Burnout - Arbeitgeber will mich loswerden

Gummitwist78
Guten Morgen!
Ich habe auf der Arbeit genau da sgleiche Gefühl wie du.
Ich will einfach in Ruhe gelassen werden.

Kopfhoch und dann schaffen wir das.

01.02.2012 10:57 • #16


Anima
Es stimmt schon, mich belastet die ganze Situation sehr. Man schiebt zwar immer wieder die Gedanken von sich, aber es sind nun einmal existentielle Notwendigkeiten.
Dann denke ich auch wieder: Wann fange ich mit der Arbeitssuche an? Was suche ich? Ich habe Angst, plötzlich einmal da zu stehen und - alleine zu sein, kein Job, kein Nix....das verfolgt mich, ja.
Es steht fest, nie wieder da hin, derzeit muss ich es auch nicht. Wie lange soll ich quasi krank gemeldet sein (bin es ja auch) und wann soll ich kündigen, bzw. mich darum kümmern? Da habe ich Pudding im Kopf.

01.02.2012 18:16 • #17


A


Hallo Anima,

Burnout - Arbeitgeber will mich loswerden

x 3#3


Sarah
Zitat von Anima:
Dann denke ich auch wieder: Wann fange ich mit der Arbeitssuche an? Was suche ich? Ich habe Angst, plötzlich einmal da zu stehen und - alleine zu sein, kein Job, kein Nix....das verfolgt mich, ja.
Es steht fest, nie wieder da hin, derzeit muss ich es auch nicht. Wie lange soll ich quasi krank gemeldet sein (bin es ja auch) und wann soll ich kündigen, bzw. mich darum kümmern? Da habe ich Pudding im Kopf.


Versuche dir doch selber den Druck zu nehmen. Deutschland gehört nicht umsonst zu den Staaten mit den höchsten Sozialausgaben weltweit. Selbst wenn es zwischendurch knapp werden sollte - die wirst kaum plötzlich ohne Dach überm Kopf oder am Hungertuch nagend da stehen. Vielleicht nimmt es dir den Druck, wenn du dir klar machst, dass zwar Wohlstand und Komfort bedroht sind, aber wirklich existentielle Grundbedürfnisse meist nicht.

Und ansonsten: tiiiiiiiiiiiief durchatmen. Die stehst doch schon in Kontakt mit der AA, oder? Du bist in einer TK mit einer Sozialarbeiterin, machst eventuell eine berufliche Reha. Du bist umgeben von Fachleuten, die kaum gemeinsam nichtstuend zuschauen werden, wie du grundlegende Fehler begehst. Versuche diesen Experten zu vertrauen, um so deinen eigenen Druck zu reduzieren und wieder klarer sehen zu können.

Vor einiger Zeit hast du einmal geschrieben, dass du Schritt für Schritt vorgehen willst. Um in dem Bild zu bleiben machst du aber gerade den Tausendfüßler: bist in der TK, planst eine Reha, suchst nach der richtigen Reha-Einrichtung, lässt physische Probleme abklären, stehst über deine Anwältin im Streit mit deinem Arbeitgeber, versuchst einen detaillierten Plan für deine berufliche Zukunft auszuarbeiten und so weiter und so weiter.

Wenn ich versuche, mir all das, was ich von dir gelesen habe, wieder ins Gedächtnis zu rufen, werde ich schon ganz wirr im Kopf!

Also liebe Anima: tief durchatmen, die zur Verfügung stehenden Hilfspersonen in Anspruch nehmen und wieder zu deinem eigenen Plan zurück kehren. Ein Schritt nach dem anderen und zwischendurch auch mal stehen bleiben um ui gucken, ob der Weg noch stimmt oder ob Zeit für eine kleine Pause zum Kraft holen ist.

Liebe Grüße

Sarah

03.02.2012 13:39 • #18


Anima
Liebe Sarah,

Nagel auf den Kopf! Mehr dazu schreibe ich in meinem Tagebuch

03.02.2012 19:07 • #19


S
Hallo Anima,

ich kann Sarah in allem nur beipflichten!

eins nach dem anderen. Das erste Ziel ist doch, erst mal wieder stabil zu sein.
Nur in stabilem Zustand kannst Du Dich neu auf dem Arbeitsmarkt umsehen, alles andere würde nichts bringen.

Und wenn es eben noch ein paar Wochen oder sogar Monate dauert, bis Du stabil bist, dann ist es halt so.
Das solltest Du Dir immer vor Augen halten.

Ich kenne das sehr gut mit den Existenzängsten. Als ich damals krank wurde, flehte ich alle zwei Wochen meine Hausärztin an, dass ich doch wieder gesund sein muss. Oder ich machte immer wieder den Vorschlag, dass ich dort kündigen muss.
Sie war diejenige (und dafür bin ich ihr heute noch dankbar), die mich immer davor abhielt.
Sie sagte, warum denn kündigen, ich wäre doch gar nicht gesund genug, mir etwas neues zu suchen.
Ich war fast 25 Jahre bei dieser Sparkasse und sie sagte, ich dürfe doch das Krankengeld solange in Anspruch nehmen, wie es mir zusteht, ich hätte doch auch einbezahlt dafür.

Ja und heute bekomme ich eine EU-Rente.
Ich hatte immer große Angst, unter der Brücke zu landen. Aber ich lebe immer noch mit einem Dach über dem Kopf. Ich dachte damals auch, dass ich einfach nur mein Arbeitsumfeld ändern müsste und schwupps wäre ich wieder gesund. Aber viele andere Faktoren spielten doch eine Rolle und obwohl ich mittlerweile einen Auflösungsvertrag unterschrieben habe, bin ich noch zu krank für den ersten Arbeitsmarkt.

Das muss bei Dir jetzt nicht auch so sein, keine Angst. Ich wollte Dir nur aufzeigen, dass es nichts bringt, den 5. Schritt vor dem zweiten zu machen.

Stabilität und Gesundheit ist die größte und wichtigste Voraussetzung, um wieder arbeiten zu können.
Ich habe das Gefühl, Du bist derzeit von einem guten Netzwerk umgeben.
Ich wünsch Dir, dass Du lernst, Ihnen und ihren Einschätzungen vertrauen zu können. Du bist nicht alleine, solange Du professionelle Helfer um Dich herum hast, bist Du gut aufgehoben.

Du darfst Dir die Zeit nehmen, die Du brauchst, liebe Anima!

04.02.2012 01:48 • #20


Anima
Liebe Sonnenblume,

die Zeit mit den Helfern, die ich im Augenblick um mich habe, die ist eben begrenzt.

Dafür habe ich heute mit einer lieben Freundin gesprochen, die ich wieder gefunden habe .
Sie kennt sich im Personalbereich sehr gut aus und hat auch mein Zwischenzeugnis geprüft. Es ist absolut in Ordnung.

Sie hat mir geraten, nicht in Richtung Abfindung zu gehen, weil das u. U. zu lange dauern kann und dann habe ich evtl. Probleme beim Neuanfang. Lieber - so wie Ihr geraten habt - wirklich in Ruhe gesund werden und immer wieder umschauen, dann von selbst kündigen.

Ich denke einfach , ich habe Angst, den Überblick, bzw. die Kontrolle zu verlieren.

05.02.2012 01:01 • #21


Eisbärchen
Hallo Anima,

ich verstehe Deine Sorge, Deine Angst und Deine Ungeduld! Du würdest am Liebsten heute wissen, wo die Reise hingeht und wann Du wieder gesund sein wirst.

Vielleicht ist das gerade die Herausforderung, dass das eben nicht planbar ist?

Wie lange soll Dein Aufenthalt in der TK noch andauern? Danach wirst Du doch nicht allein gelassen, soll danach nicht eine Reha anschliessen? Da gibt es doch wieder kompetente Helfer.

Freut mich, dass Du Deine Freundin wiedergefunden hast. Das wird Euch beiden sicherlich helfen!

Schönen Abend und liebe Grüße
Eisbärchen

05.02.2012 23:08 • #22


S
Zitat von Anima:
die Zeit mit den Helfern, die ich im Augenblick um mich habe, die ist eben begrenzt.

Im Moment sind es die Helfer in der Tagesklinik, aber auch danach gibt es Helfer. Ärzte /Therapeuten/Sozialarbeiter/Rehaberatungsstellen, all das gibt es und die werden auch für Dich da sein, ganz bestimmt.

Mir hat damals in der Klinik gehólfen, dass ich mir Gedanken über ein Helfernetzwerk zuhause gemacht habe. Habe mir überlegt, wo es ambulante Stellen gibt, die mir auch helfen können.

Vielleicht hilft Dir der Gedanke, diesen Druck, es muss jetzt und sofort alles bezüglich Deiner beruflichen Zukunft geregelt werden.

06.02.2012 13:21 • #23


Anima
Nun - als ich das letzte Mal in der TK war, stand ich danach ohne Unterstützung da! Immer wieder hieß es eben - bis zur letzten Woche, dass sich das alles schnell findet. Dafür bekam ich eine Liste an Ärzten mit. Nein, Helfer hatte ich danach keine mehr! Einen Psychater, der max. 10 Minuten Zeit hat nach einer Wartezeit von 1 1/2 Stunden - das war meine Hilfe zur Wiedereingliederung.

Dieses Mal möchte ich das nicht so - und habe dasa auch offen kommuniziert.

Wie lange die TK dauert? Gem. Aussage insg. 8 Wochen +/-? Ich denke, ich habe damit Probleme, keine klaren Aussagen zu haben. Dieses Mal ist aber auch alles anders und ich denke schon, dass das mit der Reha von dort noch in die Wege geleitet wird.

06.02.2012 20:51 • #24


S
Zitat von Anima:
Nun - als ich das letzte Mal in der TK war, stand ich danach ohne Unterstützung da! Immer wieder hieß es eben - bis zur letzten Woche, dass sich das alles schnell findet. Dafür bekam ich eine Liste an Ärzten mit. Nein, Helfer hatte ich danach keine mehr! Einen Psychater, der max. 10 Minuten Zeit hat nach einer Wartezeit von 1 1/2 Stunden - das war meine Hilfe zur Wiedereingliederung.

Das war natürlich überhaupt nicht gut. Insofern kann ich Deine Angst sehr gut verstehen!

Zitat von Anima:
Dieses Mal möchte ich das nicht so - und habe dasa auch offen kommuniziert.

Das finde ich sehr gut! Es ist leider so, dass man immer wieder auf sich aufmerksam machen muss.

06.02.2012 22:57 • #25


Anima
So ist es! Heute hatte ich deswegen auch wieder ein Gespräch mit der Sozialpädagogin, Reha ist klar, nur über die Art (stationär oder teilstationär) wird noch entschieden.
Ich werde noch einen Antrag ordern. Himmel, Krankenkasse wollte ich auch noch anrufen.

07.02.2012 19:14 • #26


M
Huhu Anima,

konntest du bei der Krankenkasse schon etwas klären?

08.02.2012 18:22 • #27


Anima
Noch nicht! Ich hatte gerade noch ein paar andere Dinge um die Ohren, steht aber auf meiner Liste.

08.02.2012 19:17 • #28


A


Hallo Anima,

x 4#14


Anima
Der Reha-Antrag ist in Arbeit, ich denke nicht, dass es hinsichtlich der Bewilligung ein Problem geben könnte, höchstens bei der Wahl und der Wartezeit.

Noch etwas: Ich habe jetzt einen Schwerbehinderungsausweis!!! 50 % - ich musste nix tun mehr. Jetzt bin ich überrascht, aber positiv. Nur meine Familie nicht: Die hat Angst, dass ich jetzt überhaupt keine Arbeit mehr finde.

06.03.2012 18:32 • #29

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