Fühle mich eingeengt in der Beziehung / will mehr Distanz

Mella
Hallo,

ich merk gerade, wie sehr ich mich ebenso wie alle anderen in euren Beiträgen wiederfinde. Ich dachte, es wäre ein persönliches Problem, er ist vielleicht nicht der Richtige...
Ich nehme mir oft vor, wenn ich heim komme von Arbeit, dass ich nett und lieb zu ihm, freue mich dann auch auf ihn, doch wenn ich ihn sehe, zuhause z.B. auf dem Sofa liegend, kommt es über mich und ich fange an zu meckern, ohne Hallo gesagt zu haben. Ich merke selbst, wie schelcht das ist und dass ich es doch eigentlich anders machen wollte. Doch ich kann einfach in diesem Moment nicht anders. Jede Kleinigkeit fällt mir auf, ich komme nur mit Negativem. Er fängt an zu Blockieren, in diesem Moment tut es mir leid, mir fällt wieder ein, dass ich es doch so anders machen wollte. Doch ich kann es nicht. Wir streiten, der (berechtigte) Vorwurf kommt, ich hätte heute noch nichts Liebes zu ihm gesagt. Mein Gedanke: Toll, wieder verkackt!, natürlich lass ich mir das nicht anmerken. Streiten wir nicht, kommt die Frage nach Zärtlichkeit und Streicheleinheiten, ich möchte nicht, mag ihn nicht anfassen, möchte einfach nicht. Er nimmt es persönlich, ist gekränkt. Es ist wie ein Kreislauf.

Zitat von phoebe49:
Eine Berührung kann sogar schmerzhaft sein.

Ja, das stimmt, denn man kann sich nicht fallen lassen, es ist unangenehm, man wird angefasst, obwohl man es nicht will, und zwar nicht von einem Fremden, sondern vom Partner, wie ambivalent. Man will es nicht, sagt man es, verletzt man!

Zitat von morriña:
Ich bin am Überlegen, ob ich ihn komplett darüber aufkläre...aber ob ich damit nicht die sich eigentlich gerade entwickelnde Beziehung gleich wieder bedrohe...?

Hm, gute Frage, sag ihm doch einfach, wie du manchmal fühlst, dass er es nicht persönlich nehmen soll, es hat nichts mit ihm zu tun. Ich würde mich vielleicht schonmal ins Thema 'schleichen', denn früher oder später, kommt es eh auf den Tisch!

Nach euren zahlreichen Beiträgen frage ich mich, ob es nicht besser wäre, auch Medikamente zu nehmen, denn scheinbar ist das in Verbindung mit der Depression zu bringen. Mein Therapeut hat mir bereits Schlaftabletten empfohlen, vielleicht sollte ich das mal ansprechen...

06.02.2010 17:35 • #16


morriña
So Ihr Lieben, ich melde mich in dieser Angelegenheit auch mal wieder zu Wort!

Ein Hallo auch an Mella

Ich habe wirklich wirklich gute Nachrichten
Ob vom Sertralin oder nicht: Es ist vorbei. Mein Freund ist wieder mein Freund, mein Geliebter, mein Heim.
Ich bin so unsagbar froh darüber

Ich muss sagen, dass es mir von Tag zu Tag besser geht. Es ist wirklich erstaunlich.
Das schlimmste, wenn Es da war, war diese Unsicherheit...liebe ich ihn nicht mehr??? Dabei wusste ich tief in mir, dass ich es tue, konnte es aber nicht mehr fühlen.

Jetzt weiß ich, dass es tatsächlich wirklich nur die Depression ist. Schlimm - aber ich bin so froh!!!! Falls Es irgendwann einmal wieder da sein sollte, werde ich besser damit umgehen können

Ich hoffe ich kann Euch ein wenig Mut damit machen.

09.02.2010 01:32 • #17


A


Hallo phoebe49,

Fühle mich eingeengt in der Beziehung / will mehr Distanz

x 3#3


Mella
Hey morriña,

das freut mich für dich/für euch! Immer wieder schön zu hören, wenn es jemandem besser geht. Noch ein Grund mehr für mich, auch über Antidepressiva nachzudenken, da mich auch dieses Problem arg beeinträchtigt!
Hast du es nun eigentlich noch angesprochen?
LG, Mella

11.02.2010 14:47 • #18


morriña
Liebe Mella,

ja habe ich. Ich hatte schon Angst vor seiner Reaktion, aber die war völlig unbegründet. Aber als es mir noch so schlecht ging, musste ich es einfach tun. Er musste doch wissen, dass ich ihn nicht wirklich ablehne, sondern einfach nicht anders kann. Er war zwar sehr erstaunt, aber auch interessiert und wollte von mir wissen, wie er damit umgehen soll, wenn Es da ist.

Seit dem fragt er mich beinahe täglich, wie es mir geht und sagt mir aber auch immer wieder, dass er für mich da ist. Ein schönes Gefühl. Das beste daran ist, dass ich es jetzt wieder genießen kann

Ich wünsch Dir alles Gute Mella. Ich hatte meine Hoffnung schon einmal verloren, aber habe sie wiederbekommen. Und sie gibt mir recht.

12.02.2010 02:26 • #19


Mella
Danke morriña für's Mutmachen.

Ich hoffe, den anderen geht's auch bald besser, oder schon wieder gut...!

LG, Mella

16.02.2010 22:18 • #20


morriña
Hallo Ihr Lieben,

nach längerer Zeit ohne Probleme und ziemlichem Glücklichsein nun doch wieder ein Einbruch

Gleich als erstes fällt mir ein, dass ich in den letzten 2 oder 3 Wochen meine Medikamente recht schlampig genommen habe, was oft vorkommt, wenn es mir richtig gut geht. Das heißt, dass ich sie nur alle 2 Tage nehme, oder mal 3 Tage gar nicht....wie blöd von mir

Der Absturz kam im direkten Anschluss an ein außerordentliches Glücksgefühl. Ich hatte ein wunderwunderschönes Wochenende mit meinem Freund und war regelrecht high davon. 2 Tage später kam er mich besuchen, ich war immernoch high, und dann war plötzlich alles anders.

Die Schutzmechanismen meiner Seele sind voll ausgefahren. Ich fühle nichts mehr, ich interessiere mich für nichts mehr, ich frage ihn nichts mehr, wenn er ein Gespräch beginnen möchte, reagiere ich innerlich total genervt, nach außen kommen knappe Antworten, wenn er mich anfassen will, zucke ich zurück, in meinem Kopf ist totales Chaos, 5000 Gedanken rasen gleichzeitig durcheinander. Gleichzeitig aber die Gewissheit, dass ich ihn sehr liebe, aber ich fühle mich unfähig, ihm das zu zeigen.

Das kann doch alles nicht wahrsein! Warum denn schon wieder

29.04.2010 09:15 • #21

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