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Zwangsgedanken in der Partnerschaft - muss ich mich trennen?

S
Hallo!
ich bin neu hier. ich bin momentan ständig verzweifelt auf der suche nach hilfe, ein forum habe ich noch nicht ausprobiert.

kurz zu mir. ich bin vor über 1 1/2 jahren ein sehr lebensfroher mensch gewesen, der so viele möglichkeiten im leben gesehen hat und nicht wusste wo er anfangen soll, der gesellschaft liebt, offen ist und das abenteuer nicht gescheut hat.

vor 1 1/2 jahren, habe ich meinen jetzigen partner kennengelernt und bin vor einer woche zu meinem absoluten emotionalen tiefpunkt in meinem leben angekommen.

mein emotionaler tiefpunkt sah in etwa so aus: ich kam nicht mehr aus meinem bett raus (selbst zähne putzen konnte man vergessen), ich habe mich leer und gleichzeitig unheimlich einsam und traurig gefühlt (ich wohne alleine bin am wochenende und manchmal unter der woche beim partner) ich habe keine lebensfreude mehr empfunden und wenn es zu konflikten oder nur zu einem falschen satz von den eltern oder partner kam, dann wollte ich am liebsten meine probleme einfach nur noch beenden indem ich das fenster aus meiner wohnung nehme (würde ich nicht tun, ich weiß dass es ein hilfeschrei in mir ist), ich war sogar kurz davor die telefonsorge anzurufen, weil ich eine gewaltige angst vor mir und meinen zwangsgedanken hatte.

ich bin bei einer psychologin (noch nicht lange und helfen tut es mir noch nicht). hier spreche ich zu 90% über meinen partner. ich habe mich 5 mal von ihm getrennt und war innerhalb weniger tage wieder mit ihm zusammen. ich habe extreme verlustängste und bin abhängig von ihm. die vermutung besteht, dass mein partner ein narzisst ist.

ich bin momentan arbeitslos und glaube, dass was ich gelernt habe wird mich auch kaputt machen, weil ich keine freude in der branche empfinde. ich habe mir schon gedanken über eine weitere ausbildung gemacht, aber ich weiß noch nicht was. ich finde nichts was mir freude bereitet.

ich muss mich von meinem partner trennen, ich weiß, dass es der richtige schritt ist. ich habe es nur so oft versucht, aber ich habe einfach keine kraft. stattdessen plane ich das wochenende mit ihm, obwohl ich schnell land gewinnen sollte. er hat auch ein gutes herz, aber mittlerweile ist die sache so geschädigt und wird immer abstruser, da ist einfach nichts mehr zu retten.

er wickelt mich aber immer wieder um den finger (er spricht davon, dass er weiß, dass er fehler macht, aber ich mittlerweile so verkopft sei . und letztendlich ich das problem sei. ich weiß mittlerweile nicht mehr was realität ist. ob ich das hauptproblem sei. aber meine vergangenen erinnerungen und meinungen von ausstehenden sagen, dass diese beziehung das gift sei), seine worte spenden trost auch wenn ich jedesmal weiß, das wird nichts.

ich weiß, dass die beziehung mein untergang sein wird. ich habe aber auch angst, dass ich die trennung nicht verkrafte.

ich hoffe, falls ich es schaffe endlich den absprung durchzuziehen. dass ich hier etwas trost und wieder mut finde.

danke!

17.09.2019 17:47 • x 1 #1


wallaceMia
Hey sorriso,.herzlich willkommen! auch ich bin ganz neu hier Ich denke, dass ich für alle anderen spreche wenn ich sage dass du hier definitiv Trost finden kannst. ich bin seit gestern hier angemeldet und hab schon sooo viel positive Impulse bekommen. bin echt total begeistert

17.09.2019 17:54 • x 1 #2


A


Hallo sorriso,

Zwangsgedanken in der Partnerschaft - muss ich mich trennen?

x 3#3


Juju
Hallo und herzlich Willkommen.
Ich habe mich vor guten 4 Wochen aus einer abhängigen Beziehung zurückgezogen.
Du findest hier sicher viel Unterstützung und Zuspruch.
Ich wünsche es Dir.

17.09.2019 19:14 • x 1 #3


S
@Juju ja ich glaube sogar, dass ich dein beitrag hier gelesen habe. wie fühlst du dich mittlerweile? hast die trennung öfters angesprochen oder hast du es an einem stück dann durchgezogen?

17.09.2019 19:47 • #4


Juju
Ich habe es schon öfter versucht. die letzten beiden Jahre nicht mehr.
Ich hatte den Fehler vor 5 Jahren gemacht, von Partnerin zur besten Freundin.

17.09.2019 20:09 • x 1 #5


S
@Juju du meinst, dass du dich getrennt hast aber ihr weiterhin Freunde geblieben seid?
Ja. die Wunschvorstellung ist bei mir auch lange vorhanden gewesen, aber ich glaube, dass ich mich dann nicht zu 100% löse.

Ich fühle mich in meine Entscheidungen so kontrolliert. Er muss nicht mal anwesend sein und ich streiche schon so viele Dinge die ich tun könnte, weil ich weiß, ihm würde das nicht gefallen und es würde zu einem Streit oder großen Diskussion kommen.

Mittlerweile ist es schon so extrem. er hat meinen Wohnungsschlüssel. und letztens habe ich die Haustür gehört und mein Herz hat angefangen zu rasen, weil ich so panische Angst hatte er sei das. Das letzte mal als das passiert ist, war ich nicht Zuhause und er hatte an meinem Laptop ein Chatgespräch gesehen, welches ihm nicht gefallen hat (ich habe versucht Kontakt zu anderen Menschen auzubauen (Freundschaften zu finden)und leider hat einer davon deutliche Anspielungen gemacht, auf die ich nicht eingegangen bin. ich hatte meinem Partner davon nichts erzählt weil er sehr sehr eifersüchtig ist und ich sehr viel Angst vor der Konfrontation mit ihm hatte (ich habe schon mehrfach schlechte Erfahrungen gemacht). trotzdem hatte ich es vor es ihm zu erzählen, allerdings war ich emotional nicht stabil genug. ich verstehe, dass er verärgert war, aber ich verstehe auch mich. er mich allerdings nicht)
Seitdem habe ich jedesmal Angst wenn ich die Tür höre, obwohl ich wirklich nichts mehr falsch gemacht habe. ich denke jedesmal oh gott, hoffentlich habe ich nicht irgendwas gegoogelt was ihn verärgert (er hat schon öfters meine Verläufe geprüft, mit der Begründung ich erzähle ihm ja nichts mehr und irgendwie müsse er ja herausfinden was in mir vorgeht)

21.09.2019 07:52 • #6


Juju
Ja, Trennung war vor 5 Jahren und sie wollte unbedingt meine beste Freundin bleiben.
Es war für mich/ist ein Abhängigkeitsverhältnis.

21.09.2019 07:55 • x 1 #7


P
Hey Sorisso,

bin seit 12 Jahren verheiratet und ziemlich am Ende, hatte mich auch schonmal getrennt aber schaffte leider nicht den absprung. Ich hoffe du hast Menschen die dich unterstützen, falls nicht wünsche ich dir die Kraft und den Mut den unausweichlichen Schritt zu gehen. Glaube mir eine große Last wird von dir fallen und vielleicht ergeben sich dadurch wieder Momente des Glückes für dich.

21.09.2019 18:50 • x 1 #8


CeHaEn
Moin sorriso,

die Frage im Threadtitel hast du ja schon selbst klar beantwortet und es ist Zeit für Nägel mit Köpfen.
Zitat von sorriso:
ich habe aber auch angst, dass ich die trennung nicht verkrafte.

So schmerzhaft eine Trennung selbst für wesentlich robustere Leute sein mag: Diese Angst speist sich aus deinem derzeitigen Zustand, der Abhängigkeit und deinem vermutlich sehr negativen Selbstbild. Du wirst die Trennung sehr wohl bewältigen können und erst recht, wenn du Hilfe dabei hast!
Zitat von sorriso:
seine worte spenden trost auch wenn ich jedesmal weiß, das wird nichts.

Und auch dieser Trost beruht lediglich auf deiner Angst vor der Trennung und der Zeit danach, behaupte ich jetzt. Denn solange du den geringsten Anlass zur Hoffnung auf eine Besserung zwischen euch beiden finden kannst, solange bleibt eine unangenehme Trennung rein hypothetisch.

Deine Beiträge lassen dich dabei sehr reflektiert wirken. Du weißt, wie scheußlich deine Lage ist, du kennst mindestens einen der Gründe dafür und deine Vernunft kennt auch die Lösung. Dass du all dies weißt, darf man gerne als Leistung betrachten; als Meilenstein auf dem Weg. Wenn man in deiner Situation steckt, dann dauert es nämlich gern eine Weile bis zur Erkenntnis. Angst, rosarote Brille und so weiter.

Vielleicht kannst du deinen bisherigen Fortschritt als solchen erkennen und eine Prise Mut daraus ziehen!

Der nächste Schritt wird anstrengend und so mancher trügerische Gedanke wird sich dir dabei in den Weg stellen. Im Grunde kannst du da erstmal nur hart durchgreifen und in Wort und Tat einen klaren Schnitt vollziehen. Neue Türschlösser sollten dazu gehören.

21.09.2019 22:26 • x 2 #9


Juju
Zitat von CeHaEn:
Moin sorriso,

die Frage im Threadtitel hast du ja schon selbst klar beantwortet und es ist Zeit für Nägel mit Köpfen.

So schmerzhaft eine Trennung selbst für wesentlich robustere Leute sein mag: Diese Angst speist sich aus deinem derzeitigen Zustand, der Abhängigkeit und deinem vermutlich sehr negativen Selbstbild. Du wirst die Trennung sehr wohl bewältigen können und erst recht, wenn du Hilfe dabei hast!

Und auch dieser Trost beruht lediglich auf deiner Angst vor der Trennung und der Zeit danach, behaupte ich jetzt. Denn solange du den geringsten Anlass zur Hoffnung auf eine Besserung zwischen euch beiden finden kannst, solange bleibt eine unangenehme Trennung rein hypothetisch.

Deine Beiträge lassen dich dabei sehr reflektiert wirken. Du weißt, wie scheußlich deine Lage ist, du kennst mindestens einen der Gründe dafür und deine Vernunft kennt auch die Lösung. Dass du all dies weißt, darf man gerne als Leistung betrachten; als Meilenstein auf dem Weg. Wenn man in deiner Situation steckt, dann dauert es nämlich gern eine Weile bis zur Erkenntnis. Angst, rosarote Brille und so weiter.

Vielleicht kannst du deinen bisherigen Fortschritt als solchen erkennen und eine Prise Mut daraus ziehen!

Der nächste Schritt wird anstrengend und so mancher trügerische Gedanke wird sich dir dabei in den Weg stellen. Im Grunde kannst du da erstmal nur hart durchgreifen und in Wort und Tat einen klaren Schnitt vollziehen. Neue Türschlösser sollten dazu gehören.


Toller Beitrag.

22.09.2019 05:17 • x 2 #10


S
@CeHaEn

vielen Dank für deine Worte! Ich habe es jetzt schon so oft versucht und oft überlege ich mir . wann ist der richtige zeitpunkt . der richtige zeitpunkt . den gibt es glaub ich nie. vielleicht mal günstigere als andere.
ich habe schon wieder diese woche so das verlangen es durchzuziehen. morgen kommt er zu mir zu besuch, aber ich bin mir nicht sicher ob ich das thema lieber bei ihm zuhause ansprechen soll, nicht dass er mit einem gefühlschaos nach hause fährt. weil es so unerwartet kommt. ach keine ahnung .

ich merke auch je mehr ich es will und ab dem zeitpunkt, dass ich es plane . da werde ich panisch und denk an die ganzen guten dinge und fühle mich schalgartig unendlich einsam. aber das ist typisch . wird es ernst, bekommt man muffensausen und denkt ach quatsch ist ja alles doch nicht so wild.

@postwayne
warum schaffst du den absprung nicht ? und weshalb möchtest du es beenden ?

23.09.2019 19:28 • x 1 #11


CeHaEn
In deinem Fall ist der richtige Zeitpunkt lieber jetzt als später, denke ich.

Zitat:
aber ich bin mir nicht sicher ob ich das thema lieber bei ihm zuhause ansprechen soll, nicht dass er mit einem gefühlschaos nach hause fährt. weil es so unerwartet kommt.

Einer von euch beiden würde so oder so mit vollem Kopf nach Hause fahren.

23.09.2019 23:01 • x 1 #12


S
Ich versuch es heute. kann nichts versprechen, hab panische angst.

24.09.2019 12:16 • x 1 #13


111Sternchen222
Ich drück dir die Daumen!

24.09.2019 12:27 • x 1 #14


A


Hallo sorriso,

x 4#15


Juju
Du schaffst das.
Der richtige Moment wird kommen.
Ganz sicher!

24.09.2019 13:28 • x 1 #15

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