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Wozu noch hoffen?

Highlight88
Gibt es einen bestimmten Grund, warum du den Aufenthalt in einer Klinik ablehnst? Es gibt da sehr unterschiedliche Formen.

08.01.2023 21:05 • x 1 #16


Lost111
Zitat von Ziva:
Wenn es wirklich so ist, dass er dich wieder vergessen hat, dann würde ich ihm nochmals mit Nachdruck sagen, dass du seine Hilfe brauchst, weil du es alleine nicht schaffst.

Das werde ich tun müssen. Was bleibt mir anderes übrig? Mir graut davor.

Zitat von Ziva:
Und wenn er darin keinen Sinn sieht, dann würde ich nochmal mit der Therapeutin darüber reden. Auch wenn du sie vielleicht nicht so schnell wieder siehst, kannst du ihr vielleicht eine Mail schreiben. Ich nutze auch immer gern diese Kommunikationsart, wenn ich mich unsicher fühle. Probier es einmal aus.

Du meintest sicherlich meine Psychiaterin? Die hat mir ja zu APP und der Beantragung einer stationären Reha geraten.
Und was sollte ich ihr denn schreiben? Es hat sich ja nichts geändert.

Zitat von Ziva:
Du schreibst, dass du etwas in dir fühlst.. was fühlst du?

Es ist die Angst, dass dann alle Dämme brechen und ich keinen Ausweg mehr sehe. Und was dann?
Tut mir leid, wenn ich das so schonungslos sagen muss.

Zitat von Ziva:
Ich glaube, man ist erst verloren, wenn man sich selbst aufgegeben hat. Aber da sehe ich dich nicht. Ich sehe dich kämpfend - mit kleiner Flamme, aber ich sehe sie und ich sehe dich.

Gib nicht auf Lost.




Zitat von Highlight88:
Gibt es einen bestimmten Grund, warum du den Aufenthalt in einer Klinik ablehnst? Es gibt da sehr unterschiedliche Formen.

Den gibt es, allerdings möchte ich darüber öffentlich nicht reden.

09.01.2023 20:58 • x 1 #17


A


Hallo Lost111,

Wozu noch hoffen?

x 3#3


Ziva
Zitat von Lost111:
Du meintest sicherlich meine Psychiaterin? Die hat mir ja zu APP und der Beantragung einer stationären Reha geraten.
Und was sollte ich ihr denn schreiben? Es hat sich ja nichts geändert.

Achso, ja. Sie meinte ich. Da habe ich wohl etwas durcheinander gewürfelt. Tut mir leid.
Stimmt, dann brauchst du ihr nicht schreiben, es sei denn, dir liegt etwas auf dem Herzen, was du nur schwer in Worte fassen kannst. Vielleicht, dass du den Wunsch hast, sie öfter zu sehen - sofern das überhaupt so ist, vielleicht reicht es dir so ja auch. Oder ob sie dir jemanden empfehlen kann. Oder ob auch sie mit dir zusammen das Telefonbuch wälzt und Anrufe tätigt. Mhn..

Wenn du genau jetzt einen Wunsch frei hättest bzgl. eines Weges, den du ab sofort gehen kannst - welchen würdest du wählen? (Nein, der Ausweg, den ich hier nicht schreiben werde, der zählt nicht). Welche Idee hättest du für dich, damit es dir wieder besser gehen kann? Was brauchst du?

09.01.2023 22:56 • x 1 #18


Lost111
Zitat von Ziva:
Achso, ja. Sie meinte ich. Da habe ich wohl etwas durcheinander gewürfelt. Tut mir leid.

Kein Problem, kann passieren.

Zitat von Ziva:
Vielleicht, dass du den Wunsch hast, sie öfter zu sehen - sofern das überhaupt so ist, vielleicht reicht es dir so ja auch. Oder ob sie dir jemanden empfehlen kann. Oder ob auch sie mit dir zusammen das Telefonbuch wälzt und Anrufe tätigt. Mhn..

Den hätte ich schon, aber da sie nur 2 Tage jeweils hier vor Ort ist und sicherlich viele Patienten hat, erübrigt sich der Wunsch. Und damit hat sich auch das Thema Hilfe beim Telefonieren erledigt.

Zitat von Ziva:
Wenn du genau jetzt einen Wunsch frei hättest bzgl. eines Weges, den du ab sofort gehen kannst - welchen würdest du wählen?
Welche Idee hättest du für dich, damit es dir wieder besser gehen kann? Was brauchst du?

Definitiv eine wöchentliche therapeutische Begleitung, wo ich alles sagen kann. Nun ja, wer wünscht sich das nicht?!
Wenn sich morgen nichts konkretes ergibt, weiß ich nicht, was ich machen soll.

09.01.2023 23:10 • x 1 #19


Ziva
Zitat von Lost111:
Den hätte ich schon, aber da sie nur 2 Tage jeweils hier vor Ort ist und sicherlich viele Patienten hat, erübrigt sich der Wunsch. Und damit hat sich auch das Thema Hilfe beim Telefonieren erledigt.

Ich kann mir nicht vorstellen, dass sie dir den Wunsch abschlägt. Mhn..

Zitat von Lost111:
Definitiv eine wöchentliche therapeutische Begleitung, wo ich alles sagen kann. Nun ja, wer wünscht sich das nicht?!
Wenn sich morgen nichts konkretes ergibt, weiß ich nicht, was ich machen soll.

Dann sagst du Bescheid.

09.01.2023 23:39 • x 1 #20


Lost111
Zitat von Ziva:
Ich kann mir nicht vorstellen, dass sie dir den Wunsch abschlägt. Mhn..

Ich kann mir das sehr gut vorstellen, da sie eine ganz pragmatische und resolute Frau ist. Außerdem hat sie schon abgewunken, als ich das letzte mal erzählte, dass ich auf der Suche nach einem Therapieplatz bin.

Zitat von Ziva:
Dann sagst du Bescheid.

09.01.2023 23:56 • #21


Ziva
Zitat von Lost111:
Ich kann mir das sehr gut vorstellen, da sie eine ganz pragmatische und resolute Frau ist. Außerdem hat sie schon abgewunken, als ich das letzte mal erzählte, dass ich auf der Suche nach einem Therapieplatz bin.

Oke, aber kann es so ausweglos sein? Sie kann doch nicht einfach abwinken, sie sieht doch, wie du dann schaust oder vielleicht zu Boden blickst.. das .. or.. das sind doch alles kleine Zeichen.
Hach.. ja.. wahrscheinlich muss man als Psychiaterin ein dickes Fell haben.. mhnpf..

10.01.2023 00:03 • #22


Lost111
Zitat von Ziva:
Oke, aber kann es so ausweglos sein? Sie kann doch nicht einfach abwinken, sie sieht doch, wie du dann schaust oder vielleicht zu Boden blickst.. das .. or.. das sind doch alles kleine Zeichen.
Hach.. ja.. wahrscheinlich muss man als Psychiaterin ein dickes Fell haben.. mhnpf..

Wie gesagt, sie hatte mir ja 2 Lösungsmöglichkeiten angeboten, die ich dringend in Anspruch nehmen sollte. APP wäre schnell gegangen, wenn ich mich schnell entschieden hätte. Aber leider kann ich mich immer noch nicht dazu entscheiden.
Aber ich kann andererseits auch verstehen, dass sie nicht jeden Patienten an die Hand nehmen kann. Und was sind schon 2 halbe Tage als Psychiaterin? Da muss sie wohl alles abarbeiten, was geht und machbar ist.

10.01.2023 00:14 • #23


EmptyLife
Zitat von Lost111:
Wenn sich morgen nichts konkretes ergibt, weiß ich nicht, was ich machen soll.

Liebe Lost,
wie wäre es, jetzt schon für diesen Fall vorzuplanen? Gibt es etwas, das du dir vornehmen kannst, das dich danach ablenken oder (wenigstens kurzzeitig) aufmuntern könnte?
Das mache ich nämlich immer, damit ich bei sowas emotional nicht ganz so tief falle.
Rat von einer Pessimistin *hust*
LG

10.01.2023 00:24 • x 2 #24


Lost111
Zitat von EmptyLife:
Gibt es etwas, das du dir vornehmen kannst, das dich danach ablenken oder (wenigstens kurzzeitig) aufmuntern könnte?

Mmh, danach will ich einkaufen und bin dann bei meiner Mutter zum Mittagessen eingeladen.
Sonderlich aufmunternd wird allerdings beides leider nicht sein, da meine Mutter wieder nicht verstehen wird, warum ich immer noch faul zuhause sitze.
Nach dem Essen und einer Tasse Kaffee werde ich mich dann auch verabschieden. Und bin alleine mit mir.

Zitat von EmptyLife:
Das mache ich nämlich immer, damit ich bei sowas emotional nicht ganz so tief falle.
Rat von einer Pessimistin *hust*

Aber der Rat an sich ist gut, trotzdem danke!

10.01.2023 00:33 • x 2 #25


EmptyLife
Zitat von Lost111:
Mmh, danach will ich einkaufen und bin dann bei meiner Mutter zum Mittagessen eingeladen.
Sonderlich aufmunternd wird allerdings beides leider nicht sein, da meine Mutter wieder nicht verstehen wird, warum ich immer noch faul zuhause sitze.

Lebensmitteleinkauf oder Shoppen?
Gäbe es die Möglichkeit, das Essen abzusagen oder würdest du dann zu sehr unter einem schlechten Gewissen (und der Reaktion deiner Mutter darauf) leiden? Nur so eine Idee, nur ganz auf dich zu achten.

10.01.2023 00:56 • x 3 #26


Lost111
Zitat von EmptyLife:
Gäbe es die Möglichkeit, das Essen abzusagen oder würdest du dann zu sehr unter einem schlechten Gewissen (und der Reaktion deiner Mutter darauf) leiden?

Das würde mir (leider immer noch) ein zu schlechtes Gewissen machen.

10.01.2023 01:08 • x 1 #27


J
Liebe Lost,
es tut mir leid, dass es Dir so schlecht geht.
Wie ist es denn gelaufen beim HA?
Und bei Deiner Mutter?

10.01.2023 22:32 • x 2 #28


Lost111
Das war wieder ein sehr aufregender und anstrengender Tag für mich!

Nach einigen wenigen Stunden Schlaf war ich pünktlich um 9.00 Uhr in der Arztpraxis. Ich war sooo aufgeregt!

Gleich am Empfangstresen traf ich auf meinen HA und er sagte gleich, dass er mich nicht vergessen habe, sondern dort angerufen hätte und um Rückruf gebeten hätte, der nicht erfolgte. Das traf mich erstmal, und ich musste auf die Toilette verschwinden und... na ja...
Ich musste nicht lange warten. Leider war es wieder so, dass ich kaum was sagen konnte. Ich HASSE mich dafür!
Ich konnte gerade so rausbringen, wie es mir geht. Danach stellte er die Fragen und ich nickte zustimmend oder schüttelte verneinend den Kopf. Obwohl er das von mir kennt, komme ich mir dabei immer total bescheuert vor. Als ob ich ein Brett vor dem Kopf habe.
Er sprach nochmals das Thema Berentung an. Ob das nicht besser wäre, als der ständige Druck, arbeiten gehen zu müssen. Ich weiß nicht, irgendwie kommt das bei mir nicht an.
Er weiß natürlich auch nicht wirklich weiter, was er mit mir machen soll.
Aus dem Drang heraus, meinerseits irgendwas anbieten zu können, sagte ich, dass ich noch bis zum 03.02. krank geschrieben werden möchte und danach wieder arbeiten gehen will. Er fragte, was sich bis dahin geändert hätte; gute - und kluge! - Frage: sehr wahrscheinlich nichts!
Wenn ich es allerdings nicht schaffen sollte, wäre es völlig ok, wenn ich wieder vorbei käme, gar kein Problem.
Ja, jetzt habe ich mir den Druck selber gemacht! Ganz toll gemacht, Lost!

Ich war schon fast aus der Tür, da nahm ich nochmal all meinen Mut zusammen und bat ihn erneut, mich noch einmal zu unterstützen, was er zusagte. Also bin ich doch noch nicht ganz verloren.

Ein EKG musste auch noch gemacht werden, aber das ist ja keine große Sache.
Doof war allerdings wieder, dass ich beim AG anrufen musste, um mitzuteilen, wie lange ich noch ausfalle. Das fällt mir jedes mal nicht leicht, muss aber gemacht werden.

Der Aufenthalt bei meiner Mutter verlief einigermaßen konfliktarm. Es war ok. Anscheinend hat es sie gefreut, dass ich vorbei gekommen bin. Ich meine, ihr geht es auch alles andere als gut. Und sie hat einen kranken, unselbständigen Mann am Hacken. Aber irgendwann ist es mir einfach zu viel, und ich bin da inzwischen rigoros und sage, ich fahre jetzt nachhause und aus.

Jetzt sitze ich hier und frage mich tatsächlich, warum ich nicht morgen einfach wieder zur Arbeit gehe.
Alle wären zufrieden mit mir: mein AG und meine Kollegen, meine Mutter, mein HA (der mich dann erstmal nicht mehr ertragen muss), die Krankenkasse (weil sie kein Krankengeld mehr zahlen muss).
Wie gaga ist das jetzt bitte?!

10.01.2023 22:55 • #29


A


Hallo Lost111,

x 4#15


Ziva
Zitat von Lost111:
mein HA (der mich dann erstmal nicht mehr ertragen muss),

^^Deine GEDANKEN treffen auf..

... das AUSGESPROCHENE deines HA - Sekunde ich zitiere:

Zitat von Lost111:
Er sprach nochmals das Thema Berentung an. Ob das nicht besser wäre, als der ständige Druck, arbeiten gehen zu müssen.


Zitat von Lost111:
Wenn ich es allerdings nicht schaffen sollte, wäre es völlig ok, wenn ich wieder vorbei käme, gar kein Problem.



Musste ich mal grad angeln.

10.01.2023 23:19 • x 2 #30

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