Familie zerstritten - Angst vor erneuter Depression

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Hallo Ihr Lieben!

Erst einmal wünsche ich Euch allen ein gutes neues Jahr, schließlich haben wir länger nicht mehr voneinander gelesen

Eigentlich gibt´s auch nicht´s besonderes: Mein Mann nimmt sein Risperidon und damit geht´s! Natürlich gibt es noch immer Hoch´s und Tief´s, aber insgesamt ist er stabiler (und damit das ganze Familienleben entspannter) geworden.
Die Probleme seiner Herkunftsfamilie belasten ihn mal mehr (Schlaflosigkeit) und mal weniger, aber insgesamt sind wir recht zufrieden.
Auch die Paartherapie scheint Früchte zu tragen....

Soweit von uns!
Bleibt uns zu wünschen, dass es für uns alle ein möglichst ruhiges und langweiliges Jahr wird.

Liebe Grüße, schön das es Euch gibt!
rumpelstilzchen

30.01.2013 08:56 • #16


Steffi
Hallo rumpelstilzchen,

das freut mich zu lesen. Und es freut mich, dass Du dich hier mal gemeldet hast. Ich habe doch immer Interesse daran, wie es bei anderen weitergeht, was sie machen, was sich vielleicht geändert hat.

Ich wünsche weiterhin anhaltende Stabilität. Das ist bei dieser Erkrankung das allerwichtigste. Ich hoffe für Dich, dass er inzwischen eingesehen hat, was ein Absetzen der Tabletten bewirkt.

30.01.2013 12:54 • #17


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Hallo rumpelstilzchen,

Familie zerstritten - Angst vor erneuter Depression

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Hallo Steffi!

Ja, ich hoffe mittlerweile wirklich, dass er es einsieht:
Wg. Gelenkschmerzen und Müdigkeit hatte er mit seinem Psych besprochen, dass er morgens nur 0,25 Risperidon nimmt. Also nur die Hälfte als sonst...
Die letzten 2 Wochen wurde mein Mann wieder angespannter, hektischer, suchte wieder öfter Streit und fluchte los, wenn etwas nicht klappte. Nicht extrem, aber ich bildete mir ein, er sei unentspannter. Das kann ja viele Ursachen haben, hab ich mir gedacht, reagier jetzt mal nicht über, lass ihn diesmal mal selber machen.Schließlich wollte ich ihn nicht bevormunden, so wie er es mir schon so oft vorgeworfen hat.

Heute morgen hat er unsere Tochter wg. einer Kleinigkeit zusammengefaltet. Ich hatte es nicht mitbekommen, sie erzählte es mir heut mittag. Als ich mit meinem Mann vorhin telefonierte, erklärte ich ihm, dass ich das absolut nicht ok gefunden hätte, und wie er dazu kommt.
Und was bekomme ich zu hören?:
Ja, er würde denken, es wäre doch nicht so eine gute Idee gewesen, die Tabletten zu reduzieren. Ihm selber würde auffallen, dass er wieder viel schneller auf der Palme sei! Oder ob ich das nicht so empfinden würde?
Kurze Antwort von mir: Doch.
Er: Und warum hast du nichts gesagt?
Ich: Du wolltest dich um deine Medikamente selber kümmern. Hätte ich etwas gesagt, hättest du es als Bevormundung angesehen.
Er: Aha! Aber gut, dass wir darüber gesprochen haben und dass du meine Veränderung auch gemerkt hast. Ich bleib wohl besser bei der alten Dosis, da geht´s mir besser.

Ich hätte ja alles gedacht, aber dass er mal so vernünftig mit seiner Krankheit umgeht....das ist allerhand!
HOffentlich war das kein Strohfeuer, aber ich setze die Hoffnung auf unsere Ehetherapie, die doch einiges bewegt hat.

Liebe Grüße!

14.02.2013 15:25 • #18


R
zusammengefaltet soll natürlich bedeuten AUSGESCHIMPFT
Nicht dass das hier noch einer falsch versteht.....Ich bin aber auch ein Sofreinachschnauzeschreiber

14.02.2013 15:29 • #19


Steffi
Hallo rumpelstilzchen,

das ist ja wirklich allerhand.
Diese Aussage
Zitat:
Ja, er würde denken, es wäre doch nicht so eine gute Idee gewesen, die Tabletten zu reduzieren. Ihm selber würde auffallen, dass er wieder viel schneller auf der Palme sei! Oder ob ich das nicht so empfinden würde?

lässt mich hoffen, dass Dein Mann tatsächlich verstanden hat, worum es geht.

Betrachte es auch als einen Vertrauensbeweis seinerseits. Ich bin selbst manisch-depressiv und weiß, dass ich mich auf die Aussagen meines Mannes verlassen kann. Er ist mein bestes Frühwarnsystem, abgesehen davon, dass ich inzwischen auch selbst die Zeichen der Zeit erkenne, wenn ich Höhenflüge anstrebe.

Dein Mann brauchte vermutlich erst all diese Rückschläge der Vergangenheit, um zu begreifen, dass Du nicht sein Feind bist, sondern ein verlässlicher Partner.
Jeder Mensch mit bipolarer Störung braucht eine Bezugsperson, auf dessen Aussage er sich verlassen kann. Ich freue mich für Dich.

14.02.2013 17:53 • #20


R
Hallo Ihr Lieben und frohes neues Jahr!

Jetzt ging es ja so gut im letzten Jahr, und meinetwegen hätte es auch so bleiben können. Aber leider ist seit den Tagen um Sylvester wieder eine kleine Verschlechterung im Werden:
Hochsensibel wie ich nun mal bin, fiel mir auf dass mein Mann wieder wesentlich umtriebiger und angespannter wurde. Auch sein Alk. stieg an (er trank sonst 3-4 Gläser ín der Woche) und er ging mehrmals die Woche in der Kneipe (sonst höchstens 1x im Monat). Festgestellt habe ich das, als ich mit dem Hund spazieren ging und ich sein Auto an der Kneipe stehen sah. Mir schickte er eine SMS, dass er noch in der Arbeit sei .

Als er heimkam, habe ich ihn darauf angesprochen und war natürlich sauer. Will er jetzt wieder alles was wir uns letztes Jahr mit Eheberatung etc. an Vertrauen wieder erarbeitet haben, aufs Spiel setzen?
Er kam mir wieder mal vor, als habe ich ihn bei etwas erwischt. Schließlich erzählte er mir auch, dass er wieder Todesängste hat usw.
Er war jetzt beim Hausarzt und hat das Risperidon nun von 0,5mg auf 0,75mg abends erhöht. Soweit ok.
Was mich aber nachdenklich macht: Immer wenn eine Krise kommt, beginnt er zu lügen, den Leuten Bären aufzubinden, andere Menschen schlecht zu machen damit er selber in einem besseren Licht steht usw. WARUM verdammt nochmal?! Gehört das zur Krankheit?? Sonst tut er das doch auch nicht.

Es setzt mir im Moment ziemlich zu, mir geht's nicht wirklich gut: Wir probieren unser Familienleben normal weiter zu leben (die Kinder wissen nichts von der Krise), er geht normal arbeiten, ich auch, er geht seinem Hobby nach, ich meinem, wir unternehmen was mit den Kindern etc. Wir haben jetzt auch keinen heftigen Streit gehabt, wie sonst. Aber es ist halt sche.ße!
Tja, ich habe ihm gesagt, dass ich sehr enttäuscht bin, dass er mich angelogen hat und das ich mir Sorgen um ihn und uns mache. Ich kann ihm auch nicht nahe sein, wenn ich so enttäuscht bin, und das setzt ihn wiederum unter Druck: Er denkt, ich will ihn damit strafen! Ich kanns leider nicht ändern: Momentan möchte ich am liebsten von ihm gar nicht angefasst werden.
Psychotherapie macht er seit ca. 1 Jahr keine mehr. Ich nehme an, dass er seine Tabletten nimmt: Kontrollieren würde ich manchmal gerne, lasse es aber! ER ist verantwortlich! Das habe ich ihm auch gesagt.

Mannoman! Das geht jetzt wohl nicht schon wieder los......

Drück Euch!!!

12.01.2014 22:15 • #21


R
Hallo zusammen!

Mein Mann war bei seinem Psych und dieser meinte wir hätten zusammen mit dem Hausarzt schon mal gut reagiert, was die zusätzliche Einnahme von Risperidon betrifft. Seinen Lithiumspiegel muss er noch kontrollieren lassen: Leider vergisst er es aber die letzte Zeit....
Die Einsamkeit setzt mir in letzter Zeit so zu. Zu zweit einsam sozusagen. Wir sind aber auch so verschieden: Er ist abends so müde, liegt um 20.00 Uhr auf der Couch und schläft, und ich hocke vorm PC oder vorm Fernseher um irgendwas gegen meine Langeweile zu machen. Gegen 23 Uhr ist er dann ausgeschlafen und ich müde, naja...auch nicht so günstig fürs gemeinsame Eheleben...
Gestern abend hab ich ihm gesagt, dass mir die Gemeinsamkeiten fehlen, dass ich mich auch mal mit ihm über was anderes wie über sein Hobby oder seine Arbeit unterhalten will....er fand keine Antwort darauf.
Heute ist er am späten Nachmittag zu einem Lehrgang (von seiner Arbeit) gefahren. Heute schon, damit er morgen ausgeruhter sein kann.
2 Nächte hab ich also für mich allein und find es gar nicht so schlimm. Bei einem kurzen Telefonat heute abend sagte er mir noch, dass es ihm heute vormittag nicht gut gegangen sei. Tja, da konnte ich nichts drauf erwidern.
Wie gesagt: momentan bedauere ich mich wohl selber: habe an nichts spaß, bin depressiv, esse und trinke zu ungesund, kann mich selbst nicht leiden.

Ich will nicht, dass es wieder anfängt!
Immer wieder und immer wieder: Er arbeitet zu viel, er wird wieder krank...................

Liebe Grüße
rumpelstilzchen

03.02.2014 22:08 • #22


Schwabenengel
Hallo Rumpelstilzchen,

ich habe eben Deinen Thread, und den davor von Anfang bis Ende mit Gänsehaut gelesen..

Hut ab! Du bist ein starke Frau!!!
Wie geht es Euch inzwischen?

Liebe Grüße

Schwabenengel

18.07.2014 21:37 • #23


R
Hallo Schwabenengel,

danke für deine Antwort.
Tja, wie geht es uns?
Ich würde mal sagen bis Mitte/Ende Juli war alles gut. In Absprache mit seinem Arzt hat er das Risperidon wieder abgesetzt und nimmt weiterhin sein Lithium.
Ab Ende Juli allerdings wird er wieder ungehaltener, umtriebiger, hat massive Rückenprobleme usw.
Im Urlaub MItte August hat es wieder ziemlich zwischen uns gekracht: Seine Rückenprobleme wurden am Urlaubsort ganz massiv (haben sich mittlerweile als Bandscheibenvorfall geoutet). Ich musste die Kinder alleine bespaßen, die Laune von uns beiden gelangte in den Keller. Das Desinteresse seinerseits habe ich noch auf die Rückenschmerzen geschoben, aber wo ihm was Spaß machte, blieb er gerne länger. Vor allem belasten mich bei seinen Ausrastern, dass er dann absolut unsachlich und gemein mir gegenüber wird, auch bei den Kindern. Und dass ich immer das Gefühl habe, nicht genug für ihn zu machen, ja sogar eine schlechte kontrollierende Ehefrau zu sein: Immer und immer kommen in diesen Phasen von ihm die unterschwelligen Vorwürfe, dass ich ihm körperlich nicht genug Zuwendung gebe. Ich hätte mir ja inzwischen fast vorgenommen, grundsätzlich im Urlaub nicht mehr mit ihm zu schlafen. Das macht mich mittlerweile sowas von fertig. Ich habe auch mittlerweile wirklich keine Lust mehr und habe das Gefühl mich von ihm entliebt zu haben. Habe ein schlechtes Gewissen, wenn ich abends noch eine Sendung im Fernsehen anschauen möchte. Alleine, weil es ihn eh nicht interessiert.

Auch gestern morgen rastete er wg. einer Kleinigkeit mir gegenüber aus: Ich würde immerzu nur nörgeln und ihn kritisieren usw.. Wieder einmal vor einem unserer Kinder....Später -bevor er sich auf den Weg zur Arbeit machte- meinte er noch: Sogar nachts im Schlaf würde ich schon wegzucken, wenn er mich anfassen würde, so negativ sei ich ihm gegenüber im Unterbewusstsein schon eingestellt. Also alles wieder nur Vorwürfe. Gestern nachmittag kam dann unsere Große weinend ins Haus. Sie sollte Papa helfen und der wäre wieder mal total blöd gewesen, hätte sie angeschnauzt und als sie nachfragte, gar nichts mehr gesagt. Und überhaupt sei der Papa die letzte Zeit wieder immer so blöd drauf.
Wir sind dann gemeinsam zu ihm um mit ihm zu sprechen. Er steht dann immer da wie ein armer geprügelter Hund. Im Anschluss meinte er dann, es sei gut, dass sie ihm das gesagt hätte. Auch ich habe ihm gestern abend gesagt, dass er etwas unternehmen müsste, schien es als habe er ein Einsehen: Er würde noch bis Donnerstag warten. Wenn es dann nicht besser sei, würde er sich Hilfe suchen.
Ich habe dann auch mal Klartext gesprochen:
Warum erst am Donnerstag? Hübsch aussitzen und warten bis die Wogen sich geglättet haben, und dann weiter bis zum nächsten Mal?
Ich kümmere mich um so vieles für ihn: Bin ich seine Mutter oder was? Und nein, ich verspüre keine körperliche Lust mehr auf ihn. Soviel wie ich mich tagsüber mit ihm beschäftige (im Kopf) muss ich das nicht auch noch am Abend (körperlich). Aber das ist ja wahrscheinlich mein eigenes Problem, dass ich mich da nicht genug abgrenzen kann und seine Probleme zu meinen mache. Das habe ich leider in all den Jahren noch nicht gelernt: Ihn einfach mal irgendwo auflaufen lassen. Bevor es dann Ärger gibt, kümmere ich mich darum.

Nun, Fazit des Ganzen:
Ich erwarte von ihm nicht, das er unbedingt Tabletten zusätzlich einschmeißt, wenn er und sein Psych es nicht für sinnvoll erachten. Aber dann soll er zumindest nochmal eine Verhaltenstherapie beginnen oder sonst was. Nur dieses Aussitzen das mache ich nicht mehr mit, auch oder besonders wg. unserer Kinder.
Manchmal bewundere ich auch seinen Ehrgeiz und sein Durchhaltevermögen: Trotz Depressionen, Manien, Bandscheibenvorfällen und starken Magen-Darm-Problemen: Er geht zur Arbeit. Aber vielleicht ist genau das ja ein Wegdrücken der Probleme. Zuhause auf der Couch wäre man ja nicht abgelenkt davon...

Ach, alles ganz große Sch...e!

Liebe Grüße
rumpelstilzchen

10.09.2014 10:03 • #24


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Hallo rumpelstilzchen,

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Hallo ihr lieben,

Anfang des Monats hatte ich zu unserer derzeitigen Situation noch mal was unter mal wieder was von uns geschrieben.
Mein Mann ist mittlerweile bei einer energetischen Heilerin in Behandlung. Die würde ihm helfen, sagt er. Ich stehe der ganzen Sache kritisch gegenüber aber lasse ihn machen, da er weder zum Psychiater noch zur Psychotherapeutin geht. Das einzigste was mich nicht ganz durchdrehen lässt, ist das er mir sagte, dass seine Heilerin ihn auch zum Arzt schicken würde, wenn es nicht mehr ginge. Er will von mir zu keinem Thema gefragt werden, erzählt mir dann aber wiederum Dinge, die ich gar nicht hören will, bzw. die ich als Vorwurf mir gegenüber ansehe: Er könnte mir gar nicht sagen was da auf die Tapete käme, ganz schlimme Dinge seien das und wenn es so weiter ginge (mit mir? so verstehe ich es) könne es durchaus sein, dass er sich irgendwann das Leben nehmen würde. Wir hatten am Montag (nachdem er mit mir intim werden wollte, ich aber nicht wollte und er dann sauer wurde) darüber gesprochen, das dies auch deshalb daran liegen würde, dass ich kein Vertrauen mehr zu ihm hätte. Immer diese Ausbrüche und Vorwürfe mir gegenüber...wie soll ich da noch Vertrauen und Liebe empfinden. Er verstand aber nicht, das ich dann innerlich auf Distanz gehe, er sieht den Liebesentzug als Strafe an. Sämtliche Erklärungen, dass ich ihn damit nicht strafen will, dass er mir nach wie vor wichtig ist, liefen m. E. ins Nichts.
Auch Eheberatung etc. lehnt er im Moment ab, weiß nicht ob er im Oktober mit mir und den Kindern weg fährt usw.
Ich soll ihn in Ruhe lassen. Er hätte mich auch schon längst verlassen, wären da die Kinder (und das Vermögen?) nicht. Ausserdem wollte er wissen, ob ich Existenzängste hätte und warum? (Hatte die Heilerin herausgefunden).
All das höre ich mir im Moment an, merke aber, dass es in ihm arbeitet.
Heut morgen ein Anruf von ihm: Weißt du noch, wann ich den Anruf von meinem Freund bekommen habe?
Es ging um organisatorische Dinge, in dem ich mir von meinem Mann schon größeres Verantwortungsbewusstsein erwartet hätte, und was mich in dem Moment auch enttäuschte.
Ich: nein, wieso?
Er: ich hatte überlegt, ob dein mangelndes Vertrauen seit dem ist.
Ich sagte ihm dann´, dass dies doch schon länger der Fall sei und ich ihm das doch auch erklärt hätte.
Aber irgendwie schien das nicht bei ihm anzukommen. Er schimpfte nur wieder über seinen Freund. Ich habe ihm dann mir auf den Weg gegeben, dass er nicht seinen Freund oder andere Menschen immer verantwortlich machen soll, sondern selber für Entscheidungen stehen soll. Mir erzählte er dann belanglose Sachen, z.B. was er unterwegs gesehen hatte.....????

Ganz ehrlich? Ich fühle mich von ihm so unter Druck gesetzt und mir wäre es am liebsten er würde seiner Wege gehen. Aber ich habe Angst: Angst das er sich etwas antut, Angst vor den Trennungsstreitigkeiten, Angst den Kindern den Vater zu nehmen. Aber so kann es nicht weitergehen.
Wie schon am Anfang angesprochen: Wenn es ihm nochmal besser geht (und das schlimmste ist schon vorüber wie ihm die Heilerin sagte) will er evtl. noch mal zu einem Therapeuten. Aber eigentlich lieber zu einem anderen. (um dort wieder bedauert zu werden, und wenn es ans Eingemachte, Unangenehme geht wechseln wir wieder?)
Eins nach dem anderen, sagte er mir. Ein Auto würde man auch nicht in eien andere Werkstatt bringen, solange in der einen noch daran gearbeitet würde. Solche Gleichnisse bringt er verstärkt, wenn er wieder Kirmes im Kopf hat.

ich würde mir wünschen, es gäbe für uns einen gemeinsamen Weg, doch momentan fehlt mir da wirklich die Zuversicht. So oft habe ich (haben wir) alles versucht, aber es ist vieles auf der Strecke geblieben.
Mir bleibt wahrscheinlich nichts anderes übrig als ihn tatsächlich in Ruhe zu lassen, oder was meint ihr?
Wenn es dann wieder in einer Psychose landet, ist es eben so. ich kann nicht immer für ihn die Kartoffeln aus dem Feuer holen, alles für ihn tun und machen und anschließend -wenns grad passt- bin ich wieder schuld, oder seine Familie, oder sein Chef oder.....Geht's ihm gut ist er ja so verliebt in mich, findet mich toll und gesteht mir täglich aus Neue seine Liebe. Geht's ihm schlecht, bin ich schlecht. Er wird unsachlich, ungerecht und verletzend.

ich weiß wirklich nicht mehr weiter. Wir versuchen unser Leben so normal wie möglich zu leben. Ich lasse ihn in Frieden. Und manchmal erwische ich mich bei dem Gedanken, dass ich lieber ohne ihn wäre und dass, wenn er jetzt in die Psychiatrie müsste, das der ideale Zeitpunkt für eine Trennung wäre.
Aber dann bin ich wieder die Böse: Mir gehört das Haus. Er hängt sehr daran und an der Werkstatt, die er mit viel Arbeitsaufwand und Liebe (und Geld) umgebaut hat....womit wir wieder bei den Existenzängsten wären.......

Hoffentlich habe ich nicht zu wirr geschrieben ,

liebe Grüße
rumpelstilzchen

24.09.2014 08:34 • #25

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