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Zuversicht Langsam kam der graue Schleier wieder

H
@Jedi Danke! das ist nur das, was so viel Kraft kostet. Wie ich schon geschrieben habe, ist jeder Arbeitstag für mich schwierig. Aber das wäre der Tag auch ohne Arbeit, ich würde versumpfen. Das schräge ist, in meiner letzten Phase, war ich über 3 Monate krank geschrieben und in einer Klinik, die mir leider therapeutisch nicht viel geholfen hat. Aber ich habe sehr tolle Leute kennengelernt Danach habe ich mit einer Wiedereingliederung zurück in den Job gefunden, obwohl ich zu diesem Zeitpunkt noch in der schweren Depression steckte. Jeder Tag war ein Kampf, jeder Tag war schwer und irgendwann kam das Licht am Ende des Tunnels. Warum, kann ich nicht sagen. Was habe ich gemacht?Versucht meinen Alltag zu bewältigen, gearbeitet und Sport so gut es geht. Manchmal frage ich mich, ob ich mich durch die Arbeit tiefer arbeite. Aber ich weiß, dass sie mir eigentlich Spaß macht und ich weiß, dass ich ohne die Arbeit komplett meine Struktur verliere. Jedes Mal drehe ich mich im Kreis bei diesen Gedanken, was gut für mich ist und was nicht. Ich kann nur die Erfahrungen aus den letzten Phasen nehmen.

@anir danke! wie ist das bei dir genau? Du isolierst dich in der Zeit komplett? Geht deine Depression wieder von „selber“ vorbei oder was tust du dagegen? Ich verstehe die Depression noch nicht ganz, wie sie funktioniert Das würde mich sehr interessieren! Vergessen tue ich in der Zeit auch sehr viel, gefühlt ist mein Hirn wie ein Sieb.

05.11.2022 12:13 • x 1 #16


Jedi
Zitat von HopeDiesLast:
zurück in den Job gefunden, obwohl ich zu diesem Zeitpunkt noch in der schweren Depression steckte.

Das stelle ich mir hart u. sehr schwierig vor.
--
Zitat von HopeDiesLast:
Jeder Tag war ein Kampf, jeder Tag war schwer

Das kann ich nachvollziehen u. verwundert mich dann auch nicht.
---------
Zitat von HopeDiesLast:
irgendwann kam das Licht am Ende des Tunnels.
Warum, kann ich nicht sagen.
Was habe ich gemacht?

Ist villt. auch gar nicht so wichtig. Doch irgendetwas, wenn auch unbewusst hast Du getan,
was Dir geholfen hat, wieder ein Licht am Ende des Tunnels wahrnehmen zu können.
-------
Zitat von HopeDiesLast:
Jedes Mal drehe ich mich im Kreis bei diesen Gedanken,
was gut für mich ist und was nicht.
Ich kann nur die Erfahrungen aus den letzten Phasen nehmen.

Genau, dass sind so auch meine Erfahrungen, die Erfahrungen, die ich bewusst machen konnte,
habe ich mir aufgeschrieben u. es hatte mir später, bei der Frage, was hat mir geholfen, was gut getan,
eine Antwort darauf zu finden.

05.11.2022 14:56 • x 1 #17


A


Hallo HopeDiesLast,

Zuversicht Langsam kam der graue Schleier wieder

x 3#3


A
@HopeDiesLast

Guten Morgen, HopeDiesLast.

Ich versuche mir Gutes zu tun und mich von allem was mir nichts bringt total abzugrenzen.
Das hilft mir am allerbesten.
Ich Gehe täglich alleine spazieren.
Fahre mit dem Auto zu einem Ort und gehe meinen Weg.
Ich frage mich nicht, ob ich dazu Lust habe, denn dann würde ich nicht gehen.
Ich mach es einfach und sage mir, Bewegung und frische Luft tun gut, Ende.
Ich gehe einkaufen.
Es dauert eine halbe Ewigkeit bis alles im Wagen ist, wegen der Pseudo-Demenz und
trotz Zettel.
Danach fühle ich mich nicht besser, es ist einfach nur von mir gemacht, Ende.
Ich spiele Kartenspiele online, um die Stunden des Tages zu füllen. Es klappt, Es ist mir aber alles egal.
Ich schreibe meinen Tagesablauf auf, sammel alles und wenn die D. zuende ist, übertrage ich
alles ins Tagebuch, das ich seit fast 40 Jahren führe.
Außerdem schreibe ich gerade jetzt ein Buch für mir, ein Gute Zeiten Buch. Ein Buch das mir in der D. helfen soll.
Da schreibe ich alle Beobachtungen von mir, bezüglich der D., rein.
Wie sie kommt, welches Ausmaß sie hat, ich schreibe rein, daß ich keine Angst zu haben brauche, das auch
diese D. wieder geht, (wie auch alle anderen, die ich hatte). Ich spreche mir gut zu im Buch.
Allerdings passiert es leider auch, daß ich das, was ich geschrieben habe, dann kaum noch glaube in der D. .
Mein Mann besitzt nicht die Gabe mir gut zu zusprechen, daher mein Buch.
Er begleitet mich, ja.
Ich sage zu ihm, mach einfach das, was ich sage,(das ist nicht viel).
Ich bin der Geduldigere von uns beiden.
Und ich warte ab.
Ich sitze es aus.
Ich gehe zu meiner lieben Therpeuthin in kurzen Abständen, als auch zu meinem Psychiater.
Selbst mein Bruder soll mich dann nicht besuchen kommen.
Ich telefoniere nicht.
So, ists bei mir und ich werdee es immer so weiter machen, so Gott will.

06.11.2022 06:43 • x 1 #18


H
@Jedi es war auch unheimlich schwierig. In meiner vorletzten Phase habe ich den Job angefangen, hatte Panikattacken, Angst es nicht zu schaffen, war extrem verunsichert, ob ich geeignet bin etc. Ich wusste aber, dass ich die Probezeit bestehen wollte und mir die Arbeit eine wichtige Struktur und zusätzlich einen Sinn gibt. Mich wundert es immer noch, dass niemand etwas gemerkt hat zum damaligen Zeitpunkt. Auch ein wichtiger Punkt war, dass ich zum damaligen Zeitpunkt Berufseinsteiger war und Fuß fassen wollte. Dass jeder Tag schwer war ist kein Wunder, das waren aber auch die Tage, wo ich nicht gearbeitet habe. Ich bin nicht in die Gänge gekommen, bin sehr spät aufgestanden, bin in meinen Gedanken versumpft und war froh, als es Abend war.

Kann gut sein, dass es garnicht wichtig ist, zu wissen, was ich getan habe. Eigentlich habe ich nie großartig etwas verändert, außer versucht Energiefressende Sachen/Personen zu streichen und doch steht man immer wieder davor und überlegt, an welchem Knopf man drehen muss, damit die Depression besser wird. Jobwechsel, andere Hobbies.

Gute Idee, sich das aufzuschreiben. Ich habe es wahrscheinlich nur noch nicht gemacht, weil ich jedes Mal hoffe, es bleibt mir irgendwann erspart. Ich habe mal 6min Tagebuch geführt aber es dann irgendwann eingestellt.

Darf ich eigentlich fragen, ob du auch an wiederkehrenden Depressionen leidest oder wie das bei dir ist? Danke für deine Kommentare, dafür bin ich sehr dankbar!

@anir diese Sachen kenne ich zu gut. Einfach irgendwas tun, weil man weiß, dass es gut ist, spazieren gehen, Sport etc. obwohl man eigentlich garkeine Lust hat. Und trotzdem hinterfrage ich jedes Mal, was es überhaupt bringt, es zu tun.

Eine Frage, die mich sehr interessiert: Wie geht dein Mann mit deinen Depressionen um, hält er bedingungslos zu dir?

Was mir total schwer fällt, ist mal zu entspannen. Ich erlaube mir es zum Beispiel nicht, an einem Sonntag wie heute, mal einfach auf der Couch zu liegen. Obwohl ich gestern unterwegs war und es auch anstrengend war. Kennt ihr das auch? Ich denke immer, wenn ich auf der Couch liege und mal fernsehe oder lese, macht es die Phase auch nicht besser.

06.11.2022 15:58 • #19


Jedi
Zitat von HopeDiesLast:
Darf ich eigentlich fragen, ob du auch an wiederkehrenden Depressionen leidest oder wie das bei dir ist?

Natürlich gab es immermal wieder depressive Episoden, die aber in meinem Fall, sehr milde ausgefallen waren.
Mir hilft dabei sehr die Achtsamkeit, mit der ich mich intensiv beschäftigt habe.
In meinem Fall dann, gebe ich solchen Episoden dann kaum Raum, um sich zu entwickeln.
Nun muss ich sagen, dass ich doch schon recht lange von einer solchen Episode verschont geblieben bin.
-------------------
Zitat von HopeDiesLast:
an welchem Knopf man drehen muss, damit die Depression besser wird.

Jobwechsel, andere Hobbies.

Also, ich habe nie an einen Knopf geglaubt, der die Depression heilen kann.
Intensive therapeutische Begleitung u. die Achtsamkeit waren für mich da die wichtigen Element.
Jobwechsel u. Hobbies können hilfreich sein. Sicher ist aber auch, dass eine Depression einen Jobwechsel
nicht immer verbessert u. Hobbies sollten einem auch wirklich Spaß machen u. nicht, damit man ein
Hobbie hat.

06.11.2022 16:29 • x 2 #20


A
@HopeDiesLast

Hallo HopeDiesLast

Mein Mann hält so gut zu mir wie er es eben kann.
Er ist 10 jahre älter, in seinem Leben wenig, aber auch ernsthaft erkrankt.
In seiner Familie kennt man keine D.
Da macht man eine Faust im Sack.
Da stellt man sich mal nicht so an.
Da geht man durch..........................
Bla, Bla, Bla, Bla........................................
Es dauerte bis er mich ein wenig verstand.
Heute sind wir so weit, das es ist wie es ist und bei einer neuen Episode,
wirsts auch wieder klappen, gesünder zu werden.
Ich will dann einfach nur meine Ruhe und das beachtet er, meistens.

08.11.2022 05:38 • #21


H
@anir @Jedi danke für eure tollen Nachrichten! Ich hab wieder etwas gebraucht zu antworten. Die letzten zwei Tage haben mich sehr viel Kraft gekostet. Auch wenn ich zum
Teil selber dran schuld war, weil ich ungeplant in die Arbeit musste, weil ich ein Update für meinen arbeitsrechner verpasst habe und von zuhause nicht arbeitsfahig war.

Ich möchte einfach mal ein kurzes Update geben über meine aktuellen „Problemchen“. Der Morgen bis ca. früher Nachmittag ist für mich die schlimmste Zeit. Morgens komme ich durch frühes erwachen sehr schwer aus dem Bett, wodurch ich erst spät mit meinen Aufgaben anfange, wie mit dem
Hund gassi gehen (spät = 8 Uhr). Dadurch fange ich auch erst spät an zu arbeiten und mache mir die ersten Vorwürfe, warum ich nicht eher aufgestanden bin. Geplagt von Konzentrationsmangel arbeite ich dann und versuche einigermaßen meine Aufgaben zu erledigen. Klappt mal besser mal schlechter. Ab Nachmittag bin ich dann konzentrierter. Nach wie vor ist es aber für mich keine Alternative, nicht zu arbeiten. Es gibt mir einfach Struktur.
Ich kann nicht mal sagen, wo es herkommt aber ich fühle mich allgemein überfordert, sowohl im Privaten (Einkaufen, Gassi gehen, Essen machen etc.) als auch in der Arbeit. Zum Glück hatte ich gestern Einzel und heute Gruppentherapie, denn meine Hoffnung, dass es besser wird, war die letzten Tage so gering, weil ich einfach nicht weiß, was es besser macht

09.11.2022 21:24 • #22


A
@HopeDiesLast

Hallo, HopeDiesLast.
In der tiefen D. weiß ich auch nicht, was die Situation bessert macht.
Da es ein läangerer oder sogar langer Prozez ist.
Außerhalb der D. , mache ich Schönes und merke gleich, wie schön und gut es mir tut.
Und noch im Nachhinein denke ich dran und gute Gefühle stellen sich ein.
In der D. ist das gaaaaaaaaaaaaaaannnnnnnnnnnnnnnnnnnnnzzzzzzzzzzzzzzzzzzzzz
anders.
Da gibt es keine Gefühle, da ich keine empfinde.
Ich muß es mir dann sagen.
Spazieren gehen ist gut. Bewegung und frische Luft sind gut.
Wenn ich es gemacht habe, kommt nur hoch,
ja, ich war jetzt spazieren, Ende.
Doch ich weiß das mittlerweile und doch ist und bleibt die Zeit in der D. , die
schwierigste in meinem kleinen Leben.

10.11.2022 05:46 • x 1 #23


hlena
In der D. hilft mir nur Ablenkung und Bewegung.
Struktur hilft mir auch.
Da ich nicht mehr arbeite,halte ich einige Termine strikt ein.
In der D.gibt es nur negative Gefühle,wenn überhaupt.

10.11.2022 10:31 • x 1 #24


H
@anir
@hlena dir erstmal herzlichen Dank, dass du in meinen Thread gefunden und auch geantwortet hast!

Es ist schön zu sehen, dass ich hier Leute habe, die mir helfen
Eine Frage, die mir brennend auf dem Herzen liegt, wenn ihr immer wieder Episoden habt: Wie schafft ihr es dann jedes Mal aus der Episode raus? Ist es eher der Faktor Zeit, also Zeit heilt alle Wunden in Kombination mit Therapie?

Und eine andere Frage: In der Depression kommt mir der Tag so unheimliche lange vor. Fällt es euch dann genauso schwer, den Tag zu „überstehen“? Und wie strukturiert ihr euch? Ich bin immer schon sehr früh wach und schaffe es dann so gegen 8 Uhr aus dem Bett. Ich denke mir immer, warum soll ich eher aufstehen zu der Jahreszeit und versuche es im Bett zu genießen. Keine chance, die Gedanken kreisen noch mehr..

10.11.2022 11:21 • #25


A
@HopeDiesLast

Guten Morgen, HopeDiesLast.
Bei mir ist es die Zeit.
Die D. fordert ihre Zeit ein.
Ich weiß nie wie lange die Zeit braucht um mit der Episode fertig zu sein, daß ist zermürbend.
Sachen die sonst schön waren, sind es in der D. nicht mehr.
In dieser Phase etwas zu bearbeiten, da ich glaube mein Leben in einer Art verändern zu müssen,
muß ich aufsparen für nach der D. .
In der D. reicht es aus, das Beste draus zu machen. (Nach der D. erfolgt die Bearbeitung).
Da ich dann nicht weiß was das ist, mache ich einfach was.
Ich kenne die Struktur der Tagesklinik und halte mich an solche Sachen.
Lange im Bett liegen, mache ich auch, glaube aber, daß das nicht gut ist, also beende ich das.
Stehe gerädert auf, nach der Einnahme von Tavor, und beginne meinen Tag.
Ätzend. Versuche in kein Gedankenkarusell zu kommen.
Lenke mich ab.
Computerkartenspiele klappen bei mir, zwar langsam, doch ich hab ja Zeit.
Gehe täglich spazieren, koche mir was, manchmal, puzzele viel.
Mache Riesenbilder Ministeck.
Über 8000 Teile, die schmücken meine Wände.
Jeder schaut für sich, was am besten möglich ist.
Ich isoliere mich total.
Telefoniere nicht mehr, da ich mir das Gespräch nicht merken kann, auch nicht das, was ich gerade sagte.
Kann nicht mehr lesen, da der Inhalt nicht abzuspeichern ist.

11.11.2022 06:59 • #26


H
Hallo ihr ,
es hat mal wieder länger gedauert, bis ich es geschafft habe zu schreiben.
Ich hatte ein sehr schönes Wochenende, an dem ich die schwere nicht so gespürt habe. Zusätzlich hatte ich das Gefühl, dass es sich etwas bessert. Der Wochenanfang war auch noch in Ordnung. Gestern habe ich mich nach langer Zeit mal wieder zum Sport aufgerafft und es hat sich danach sehr gut angefühlt! Ich habe eingekauft, was für mich auch normal eine Hürde ist.

Leider hat sich heute wieder der Schleier wieder sehr bemerkbar gemacht und ich bin erst spät aus dem Bett gekommen und habe erst spät zum arbeiten angefangen. Fühle mich allein und habe Angst, dass es nicht aufhört.

Ich verstehe es irgendwie nicht. Wenn ich das Gefühl habe, ich mache Fortschritte kommen plötzlich wieder drei Schritte zurück.

durch die schlechten Phasen zwischendurch, habe ich mittlerweile das Gefühl, ich merke garnicht mehr, wann ich Fortschritte mache und wann nicht. Kennt ihr das auch und wie ist das bei euch?

Danke schon mal!

16.11.2022 10:56 • #27


Marylu
Hallo in die Runde,
habe gerade mit viel Interesse den Thread gelesen und mich in vielem wiedergefunden.
Ich hatte meine erste schwere Phase 2007, meine zweite 2009 und seit dem zwei leichtere Episoden.
Ich war einmal in der Klinik, einmal bei der Reha und habe zwei Therapien gemacht. Ich gehe 4x im Jahr zu meinem Psychiater, hauptsächlich um meine Medikamente abzuholen.
HopeDiesLast, nimmst du Medikamente?
Das ist für mich ein wesentlicher Punkt, weswegen ich aus der Episode raus und nicht wieder so schwer rein kam. Wie Jedi schreibt, finde ich auch Achtsamkeit sehr wichtig, arbeite aber noch daran. Ich bin immer noch dabei, mich oft zu schnell zu übernehmen, wenn es mir gut geht und dann wird's wieder schlechter. Allerdings habe ich mir schon viele Dinge vorgenommen, die ich relativ gut umsetze.
Das Annehmen der D. finde ich auch sehr schwer, da dieses depressive Gefühl so dominant ist.
Hab einen schönen Abend.

16.11.2022 16:52 • x 1 #28


H
Hallo @Marylu ,
freut mich, dass du den Weg in meinen Thread gefunden hast! Danke auch für deine Offenheit im Umgang mit deiner Krankheit. Ich dachte nach meiner dritten Phase (war die schwerste), dass ich es geschafft habe. Aber leider kam wie bei dir eine 4. hinzu. Wie lang hat bei dir die Erholung immer gedauert?

Ja, ich nehme Medikamente. Bevor die Phase angefangen hat, habe ich versucht zu reduzieren, weil es mir so gut ging. Zu dem Zeitpunkt habe ich Venlafaxin 150mg genommen und dann auf 75mg reduziert. Als ich dann gemerkt habe, dass es schlechter wird nach ca. 1-2 Monaten, habe ich sofort wieder auf 150mg erhöht. Nach Rücksprache mit meiner Psychiaterin nun auf 187,5mg erhöht. Aber ich hänge da nun seit ca. 5 Monaten drinnen. Ich hatte auch sonst immer das Gefühl, dass die Medis nur bedingt helfen, habe davor Escitalopram in meiner zweiten Episode genommen. Aber bei mir hat sich Besserung nie wie bei Antidepressiva beschrieben nach 4-6 Wochen eingestellt, sondern gefühlt ist es nach einer Gewissen Zeit einfach Schritt für Schritt leichter geworden. So war es bis jetzt immer. Die dritte Phase hat knapp 1 Jahr gedauert.

Was macht du bzgl. Achtsamkeit genau?

Ich wünsche dir/euch auch einen schönen Abend! Und freue mich auf deine Antwort!

16.11.2022 17:07 • #29


A


Hallo HopeDiesLast,

x 4#15


Jedi
Zitat von Marylu:
Das ist für mich ein wesentlicher Punkt, weswegen ich aus der Episode raus und nicht wieder so schwer rein kam.

Das Thema Medis ist immer ein schwieriges u. ich würde Dir zustimmen, dass Medis gut helfen dabei,
aus depressive Episoden raus u. nicht mehr so schnell hineinzugeraten !
------------
Zitat von Marylu:
finde ich auch Achtsamkeit sehr wichtig, arbeite aber noch daran.

Die alltägliche Achtsamkeit ist wirklich kein HokusPokus, sondern es sind die Momente u.
die können sehr kurz nur sein, wenn man ganz dabei, was man gerade tut oder wo man ist.
Wer gerade dabei ist, sein Abendbrot zu machen u. bleibt ganz bei dieser Tätigkeit, praktiziert schon
Achtsamkeit.
Was eben uns dabei häufig stört, dass sind die ungebetenden Gedanken, die uns von dem eigentlichen Tun,
sich das Abendbrot zu machen, davon wegzieht.
Es ist Bewusstmachung u. etwas Übung, dass ist das ganze Geheimnis der Achtsamkeit.
Achtsam ohne zu Beurteilen oder zu Bewerten !

16.11.2022 17:14 • x 1 #30

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