Antidepressiva machen mich müde & gefühlskalt - alles schlimmer

Anima
Liebe Eloise,

es gibt in der Depression immer ein Auf und Ab! Das ist normal und zum Glück sind auch nicht alle Tage schlecht. Aber es ist ein enormer Kraftaufwand, der unglaublich Energie zieht!

Vor allem die Warterei bei Dir, der Du ausgesetzt bist, das zehrt zusätzlich an den Nerven! In dem Zustand wirst Du kaum arbeiten können!

11.01.2012 18:22 • #16


Eloise
Danke fürs Daumendrücken, Eisbärchen. Ich bin jetzt erstmal gespannt, was die beiden Damen (Psychaterin+Therapeutin) an den jeweiligen Terminen sagen werden.

Heute habe ich sogar zeitweise gedacht, dass ich einfach wieder arbeiten gehe, wenn der Krankenschein ausläuft. Fand den Gedanken sogar garnicht beänstigend. Ja, auch ich kenne solche Tage, die genaue die richtige Mischung haben in der Arbeitsauslastung. Es ist bisher selten vor gekommen, aber ab und an hatte auch ich Spaß an der Arbeit. So Tage ohne Druck, an denen man aber trotzdem was erledigt bekommt. Von dem Gedanken an die Arbeit bin ich aber jetzt, ein paar Stunden später, wieder kuriert. Bissel Hausarbeit, um die Hunde kümmern und Rehasport waren mir heute schon gerade wieder genug.

Anima, ich glaube da liegt bei mir ein großes Problem. Wenn es mir etwas besser geht, will ich gleich weitermachen. Das könnte auch eine Therapie behindern. Wenn man mir das Gefühl gibt, dass wie es mir geht, ja nicht so schlimm ist, werde ich mich vermutlich nicht öffnen und alles von dem ich denke, dass es mich belastet wieder wegpacken und versuchen alleine damit klar kommen.

12.01.2012 02:06 • #17


A


Hallo Eloise,

Antidepressiva machen mich müde & gefühlskalt - alles schlimmer

x 3#3


Anima
Liebe Eloise,

das ist ganz normal! Auch ich habe Tage, wo ich denke - ähm - ist doch alles gut, warum bin ich hier? Fange doch einfach hier einmal an, ein Tagebuch zu schreiben, wann es Dir gut geht, wann es Dir schlecht geht und lese dann einmal nach. Umsonst wurde Dir auch keine Depression bescheinigt oder Du krank geschrieben.

12.01.2012 19:30 • #18


Anima
Liebe Eloise,

wie geht es Dir?

16.01.2012 19:16 • #19


Eloise
Hallo Anima,

vielen Dank, dass du fragst.

Es ist ein wenig durchwachsen im Moment. Meine Stimmung wechselt so oft und mein Körper ist auch komisch. Werd mal ein bissel was in mein Tagebuch schreiben. Kannst ja mal vorbeischauen, wenn dir danach ist. Ich weiß, das geht nicht jeden Tag. Konzentrieren ist anstrengend.

LG

Eloise

19.01.2012 00:28 • #20


A
hallo Ich bin Angelika. Schau wie glücklich ich bin.Ich bin da raus.Auch im Krankenhaus gewesen,keine lust zu Leben gehabt(ernsthaft).Schau wie ich lache und dir wird es besser ergehen,heilung der Seele braucht Zeit.Therapie ist wichtig,aber nur die Therapie, die dich anspricht.Was mir geholfen hat?Der Sinn des Lebens zu verstehen, weg vom Perfektionismus,wir sind nicht in sich allein gut, sondern unterschiedlich und sind alle in einem vereint gut.Ich vergleiche mich nicht mehr mit den anderen,denn nichts ist gleich.Wir sind ein guter Plan des Schöpfers.Ich habe Gott gefunden und es hilft mir es zu verarbeiten.ich gehe in evang.Kirche.Die Omis sind soooooo Lieb.sie haben mich mit so viel Liebe aufgenommen und Hoffnung geschenkt.178 Ich möchte leben.
Ich hatte Angst zu sterben
Und Angst zu leben.
Auf meinen Erdenwegen
Mit Last und Streben.
Alles zu haben um zu genießen,
sollten des Geldes Berge
hier nur fließen.
Aber es fließen nur meine Tränen.
Die Welt, die ich erschaffe,
möchte ich ablehnen.
Mir fehlt der Friede
um zu genießen.
Mir fehlt die Liebe,
die mir die Wärme ließe…
Wärme des Herzens…
In meinen Gaben,
hab ich gefunden Lebensaufgaben.
Nicht nur zu haben,
sondern zu geben.
Und es erstaunt mich,
denn ich will leben.
Ich…möchte leben
um zu genießen,
der Liebe Wege
möchte ich erschließen.
Und es umarmt mich
erstrahlt die Sonne.
Ich sehe im Leben
die neue Wonne.
Wer gibt mir Frieden
Auf meinem Wege?
Es strahlt von oben.
Ich möchte streben.
Wie eine Blume zum Sonnenlicht,
ich schrei zu Gott: „Belebe mich.“
ich wünsche dir alles gute und Gottes Segen

19.01.2012 19:36 • #21


Eloise
Hallo Angelika,

ersteinmal vielen Dank für die guten Wünsche und auch für Gottes Segen. Auch wenn ich nicht an Gott glaube. Zumindest nicht das Bild eines Gottes, das diverse Kirchen und Religionen zeichnen.

Ich hab auch deine Vorstellung gelesen und ich weiß, dass du helfen willst, aber wie soll es mir helfen, wenn ich sehe, dass du lachst? Es ist natürlich schön, dass es dir wieder so gut geht. Aber mir hilft nicht dein Ergebnis. Allenfalls kann ich aus deinem Weg Hilfe ziehen. Daraus Erkenntnisse gewinnen, die auch auf mich zutreffen. Aber die Dinge erkennen muss ich selbst.

Insofern ist dein Beitrag also doch wieder eine Hilfe, weil ich mir darüber Gedanken mache, wo mich mein Weg hinführen wird. In die Kirche wohl eher nicht. Das mag vielleicht auch daran liegen, dass ich aus einer erzkatholischen Familie stamme. Ich wurde mehr oder weniger zum Beten und in die Kirche gezwungen. Man hatte diese Erwartung an mich und ich sah mich gezwungen sie zu erfüllen - schon als kleines Kind.

Das ist etwas, an das ich schon lange nicht mehr gedacht hab, aber ich denke es könnte wichtig sein. Also Danke für das erwähnen der Kirche, auch wenn das nicht mein Ziel, sondern mehr ein Wegstück ist.

LG

Eloise

20.01.2012 00:25 • #22


A
Entschuldigung

Ich kann mich genau in deine Lage zu versetzen und wenn man noch mehr Leid dazu läd,nach meine Erfahrung,ist es noch schwerer.

Ich kann auch mein leidensweg erzählen.Ich war kurz vom Selbstmord und bin in der Kommunismus aufgewachsen,ungläubig.Diktatur pur.Ich bin in 3 Ländern nicht zu Hause gewesen,nirgetwo.ich habe meine Ausbildung abgebrochen wegen der Ausreise und habe nie wieder geschaft eine Arbeit nach meinem wunsch zu
arbeiten,sondern 17 jahre harte Bandarbeit,dazwischen 2 Kinder,der Mann der mir nie geholfen hat.

Meine Mutter rief jeden tag an und erzählte Eheprobleme.Trinkender Vater.langsam sammelte sich ein Berg,der auf mich fiel.Ich machte mich selständig,verschuldete mich.Dann wurde ich krank.überall Geschwüre auf der haut,die nicht weggingen.Und zum Schluss psychische Zusammenbruch mit Stimmen hören(schizophrenie)Albträumen und 3 mal Krankenhauseinlieferung.Der Sinn des Lebens war weg.Ich wollte nicht mehr.Ich habe nach meine Heulathake und nicht mehr aufstehen in dieses Leben ein Erlebnis gehabt.

Ich sah ein Licht und mich fühlte die Liebe(nicht kat.Glaube Zwang)Liebe.Es war so ein herrliches Gefühl, das ich nicht wollte dass es aufhört.es war nicht Schlechtes bei.Gott ist Liebe.Es hat aufgehört und ich war so ruhig. Keine Psychopillen halfen mir,aber hier war ich mit der Liebe gefühlt.Noch einmal heulte ich und war innerlich tod. nach dem Streit mit meinem Mann und ich sah eine Vision.GottVater im weissen Gewand und ich(kleines Mädchen bei ihm auf dem Arm.Ich wusste es einfach,weil Gott Gewissheit gibt)Er schaukelte mich in Liebe und zeigte mir mit der Hand die Welt.Ich machte die Augen auf und war so ruhig.

Nach diesem Ereignis hatte ich die Augen für seine Welt.Ich ging auf die Strasse und sah die Leute mit so viel Liebe an.Ich wollte spenden,Menschen helfen.Ich sah die Feldblumen und erfreute mich deren Schönheit.Ich könnte dir ein Buch schreiben darüber,aber wenn ich hier das Leid lese weine wieder mit euch.Gott hat mich so getröstet.Ich ahbe meine Ehe fast wieder im Griff.
Ich betete für meine Eltern und mein Vater hat aufgehört zu trinken.Wir haben alles verziehen und er umarmt mich wenn ich komme.Und ich weine vor Freude und danke Gott dafür.Ich weiss die Problemen werden wieder kommen.meine Schulden muss ich selbst abzahlen,aber was Gott mir geschenkt hat,das ist die Hoffnung auf das Leben nach diesem schweren Weg.Ich habe in 3 Monaten nach meinem Zusammenbruch über 200 gedichte geschrieben wo Gott mir antwortete.

Sehr wenige glauben mir, aber meine Aufgabe ist es trozdem zu erzählen.

Ich wünsche dir Liebe Liebe Liebe

20.01.2012 10:22 • #23


Eloise
Schönen guten Nachmittag Angelika,

du musst dich nicht entschuldigen, ich weiß ja, wie du es gemeint hast.

Da hast du schon einiges mehr hinter dir als ich. Rein äußerlich ist mein Leben nämlich nicht schlecht verlaufen. Und doch bin ich jetzt da, wo ich jetzt eben bin.

Ich denke, weder das Konzept der Kirche, noch das des Kommunismus sind an sich schlecht. Sie werden nur missbraucht. Die Gedanken der Nächstenliebe oder der Gleichheit sind doch nicht schlecht, aber es gibt eben Menschen, die sich selbst mehr lieben als sie andere lieben und die sich als gleicher betrachten als andere. Dann kommt es zu Glaubenskriegen, Inquisition, Diktatur - weil man seine Macht irgendwie erhalten muss. Also werden die unterdrückt, die der Macht schaden könnten.

Die Vorstellung eines liebenden Gottes ist natürlich etwas Schönes. Ich kann verstehen, dass dir das Hoffnung gibt. Dennoch bin ich eine Skeptikerin. Aber ich gehe davon aus, dass Gott damit klar kommt, sollte es ihn wirklich geben.

Auch wenn ich nicht so sonderlich gläubig bin, finde ich Kirchen- bzw. Glaubensgeschichte sehr interessant.

Seltsamerweise ist mein ältestes Buch eines, in dem es um Glauben geht. Ich hab es Zuhause bei meinen Großeltern gefunden und da es niemand mehr wollte, hab ich es an mich genommen. Ich liebe Bücher. Es geht um Jazinta, das Gnadenkind von Fatima. Ihr ist die Muttergottes erschienen, sogar die ganze heilige Familie.

Das ist zum Beispiel eine schöne Erinnerung an Kirche und Glauben, die ich habe. Und natürlich die Erinnerung an meine Großmutter, die eine gläubige Frau war und mit der ich alle guten Aspekte des Glaubens verbinde. Sie ist schon viele Jahre tot, aber ich vermisse sie immer noch.

Du bringst mich da auf ganz seltsame Gedanken. Aber das ist gut. Ich hab schon soviel im Alltag vergessen, was vielleicht wichtig ist.

LG

Eloise

20.01.2012 17:12 • #24


A
ich freue mich für dich.Weisst du,ich habe auch meine Omi überalles geliebt.Was sie erlebt hat (diese Generation) kann man garnicht nachvollziehen,aber sie waren Gott näher als wir.Mein Gott ist in meinem Herzen nicht im Vatikan mit Ihren Kriegen.Er hat mir so viel geholfen.Ich war auch in der Katolischen Kirche als ich nach Wahrheit gesucht habe.Es hängt alles von dem Prädiger ab.manche haben mein Herz angesprochen andere nicht.Ich werde für euch alle beten.Gott erhört die Gebete und schenkt uns Liebe und Geduld und Kraft in den schlimmsten Tagen.Aber natürlich sind die Ärzte und Psychologen sehr wichtig.Man muss jede Hilfe annehmen.Ich weiss, dass es eines Tages alles gut wird.Alles Liebe
Der Zorn ist der Gift für unsere Seele

20.01.2012 20:01 • #25


A


Hallo Eloise,

x 4#11


Anima
Auch wenn es nur am Rande ist: Bei uns in der TK wird die Meditation von einem Pastoralreferenten durchgeführt. Mit Musik und Lesungen aus Gleichnissen, aus der Bibel usw. - es vermittelt einfach Frieden. Dazu muss man nicht gläubig sein, aber es macht nachdenklich und leicht.

20.01.2012 20:36 • #26

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