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Wohlfühlorte - einst und jetzt

A
Ich habe in schwierigen Zeiten immer wieder den Eindruck, viel zu wenig Schönes erlebt zu haben. Bei der Osteopathie bekam ich neulich den Rat, in Erinnerung an früher oder nach einem aktuellen Erlebnis an diesem Ort zu verweilen.
Davon möchte ich hier gerne erzählen und wer Lust hat mitzuschreiben, nur zu!

03.06.2019 14:00 • x 8 #1


A
Leselampen
Ich war zehn Jahre alt. Meine Eltern hatten sich einen Traum erfüllt und sich einen Wohnwagen gekauft. Anstatt mit dem Zelt sollte es nun mit dem Caravan nach Italien gehen.
Meine Eltern planten emsig die Ferien. Darin waren sie ein unschlagbar tolles Team. Ihre Vorfreude auf den Urlaub übertrug sich auf mich.
Wir fuhren nachts los. Meine Eltern froh gestimmt und ich ausgestattet mit allerlei Beschäftigungszeug lag glücklich auf der weichen Fläche hinten in unserem damaligen VW Kombi. Damals gab es noch keine Kindersitzpflicht, geschweige denn serienmäßig Sicherheitsgurte hinten. Die Campingsachen verteilte mein Vater so geschickt, dass ich wie auf einer breiten Matratze lag, umgeben von drei Fensterseiten. Wie herrlich friedlich das Auto über die Straßen wollte! Für mich war es besonders schön, bis in die frühen Morgenstunden lesen zu können. Die hellen Positionslampen des Wohnwagens spendeten genug Licht dafür. Liegen, lesen, vom Urlaub träumen, in die Nachtluft schnuppern, jeden Kilometer genießen.
Das Gefühl vieler entspannter Stunden verbinde ich noch heute mit diesem Auto, dieser Zeit, die ich nur für mich hatte, ohne dass meine Eltern schimpften.

03.06.2019 14:34 • x 10 #2


A


Hallo Anchiwa4964,

Wohlfühlorte - einst und jetzt

x 3#3


ZeroOne
Ein tolles Thema, @Mayke1 !

An dieses am späten Abend, bzw. in der Nacht aufbrechen und gen Süden fahren kann ich mich auch noch aus meinen Kindertagen erinnern. Auch an die von dir beschriebene Nachtluft. Morgens war man dann schon meist über die Alpen und hat die ersten mediterranen Vibes aufgenommen. Leider sind meine Eltern damals dann immer öfters auf´s Flugzeug ausgewichen (wie auch ich später).

Dennoch: eine schöne Zeit.

Wie gesagt: ein tolles Thema Wohlfühlorte. Das beschäftigt mich in letzter Zeit sehr - eher im depressiven Ambiente. Es weckt Bedürfnisse und Sehnsüchte an Zeiten, Dinge, Menschen und Erlebnisse die ich heute nicht mehr (er)leben kann und darf, dafür aber auch keinen vergleichbaren Ersatz gefunden habe. Das endet in einer Rast- und Ruhelosigkeit 24/7, was mir auf Dauer nicht besonders gut tut.

Insofern: vielleicht bringt dieser Thread ja positive Anregungen für mein Leben.

LG
ZeroOne

03.06.2019 14:52 • x 6 #3


M
Oh das ist eine tolle Idee
Ich bezeichne diese Orte gern als meine Kraftquellen.
Ich habe ein paar die gehören mir ganz allein aber den ein oder anderen Ort teile ich doch gern mit euch.

Es gibt einen Berg in in der Nähe von Nürtingen. Die Burgruine Hohen Neuffen dort gibt es eine Bank
zu der fahre ich jedesmal wenn ich meinen Bruder besuche. Dort kann ich Stundenlang sitzen ins Tal schauen und
den Paraglidern zusehen. Dort kann ich Kraft und Energie tanken. Vor einiger Zeit war dann da auch noch ein Dudelsackspieler und dann wollte ich da gar nicht mehr weg.

03.06.2019 14:52 • x 8 #4


ZeroOne
Zitat von Machara:
Die Burgruine Hohen Neuffen


Kenn ich!

LG
ZeroOne

03.06.2019 15:21 • x 5 #5


Y
Mein absoluter Wohlfühlort existiert nicht mehr, ist aber in meiner Erinnerung sehr lebendig und die Gerüche sind noch in meiner Nase. Es ist die Küche meiner Grossmutter. Sie lebte zusammen mit meiner Tante in einer Wohnung in einem Fachwerkhaus in Schwerin, neben der Schelfkirche. Schon wenn man ins Haus rein kam , über all die Jahre, es roch immer gleich. Wenn man durch die Wohnungstür trat, stand man direkt in der Küche - gegenüber die Fenster, davor ein altes, durchgesessenes Sofa, ein grosser Küchentisch, grundsätzlich bedeckt mit einer Wachstuchdecke und links und rechts ein Stuhl. Von frühster Kindheit an, immer wenn ich dort war, habe ich auf dem Sofa gesessen und das blieb mein Platz , auch als Erwachsene. Den leckersten Kaffee trank ich da, türkisch aufgebrüht im grossen Pott, direkt auf den Tisch. Dort war es nicht wichtig, was andere über einen dachten. Meine Grossmutter und meine Tante haben so gelebt, wie sie es für sich richtig fanden.
Bis heute führt mich mein Weg, wenn ich in Schwerin bin, zu diesem Haus. Dann stehe ich unten und schaue zum ehemaligen Küchenfenster hoch und hänge meinen Gedanken nach.
Bis heute bin ich ein Küchensitzer, leider ist meine jetzige Küche zu eng.

03.06.2019 20:33 • x 6 #6


Jedi
Wohlfühlort von einst, war als Kind u. Jugendlicher eine bestimmte Ecke meines Zimmers, dass ich mir mit Stoffen so gestaltet hatte, als wäre es eine Höhle.
ab in diese Ecke u. mit ein paar Büchern konnte ich in den Geschichten die ich las, mal König, mal Ritter, mal der Abenteurer, uvm. sein. dies empfand ich als Schutzraum, vor der Gewalt.
Wohlfühlort jetzt, ist ein großer alter Baumstumpf in unserem Wald, der eine ausladende Stelle hat u. es sieht aus, wie ein sitz.
Dort habe ich mich zu meiner schlimmsten Deprizeit hingeflüchtet u. der alte zerklüftete Baumstamm hörte nur aufmerksam zu, was ich ihm alles anvertraut habe.
Mir gab es ein Gefühl, dass mir jemand zuhörte u. nicht beurteilte oder bewertete.
Auf habe ich oft die Schuhe ausgezogen, um mit den Füßen kontakt zum Waldboden zu haben.
Dies gab mir mit der Zeit ein Gefühl, mich wieder zu erden.
Habe ich bis heute beibehalten, villt. nicht mehr so oft, wie damals.
Auch die Themen haben sich nach der langen Zeit, auch verändert.

Schöner Thread u. ich denke, dass es wichtig sein kann, einen Ort zu finden oder gefunden zu haben, wo unsere Seele in Kontakt mit diesem Ort kommen kann u. gleichzeitig, können wir eine Verbundenheit mit uns selbst u. mit allem was uns da umgibt spüren.

LG Jedi

04.06.2019 18:13 • x 7 #7


maya60
Wohlfühlort war als Kind das Großvaterhaus mit Hühnergarten, Entschleunigung, alten Ritualen und Geschichten und mit Naturnähe, das besondere Sonntagslicht. Auch die spirituelle Lichtwelt.

Wohlfühlort heute ist das obige immer noch in meinem Herzen aufsuchbar und auch meine jetzige Dachetage der Stille und des Rückzugs und mit Schreibsegen und Lesesegen und mit Blick in die Spitzen der Nadelbäume, mit Düften, Geräuschen, Windstreicheln aus dem Garten.

Danke für dieses schöne Thema, liebe Mayke

04.06.2019 18:40 • x 4 #8


A
Blau-weiß- gestreift

Ich habe den Hängesessel zu meinem 60. Geburtstag bekommen. Er sollte einen besonderen Platz in unserem Wohnzimmer bekommen, im gemütlichsten Winkel des Raumes. Die offene Dachgebälk war wie geschaffen, um ihn daran zu befestigen.
Doch ich saß fast nie darin, zumindest nicht, um zu lesen, dösen, zu träumen oder gar zu schlafen. Das Ding hing immer im Weg und störte durch seine Farben des Polsters irgendwie auch den Gesamteindruck des Zimmers.
Als aber vor zwei Jahren der Gartenpavillon fertig war, bekam der Sessel eine neue Heimat.
Mit dem blau-weißen Streifenmuster passte er hervorragend zu den Freizeitmöbeln. Nun hängt er bei schönem Wetter gut befestigt an den Seitenbalken und lädt zum Verweilen ein.
Angelehnt an die weichen Seile kann ich gemächlich schwingend in den Himmel träumen, Wolkenbilder bestaunen, meiner Fantasie freien Lauf lassen. Ich lasse mich in die Entspannung schaukeln, vom Wind umfächeln und vergesse die Zeit. Der größte Genuss aber entsteht, wenn ich den kleinen Springbrunnen anstelle und bei jeder sanften Schaukelbewegung die Füßen mit dem Sprudelstrahl erfrischen.

Gäste dürfen gern ebenfalls in meinem Sessel Platz nehmen. Der Einladung folgt oft auch Nachbars getigertes Kätzchen Bella, das sich dort ein Nachtlager aufschlägt. Es lässt sich morgens noch von mir in den Tag streicheln, räumt dann bereitwillig den Ort der Katzenträume und schleicht auf leisen Pfoten davon. Aber abends in der Dämmerung muss ich mit Bella verhandeln, wenn ich bei flackerndem Windlicht noch ein bisschen meinen Gedanken nachhängen will. Oft springt sie dann zu mir herauf und wir schaukeln beide in die Nacht hinein. Bella wohlig schnurrend und ich glücklich und zufrieden.

05.06.2019 10:23 • x 2 #9


mutmacher
Früher- ach Gott!
Das Bauernhaus meiner Großeltern! Verstehe heute einiges besser. Warum hat mich meine Mutter so früh ihrer Schwi.-Mutter anvertraut ? Ich vermute, sie hatte eine postnatale Depression, denn sie war in meinen Augen immer leidend, irgendwie. So war dann meine Großmutter meine Mutter, denn alle ihre großen Kinder, die noch bei ihr waren, nannten sie ja Mutter. So war sie bis zu ihrem Tod meine Mutter! Sie wusste, dass ich den Stall so sehr liebte, da stand eine Kuh und im anderen Eck waren ein paar Schweine. Dann melkte sie und ich bekam die Sahne (frische, warme Kuhmilch) -einfach herrlich. Nach dem Mittagessen legte sie mich im oberen Stock ins Bett (ich muss da noch sehr klein gewesen sein), öffnete das Fenster weit und ich kann mich heute noch an den Geruch erinnern- himmlisch. Jahre später sah ich den riesigen Kirschbaum, direkt vor diesem Fenster und wenn er blühte, roch es einfach herrlich.
Ich muss zwischen 3 - 4 Jahre alt gewesen sein, als sie abends darüber sprachen, dass morgen die Sau geschlachtet werden sollte und man mir in die Hand versprach, dass ich das Schwänzle halten dürfe. Ich freute mich so sehr und war so aufgeregt, dass ich nachts Fieber bekam. Dann kam der Schlachttag und Mutter hielt mich zurück, sie ließ mich nicht mal aus dem Fenster schauen. Ich muss damals ein Mordsgeschrei gemacht haben, weil ich das Schwänzle nicht halten durfte. Aber das Bild meiner Tante, die das Blut rührte, hab ich noch im Hinterkopf. Später dann (noch lange nicht im Kindergarten) ließen sie mich einfach laufen. Ich sehe mich noch mitverfilzten Wollhandschuhen auf dem Feld an einem Rosenkohlstock, die kleinen gefrohrenen Rosenkohlknöpfe abbrechen und essen. Dann die Schmalzbrote in der warmen Bauernküche und abends saß die Mutter auf dem alten Herd, der noch Restwärme hatte und stopfte. Ich liebte sie und muss ihr ständig wie ein Schatten gefolgt sein. Als sie starb, erzählte man, etwas schmunzelnd über sie, dass sie, als sie frisch verheiratet war, jeden Abend zurück zum Bauernhof ihrer Eltern kam zum Übernachten. Bis ihr Vater ihr erklärte, dass sie jetzt zum Hof ihres Mannes gehörte und nicht mehr ins Elternhaus Ihre 6 Kinder hat sie dann aber doch noch bekommen.
Ja, gäbe so vieles zu erzählen von schönen Orten- vlt. ein andermal.

05.06.2019 14:08 • x 5 #10


A
Der grüne Schirm
Kraftvoll schreite ich aus, den Pfad bergan, hinauf auf die geschwungenen Kuppen über dem kleinen Ort.
Nach wenigen Minuten Marsch durch wogende Felder und vorbei an wunderschön blühenden Kornblumen führt mich der Weg in einen Mischwald hinein. Wie wohl es tut, wenn man aus gleißendem Sonnenlicht in den Schatten eintauchen kann! Eine Lichtung gibt noch einmal den Blick frei auf die liebliche Landschaft des Rottals.Ich sitze auf einer Bank und verweile ein bisschen. Ameisen tragen emsig Lasten mit sich herum und verschwinden mit ihren Habseligkeiten in einem morschen Baumstumpf. Ganz in der Nähe trommelt ein Specht an einem Baumstamm herum. Ein Blick zum Himmel: Wird das Wetter halten? Gewitter sind angesagt. Noch einmal auf die Wander-WetterApp am Handy geschaut. Es gibt noch keine Warnung. Dann schalte ich das Gerät aus und dafür die Kamera an. Im Wald muss ich nicht erreichbar sein und auch niemandem eine Nachricht schicken. Außerdem bin ich mit meinem Mann unterwegs. Er wird bald hier an der Bank eintreffen.
Nach einer kleinen Rast wandern wir zu zweit weiter. Immer tiefer auf dem schmalen Forstweg dringen wir in den Wald vor. Unser Ziel ist die kleine Holzkapelle. Wir begegnen niemandem. Keine störenden Geräusche dringen an unser Ohr. Nur Gezwitscher, das Rauschen des Windes in den Baumkronen und das Knacken der aufplatzenden Zapfen sind zu hören. Als wir aus dem Tal herauf das melodische Hupen des Rottal-Bähnchens hören, wirkt das heimelig und romantisch.
Wir wandern weiter, bis wir zu der kleinen Holzkapelle gelangen. Schade, dass der Eingang versperrt ist. Ich wäre gern drinnen gesessen und meinen Gedanken nachgehangen. Durch die Zaunlatten, mit denen die Tür leider versperrt ist, kann ich jedoch schauen. Drück dich ein Weh, zur Mutter geh! Oh sag es ihr, gern hilft sie dir. steht kunstvoll gestickt auf dem Altartuch. Die Worte berühren mich. Hinter dem Kapellchen gibt es einige Rastbänke. Dort nehme ich Platz und lasse mich von dem frommen Spruch in die Erinnerung an früher tragen. Wie gern hätte ich eine Mutter gehabt, der ich alles sagen konnte.
Über mir wölbt sich ein weitverzweigtes Blätterdach wie ein grüner Schirm. F. ist einige Schritte weitergelaufen und wartet auf mich. Ich bin ihm dankbar, dass ich einige Minuten nahe der Kapelle unter dem Schutz der Waldbäume mit mit meinen Gedanken und Gefühlen alleine sein kann. Zur Mutter geh - hier bei Mutter Erde bin ich auch bestens behütet und aufgehoben. Mit diesem schönen Bild in mir springe ich auf und laufe wieder vergnügt neben meinem Mann her. Alsbald finden wir eine kleine sonnendurchflutete Lichtung, lassen uns auf einem dicken Baumstumpf nieder und stärken uns mit einem kleinen Picknick. Immer noch sind wir umgeben von Ruhe und einer Palette von Grüntönen. Die Farben faszinieren mich. Irgendwo knackt es im Unterholz. Ein Hase? Ein Reh? Wir verhalten uns ganz leise, um vielleicht etwas beobachten zu können, halten sogar den Atem an, aber nichts geschieht. Ich habe Zeit, um um mich herum so viel wahrzunehmen wie möglich. Den Duft nach Wald, mal würzig, mal süßlich, nach Nadelgehölz, Holunder, den Blüten der Brombeeren und nach Waldboden inhaliere ich Atemzug für Atemzug und mag gar nicht mehr aufhören.

Ein Grollen am Himmel scheucht uns auf. Unmerklich sind die schwarzen Wolken herangezogen. F. und ich packen rasch zusammen, und marschieren talwärts. Ein Stück weit geht es noch durch einen dichten, hochgewachsenen Nadelwald auf düsterem Weg bergab. Ich komme mir immer noch beschirmt vor. Doch es ist wahrscheinlich besser, dem Gutshof zuzustreben. Bedauernd verlassen wir den Wald, aber kommen nicht weit. Wir schaffen es gerade noch zu einer weiteren kleinen Kapelle am Wegesrand. Zum Glück ist die Tür offen. Wir lassen uns auf einer schmalen Bank nieder und warten das Unwetter ab, das sich zum Glück rasch wieder verzieht, so dass wir den Heimweg bald fortsetzen konnten.
Ich war schon lange nicht mehr in so einem schönen Wald wie heute.

10.06.2019 15:24 • x 4 #11


E
Einer meiner Wohlfühlorte war unser Campingwagen.
Wir sind früher nach Spanien gefahren (ein Abenteuer in den 70ern, über die Pyrenäen!) und hatten zwei Übernachtungen unterwegs, die wir an der Autobahn, an einem Rastplatz machten und ich glaube, es lag an der Nähe und daran, daß ich mich so geborgen fühlte, wenn es draußen regnete, wir eng beieinander dasaßen und Ravioli aßen, Spiele spielten, der Wohnwagen wackelte, wenn wieder ein LKW vorbeifuhr, daß ich dieses wohlige Gefühl dabei verspüre.

Campingplätze waren für mich immer Wohlfühlorte, weil man sich- damals zumindest- so wunderbar frei bewegen konnte, überall waren andere Kinder, das Meer, die Märkte.

Ich denke, sehr, sehr oft daran zurück.

10.06.2019 16:40 • x 6 #12


Lilly-18
Ich bin fasziniert von euren Schilderungen, habe unzählige Bilder im Kopf und möchte mich am liebsten an jeden einzelnen Ort hin beamen.
Mein Lieblingsort ist mein Garten. Der ist nicht sehr groß, aber es blühen viele bunte Blumen, in der Mitte steht ein großer Apfelbaum, der meine Terrasse beschattet und unter dem ich es auch im Sommer bei der größten Hitze sehr gut aushalte. An der Hauswand rankt sich eine alte Kletterrose hoch mit dunkelroten Blüten, die lebt schon länger hier als ich und ich hege und pflege sie. In dem Garten haben schon meine Kinder gespielt und ich hoffe, dass sich auch meine Enkelkinder hier genauso wohl fühlen werden. Einen Ast meines Apfelbaumes habe ich schon zum aufhängen einer Schaukel ausgesucht.

10.06.2019 17:36 • x 6 #13


L
Es regnet wunder-, wunderschön, es rauscht in den Blättern, mild ist die Luft! Ich liege da und darf er einfach zuhören, so schön!
Lisa

10.06.2019 23:35 • x 3 #14


A


Hallo Anchiwa4964,

x 4#15


Alexandra2
Der Birnbaum
Aus meinem Kinderzimmerfenster sehe ich ihn in aller Pracht im Garten stehen. Zweige symmetrisch ausgebildet rechts und links sieht er aus wie ein Stierkopf. Blühte er, summte er und sein Duft betörte mich. Der alte, zuverlässige Birnbaum, inzwischen ca 6 Meter hoch.
Aber das Beste war, er war mein Zufluchtsort, besonders an den Tagen, an denen meine Mutter ihr Gift an mir Abliess bzw es versuchte.
Ich kletterte auf den Baum möglichst hoch, weit weit weg von ihr. Bis die Zweige knacken. Dort war Ruhe, das Rauschen des Windes und der Abstand zu ihr. Einmal rief sie, ich solle runterkommen, ich könnte abstürzen. Bitter dachte, das ist ihr doch egal. Was soll die Verlogenheit.
Aber dieser Baum rettete mich davor, durchzustehen und er half, Abstand zu finden vor Anfeindungen. Er half, ein friedliches Herz zu bekommen. Und das habe ich wirklich gebraucht.

11.06.2019 10:26 • x 3 #15

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