
Alexandra2
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Dein Thema ist und bleibt Dein Thema, und es hat nichts mit Dir zu tun, wenn ich Dich nicht mehr erwähnt bzw angesprochen habe.
Das Thema Erziehung und fiese Jahre geht mir sehr nahe. Das was ich wollte, erfüllte sich alles nicht. Das ist so ganz anders, als Deine Erfahrungen. Ihr habt Euch für alle Fälle vorbereitet und abgesichert. Das entspannt wohl die ganze Familie. Und ich wünsche Eurem Jungen, daß er die Prüfungen gut bewältigt.
Irgendwann müssen Kinder ihren Weg gehen. Doch was macht man, wenn das Kind beratungsresistent ist? Wenn Lehrer aufgeben, wenn das Kind keinen Fördertriggerpunkt hat (Armut, Migration etc), der in das Schulsystem passt? Wenn Ärzte keine Therapie machen? Wenn ich als Mutter Sorgen um die Bildung und den Lebensweg habe? Alleinerziehend= Alleingelassen
Ich habe in vielen Gesprächen versucht, die Erkrankung zu erklären, und gelernt, drei Lehrer haben es nicht verstanden und wollten es nicht verstehen. Beim ADHS habe ich auf eine Fortbildung bestanden, etwas mit dem die Lehrer sich eigtl naturgemäß von selbst auseinandersetzen müssen. Danach haben sie immer noch falsch gehandelt.
Ich habe zwei Jahre gebraucht, bis mein Sohn selbst um minimale Hilfe bat. Die wurde oft abgelehnt. Es war einfach nur schrecklich, ich war völlig verzweifelt. Das zermürbte mich. Für eine andere Schule war mein Sohn lange nicht stabil genug. Und es war auch die einzige Ganztagsschule.
Euer Sohn konnte lernen, während meiner keine Aufmerksamkeit, keine Konzentration aufbrachte und reizüberflutet den Unterricht störte.
Ich freue mich für jedes Kind, das lernen kann und auch Freude und Erfolg daran hat. Und es erinnert mich daran, daß mein Sohn das nicht konnte. Das tut immer wieder weh und deshalb ist das Loslassen die einzige Möglichkeit, nicht wahnsinnig zu werden.
Und das Loslassen braucht ja auch Übung, sich beobachten und stoppen, wenn wieder der Kontrollzwerg in mir tobt.
Wie machst Du das Loslassen? Fragst Du weniger oder gar nicht?
Ich sage nur noch Hallo, frage nicht wie der Tag war und fast täglich gehe ich schweigend zu ihm, setze mich und warte ab. Das ist alles an Familienleben. Und ich finde das ganz und gar nicht schön.
Liebe Grüße Alexandra