Hallo ihr lieben,
Anfang des Monats hatte ich zu unserer derzeitigen Situation noch mal was unter mal wieder was von uns geschrieben.
Mein Mann ist mittlerweile bei einer energetischen Heilerin in Behandlung. Die würde ihm helfen, sagt er. Ich stehe der ganzen Sache kritisch gegenüber aber lasse ihn machen, da er weder zum Psychiater noch zur Psychotherapeutin geht. Das einzigste was mich nicht ganz durchdrehen lässt, ist das er mir sagte, dass seine Heilerin ihn auch zum Arzt schicken würde, wenn es nicht mehr ginge. Er will von mir zu keinem Thema gefragt werden, erzählt mir dann aber wiederum Dinge, die ich gar nicht hören will, bzw. die ich als Vorwurf mir gegenüber ansehe: Er könnte mir gar nicht sagen was da auf die Tapete käme, ganz schlimme Dinge seien das und wenn es so weiter ginge (mit mir? so verstehe ich es) könne es durchaus sein, dass er sich irgendwann das Leben nehmen würde. Wir hatten am Montag (nachdem er mit mir intim werden wollte, ich aber nicht wollte und er dann sauer wurde) darüber gesprochen, das dies auch deshalb daran liegen würde, dass ich kein Vertrauen mehr zu ihm hätte. Immer diese Ausbrüche und Vorwürfe mir gegenüber...wie soll ich da noch Vertrauen und Liebe empfinden. Er verstand aber nicht, das ich dann innerlich auf Distanz gehe, er sieht den Liebesentzug als Strafe an. Sämtliche Erklärungen, dass ich ihn damit nicht strafen will, dass er mir nach wie vor wichtig ist, liefen m. E. ins Nichts.
Auch Eheberatung etc. lehnt er im Moment ab, weiß nicht ob er im Oktober mit mir und den Kindern weg fährt usw.
Ich soll ihn in Ruhe lassen. Er hätte mich auch schon längst verlassen, wären da die Kinder (und das Vermögen?) nicht. Ausserdem wollte er wissen, ob ich Existenzängste hätte und warum? (Hatte die Heilerin herausgefunden).
All das höre ich mir im Moment an, merke aber, dass es in ihm arbeitet.
Heut morgen ein Anruf von ihm: Weißt du noch, wann ich den Anruf von meinem Freund bekommen habe?
Es ging um organisatorische Dinge, in dem ich mir von meinem Mann schon größeres Verantwortungsbewusstsein erwartet hätte, und was mich in dem Moment auch enttäuschte.
Ich: nein, wieso?
Er: ich hatte überlegt, ob dein mangelndes Vertrauen seit dem ist.
Ich sagte ihm dann´, dass dies doch schon länger der Fall sei und ich ihm das doch auch erklärt hätte.
Aber irgendwie schien das nicht bei ihm anzukommen. Er schimpfte nur wieder über seinen Freund. Ich habe ihm dann mir auf den Weg gegeben, dass er nicht seinen Freund oder andere Menschen immer verantwortlich machen soll, sondern selber für Entscheidungen stehen soll. Mir erzählte er dann belanglose Sachen, z.B. was er unterwegs gesehen hatte.....????
Ganz ehrlich? Ich fühle mich von ihm so unter Druck gesetzt und mir wäre es am liebsten er würde seiner Wege gehen. Aber ich habe Angst: Angst das er sich etwas antut, Angst vor den Trennungsstreitigkeiten, Angst den Kindern den Vater zu nehmen. Aber so kann es nicht weitergehen.
Wie schon am Anfang angesprochen: Wenn es ihm nochmal besser geht (und das schlimmste ist schon vorüber wie ihm die Heilerin sagte) will er evtl. noch mal zu einem Therapeuten. Aber eigentlich lieber zu einem anderen. (um dort wieder bedauert zu werden, und wenn es ans Eingemachte, Unangenehme geht wechseln wir wieder?)
Eins nach dem anderen, sagte er mir. Ein Auto würde man auch nicht in eien andere Werkstatt bringen, solange in der einen noch daran gearbeitet würde. Solche Gleichnisse bringt er verstärkt, wenn er wieder Kirmes im Kopf hat.
ich würde mir wünschen, es gäbe für uns einen gemeinsamen Weg, doch momentan fehlt mir da wirklich die Zuversicht. So oft habe ich (haben wir) alles versucht, aber es ist vieles auf der Strecke geblieben.
Mir bleibt wahrscheinlich nichts anderes übrig als ihn tatsächlich in Ruhe zu lassen, oder was meint ihr?
Wenn es dann wieder in einer Psychose landet, ist es eben so. ich kann nicht immer für ihn die Kartoffeln aus dem Feuer holen, alles für ihn tun und machen und anschließend -wenns grad passt- bin ich wieder schuld, oder seine Familie, oder sein Chef oder.....Geht's ihm gut ist er ja so verliebt in mich, findet mich toll und gesteht mir täglich aus Neue seine Liebe. Geht's ihm schlecht, bin ich schlecht. Er wird unsachlich, ungerecht und verletzend.
ich weiß wirklich nicht mehr weiter. Wir versuchen unser Leben so normal wie möglich zu leben. Ich lasse ihn in Frieden. Und manchmal erwische ich mich bei dem Gedanken, dass ich lieber ohne ihn wäre und dass, wenn er jetzt in die Psychiatrie müsste, das der ideale Zeitpunkt für eine Trennung wäre.
Aber dann bin ich wieder die Böse: Mir gehört das Haus. Er hängt sehr daran und an der Werkstatt, die er mit viel Arbeitsaufwand und Liebe (und Geld) umgebaut hat....womit wir wieder bei den Existenzängsten wären.......
Hoffentlich habe ich nicht zu wirr geschrieben ,
liebe Grüße
rumpelstilzchen
24.09.2014 08:34 •
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