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Burnout und nicht arbeitsfähig oder der falsche Beruf?

A
Hallo Alexandra und Lilly,
vielen Dank für Eure Antworten.
Bei uns ist es so, alles Frauen, so ein Wir-haben-uns-alle - lieb-Getue weil die Hierarchien sind so flach und wir Pädagogen sind alle so unfassbar warmherzig und wollen niemanden verletzen und der Inhaberin tut die neue Kollegin so leid, daher will sie sie nicht entlassen. Bei dem Gelaber ist es unheimlich schwer, rauszuhören, was Sache ist. Mir ist eine professionelle Distanz da 1000 Mal lieber! Überhaupt ist die Leitung nicht professionell, sie sagt selbst, dass sie die Leitungsaufgaben hasst und zu der Aufgabe überredet wurde.
Mir ist jetzt erstmal mein Arbeitszeugnis wichtig, ich hoffe ich kriege das bald, das hab ich gleich als Erstes gefragt.
Über Coaching hab ich auch schon nachgedacht. Aber das ist so teuer, ich hab keine Lust, mehrere 100 Euro auszugeben, um dann zu merken, dass es nicht seriös ist. Und vom Arbeitsamt bekomme ich sicher keine Unterstützung, wenn ich von denen keine Leitungen beziehe, oder?
Ich hab für nächste Woche einen Termin beim Integrationsfachdienst gemacht, mal sehen, was die so zu bieten haben oder ob das auch ein Reinfall ist, so wie die letzte Beratung bei der Teilhabeberatung.
Viele Grüße

17.08.2019 09:50 • x 1 #16


Alexandra2
Liebe Annaleen,
Das ist aber auch sch bei Dir. Professionelle Distanz hat sich bewährt: das Gelaber perlt ab, Dumpfbacken versuchen nur einmal Ihr Glück bei einem und ich halte mir Chefs vom Hals, nicht immer einfach, aber gesund.
Manchmal gibt's Coaching preiswerter, frag mal im Landesinstitut für Lehrerbildung (oder wie bei Euch heißt), bei Frauenberatungsstellen, in der Uni nach, ob Probanden gesucht werden.
Eine Freundin könnte wissen, wohin Du Dich in Deinem Bundesland wenden kannst. Wenn Du mir sagst, auch per PN, welches Bundesland, frage ich nach
Liebe Grüße Alexandra

17.08.2019 12:38 • x 1 #17


A


Hallo Annaleen,

Burnout und nicht arbeitsfähig oder der falsche Beruf?

x 3#3


A
Vielen Dank für den Tipp mit dem Coaching! Hab dir eine pn geschickt.
Liebe Grüße

17.08.2019 12:50 • #18


ZeroOne
Hi Annaleen!

Zitat von Annaleen:
Ich hab für nächste Woche einen Termin beim Integrationsfachdienst gemacht, mal sehen, was die so zu bieten haben oder ob das auch ein Reinfall ist, so wie die letzte Beratung bei der Teilhabeberatung.


Ich drück dir die Daumen und empfehle, sehr hartnäckig zu sein!
Jeder IFD ist sicherlich anders (was wohl von den Mitarbeitern abhängt), aber bei mir haben die sich damals kaum bewegt.
So lange man noch einen Arbeitsvertrag hat, versuchen die einen mit minimalstem Einsatz bei diesem Arbeitgeber zu halten, egal ob es einem gut tut oder nicht. Alternativen haben die mir damals keine aufgezeigt. Im Gegenteil: mein damaliger Arbeitgeber wurde vom IFD so genervt, dass er noch mehr an meinem möglichst schnellen Abgang interessiert war.

Hat man dann mal keinen Arbeitsvertrag mehr, bekommt man gesagt, dass sie zwar leicht Abgänger von Förderschulen für Hilfsarbeitertätigkeiten oder einfache Ausbildungen vermitteln könnten, es aber bei qualifizierten Menschen, die nicht voll einsetzbar sind, schwierig aussieht und man über die Agentur wesentlich bessere Chancen hätte.

Ich drück dir auf jeden Fall die Daumen und würde mich über eine Info freuen, wie es für dich gelaufen ist.

LG
ZeroOne

17.08.2019 13:19 • x 1 #19


A
Hallo zero one,
vielen Dank für Deine Antwort.
Oje, das hört sich ja nicht so gut an, was Du so an Erfahrungen hast mit dem ifd. Ich hab noch keinen gdb, Antrag läuft, daher dort erstmal 3 Gespräche oder so dort.
Ich bin mal gespannt und berichte dann.
Viele Grüße

17.08.2019 13:30 • x 1 #20


ZeroOne
Hi Annaleen!

Zitat von Annaleen:
Ich hab noch keinen gdb, Antrag läuft, daher dort erstmal 3 Gespräche oder so dort.


Mich hatte der IFD abgewiesen, als ich noch keinen GdB hatte - mit der Begründung, die Einrichtung sei nur für (schwer)behinderte Menschen.
Als ich dann den GdB vom Versorgungsamt bekam, wurde von denen der für mich zuständige, örtliche IFD kontaktiert und die sind dann wiederum auf mich zugegangen. Aber wie geschrieben: groß bewegt haben die sich nie. Ich schätze, da steht und fällt wirklich vieles mit der Motivation und Kompetenz der Mitarbeiter.

LG
ZeroOne

17.08.2019 14:11 • x 1 #21


A
Okay, mal sehen. Am Telefon haben die mich ein paar Sachen gefragt und befunden, dass sie für mich zuständig sind.
Viele Grüße

18.08.2019 15:01 • x 1 #22


A
@ZeroOne
Ich wollte mich ja melden.
Das Gespräch war erstmal ganz gut. Aber es sind noch 1000 Sachen unklar, naja, es waren ja auch nur 50 Minunten.
Sie meinte, meine Lage sei schwierig, also wahrscheinlich wird ein Antrag auf Reha oder Rente erstmal abgelehnt. Tja, sie meinte, vielleicht sei Rente auch eine Idee, weil für mich ja schon eine 15 Stunden Woche ein Problem ist. Ich dachte immer, es wird besser und ich schaffe das, aber ich bin ja schon in meinem Leben immer gescheitert, was Arbeiten angeht und es ist auch nicht gut, sich da immer was vorzumachen. Also ich war ja noch nie wirklich arbeitsfähig. Sie meinte, ich solle jetzt erstmal auf den Bescheid wegen GdB warten und wenn ich nicht 50 % kriege, Widerspruch einlegen. Vorher hat ein Antrag auf berufliche Reha keine Chance.
Ich hab keine Ahnung wie es weitergeht und bin gerade ziemlich hoffnungslos, schäme mich für meine geringe Belastbarkeit, meine Freunde können das auch nicht verstehen, somit ist man einfach aus der Gesellschaft ausgeschlossen, und das nicht nur vorübergehend, wie gesagt, bei mir wird sich das wohl nicht mehr ändern. Keine Ahnung, wie ich gerade positiv in die Zukunft sehen kann. Irgendwie ist doch diese Welt auch nicht mehr lebenswert oder? Der Planet geht kaputt, Atomkrieg wird immer wahrscheinlicher, die Menschen werden immer egoistischer und soziale Gerechtigkeit wird immer weniger. Allein das macht einem doch schon die Lebensfreude kaputt, oder wie kann man angesichts dessen noch Lebensfreude verspüren und zuversichtlich sein? Naja, da bin ich jetzt abgeschweift .
Jedenfalls habe ich jetzt mal den Unterschied gemerkt, dadurch, dass ich mich vorübergehend finanziell selbst tragen konnte. Man fühlt sich nicht mehr als unerwünschter Sozialschmarotzer.

21.08.2019 14:00 • x 2 #23


ZeroOne
Hi @Annaleen !

Finde ich toll, dass du einen möglichen Weg aufgezeigt bekommen hast. Bestimmt sind noch unendlich viele Sachen zu hinterfragen, aber das ist ja auch kein einfaches Thema, das man mal kurz in 50 Minuten durch hat.

Es ist bestimmt sinnvoll, den GdB-Bescheid abzuwarten und Widerspruch einzulegen, wenn dieser unter 50 ausfällt. Hast du eigentlich einen Rechtschutz, der soziale Angelegenheiten abdeckt? Sowas kann sinnvoll sein. Auch können Sozialverbände (wie z.B. VdK) eine hilfreiche Unterstützung sein und kompetent beraten. Dazu findest du u.a. hier im Forum einiges im Forum in den entsprechenden Threads bei Arbeitsplatz, Behörden, Rente,.

Auch kam mir Reha-Beratung in den Sinn. Warst du schon mal bei einem Reha-Berater? Was in deinem Fall speziell alles machbar ist, kann ich nicht beurteilen. Aber ich frage mich z.B. ob eine herkömmliche Reha bei dir Sinn machen würde, wenn du sowieso grundsätzlich überlegst, ob du deinen aktuellen Beruf überhaupt noch gesundheitlich machen kannst oder willst? Vielleicht wären da Umschulungen, etc. sinnvoller? Hat der IFD dazu etwas gesagt, z.B. ob Arbeitsamt oder DRV in deinem Fall der bessere Ansprechpartner ist?

Aber was auch immer: nach meiner Meinung ist es wichtig, einen Schritt nach dem anderen zu tun und nicht diverse Fronten gleichzeitig aufzumachen. Das ist nicht gut für die Gesundheit und irgendwann verliert man den Überblick.

Ich drück dir weiterhin die Daumen!

LG
ZeroOne

21.08.2019 15:11 • x 2 #24


A
Hallo @ZeroOne

vielen Dank für Deine Antwort!

Ja ich bin jetzt Mitglied im VdK, hatte aber noch keine Zeit mich um einen Termin zu kümmern, bei einem Telefonat waren die eher abweisend, mal sehen.
Gehört Umschulung nicht zur Reha dazu? Also die drv ist nicht Kostenträger bei mir weil ich zu wenig eingezahlt hab, wahrscheinlich das Arbeitsamt.
Die hat mich gestern gefragt, was denn mein Ziel ist, aber das weiss ich ja nicht, das muss ich ja rausfinden, was geht und was nicht. Wie belastbar ich in einer anderen Tätigkeit wäre.
Danke für Deine guten Wünsche.
LG

21.08.2019 15:48 • x 1 #25


mrsrobot
Ich habe den Thread gerade beim stöbern gefunden und mich interessiert, wie das mir dem Grad der Behinderung geklappt hat. Ich befinde mich seit längerem in einem Auf und Ab, was meine Berufssituation angeht. Ich habe 30 h gearbeitet, hat nicht geklappt, vorher Vollzeit hat auch nicht funktioniert, jetzt wieder eine Vollzeitstelle und ich bin wieder hier am rumeiern mit Gedankenkarussel. Bin jetzt auch mal wieder in Therapie seit kurzem, um mal eine Lösung für mich zu finden, die passt. Ixh weiß nicht mehr weiter. Coaching habe ich auch gemacht, es gibt immer Gründe, warum ich für mich schnell an meine Grenzen komme.

28.10.2019 20:20 • x 1 #26


A
Hallo Mrs robot,

schön, dass du geschrieben hast.
Was möchtest du genau wissen? Also ich habe einen gdb von 30 bekommen, hab es aber dabei belassen und keinen Widerspruch eingelegt, weil ich irgendwie keine Lust auf den Stress hatte und es mir inzwischen auch wieder viel besser geht.
Also arbeitest du z. Z. Vollzeit?
Und denkst du auch über einen Berufswechsel nach?
Hat dir das coaching denn was gebracht?
Liebe Grüße

28.10.2019 22:03 • #27


mrsrobot
Danke für Deinen Beitrag Annaleen. Also ich überlege im Moment, was für mich das beste Konzept ist, wie weiter zu arbeiten. Mein Stundenumfang sind 40 h in der Woche. Um eine Lösung für mich zu finden, hatte ich auch nochmal eine Verhaltenstherapie begonnen. Grundsätzlich bin ich sehr sensibel und nehme immer wieder Situationen mit nach Hause. Das geht mir auch im Alltag so. Es fällt mir schwer bis gar nicht, mein Gedankenkreisen abzustellen, wenn ich auf der Arbeit und Zuhause bin. Da das jetzt aber auch immer so ist, überlege ich halt, ob es vielleicht langfristig für mich mit einer Diagnose und einem gdb besser ist. Ich drehe mich momentan im Kreis. Gehe arbeiten, zack, klappt nicht und mir wächst es wieder über den Kopf. Das ist so, seitdem ich arbeiten gehe. Das coaching war prima im Hinblick auf das herauszuarbeiten, was mir wichtig im Job ist. Das sage ich im Vorstellungsgespräch und dann ist es im Alltag wieder nicht so. Nur leider bin ich auf Sachen wie Struktur angewiesen, da ich sonst nicht klarkomme. Ich hatte auch überlegt, mich über meinen Job heraus selbstständig zu machen bzw. defakto bin ich das schon. Mit meinem Nebenerwerb verdiene ich aber kein Geld, das ist momentan mehr Hobby.

28.10.2019 23:20 • x 1 #28


A


Hallo Annaleen,

x 4#14


A
Hi @mrsrobot !

Grundsätzlich ist eine Therapie sicher gut, um zu gucken, woran es liegt, dass es Dir so ergeht und dann zu gucken, was Du dagegen tun kannst.
Ich bin auch ziemlich sensibel und schneller erschöpft als andere. In meinem Job hat es sich jetzt gebessert, weil ich selbstbewusster in meinem Tun geworden bin und die Kollegen besser einschätzen kann. Aber ich hätte nicht gedacht, dass es so lange dauert, nun bin ich ja schon 10 Monate in dem Job. Um was kreisen denn Deine Gedanken denn dann immer?
Magst Du erzählen, was Dir wichtig ist im Job?
Und nimmst Du Medikamente?
Was versprichst Du Dir genau von einem GdB?

Liebe Grüße

29.10.2019 17:24 • #29

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