen Hund! Ich glaube, Daisy schafft es so manches Mal, dich aus trüber Stimmung herauszulocken, indem sie sich drollig verhält oder aufmunternd bellt.

Ich wünsche dir, dass deine Kraft weiter anhält! Mayke

11.06.2019 13:17 • x 2 #17


A


Hallo Anchiwa4964,

Wohlfühlorte - einst und jetzt

x 3#3


M
Wohlfühlorte

auch das Forum kann ein Wohlfühlort sein.

Wohlfühlorte wechseln und ändern sich.
Es gab mal einen Ort, das war mein ganz geheimer Kraftort
und den habe ich dann mit jemandem geteilt um Kraft und Energie zu schicken

Die Folge man hat sich lustig gemacht und mich zutiefst verletzt.
Komme ich jetzt an den Ort kommen die Tränen und die Kraft die mir dieser Ort mal gegeben hat
ist weg. Ich arbeite da im Moment am Thema Versöhnung um den Verletztern die Macht zu nehmen.


Lange habe ich gebraucht um wieder zu vertrauen und andere Menschen an solchen Orten teilhaben zu lassen.

Für mich ist daher auch dieses Forum ein Wohlfühlort da ich hier nicht das Gefühl habe
das sich jemand lustig macht.

Danke dafür.

12.06.2019 16:01 • x 10 #18


A
@Machara
Welch ein Wohlfühlort das Forum ist, merke ich heute Abend. Am Ferienort gibt es kein schnelles Internet und nach einem kräftigen Gewitter hat sich das Netz weitgehend verabschiedet. Fürs Forum reichts nur knapp, so dass ich mich wie abgeschnitten fühle.

20.06.2019 20:39 • x 5 #19


Alexandra2
In Sporthallen fühlte ich mich meistens wohl, nur im Winter, wenn nicht geheizt wurde, nicht.
Es war dort lebendig, fröhlich. Manchmal lief Musik. Es gefiel mir, daß ich dort in Ruhe gelassen wurde, mit anderen Kindern zusammen sein konnte. Das Geplapper, Quietschen der Schuhe auf dem Hallenboden,der Duft des Talkum und Lächeln der Trainer hat mich getröstet und getragen. Oft mochte ich nach Trainings nicht nach Hause gehen.

21.06.2019 07:44 • x 1 #20


PaulaBaumann
Wohlfühlorte

in den letzten drei Tagen meistens mein Bett. Gestern am Nachmittag ging es mir besser, ich war sogar eine kleine Runde mit dem Hund. Und heute liege ich noch im Bett. Mein Kopf weiß das ist alles ganz normal, aber der Rest sagt dann schon wieder nun reiß Dich mal zusammen, andere arbeiten in der Situation noch. Könnt Ihr mir was Nettes , Aufbauendes schreiben bitte ?
Liebe Grüße Paula

21.06.2019 09:49 • x 1 #21


A
Liebe Paula! Hier kommen viele nette Gedanken an dich!
Vielleicht magst du es ja wie ich halten: Ich habe beschlossen, mich nicht mehr mit Zusammenreißen zu belasten. Unser Körper weiß ganz bestimmt am besten, wann für uns Ruhen oder Zusammenreißen dran ist. Ich meine damit nicht den kleinen Schubs, den man sich ab und an mal selber geben kann, sondern habe ein Bild der Überforderung im Kopf, die gar nix Großes beinhalten muss. Wenn ich in Zukunft merke, ich KANN nicht, weil ich nicht kann, (im Gegensatz zu ich WILL nicht, denn das gibts auch bei mir ) werde ich nur für mich entscheiden, vor allem ohne große Rechtfertigung.
Liebe Paula, komm, bleib noch ein bisschen liegen und ich nehme deine kleine Daisy und gehe mit ihr am Main entlang spazieren. Da ist es so interessant für Schnüffelnasen, dass sie so schnell nicht nach Hause will. Und mir tut die Bewegung gut, denn ich vermisse mein geliebtes Thermalbad. Vor einer Stunde sind wir wieder in der Heimat.
Sorge gut für dich!
LG von Mayke

21.06.2019 11:18 • x 3 #22


PaulaBaumann
Hallo Mayke,
vielen lieben Dank für Deine Worte. Ich habe mich sehr gefreut. Du hast ja so recht. Aufgestanden bin ich erstmal. Bei uns in dem kleinen Wohngebiet ist eine Gärtnerei, da habe ich mir erstmal Blumen gekauft= Seele streicheln.
Dasisy würde es bestimmt am Main gefallen. So dann wird es Zeit für ein kurzes Mittagsnickerchen.
Liebe Grüße

21.06.2019 11:41 • x 2 #23


A
Mein Liegestuhl im Garten ist derzeit mein absoluter Wohlfühlort.
Ich liebe die Sonne, aber wenn es mir zu heiß wird, schiebe ich meine Kippliege in den Schatten unter das Dach der Veranda und beobachte, was ringsherum passiert:
Die sich im Wind bewegenden Äste des Wildkirschbaumes hängen voller Früchte, das Schattenspiel der Blätter anderer Bäume und Büsche zeichnet sich an der weißen Wand eines Gartenhüttchens ab, am blauen Himmel ziehen Flugzeuge einen Kondenssstreifen, der sich durch die Luftstömung wunderlich verformt. Ich frage mich dann, ob dort oben Turbulenzen zu spüren sind, die ich ja so gar nicht mag. Die Spatzenfamilie krakeelt im Eibenbusch, das Blätterdach des Walnussbaums breitet sich wie ein Schirm aus und gibt mir Sicht- und Lichtschutz. Ich höre das Telefon im Haus und bleibe dennoch seelenruhig liegen. Wer was will, ruft sicherlich nochmals an. Der Wind fächelt über die Haut und kühlt angenehm.
In meinem Gartenkorb ist alles enthalten, was ich tagsüber so brauchen könnte. Er steht griffbereit in der Nähe des Liegestuhls.
Nachdem es mir aber auch nach gewisser Zeit langweilig wird, nur faulenzenderweise herumzuliegen, stehe ich auf, binde mir meinen bunten Pareo um und kümmere mich ein bisschen um die Gartenpflanzen. Sobald ich den Liegestuhl geräumt habe, macht es sich Nachbars Katze Mia auf der Sitzfläche gemütlich. Das darf sie gern.

29.06.2019 10:47 • #24


A
Danke liebe Blume!
Da ich auch oft dem Begriff Achtsamkeit nachspüre und den Gedanken jedoch oft nicht zu Ende bringe, freut mich dein lieber Hinweis ganz arg.
Bei Mia muss ich heute Überredungskünste anwenden. Sie mag partout ihr schattiges Plätzchen nicht hergeben, was ich ja verstehen kann.

29.06.2019 11:09 • x 2 #25


A
Hängematte
Ich liege in der Hängematte. Jetzt im Moment. Es ist so friedlich zwischen den Bäumen und Büschen, auch wenn die Geräusche der Umgebung an mein Ohr dringen. Sie stören mich nicht. Der kleine Turmfalke, der sich allabendlich im großen Nussbaum niederlässt, erhebt sich schimpfend in die Lüfte, um sich einen anderen Platz zu suchen. Käfer schwirren herum. Mia läuft schnurrend herbei. Aus den offenen Fenstern dringen Fernsehlaute. Irgendwoher höre ich Gelächter und in der Luft liegt noch der Geruch nach Gegrilltem. Es ist nun ein bisschen kühler geworden. Schwarz erhebt sich die Silhouette der Eibe und des kleinen Nussbaum vor der Dämmerung ab. Auch die noch aufgespannten Sonnenschirme sind nicht mehr orange und beige, sondern grau. Wie sehr unser Auge doch das Licht braucht, um Farbe wahrnehmen zu können!
Ich fühle mich so geborgen in den Webtüchern meiner Hängematte. Wie würzig der Sommerabend duftet. Meine Gedanken wandern viele tausend Kilometer weit weg nach Südwesten an den Ort, wo ich den Stoff einst kaufte.
Inzwischen sind die Solarlichter angegangen. Sie erhellen ein bisschen die Umgebung, denn es ist jetzt fast dunkel geworden. Trippelnde Schrittchen neben mir. Ein Igel wagt sich heraus. Ich habe ihn Fritz Stachelwald getauft, nach dem Tierbuch, das ich als Kind einst geschenkt bekam.
F. ist schon zu Bett gegangen. Aber ich werde hier draußen so lange bleiben, wie ich mag und wenn es die ganze Nacht sein sollte.

30.06.2019 22:33 • x 3 #26


M
Ich habe heute einen ganz tollen Wohlfühlort gefunden. Nachdem ich ja geklagt habe das es an einigen Stellen hier so voll ist bin ich in eine Seitenstraße abgebogen und musste durch einen langen Tunnel. Auf der anderen Seite war eine kleine unauffällige Seilbahn mit der ich dann auf den Berg gefahren bin. Dort war die Hektik und die vielen Autos und Busse ganz weit weg. Ich bin ein Stück bis zu einem Aussichtspunkt mit einer Bank gelaufen. Dort habe ich gesessen und ins Tal und auf die Berge gesehen und alles war gut. Ich habe mich sogar auf die Bank gelegt und die Augen zugemacht. Es war herrlich. Ich konnte das frische Heu riechen und den Wind spüren.
Dann habe ich die Wolken beobachtet und das Schattenspiel auf den unterschiedlichen Wiesen. Den Wolken habe ich dann das ein oder andere mitgegeben. Jetzt ist einiges da wo es hingehört. Danke Jedi für den Tipp dazu. Ich wünsche uns allen das wir solche Orte haben oder finden.

19.07.2019 21:58 • x 5 #27


A
Hier im Garten gibt es einen nach drei Seiten geschlossenen Pavillon, aus massivem Holz gebaut. Das Dach spitzt sich zur Mitte zu. Eigentlich ist dieses Hüttchen wie ein Unterstand, doch es hat etwas Besonderes:
An der hinteren Seite ist von rechter zu linker Wand eine Etage auf Tischhöhe eingezogen. Nicht einmal schmal, sondern recht breit. An der vorderen Kante ein Wulst, damit das, was dort liegt, nicht hinunterrutscht.
Keiner weiß, wozu diese gesamte Vorrichtung dienen soll. Als ich den Pavillon zum ersten Mal sah, war für mich klar, dass ich diese zweite Ebene meine Schlaf- Etage wird.

Die Nächte sind hier warm, Stechmücken gibt es nur vereinzelt momentan und in der Gegend ist es friedlich. Deshalb zog ich schon bald nach unserem Einzug in das Häusel unserer Bekannten zum Übernachten in die Gartenhütte um. Eine gemütliche und ausreichend gepolsterte Koje hatte ich mir aus Decken und Luftmatratze gebaut. Der Korb für die Nacht mit allerlei nützlichen Dingen war schnell gepackt. Das Abenteuer konnte beginnen.

Nach Einbruch der Dunkelheit wurde es, wie an jedem Abend, es still in der Siedlung. Die kaum wahrgenommenen Geräusche des Tages waren nun ziemlich deutlich: Das Aufbäumen und das donnernde Zusammenfallen der Meeresbrandung, das Tuckern der Fischerboote, das Rascheln und Fächeln der Palmenwedel im rauen Wind, das Hupen der Fähre und das Geraschel der Tiere, die nachts in den Garten kamen. Atlashörnchen huschen heran und suchen nach Krümeln. Meine treuen Besucher, zwei Esel, traben über den knirschenden Erdboden aus Lavaschotter eilig heran. Für je einen Apfel halten sie ganz still und lassen sich zwischen den Ohren kraulen und trollen such danach wieder.
In den ersten Nächten war mir manchmal noch etwas unheimlich zumute, doch nun, Wochen später, nicht mehr. Der Wind erfrischt die Luft so schön. Sie duftet aromatisch nach Salz und Meer.

Oft habe ich inzwischen schon im Hüttchen übernachtet.
Wenn ich Sorgen habe und wegen Grübelei nicht schlafen kann, ziehe ich mit ein paar Handgriffen nach draußen um. Der Gartenkorb wird jeden Tag neu gepackt bzw. ergänzt.

30.08.2019 17:53 • x 2 #28


A
Viele Jahre lang hatten meine Schwester und mein Schwager eine Berghütte im Allgäu gepachtet.
Ich liebte dieses große urige Haus sehr und auch unsere nun erwachsenen Kinder erinnern sich immer wieder gern an die Kuhglockenferien, wie sie den Urlaub damals nannten. Als die Kinder klein waren, wohnten wir noch in einer engen Wohnung zu sechst und Ferien in dieser Hütte bedeutete Freiheit pur, wie im eigenen Haus, in dem es 19 Betten gab, aber keinen Strom und in den ersten Jahren auch nur ein Plumpsklo. Almwiesen mit Jungvieh hatten wir als Garten außenherum.
Die Pass-Straße zum Tannheimer Tal hinüber war in Hör- und Sichtweite und den Ort Oberjoch konnte man zu Fuß in rund zwanzig Minuten erreichen. Mit dem Fahrrad gings schneller. Weder musste man klettern noch sich sonstwie abmühen, um diese Hütte zu erreichen.
Erst in späteren Jahren bekam das Haus einen Anbau mit WC und Dusche. Ganz früher holte man sich aus dem nahen Bach ein paar Kannen Wasser für die Körperpflege.

Mein absoluter Wohlfühlort war jedoch die kleine Plattform an der Quelle, oberhalb der Hütte. Ich zog oft mit meinem Korb voller nützlicher Sachen die paar Meter den Hang hinauf. Weit war es nicht. Auf dem Stein breitete ich eine Decke aus, setzte mich darauf und hielt die Füße in den Wasserstrahl, der je nach Wetter und Regen mal kräftiger, mal dünner war, jedoch immer eiskalt. Ich hatte kühlen Zitronentee und ein paar Kekse dabei, mein Fernglas, die Kamera, meinen Zeichenblock (obwohl ich total unbegabt bin), ein paar Stifte und mein Tagebuch.
Manchmal saß ich nur da und schaute mir die liebliche Gegend an. Die Gipfel des Iseler, des Zinken, des Ornach boten so ein schönes Bild, dass ich oft ganz still und andächtig wurde, dazu die saftig grünen Wiesen, der blaue Himmel, ein blinkendes Gipfelkreuz in der Sonne.
Ein Tag ohne ein paar Stunden an der Quelle war für mich damals ein verlorener Tag.

Vor rund zwölf Jahren hat die Hütte den Besitzer gewechselt. Seither war ich nur noch einmal dort, um zu schauen. Aber das war kein schönes Erlebnis.
Vergangenheit ist, wenn es nicht mehr wehtut. Diesem Spruch von Mark Twain kann ich nur zustimmen.

17.09.2019 12:34 • x 2 #29


A


Hallo Anchiwa4964,

x 4#15


111Sternchen222
Was für ein tolles Thema.
Mein Wohlfühlort ist das Meer . das Rauschen der Wellen, warmer Sand unter den Füßen ,die salzige Luft riechen und schmecken, Möwengeschrei.
Am liebsten habe ich das rote Meer, schnorcheln Fische ,Artenvielfalt dort kommt meine Seele zur Ruhe, dort tanke ich Kraft. Hier zu Hause ist es die kleine Bank am See .

23.09.2019 09:54 • x 1 #30

Weiterlesen »




Ähnliche Themen

Hits

Antworten

Letzter Beitrag