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Depressiv durch Smartphone

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Zitat von Scamander:
Ich nutze oft diese neue App, die sich Leben in der Realität nennt

Ach du auch? Ja, die ist cool

30.12.2019 19:06 • x 2 #16


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Kleiner Spaß zum Thema
Mir persönlich geht es eher so, dass ich, je schlechter meine Stimmung ist, umso länger am Bildschirm hängenbleibe, wodurch meine Stimmung zwar nicht besser wird, ich es aber weniger wahrnehme. Das Gleiche mache ich mit Süßigkeiten. Also schon ein Suchtverhalten. Ich würde aber nicht sagen, dass die Medien die Ursache sind. Früher habe ich exzessiv gelesen in solchen Zeiten. Gäbe es kein Smartphone, keine Computer, dann würde ich was anderes finden, glaube ich.

30.12.2019 19:13 • x 2 #17


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Hallo Frederick1,

Depressiv durch Smartphone

x 3#3


L
Das sehe ich ganz genau so, lieber Frederick.

Aber was will man tun?

Wir können nichts daran ändern und wenn man sich dem allen entgegenstellt, wie ich es anfangs ganz bewusst getan habe, dann muss man irgendwann feststellen, dass man in der heutigen Zeit nicht mehr richtig teilnehmen kann. Denn auf einzelne wird keine Rücksicht genommen. Entweder man stellt sich der Zeit, oder man geht unter Mir macht das Angst, wenn ich gar nichts mehr kapiere.

Ich brauche für alles länger, um mich dem ganzen zu öffnen. Ich hinke immer 20 Schritten hintennach. Diese schnellebige Zeit macht ich ganz kirre und oft auch sehr wütend.

30.12.2019 19:44 • x 1 #18


L
Wie nutzt man Apps? Kein Plan. So weit bin ich noch nicht.

30.12.2019 19:46 • #19


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Zitat von ViolettaM:
Mir persönlich geht es eher so, dass ich, je schlechter meine Stimmung ist, umso länger am Bildschirm hängenbleibe, wodurch meine Stimmung zwar nicht besser wird, ich es aber weniger wahrnehme.


Bei mir ist das so, wenn ich einen bestimmten Punkt überschreite, also den Moment wenn ich am Bildschirm hängenbleibe, obwohl es nicht nützliches mehr zu erkunden gibt, dann sinkt meine Stimmung extrem auf den Nullpunkt. Das kommt leider die letzte Zeit vermehrt vor.

Zitat von ViolettaM:
Früher habe ich exzessiv gelesen in solchen Zeiten. Gäbe es kein Smartphone, keine Computer, dann würde ich was anderes finden, glaube ich.


Ich glaube darum geht es letzendlich. Sobald etwas exzessiv wird, dann ist es einfach kein gesundes Maß mehr und ich spüre das schon. Mir geht es dann zunehmend schlecht. Ich brauche die Abwechslung, verhafte aber, warum auch immer zu lange an bestimmten Sachen.

30.12.2019 19:59 • x 1 #20


V
Zitat von laluna74:
also den Moment wenn ich am Bildschirm hängenbleibe, obwohl es nicht nützliches mehr zu erkunden gibt, dann sinkt meine Stimmung extrem auf den Nullpunkt

Das kenne ich auch, besonders nach der Arbeit, wenn ich keine Energie mehr für was anderes habe.


Was mir in letzter Zeit häufig passiert ist, ich will irgendwas nachgucken, setze mich vor den Bildschirm und habe im selben Moment vergessen, was es war. Kennt ihr das auch? Ist das beginnende Demenz oder macht der Bildschirm einfach blöd im Kopf?

30.12.2019 22:35 • x 2 #21


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Zitat von ViolettaM:
Was mir in letzter Zeit häufig passiert ist, ich will irgendwas nachgucken, setze mich vor den Bildschirm und habe im selben Moment vergessen, was es war. Kennt ihr das auch? Ist das beginnende Demenz oder macht der Bildschirm einfach blöd im Kopf?


das kenne ich auch. Scheint mir aber von einer extremen geistigen Überforderung verursacht zu sein. Nicht mehr, aber auch nicht weniger.

30.12.2019 23:31 • x 1 #22


Lachmalwieder
Das Internet kann aus meiner Sicht keinen persönlichen Kontakt / Freundschaft ersetzen. Leider ist es in der heutigen Zeit sehr schwierig wahre neue Freunde kennen zu lernen. Mir ist es durch verschiedene Rehas zwar gelungen, neue Freundschaften zu schließen, jedoch ist es immer sehr schwierig, eine Freundschaft über eine sehr weite räumliche Distanz aufzubauen. Ich würde mich zu gern mal auf vielleicht nur einen Kaffee treffen wollen, nett unterhalten, austauschen wie es einem so geht, aber bei einer Entfernung von 200 km bis 500 km sieht es leider schlecht aus.

31.12.2019 19:53 • x 2 #23


111Sternchen222
An alle die Kinder haben, es gibt zum Thema einen tollen Vortrag den man auch nachlesen kann: mit 5 hab ich meine Fantasie an Nintendo verkauft!
Lg Sternchen

31.12.2019 21:47 • x 2 #24


A


Hallo Frederick1,

x 4#10


Dani82a
Der letzte Beitrag ist ein wenig her, aber ich möchte trotzdem auch meine Gedanken dazu äußern.

Ohne Technik, ob LAN, Smart oder WLAN, ist man heutzutage fast schon aufgeschmissen.

Wer besitzt keine Emailadresse?
Wer besitzt kein Smartphone?
Wer hat kein Internet zu Hause?
- Die Wenigsten.

Das WWW hat Wissen für eine breite Masse zugänglich gemacht.
Die Menschen googlen heute eher, als das sie sich ein Lexikon besorgen - auch ein Kostenfaktor.

Tinder und Co. sind im stressigen Alltag viel einfacher zu handhaben, als wenn man sich ohne vorherigen Chat, einfach so für eine gewisse Zeit direkt mit jemandem an einen Tisch setzt. Könnte ja verschwendete Zeit sein - wobei die Zeit meistens eh verschwendet ist mit diesen Apps.

Facebook, Insta, Whatsapp etc.
Anfangs fand ich diese Apps wirklich super!
Man konnte sich austauschen, kurz und knapp - ohne Roman zu schreiben.
Doch irgendwann wurden diese Apps mehr und mehr kommerzialisiert.
Der eigentliche Sinn und Zweck - sich mit Freunden und Familie weltweit austauschen zu können - ist allein der Gewinngier des Konzerns gewichen. Immer mehr Werbung. Tracking erleichtert die Platzierung der Werbung (zugeschnitten auf Dingen, die ich mir mal angesehen habe oder mit einem Like versehen habe).
Mehr und mehr wird manipuliert.

Vor ca 4 Jahren hatte ich einen dermaßen heftigen Krankheitsschub: ich schmiss FB von meinem Handy (sowieso ein Stromfresser!), Insta wurde ebenfalls gelöscht - WhatsApp war eine zeitlang ebenfalls weg.

Dieses ständige New Message auf dem Handy war mir zu viel. Allein das die App auf dem Handy war, störte mich ungemein. Sobald FB und Insta runter waren, fühlte ich mich nicht mehr unter Druck. Es war immer, als wenn die Leute online ein Wettrennen veranstalten, wer die schönsten Fotos hat, wer die tollsten Dinge erlebt, wer die meiste Liebe erlebt, etc. - für mich war und ist vieles FAKE.

Whatsapp habe ich irgendwann wieder aufs Handy geladen, weil das die beste Möglichkeit ist, mit meiner großen Familie (Geschwister, etc) Kontakt zu halten. Ohne diese App war ich praktisch Außen vor. Keine Fotos, keine Updates zu Themen, etc.

Meine Kontakte haben sich über die Jahre haufenweise verabschiedet, weil sie nicht damit zurechtkamen, dass ich mich verändert habe. Das war hart - aber mittlerweile ist mir das so lieber, als immer nett lächeln zu müssen, um den Schein zu wahren.

Wir befinden uns aktuell in der Welt der globalen Digitalisierung. Wer sich dagegen wehrt, wird ausgeschlossen - das gilt vor allem für die Jobs. Mitmachen oder Tschüss.

Ich finde es sehr traurig, dass die Menschen verlernen zu telefonieren (die Meisten führen Diskussionen per App, statt das vernünftig abzuhandeln), sehen sich kaum mehr für auf einen Kaffee (kann ja während FaceTime noch andere Dinge erledigen etc).

Die Nutzung meines Smartphones habe ich bewusst zurückgefahren.
Weil es mir schlichtweg nicht gut tat.
Zuviel Zeit im WWW oder bei FB und Co. - statt im RL (real life) aktiv zu sein.

Wir sind heute vernetzter denn je - und doch oft einsamer, als je zuvor.

14.04.2020 10:39 • x 1 #25

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