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Habe keine Kraft mehr

Lucie
Hallo Marina,
Herzlichen Dank für deine Antwort. Tut mir leid, dass es dir schlecht geht, freut mich trotzdem irgentwie, dass ich nicht die einzige bin die so geht's.
Mir geht es jetzt ziemlich schlecht, Dienstag haben sie bei mir Borderline diagnostiziert. Ehrlich gesagt, war das ein Schock für mich. Habe immer angenommen, diese Krankheit tritt eigentlich nur bei Jugendlichen auf. Hätte damit in meinem Alter niemals gerechnet.
Hoffe dir geht es besser als mir.
Werde mich freuen, wenn mehr über dich schreibst.
Liebe Grüße

26.04.2018 23:31 • #16


foxi
Guten Morgen Lucie,
Was sind die Anzeichen fuer borderlein?
Also merkst du was selber davon oder aus welchen Gruenden haben sie dir diese Diagnose gestellt?
Lass dich mal nicht gleich erschrecken.

27.04.2018 08:25 • #17


A


Hallo Lucie,

Habe keine Kraft mehr

x 3#3


Lucie
Hallo Foxi,
Sorry, habe lange nicht geschrieben, mir ist ziemlich schlecht gegangen.
Bin jetzt stationär, vorübergehen zum stabilisieren, danach wieder in die Tagesklinik.
Möchte nicht die Anzeichen für Borderline aufschreiben ( kann jede googeln), nur so viel: in sehr vielen kann ich mich wiederfinden, schon lange. Die letzte Zeit hat das alles wieder mal eskaliert. Extreme Anspannung, selbstverletzungen, Risikoverhalten (fahre sehr schnell und gefährlich Auto ).
Jetzt bin ich hier in der Klinik, kann trotz Schlaftabletten und Tavor nicht schlafen. Fühle mich von meinem Arzt ein wenig verraten. Ist so, als wenn er mich hierher abgeschoben und aufgegeben.
Liebe Grüße

05.05.2018 03:51 • #18


Mabaja
Hallo Lucie,
du klingst leider sehr verzweifelt. Wenn man dir doch nur irgendwie helfen könnte, einen mikrokleinen Lichtblick zu sehen ... in deinen Beiträgen lässt du durchblicken, was für ein liebevoller Mensch du bist ... Und ich bin überzeugt, dass jeder liebevoller auch ein wertvoller Mensch ist ... bitte gib das nicht auf und gib dich nicht auf
Liebe Grüße
Julienne

05.05.2018 12:56 • x 1 #19


Zuitan
Hey, ich bin neu hier.

Es fällt mir schwer, über meine Gedanken zu schreiben, aber ich hoffe, es hilft etwas.
Seit Jahren leide ich an posttraumatischen Belastungsstörungen und Depression, nie behandelt. Vor einigen Wochen schaffte ich meine Ausbildung aufgrund nicht bestandener Prüfungen nicht und seither ging es noch viel mehr bergab als vorher.
Egal was ich zurzeit versuche anzupacken, ich scheitere. Ständig ein neuer Schlag in den Magen.

Meine Vergangenheit holt mich mit einer Wucht ein, die ich nicht aushalte. Ich fühle mich verloren, hab keine Kraft mehr. Ständig Druck in der Brust, das Atmen fällt mir verdammt schwer.
Ich versuchte, mir Hilfe zu suchen. Doch unsere psychiatrische Ambulanz hat keine Kapazitäten, ich brauch ein Rezept vom Psychiater. Angerufen - die vergeben erst nächste Woche neue Termine für das nächste Quartal (bedeutet dass, erst für´s nächste Jahr?)
Ich weiß nicht, wie ich es bis dahin schaffen soll, mit jedem Tag wird es schwerer für mich, meine Suizidgedanken zu unterdrücken.

29.11.2018 18:59 • x 2 #20


Pilsum
Hallo Zuitan,

willkommen im Forum.

Es tut mir Leid, dass Du Deine Prüfung nicht bestanden hast.
Auch wenn Dir das sehr weh tut, solltest Du nicht gleich alles schwarz sehen.

In einer Prüfung darf jeder auch mal scheitern. Sonst brauchte man ja gar keine Prüfung.
War es der theoretische oder der praktische Prüfungsteil?
Was für eine Ausbildung machst Du denn?
Bestimmt kannst Du in einem halben Jahr die Prüfung wiederholen.

Zitat:
Meine Vergangenheit holt mich mit einer Wucht ein, die ich nicht aushalte.


Oft ist es sehr schwer, mit früheren Erlebnissen klar zu kommen.
Deshalb finde ich, Du machst es gut, wenn Du Dir Hilfe holen wirst.
Noch heute solltest Du zu Deinem Hausarzt gehen und ihn bitten, Dir etwas zur Beruhigung zu verschreiben.
Und bitte erzähle ihm etwas von Deinen Sorgen und dann denke ich,
wird er Dir einige Tipps geben und Dir helfen, damit Du bald jemanden findest, der Dich psychologisch berät.
Ich verstehe Dich total.
Nichts ist so schlimm, dass Du nicht darüber hinweg kommst.
Bitte beunruhige Dich nicht.

Du wirst eine Lösung finden.

Viele Grüße

Bernhard

30.11.2018 03:39 • x 2 #21


Zuitan
Danke für deine Worte, Bernhard.

Ausbildung zur Physiotherapeutin. Die hat sich komplett erledigt, ich kann sie nicht wiederholen, weil mir dafür das Geld fehlt (Wiederholungsprüfungen kosten über 1000 Euro) und auch die Kraft, den Weg nochmal zu gehen.
Händeringend nach einem Aushilfsjob zu suchen, um aus dem Kontominus zu kommen, ist auch nicht besonders aufbauend :/

Tabletten waren für mich immer der letzte Ausweg, zumal ich vieles nicht vertrage.
Und mich einer Person, mit der ich nicht vertraut bin, anzuvertrauen, meine Sorgen zu erzählen... das kann ich nicht. Ich kann nichtmal mit meinem Freund darüber reden. Jedesmal wenn ich ansetze, ist es wie ein Kloß im Hals, der mich nicht weiterreden lässt.

Und sorry, dass dieser Post so verflucht jammerig klingt.

30.11.2018 11:33 • x 1 #22


Pilsum
Hallo Zuitan,

Du klingst überhaupt nicht jammerig. Du klingst aber etwas mutlos.

Warum ist eine Wiederholungsprüfung so teuer? Hast Du die Ausbildung an einer Privatschule gemacht?

Wenn es momentan an Geld fehlt, dann verstehe ich Dich gut, dass Du Dich richtig schlecht fühlst.
Trotzdem gibt es auch Wege für Dich, weiter vorwärts zu kommen.
Zitat:
Tabletten waren für mich immer der letzte Ausweg, zumal ich vieles nicht vertrage.


Das kannst Du so sehen. Oft helfen sie aber, Stressphasen etwas zu überbrücken.
Da gibt es leichte Medikamente, die ein Hausarzt kennt.


Zitat:
Und mich einer Person, mit der ich nicht vertraut bin, anzuvertrauen, meine Sorgen zu erzählen... das kann ich nicht.


Leicht gesagt. Das wirst Du aber lernen müssen, damit es Dir bald wieder besser geht.
Gespräche können befreien, also Druck herausnehmen.
Etwas Mut gehört schon am Anfang dazu. Vermutlich geht es Dir manchmal auch deshalb
nicht gut, weil Du anderen Menschen schlecht vertrauen kannst.
Falls Du im privaten Bereich niemanden findest, dann ist der Weg über einen Therapeuten
ein sehr hilfreicher.

Du wirst das bestimmt schaffen.

Viele Grüße

Bernhard

30.11.2018 12:30 • x 1 #23


M

23.02.2020 09:22 • x 1 #24


Mo1901
Guten Morgen Melanie!
Deine momentane Situation ist zwar chaotisch aber händelbar!

Führerschein:
Warum quälst Du dich damit? Benötigst Du ihn dringend?
Ich hab das Gefühl, das Du ihn machst aus Prestigegründen.Heutzutage benötigt man gerade in Großstädte keinen Führerschein mehr.
Könntest ihn alternativ zu einem späteren Zeitpunkt machen, nach Studienabschluss!

Liebeskummer:
Das ist der schwerste Kummer, weil es um viel Gefühl geht.
Damit kommt man aber klar, da musst Du durch. Hast Du mal überlegt, ob Du mit deinem Schwarm das Gespräch suchst?
Das schafft enorme Abhilfe! Denn der innere Druck ist bestimmt groß den Du mit dir herumschleppst.
Das ist ein reiner Krafträuber.!
Im Internet findest Du auch über Liebeskummer verschiedene Praktiken, wie man aus dem Gefühlschaos rauskommt.
Diese hier aufzuführen würde den Rahmen sprengen.

Wohnung:
Alles auf einmal aufzuräumen ist bestimmt zu viel für Dich. Daher würde ich Dir empfehlen mit dem wichtigsten zu beginnen.
Mit dem Bad und der Küche!
Bad: Toilette, Wanne/Dusche, Waschbecken
Küche: Herd/ Backofen, Kühlschrank, Arbeitsfläche und Tisch!
Wenn Du das geschafft hast, hast Du die halbe Miete.
Du bist im Studium strukturiert und hast Pläne geschrieben. Dies machst Du auch beim Haushalt 1:1.
Du wirst sehen wie flott Du wieder Ordnung hast!
Und nicht vergessen:
DIE BELOHNUNG! Bei jedem Etappenziel, Belohnung!

Schade das Du nicht in meiner Nähe wohnst, ich würde Dir helfen.
Du bist eine starke Frau, du schaffst das!

Kannst mich jederzeit anschreiben.

Schönen Sonntag!
Mo1901

23.02.2020 09:57 • x 1 #25


M
Danke für die liebe Antwort.

Den Führerschein möchte ich selbst unbedingt machen, aber es ist zum Teil auch Druck von Außen da. Ich wünschte einfach, ich würde gelassener an die Sachen rangehen und nicht aus jedem Fehler sofort ein großes Problem machen.Mit meinem Schwarm möchte ich ungern reden, ich habe jetzt schon Angst, dass er mich nicht mehr mag oder komisch findet, ich gehe ihm lieber aus dem Weg. Ich habe vorhin schon ein bisschen was aufgeräumt hier, aber jetzt bereits keine Lust mehr.eigentlich lag ich heute nur rum und habe mich über alles geärgert.

23.02.2020 19:03 • #26


Mo1901
Hi nochmal.
Nur langsam! Keine Panik!
Was Du heute nicht fertig bekommst beim Aufräumen, machste morgen fertig.
Setz' Dich bitte nicht unnötig selbst unter Druck. Ich glaube, dass Du einfach noch Reife brauchst um ruhiger zu werden.
Wie war es bei Dir von 8 Jahren? Und wie ist es jetzt?
Vllt warst Du immer schon ein bisschen unruhiger. Ich bin auch so ein Hansdampf in allen Gassen.
Jetzt bin ich 50. Vor 10 Jahren war ich noch viel unzufriedener mit mir.

23.02.2020 20:00 • x 1 #27


M
Ich habe aber auch nicht wirklich Lust, darauf zu warten, dass es besser wird.

Gestern konnte ich noch ein paar Sachen erledigen, aber stolz war ich da nicht. Heute hatte ich auch den ganzen Tag schlechte Laune. Ist halt alles so sinnlos finde ich

24.02.2020 21:36 • #28


Irgendeine
Also zumindest das mit dem Führerschein kenne ich sehr gut. Ich hattäbe für meinen LKW-Führerschein 4 Anläufe gebraucht, wegen Prüfungsangst, und dann noch den Anhänger dazu. Ich habe viel Geld draufgelegt (ein Teil wurde mir vom AG finanziert) und es hat mich noch mehr Nerven gekostet.
Ich bin froh, dass ich ihn jetzt habe, aber ich weiß nicht, ob ich mir das nochmal antun würde.
Bzgl. Aufräumen: Meine Bude sieht auch viel zu oft sch. aus, auch weil mein werter Freund dahingehend nur selten einen Finger krumm macht.
Eine wirkliche Lösung für das Problem kenne ich leider nicht.

25.02.2020 01:47 • x 1 #29


A


Hallo Lucie,

Depressionen Hilfe Tipps

x 4#15


M
Hm, ja das hilft mir noch nicht sonderlich weiter.

Also bezüglich Führerschein mache ich durchaus Fortschritte, aber ich habe trotzdem dauernd Angst und glaube nicht, dass ich jemals bestehen werde.

Den ganzen Unikram kriege ich im Moment zwar geregelt, aber ich habe dadurch dennoch für fast nicht anderes Zeit geschweige denn Lust.

Mein Liebeskummer ist nicht mehr so allgegenwärtig, aber das liegt wohl daran, dass ich einfach ausblende, dass mein Schwarm eigentlich schon vergeben ist und wir wieder normal miteinander umgehen.

Der Kontakt zu meinen Freunden nimmt leider immer weiter ab und mir fällt es schwer, mich auf neue Leute einzulassen. Daher bin ich im Moment echt einsam.

Meine Wohnung räume ich nach wie vor nicht auf. Ich weiß einfach nicht, was mit mir nicht stimmt. Vor ein paar Monaten oder Jahren hätte ich das alles noch irgendwie hinbekommen und wäre viel optimistischer und selbstbewusster an alles rangegangen. Jetzt ist mir alles zu viel und ich komme nicht weiter

28.02.2020 12:36 • #30

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