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Depressionen und trinken / Alk - Eure Erfahrungen

Ylva
Ich freue mich, dass hier geschrieben wird, denn zuerst dachte ich, dass ich damit ein Tabuthema angesprochen habe.
Ein großes D A N K E für eure wertvollen Beiträge bisher!


Bei mir ist es so, dass ich heute gar keinen Alk. mehr trinke und er mir auch nicht fehlt.
Ich habe nicht einmal bei der Hochzeit meines Sohnes im Oktober welchen getrunken, und es hat mir gar nichts ausgemacht.

Früher war es aber so, dass ich bei Feiern, und auch wenn ich alleine ausging, immer Alk. getrunken habe.
Es fiel mir einfach schwer, unter lauter Menschen, die schon einen leichten Schwips hatten, und die schon ausgelassen miteinander Spaß hatten, vollkommen nüchtern zu bleiben.
Ich konnte dann nämlich nicht an ihren ausgelassenen und lustigen Gesprächen teilnehmen - ich fühlte mich einfach nicht wohl dabei und konnte auch immer weniger etwas dazu beitragen. Aber ich trank nie so viel, dass ich z.B. nicht mehr gerade gehen konnte oder beim Sprechen schon zu lallen begann.
Derartige Besäufnisse mochte ich schon damals nicht.


Ylva

18.04.2020 09:29 • x 1 #16


H
Zitat von Ylva:
[...]Früher war es aber so, dass ich bei Feiern, und auch wenn ich alleine ausging, immer Alk. getrunken habe.
Es fiel mir einfach schwer, unter lauter Menschen, die schon einen leichten Schwips hatten, und die schon ausgelassen miteinander Spaß hatten, vollkommen nüchtern zu bleiben.
Ich konnte dann nämlich nicht bei ihren ausgelassenen und lustigen Gesprächen teilnehmen - ich fühlte mich einfach nicht wohl dabei und konnte auch immer weniger etwas dazu beitragen.[...]

Ich bin für geraume Zeit mit einer Clique am Wochenende um die Häuser gezogen und mir hat das viel Spaß gemacht. Da war ich schon einige Jahre von allem weg, Alk wie auch Rauschmitteln. Es stimmt schon, daß es ein wenig Übung braucht, mit angetrunkenen Mitmenschen mitzumachen, aber ich habe dabei gelernt, daß ich auch ohne Unterstützung durch irgendwelche Mittel unglaublich albern sein kann. In nüchternen Zustand braucht es mehr Mut bei kindischen Scherzen mitzumachen, aber ich finde, daß es dann sogar lustiger ist. Das ist nicht gerade ein lebenswichtiger Lernprozess, hat aber Spaß gemacht.
Es wurde allerdings irgendwann langweilig. Da wußte ich genau: wenn X jetzt noch ein Glas trinkt, dann wird er diesen bestimmten Witz wieder erzählen, Y braucht aber noch zwei davon, um mitmachen zu können ... u.s.w.
Wenn dieser Punkt erreicht ist, dann ist es an der Zeit, sich nach etwas Neuem umzusehen. Trotzdem bin ich froh, daß ich mitgemacht habe, vor allem daß ich anfangs die Hemmschwelle überwunden habe, um ohne irgendwelche Hilfsmittel gnadenlos rumblödeln zu können.

18.04.2020 09:53 • x 1 #17


Irgendeine
Zitat von Ylva:
Es fiel mir einfach schwer, unter lauter Menschen, die schon einen leichten Schwips hatten, und die schon ausgelassen miteinander Spaß hatten, vollkommen nüchtern zu bleiben.
Ich konnte dann nämlich nicht an ihren ausgelassenen und lustigen Gesprächen teilnehmen - ich fühlte mich einfach nicht wohl dabei und konnte auch immer weniger etwas dazu beitragen.

So geht es mir auch. Ich habe halt Probleme, Kontakte zu knüpfen, mit anderen zu reden u.ä. Da genieße ich es eben dann schon, wenn ich das durch ein bisschen angeschwipst sein kann.
Bei Partys, Konzerten und insbesondere bei Festivals gehört Alk für mich dazu.
Ich kann aber genauso gut akzeptieren, wenn jemand das nicht möchte, es ist schließlich jedem selbst überlassen.

Ich habe z.B. eine Freundin, die gar nicht trinkt, weil es ihr nicht schmeckt und sie angetrunken sein für sich persönlich als Kontrollverlust erlebt. Wir gehen eher selten zusammen weg, aber wenn, dann akzeptiert sie, dass ich etwas angetrunken bin und ich, dass sie das eben nicht möchte.

Früher bin ich auch öfters weggegangen. Mittlerweile hat sich auf ca. 2-4 Mal im Monat eingependelt, manchmal etwas äfter, manchmal auch seltener.
Ich hab ja i.d.R. eh nur 2 WE im Monat frei, das reduziert die Möglichkeit wegzugehen, meistens auch schon.
Das ist für mich so okay.
Zitat von Ylva:
Aber ich trank nie so viel, dass ich z.B. nicht mehr gerade gehen konnte oder beim Sprechen schon zu lallen begann.

Das habe ich (leider) schon getan.
Wie ich schon schrieb, komme ich aus einem kleinen Kaff und es war eben normal, dass man sich quasi jedes WE irgendwo hat volllaufen lassen.
Dass ich wirklich viel zu viel trinke, passiert mir auch heute noch manchmal, wenn auch eher selten.

Aber im generellen habe ich für mich einen akzeptablen Mittelweg gefunden, mit dem ich meistens ganz gut klarkomme. Und das ist für mich das Wichtigste.

18.04.2020 13:03 • x 1 #18

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