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Bin gefangen zwischen Angst und Depression

S
Hallo Zero_ one,

welche Therapieart wäre denn da noch? Normalerweise ist es doch eine klassische VT für Angststörungen.
Ein neuer Therapeut würde wieder heißen ca 6-12 Monate Wartezeit, endlose Telefonate mit Absagen und am Ende ist der Therapeut ne Pfeife.
Meine jetzige Therapeutin passt gut und die Therapie hat ja schon etwas gebracht, mir fehlen einfach noch mehr Stunden, (meine zwei Therapeuten vorher wurden angerechnet, ca 40h), dann könnten wir sicher gut vorankommen. Aber da macht die Krankenkasse nicht mit.
Es wird lieber in Kauf genommen, das man eben noch länger massiv Lebensqualität einbüßt und davon depressiv wird.
Meine Krankenkasse meinte zu mir, wenn ich mich ohne Therapie schlecht fühle, kann ich mich ja immer noch in die Psychiatrie einweisen lassen. Na vielen Dank!

In den Kliniken wird man halt einfach durchgeschleust, keiner achtet auf einen, es ist halt friss oder stirb. Danach wird man auf die Strasse entlassen und kann gucken wo man bleibt.
Es ist alles irgendwie zum Davonlaufen, nur resigniere ich zur Zeit einfach.
LG
Simone

20.09.2019 16:40 • x 1 #16


P
@simone81, es ist ein Teufelskreis. Man ist so einsam und möchte eigentlich nur glücklich sein. Aber weil man so depressiv ist, will man nicht rausgehen. So ändert sich nichts an der Situation.
man will bloß geliebt werden, aber ich fühle mich, als wäre ich es nicht wert, da ich nicht so viel Glück wie meine Mitmenschen habe.

20.09.2019 17:20 • x 2 #17


A


Hallo Simone81,

Bin gefangen zwischen Angst und Depression

x 3#3


Blume71
Liebe Simone81,

gerade das drüber reden bzw. schreiben und sich verstanden fühlen, tut schon gut - finde ich.
Mir geht es so, dass nach dem Aufschreiben manchmal Platz im Kopf ist für neue Gedanken bzw. andere Sichtweisen.

Auch kann man hier im Forum viel mitnehmen, finde ich, dadurch dass andere Betroffene ihre Erfahrungen schildern. Irgendwie haben wir alle einen Weg, den wir gehen, der eine ist schon ein Stück schneller gelaufen, der andere läuft in kleineren Schritten. Ich bin der festen Überzeugung, dass es besser werden wird.

Zu Deinen Post´s wollte ich noch etwas schreiben:

Zitat von Simone81:
So ein Tag macht mich immer fix und fertig, aber ich bin trotzdem stolz, das ich es überhaupt schaffe. Meine direkten Kollegen mag ich sehr gerne, sie sind auch der einzige Kontakt zu anderen, den ich habe.


Das finde ich toll und Du kannst auch sehr stolz auf Dich sein, dass Du das geschafft hast. Mir geht es ein bißchen ähnlich, ich freue mich auch jedes mal, wenn ich den Büroalltag gut geschafft habe. Das gibt Bestätigung. Sicher gibt es auch einmal schlechte Tage, aber die haben andere auch.
Ist das ein Kollege oder mehrere? Bzw. kann man den/die Kontakte vielleicht intensivieren?
Sicher hat es 2 Seiten, mit Arbeitskollegen Freundschaften zu schließen, aber, wenn ich von mir ausgehe, habe ich damit recht gute Erfahrungen gemacht.

Zitat von Simone81:
Ich habe nicht nur Angst davor, das mich keiner mag, ich habe auch Angst, das mich jemand mag, den ich aber nicht mag.
Das ist alles ziemlich umständlich bekloppt ich weiß.


Nein, das hört sich keineswegs bekloppt an, ich bin da völlig bei Dir und kann nachvollziehen, was Du meinst. Aber es wäre doch eine gute Möglichkeit, sich darin zu üben, bei sich zu bleiben und den anderen höflich abzuweisen.
Das ist für mich auch noch sehr schwierig, da mir in solchen Sitationen oftmals die Diplomatie fehlt.

Habe einen schönen Abebd, lieben Gruß Blume!

20.09.2019 22:19 • x 2 #18


Helmut
Hallo Simone
mir geht es ähnlich, ich bin erst nachmittags in der Lage mich unter die Leite zu wagen, was macht das auch für einen Sinn wenn ich in der Stadt in einen Caffee sitze und andere Leute beobachte. Einzig eine ältere Alk. sitzt auch alleine rum und hat für ein Gespräch Zeit.
Vor einer richtigen Therapie hab ich auch angst, weil die bestimmt ihren eigenen Tabletten-Mix mit mir ausprobieren wollen!
Der nächste Grund ist meine Katze welche sehr an mich oder ich an Ihr hänge. Der Kater hat so richtig das Gespür wenn es mir nicht gut geht und drückt sich dann an mich. Der einzige dem ich irgendwie wichtig bin. Klingt sicher doof für die meisten!
Ängste hab ich nicht so direkt, wobei ich meine Zukunft nicht so rosig sehe. Mit 56 ist der Zug eh schon durch! Da haben die meisten doch eh keinen bedarf mehr, weil schon verheiratet und im trauten Heim!
Ich fange hald bei null an!
Helmut

Ängste und Depressionen beherrschen auch mein Leben. Ich kann nicht mehr arbeiten gehen und Freunde habe ich keine mehr. Geblieben ist mir zum Glück meine Familie, die alles versucht, um mich aus dem Schneckenloch zu holen.

Wichtig dabei sind mir auch meine Hobbies. Ohne die würde ich nur noch im Bett liegen und gar nichts mehr machen. Hast Du wirklich gar keine Hobbies? Sport? Lesen etc.? Sachen, wo Du Dich etwas ablenken kannst?

Gibt es eine Möglichkeit, die Anzahl Stunden bei der Therapie zu verlängern? Ich kenne mich in D nicht so aus, bei uns hier in der Schweiz gehe ich seit mehr als 25 Jahren zur Therapie und das geht.

Ich wünsche Dir viel Kraft und ein schönes Wochenende.

Liebe Grüsse
Pimbolina [/quote]undefined

24.09.2019 06:55 • x 2 #19


S
Hallo Leute,
Ich war einige Tage nicht online, hatte eine richtig schlimme Zeit, bin so gut wie gar nicht mehr aufgestanden, fühle mich kaputt und habe Schmerzen im ganzen Körper.
Ich habe seit einer Woche mit niemandem gesprochen, fühle mich einsamer denn je.

@Blume71 es sind mehrere Kollegen, mit denen ich mich gut verstehe. Grundsätzlich ist dagegen nichts einzuwenden.
Habe aber gerade eine sehr schlechte Erfahrung damit gesammelt, mit einem Kollegen habe ich mich sehr gut verstanden, er war neu in der Firma. Allerdings hat er angefangen mich ununterbrochen zu belästigen, ich konnte keinen Schritt mehr gehen, ohne dass er an mir klebte. Er hat auch angefangen mir privat ständig zu schreiben und wollte sich mit mir verabreden. Ich bekam Panik und habe ihn um Abstand gebeten. Allerdings kann er das nicht akzeptieren und schreibt mir Briefe nach Hause wie sehr er leidet, weil ich ihn ablehne.
Im Grunde ist genau das eingetreten wovor ich Angst habe, ich werde ihn scheinbar nicht mehr los. Das bestärkt meine Angst und die ständige Warnung vor anderen Leuten in meinem Kopf.

@Helmut ich finde das klingt überhaupt nicht doof, ich habe auch eine Katze und da ist es ganz genauso.
Wenn du vielleicht eine Gesprächstherapie machen könntest, würde dir keiner seinen Tablettenmix aufbrummen. Du kannst selbst frei entscheiden, ob du Medikamente nehmen möchtest oder nicht.
Ich bin grade 30 und denke ganz ähnlich, alle um mich herum sind verheiratet und bekommen Kinder, ich sitze alleine zu Hause und bin auf meinem Psychotrip.
Lg

Simone

29.09.2019 01:24 • x 1 #20


Blume71
Hallo,

Zitat von Simone81:
Ich war einige Tage nicht online, hatte eine richtig schlimme Zeit, bin so gut wie gar nicht mehr aufgestanden, fühle mich kaputt und habe Schmerzen im ganzen Körper.
Ich habe seit einer Woche mit niemandem gesprochen, fühle mich einsamer denn je.


Hast Du denn aktuell Kontakt zu Deinem Therapeuten/in?

Lieben Gruß Blume

29.09.2019 14:24 • #21


mrsrobot
Ein sozialpsychatrisches Zentrum ist vielleicht eine gute Anlaufstelle. Einfach zum sprechen und loslassen.

30.09.2019 13:14 • x 1 #22


S
Hallo Blume71,
aktuell habe ich 4 Wochen Pause weil sie Urlaub hat.
Kann auch meinen Arbeitsalltag kaum noch bewältigen, ich habe diese Woche fast gar nicht geschlafen.
Daheim bleiben möchte ich aber auch nicht, weil ich dann gar nicht mehr aufstehe, obwohl ich dann wenigstens schlafen kann. Auf die Arbeit zu gehen macht wenigstens irgendwie Sinn.
Meine Therapeutin wird mich sicher in eine Klinik stecken wollen, das ist für mich aber keine Option, weil ich so schlechte Erfahrungen gemacht habe. Hab mir geschworen mir das nie wieder anzutun.

04.10.2019 21:47 • x 1 #23


Blume71
Hallo,
Deine Therapeutin wird bestimmt nichts gegen Deinen Willen tun, sondern versuchen mit Dir gemeinsam den besten Weg zu finden.

Es tut mir leid, dass Du so schlechte Erfahrungen in einer Klinik gemacht hast, aber es muss ja nicht heißen, dass alle Kliniken schlecht sind.

Was denkst Du über den sozialpsychiatrischen Dienst als Überbrückung bis Du wieder zu Deiner Therapeutin gehen kannst? vielleicht erst einmal eine telefonische Kontaktaufnahme und schauen, wie es sich anfühlt?

Ich wünsche Dir alles Gute!

04.10.2019 22:01 • x 1 #24


S
Hallo Blume,

ich habe mal bei uns nach solch einem Dienst gesucht, den gibt es wohl erst in einer nächstgrösseren Stadt, aber ich weiss gar nicht wie ich da hinkommen soll.
Ich werde am Montag mal beim Hausarzt anrufen und dort nachfragen, vielleicht können die mir eine Adresse geben.

Ich denke auch nicht das alle Kliniken schlecht sind, aber ich habe Angst, wieder in solch ein Desaster zu geraten. Das würde ich glaube ich nicht nochmal durchstehen.

Naja meine Therapie ist ja auch bald zu Ende, keine Ahnung was dann aus mir werden soll. Ich weiss ich bin auf dem falschen Weg zur Zeit, aber ich komme da momentan einfach nicht raus.

05.10.2019 01:01 • #25


A


Hallo Simone81,

x 4#11


Blume71
Guten Morgen SImone ,

Zitat von Simone81:
ich habe mal bei uns nach solch einem Dienst gesucht, den gibt es wohl erst in einer nächstgrösseren Stadt, aber ich weiss gar nicht wie ich da hinkommen soll.
Ich werde am Montag mal beim Hausarzt anrufen und dort nachfragen, vielleicht können die mir eine Adresse geben.


Vielleicht kann man auch erst einmal tel. Kontakt aufnehmen und von sich erzählen, damit es einzuschätzen ist.
Dass Du Deinen Hausarzt anrufen willst, finde ich auch eine sehr gute Idee, es ist gut, wenn Du Dir ärztl. Unterstützung holst bei jemandem dem Du vertraust.

Zitat von Simone81:
Ich denke auch nicht das alle Kliniken schlecht sind, aber ich habe Angst, wieder in solch ein Desaster zu geraten. Das würde ich glaube ich nicht nochmal durchstehen.


Aber Du hast doch immer eine Option. Wenn es tatsächlich wieder so schlimm für Dich werden sollte, wovon ich jetzt nicht ausgehen möchte, dann könntest Du doch immer gehen, oder nicht?

Liebe Grüße Blume

05.10.2019 10:06 • x 1 #26

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