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Depressionen in den Wechseljahren mit Suizidgedanken

E
Hallo,
eine Eßstörung schließe ich deshalb aus, weil ich ja ständig Hunger habe. Ich würde jederzeit alle möglichen guten Sachen essen, wenn ich nicht sofort davon zunehmen würde. Ich finde Essen toll. Es ekelt mich nicht an. ich könnte Stunden in Restaurants verbringen und lecker essen. Leider würde ich die Quittung sofort und ohne Verzögerung bekommen.

Bei der Stoffwechselstörung war ich auch schon. Bin von Pontius zu Pilatus gerannt, war beim Internisten, Radiologen, zwei Endokrinologen, war im Tomographen mit einem Gehirnscan, ob die Hypophyse einen Tumor hat, alles ohne Befund. Kein Mangel an nichts. (Ich nehme auch täglich Vitaminpräparate)

In einem Bericht habe ich aber davon gelesen, dass sich der menschliche Stoffwechsel tatsächlich auf unterirdische Werte verringern kann. Und dass er sich oftmals nicht mehr bis zum natürlichen Level anhebt. Das allein begründet die Tatsache, dass die Hungernden in Afrika, die oft tatsächlich nur die sprichwörtliche Hand voll Reis zum leben haben, nicht viel früher sterben.
(Ich weiß, über Hungernde darf man auch nichts sagen, dass ist nicht legitim, wenn übergewichtige Menschen aus übersättigten Industrienationen über den Hunger in der Welt schreiben, also Entschuldigung dafür schon mal)
jedenfalls schätze ich, dass 40 Jahre Diät schon ihre Spuren an meinem Stoffwechsel hinterlassen haben. Leider haben die gängigen Tips (inclusive der HCG-Diät) den Stoffwechsel nicht wieder auf Vordermann gebracht.
Und wieso mein Körper so von heut auf morgen alles hingeschmissen hat, konnte mir auch niemand sagen.
Beim Ernährungsberater war ich übrigens auch schon. In der Zeit, in der ich mich streng an die vorgegebene Ernährung gehalten habe, habe ich auch nur 4 Kilo zugenommen.

Übrigens: bevor der Müll angefangen hat, habe ich bei gleichem Sportpensum ca 1800 Kalorien gegessen und dabei wie schon gesagt 60 Kilo gewogen.

Zum Alk.: Mittlerweile bin ich natürlich schon Alk., da ist es mit dem Aufhören schwer. Allerdings trinke ich ja, um die Suizidgedanken zu unterdrücken. Wenn ich mir beim Entzug das Leben nehme, ist das irgendwie auch nicht zielführend.

PS. ich bemühe mich ja schon um einen Therapeuten, der früheste freie Termin ist im Mai 2020.

22.04.2019 21:02 • #16


Alexandra2
Wieviel kcal bringt der Alk pro Glas/ Flasche? Hast Du die kcal mitgezählt?
Eine Eßstörung kann auch eine Esssucht sein. Und der Hunger nach Essen gehört dazu, symbolisiert etwas anderes. Das bekommst Du in der Therapie raus. Hatte ich die KV erwähnt? Mein Gedächtnis ist katastrophal

22.04.2019 21:19 • #17


A


Hallo Elessar,

Depressionen in den Wechseljahren mit Suizidgedanken

x 3#3


E
etwa 800 Kalorien sind Essen, 400 der Alk.
meist versuche ich, unter den 800 zu bleiben, ist aber sehr schwer, vor allem, wenn man ja noch Sport macht.
Sollte ich eine Essucht haben, dann hätte ich sie zumindest gut im Griff.
der Hunger nach was anderem klingt interessant.
Meine letzte Psychotherapie hatte ich 2008 abgebrochen, als mein Therapeut zu mir sagte: Sie haben keine Depression. Ihr Leben ist einfach nur schei. Es gibt da wohl viele Baustellen. Aber mit so gut wie allen komme ich klar, nur mit dieser hier nicht.

22.04.2019 21:29 • #18


Alexandra2
Nach 9 Jahren Psychotherapie wäre doch eine weitere jetzt ok. Zumal es ja riesige Qualitätsunterschiede gibt.
Der Hunger nach etwas Anderem ist bei mir oft der Wunsch zu beißen, aus Spannung und Aggression heraus. Oder Süßes zum Trost (Serotonin). Auch als Ersatz zum Trinken, was ich als Kind zu wenig durfte.
Was könnte Dein Hunger sein?

22.04.2019 21:49 • #19


C
Schriebst du nicht, dass du dich schon mit nur 50kg schon als zu dick empfunden hast?
Bist du dir sicher, dass deine Unzufriedenheit nur daher rührt? Was wäre anders, wenn du wieder 50kg wiegen würdest?

03.05.2019 12:27 • #20


E
Hallo Elessar,

Wechseljahre und Depressionen ist ein Thema das von den Frauenärzten sträflich vernachlässigt wird!
Such Mal im Netz nach Östrogendominanzund Progesteronmangel. Auf YouTube gibt es gute Videos dazu. Es ist unglaublich was ein Hormonungleichgewicht verursachen kann.Falls sich dein Frauenarzt/Hausarzt weigert,einen Hormonstatus im Blut zu bestimmen,kannst du in einem Labor einen Speicheltest zum Selbstkostenpreis machen lassen.Ist zwar etwas teuer,aber lohnt sich.
Mit dem Ergebniss kannst du dann arbeiten.Nicht immer müssen Hormone eingenommen werden,es gibt auch pflanzliche Produkte die da weiterhelfen.Aber vielleicht ist das der Grund warum du so ins Ungleichgewicht gekommen bist.
Alles Gute und Grüße

13.06.2019 16:46 • x 1 #21

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