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Anstrengender Job und dadurch Depressionen und Ängste

Curl
Als hätte ich das geschrieben. Genau das selbe Problem hab ich auch

14.04.2020 19:16 • x 2 #16


mrsrobot
Aus eigener Erfahrung würde ich mich nicht direkt bewerben, ohne die Muster zu ergründen, die auch hinter Deinen Symptomen stecken. Es ist nicht nur die Arbeit, sondern auch die Muster, die unten drunter schlummern. Die Situation, die Du beschreibst, wirst Du leider auch in anderen Betrieben haben. Damit möchte ich nicht sagen, dass Du nicht den Job wechseln solltest, es kann besser, aber auch schlechter werden und jeder Neuanfang kostet unwahrscheinlich viel Energie, die man in so einer Situation selten hat. Das kannst Du langfristig auch noch machen, zumal es im Moment in einem neuen Job mit Probezeit, Corona und Deiner emotionalen Situation vielleicht nicht die beste Ausgangsbasis ist.

Solange Du Dich in einer ungekündigten Stellung befindest, krankgeschrieben bist, schau, was Dir gut tut. Wenn Du das weißt, kannst Du auch in einem anderen Job Dich besser abgrenzen und nach außen kommunizieren, was Dir gut tut. Ich drücke Dir die Daumen, dass Du für Dich den richtigen Weg findest und es vielleicht auch mit einer Reha klappt.

Psychiater und Hausärzte funktionieren auch anders als Therapeuten, die lernen einen besser kennen, wenn man regelmäßig hingeht. Bist Du bei einem Therapeuten? Ich finde es ehrlich gesagt auch was komisch, wenn Du solange krankgeschrieben bist, ohne dass Du an den Ursachen arbeitest. Was wird den Unterschied machen in einer anderen Firma, Großraumbüros sind mittlerweile normal, Lautstärke auch, Konflikte und Stress mit Menschen ebenfalls. Schreibt der Psychiater Dich dann wieder krank?

15.04.2020 11:45 • #17


A


Hallo chaotine,

Anstrengender Job und dadurch Depressionen und Ängste

x 3#3


Albarracin
Experte

15.04.2020 12:03 • x 2 #18


chaotine
Zitat von mrsrobot:
Aus eigener Erfahrung würde ich mich nicht direkt bewerben, ohne die Muster zu ergründen, die auch hinter Deinen Symptomen stecken. Es ist nicht nur die Arbeit, sondern auch die Muster, die unten drunter schlummern. Die Situation, die Du beschreibst, wirst Du leider auch in anderen Betrieben haben. Damit möchte ich nicht sagen, dass Du nicht den Job wechseln solltest, es kann besser, aber auch schlechter werden und jeder Neuanfang kostet unwahrscheinlich viel Energie, die man in so einer Situation selten hat. Das kannst Du langfristig auch noch machen, zumal es im Moment in einem neuen Job mit Probezeit, Corona und Deiner emotionalen Situation vielleicht nicht die beste Ausgangsbasis ist.

Solange Du Dich in einer ungekündigten Stellung befindest, krankgeschrieben bist, schau, was Dir gut tut. Wenn Du das weißt, kannst Du auch in einem anderen Job Dich besser abgrenzen und nach außen kommunizieren, was Dir gut tut. Ich drücke Dir die Daumen, dass Du für Dich den richtigen Weg findest und es vielleicht auch mit einer Reha klappt.

Psychiater und Hausärzte funktionieren auch anders als Therapeuten, die lernen einen besser kennen, wenn man regelmäßig hingeht. Bist Du bei einem Therapeuten? Ich finde es ehrlich gesagt auch was komisch, wenn Du solange krankgeschrieben bist, ohne dass Du an den Ursachen arbeitest. Was wird den Unterschied machen in einer anderen Firma, Großraumbüros sind mittlerweile normal, Lautstärke auch, Konflikte und Stress mit Menschen ebenfalls. Schreibt der Psychiater Dich dann wieder krank?


Ich habe bereits in Großraumbüros gearbeitet, aber ein Callcenter ist da ein ganz anderes Kaliber. normale Großraumbüros gehen, Callcenter halt nicht mehr. Ich komme mit Konflikten zurecht, Stress ist durchaus normal, ich bin da auch im Bilde über meine eigenen Grenzen. Es ist aber bezeichnend, dass neben mir jetzt auch zwei weitere Kolleginnen mit ähnlichen Problemen ausgefallen sind. Mittlerweile wandern selbst Kollegen aus anderen Projekten ab die teils 10-15 Jahre in der Firma sind. Wir sind konstant unterbesetzt und nach dem Verkauf an einen anderen Eigentümer herrscht ein riesengroßer Druck der nach unten durchgegeben wird. Selbst im Führungspersonal gibt es seit Jahren einen ständigen Wechsel. Ich hab in den 3 1/2 Jahren dort schon 5 Teamleiter, 7 Projektleiter und 4 Standortleiter kommen und gehen sehen. Und ich war durchgehend im selben Projekt.

Die Muster liegen in meiner Kindheit begründet und ich hatte schon in der Grundschule Kontakt mit Psychiatrie und Co. Ändern lässt sich am Kern nichts, ich kann nur damit leben. Und das sagen sämtliche Therapeuten/Spezialisten die mich diesbezüglich kennengelernt haben.
Ich stehe mittlerweile im normalen Leben, bin also durchaus in der Lage zurechtzukommen. Und sowohl Hausärztin, Psychiaterin als auch Therapeut kennen mich sehr langen Jahren. Auch von denen der klare Rat: neue Stelle!

Die Ängste gehen nicht weg, die sind schon seit frühester Kindheit in meinem Wesen verankert. Die Depressionen leider genauso, deswegen seh ich aber nicht ein, mich völlig aufs Abstellgleis zu begeben. Ich muss halt nur meinen eigenen Weg gehen und schauen wie ich sowas am besten verpacke.

Ich muss sagen, dass aus deinem Text ein wenig rausklingt, dass ich sehr blauäugig an die ganze Sache herangehe und sofort wieder einknicken werde. Ich kann dir versichern, dem ist nicht so! Ich habe lange mit mir gekämpft, bis ich im Februar die Notbremse ziehen musste. Das war keine Entscheidung die ich mir leicht gemacht habe.

Zitat:
- Antrag auf Wohngeld ?
- Antrag auf Schwerbehinderung ?
- Antrag auf medizinische Rehabilitation ?
- Antrag auf Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben (berufliche Reha) ?


Wohngeld ist minimal, ob ich mir den Antrag dafür antun möchte, weiß ich noch nicht.
Für eine Schwerbehinderung bin ich nicht krank genug und ist genau wie eine Reha auch von meiner Seite aus nicht gewünscht.


Mir gehts momentan einfach nur darum, erstmal aus dem Callcenter und zurück in Richtung meines erlernten Berufes zu kommen. Wenn der Verdienst dann noch über Mindestlohnniveau liegt bin ich vollauf zufrieden. Ich verlange nicht viel, nur eine Arbeitsumgebung in der ich z. B. nicht angeranzt werde, wenn ich mich erdreiste mit Grippe und hohem Fieber zu Hause zu bleiben.

16.04.2020 03:47 • x 2 #19


mrsrobot
Hmm, müssen muß Mensch nichts:) aber wenn es für Dich der richtige Weg ist, geh ihn. Nur Du kannst für Dich wissen, was Dir am Besten tut.

Fluktuation ist in vielen Unternehmen durchaus normal, man zählt nicht mehr viel als Arbeitskraft. Mit Einschränkungen wird es noch schwieriger. Wie bist Du denn im Callcenter gelandet? Ich habe das mal für einen Tag getestet und mir gedacht, aufgrund meiner Grenzen geht das nicht, nicht mal in Teilzeit.

Was hast Du denn gelernt? Hast Du weitere Qualifikationen, auf denen Du aufbauen kannst? Wie lange bist Du aus Deinem alten Job raus und was ist Deine Intention, dort wieder einzusteigen? Auf was für Stellen bewirbst Du Dich? Hast Du Präferenzen?

16.04.2020 15:51 • #20

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