Freundin hat Panikstörung und Ängste - Hilfe

Knoten
Hallo Mellymaus,

ich stimme Martina zu, was die Zwangseinweisung anbelangt. Manchmal geht es einfach nicht anders. Ziehe es bitte in Betracht, denn sollte tatsächlich ein Suizidversuch durchgeführt werden, wirst du für den Rest deines Lebens nicht mehr Glücklich!
Die Stimmung kann so schnell kippen und worauf ich dich auch noch aufmerksam machen möchte, ist etwas sehr gefährliches in eurer Situation! Deine Freundin ist Handlungsfähig und massiv Depressiv, auch wenn es sich jetzt krass anhört, aber dass sind die besten Vorraussetzungen für einen Suizidversuch!

Ihr spielt Russisches *beep*!

17.04.2013 16:50 • #16


M
so, sehr langes und ausführliches Gespräch gestern mit meiner Freundin gehabt. Ich denke ich versteh jetzt besser was sie fühlt bzw was sie meint mit bestimmten Aussagen. Das macht es etwas leichter. Aber auch das was wäre wenn ist einigermassen geklärt, dass ich mir Hilfe (ärztliche und von Freunden) hole, wenn ich nochmal das Gefühl hab, die Situation ist nicht mehr kontrollierbar. Auch wenn es hier derzeit nur eine Person gibt, die uns beide kennt und weiss wo wir wohnen und mir helfen würde. Nur leider weiss diese Person nicht, dass meine/unsere Freundin Depression hat...ich hoffe und glaube, dass meine Freundin es jetzt in Erwägung zieht, die Person davon zu erzählen, was wirklich wichtig ist, da diese Freundschaft etwas komplizierter ist und es verdient, davon zu erfahren...ich hab schon so oft überlegt, es selbst zu tun, aber das bring ich nicht übers Herz...das ist etwas, was meine Freundin allein tun muss...naja, ich bin jedenfalls froh, dass wir dieses Gespräch gestern hatten, auch wenn es sehr emotional für mich war

18.04.2013 07:53 • #17


A


Hallo Mellymouse,

Freundin hat Panikstörung und Ängste - Hilfe

x 3#3


M
kurze Frage:
meine Freundin fuehlt sich schuldig, dass ich jetzt auch erkaeltet bin. Ich bin arbeiten, auch wenn es mir nicht so gut geht. Sie meint jetzt, es ist ihre Schuld dass ich nicht zuhaus bleiben kann, weil ich ja schon Anfang der Woche wegen ihr zuhaus geblieben bin...in Irland musst du dich bei 2 Tagen nicht krankschreiben lassen, bekommst den Tag aber halt auch nicht bezahlt...Jedenfalls hab ich ihr erklaert, dass es ja meine Entscheidung war, dass ich bei ihr geblieben bin und sie sich darueber mal keine Sorgen machen muss. Und dass ich jetzt auch erkaeltet bin, ist ja nun wirklich nicht ihre Schuld...Wir haben vorhin kurz geschrieben, aber dann wollte sie nicht mehr reden, es war ihr etwas zu viel...

Gibt es etwas, was ich jetzt tun kann fuer sie ausser ihr den Freiraum geben? Ich moechte nicht, dass sie sich deswegen so schuldig fuehlt, weil es ja nunmal meine Entscheidung war.

19.04.2013 11:50 • #18


S
Hallo Mellymouse!
Es ist wirklich gut, dass du für deine Freundin da bist.
Aber ehrlich gesagt, bin ich der Meinung, das langsam ein Facharzt/ Psychiater aufgesucht werden müsste.
Wie das alles nun in Irland abläuft, weiß ich nicht.

Natürlich bist du mit der Sache überfordert, das wäre jeder Andere ebenso.
Du kannst in dem Fall deiner Freundin keinen Arzt und keine Therapie ersetzen.
Du kannst für sie da sein und das ist sicherlich eine große Hilfe für sie, aber wirklich helfen kann ihr nur ein Arzt!!!

Du kannst die Verantwortung für deine Freundin nicht übernehmen und das MUSS sie selber doch inzwischen auch so sehen?

Ich wünsche euch eine gute Entscheidung.

Liebe Grüße,
Sanni

19.04.2013 12:35 • #19


M
Zitat von Sanni:
Hallo Mellymouse!
Es ist wirklich gut, dass du für deine Freundin da bist.
Aber ehrlich gesagt, bin ich der Meinung, das langsam ein Facharzt/ Psychiater aufgesucht werden müsste.
Wie das alles nun in Irland abläuft, weiß ich nicht.

Natürlich bist du mit der Sache überfordert, das wäre jeder Andere ebenso.
Du kannst in dem Fall deiner Freundin keinen Arzt und keine Therapie ersetzen.
Du kannst für sie da sein und das ist sicherlich eine große Hilfe für sie, aber wirklich helfen kann ihr nur ein Arzt!!!

Du kannst die Verantwortung für deine Freundin nicht übernehmen und das MUSS sie selber doch inzwischen auch so sehen?

Ich wünsche euch eine gute Entscheidung.

Liebe Grüße,
Sanni


Hi Sanni,

mir ist bewusst, dass ich keine Verantwortung uebernehmen kann und keinen Arzt oder Therapie ersetzen kann. Mit ihr geredet darueber hab ich schon. Dafuer fuehlt sie sich noch nicht bereit, sie kommt auf mich zu und wenn sie wieder erkaeltungsbedingt gesund ist, dann geht's auf zur Selbsthilfegruppe. Darueber war sie gestern schon sehr enttaeuscht, dass sie durch die Erkaeltung nicht dahin konnte.

Naja, ich schau mal, wie es ihr nachher geht und was das Wochenende so bringt.

Danke

19.04.2013 12:50 • #20


Katie
Hallo Mellymouse,
die Situation ist nicht in einer positiven Entwicklung.
Kannst du dir nicht Unterstützung nehmen?
Mal logisch gefragt: wie kommt es, dass du trotz Erkältung arbeiten gehen und dich noch um deine Freundin kümmern kannst und sie kann angeblich wegen der Erkältung nicht zur Selbsthilfe? Zum Arzt zu gehen ist sie auch nicht bereit. Ich habe das unsichere Gefühl, sie könnte zu tief in der Depression stecken. Ein Arzt sollte hinzugezogen werden-und zwar nicht erst dann, wenn der Patient sich wieder wohl fühlt. Du erwähntest doch einen möglichen Vertrauten, den ihr hinzuziehen wolltet. Warum habt ihr das noch nicht getan? Du brauchst jemanden, der deine Hilfe unterstützt, d.h. im Klartext, der hilft, professionelle Hilfe umgehend in Anspruch zu nehmen.
Alles Gute!

19.04.2013 18:48 • #21


S
So wie Katie sehe ich es auch, konnte mich nur nicht so ausdrücken!

Mellymouse, du mutest dir auf Dauer zu viel zu.
Nehme dir selber Auszeiten, denn lange wirst du es nicht mehr tragen können.
Irgendwann geht es auch dir schlecht.
Wie ich schon sagte: Du kannst keine Therapie ersetzen und unser Forum hier auch nicht.
Du kannst dir Anregungen und Tipps einholen, aber jeder Mensch und jede Erkrankung ist absolut unterschiedlich.
Es ist wirklich sehr toll von dir, dass du deine Freundin so unterstützt.
Aber nun ist deine Freundin gefragt. Nur sie kann ihren Zustand ändern, sie muss es wollen!!!
Und wenn sie dir nicht auf Dauer schaden möchte, in dem sie dir eine so große Bürde auferlegt, wird sie etwas ändern müssen, oder eher wollen, auch um dich zu entlasten.
Es geht in erster Linie um sie, aber eben auch um dich.
Das muss sie sich mal vor Augen führen.

War sie denn überhaupt schon einmal bei einem Psychiater/ Neurologen?
War sie jemals in einer Psychotherapie?
Hat sie eine gesicherte Diagnose?
Hat sie bisher überhaupt etwas für sich unternommen?

Ich hoffe, nicht so fordernd herüber zu kommen, denn das wäre nicht gewollt.

Liebe Grüße,
Sanni

19.04.2013 21:50 • #22


M
Hi Katie, hi Sanni,

wir haben wiedermal sehr viel geredet und Auseinandersetzungen gehabt, weil wir unterschiedlich gedacht/gehandelt hatten...Ich merke auch, dass ich das auf die Dauer nicht alleine schaffe und bin auch schon am umschauen, wo ich fuer mich Hilfe/Unterstuetzung finde. Sie selbst war beim Arzt, von dem wir die Diagnose Depression bekommen haben. Seitdem haben wir weder mit Therapeuten oder Aerzten gesprochen.
Ich hatte fast jede Woche ne zeitlang die Selbshilfegruppe angesprochen, was ihr zu viel war und sie sich bedraengt fuehlte. Ich kann sie nicht zwingen da hin zu gehen oder es jemandem zu erzaehlen. Daraufhin haben wir entschieden, dass sie auf mich zukommt, was sie ja auch getan hat...aber wenn es jetzt darum geht, dem Freund/Bekannten davon zu erzaehlen, dann traut sie sich nicht, hat Angst vor der Reaktion usw. Ich habe das Gefuehl, dass wenn ich es erzaehle, dann ist das falsch und sie zwingen kann ich nicht...Meint ihr es ist okay, wenn ich versuche, eine Art Treffen oder so zu arrangieren? Irgendwelche Tipps, wie ich das anstellen kann??

Sie hat auch Angst um mich, dass es mir zuviel wird alles und dass ich auch irgendwann in die Depression reinrutsche, weil ich natuerlich nicht immer gut drauf bin...ist ein Teufelskreis...als ich krank war, hat sie sich auch um mich gekuemmert, mir Tee gekocht, essen gemacht usw. Also es ist nicht so, dass sie sich nicht um mich kuemmert...Sie war so erkaeltet, dass ihr Kreislauf auch Probleme macht und da sie niedrigen Blutdruck hat, macht es keinen Sinn sie irgenwohin zu fahren, wenn sie mir dann zusammenklappt...den Fehler haben wir einmal gemacht, weil wir es unterschaetzt hatten...und momentan haelt sich die Erkaeltung leider sehr hartnaeckig...mir geht es wieder besser und ich bin auch arbeiten, was mich etwas ablenkt und mir im Grunde auch etwas Zeit fuer mich gibt.

25.04.2013 12:51 • #23


Katie
Hallo Mellymouse,


Offenheit der einzig hilfreiche Weg, denn es gilt ja erstmal, die Gedanken aufzulösen, die Rückzug und das Gefühl, eine Last zu sein, noch
verstärken.
Man benötigt Hilfe von außen, *nicht* weil man nicht mehr kompetent genug wäre, oder so, aber weil man den Überblick über das Ganze verloren hat.
Ein Berg muss nie in einem Zug abgetragen werden und so muss auch täglich ein Teil aller Aufgaben abgearbeitet werden.
Sollte man sich tatsächlich übernommen haben, ist ein Blick eines Außenstehenden oft auch hilfreich, wie die Gesamtsituation am sinnvollsten getragen
und gehändelt werden kann. Das sind aber stets Prozesse, die erarbeitet werden. Die wenigsten Lösungen fallen vom Himmel.

Ich würde ein Treffen arrangieren und es wäre eine Selbstverständlichkeit, nicht nur über´s Wetter und andere Banalitäten zu reden, sonder Klartext.
Es ist ein Schleier von Vorurteilen, eine Depression zu verbergen, nicht Rücksicht.
Du tust deiner Freundin einen Gefallen, dies klarzustellen *und* vorzuleben.
Oft werden enge Angehörige ja mit krank. Co-abhängig nennt man es bei Süchten, wie du ja gewiss weißt.

Ihr steht euch so ehrlich zur Seite, wie ich es deinen Zeilen entnehmen, da wird doch genug gegenseitiger Respekt und Vertrauen gewachsen sein.
Ich wünsche dir viel Kraft, Mellymouse.

25.04.2013 13:34 • #24


M
Zitat von Katie:
Hallo Mellymouse,


Offenheit der einzig hilfreiche Weg, denn es gilt ja erstmal, die Gedanken aufzulösen, die Rückzug und das Gefühl, eine Last zu sein, noch
verstärken.
Man benötigt Hilfe von außen, *nicht* weil man nicht mehr kompetent genug wäre, oder so, aber weil man den Überblick über das Ganze verloren hat.
Ein Berg muss nie in einem Zug abgetragen werden und so muss auch täglich ein Teil aller Aufgaben abgearbeitet werden.
Sollte man sich tatsächlich übernommen haben, ist ein Blick eines Außenstehenden oft auch hilfreich, wie die Gesamtsituation am sinnvollsten getragen
und gehändelt werden kann. Das sind aber stets Prozesse, die erarbeitet werden. Die wenigsten Lösungen fallen vom Himmel.

Ich würde ein Treffen arrangieren und es wäre eine Selbstverständlichkeit, nicht nur über´s Wetter und andere Banalitäten zu reden, sonder Klartext.
Es ist ein Schleier von Vorurteilen, eine Depression zu verbergen, nicht Rücksicht.
Du tust deiner Freundin einen Gefallen, dies klarzustellen *und* vorzuleben.
Oft werden enge Angehörige ja mit krank. Co-abhängig nennt man es bei Süchten, wie du ja gewiss weißt.

Ihr steht euch so ehrlich zur Seite, wie ich es deinen Zeilen entnehmen, da wird doch genug gegenseitiger Respekt und Vertrauen gewachsen sein.
Ich wünsche dir viel Kraft, Mellymouse.



Danke Katie fuer die lieben Worte...ich werde mir jetzt erstmal ueberlegen, was ich fuer mich tun kann...ein paar meiner Arbeitskollegen geben mir auch Tipps und Kraft
Und dann werd ich das Thema in Bezug auf unseren Freund angehen...vlt ergibt sich da dann was in einer Richtung...

LG

25.04.2013 14:21 • #25


S
Hallo Mellymouse,
wie geht es dir?
Darf ich fragen, wie es deiner Freundin geht?
Hat sich bereits etwas verändert, hat sie Hilfe gefunden?
Kommst du weiterhin mit der Situation zurecht?

Wenn du Lust zum antworten hast, würde ich mich freuen.

Liebe Grüße,
Sanni

15.05.2013 22:03 • #26


A


Hallo Mellymouse,

x 4#12


M
Hallo liebe Sanni,

es ist schon ein ganze Zeit her, dass ich das letzte Mal hier war. Wir waren sehr beschaeftigt mit unserem Chor und 2 grossen Konzerten vor insgesamt 1700 Leuten. Meine Freundin stand in der 1. Reihe und hat sich super geschlagen, es hat ihr auch Spass gemacht und sie hat die Herausforderung gemeistert. Bin echt stolz auf sie. Ausserdem hatten wir gerade erst Besuch von meiner Schwester, die von der Depression nichts weiss. Das war sehr anstrengend fuer mich, weil ich meine Schwester sehr unregelmaessig sehe, da ich ja in Irland bin. Und meiner Freundin gehts auch momentan nicht so gut, was auch mit nem Freund von uns zu tun hat. Aber jetzt haben wir erstmal wieder mehr Zeit fuer uns und es steht nichts weiter an, sodass wir uns wieder mehr Zeit fuereinander nehmen koennen. Das wird uns ganz gut tun. Sie ist auch immer noch bei der Selbsthilfegruppe jede Woche, was ihr gefaellt und auch hilft laut ihren Aussagen :) Das Wetter ist auch endlich sommerlich und wir koennen in unserem kleinen Garten die Sonne geniessen, was die Stimmung natuerlich auch etwas hebt.
Sie hat jetzt auch herausgefunden, dass Sie zu den wenigen Leuten gehoert, die hochsensibel sind. Dadurch erklaeren sich so viele Eigenschaften und Reaktionen. und wir koennen damit besser umgehen bzw achten da jetzt mehr drauf. Ins Thema Hochsensibilitaet muss ich mich zwar noch etwas einlesen, aber so einiges aus der Vergangenheit macht jetzt mehr Sinn.

So, ich glaub das war's erstmal was es so neues gibt.

LG

19.06.2013 15:14 • #27

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