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Ich gebe mich immer mehr auf

LittleWing
Mir ist noch was eingefallen,was Dir sicher helfen kann.
Es handelt sich um Verhaltenstherapie.

Sicher,die Wartezeiten sind lang aber man kann auch Glück haben,dass es relativ schnell geht.

Mir selbst hat die Verhaltenstherapie einiges gebracht,vor allem im Bezug auf Selbsthass,den ich auch hatte.
Lass Dir von der Krankenkasse eine Liste mit Verhaltenstherapeuten in Deiner Region zuschicken und dann heisst es durchtelefonieren und sich auf Wartelisten setzen lassen.

Das kostet zwar Kraft und Nerven aber es lohnt sich.

In der Zwischenzeit kann ich Dir gerne per PN einige Strategien weitergeben,die meine Therapeutin mit mir durchgegangen ist.
Die sind etwas unkonventionell aber wirksam.

Es ist halt Arbeit an sich selbst,vor allem die Gedankenwelt wird Stück für Stück positiv beeinflusst.
Wie hier schon geschrieben wurde: es geht nicht von heute auf morgen aber das macht nichts.
Wichtig ist nur,dass man sich auf den Weg macht.

Ja,es ist auch anstrengend aber die Mühen werden belohnt,das kann ich Dir versprechen.

Möglicherweise kann Dir der Therapeut/die Therapeutin im Anschluss auch bescheinigen,dass die psychische Belastung aufgrund der Geschichte mit den Hautlappen dermassen belastend ist,dass die Krankenkasse dann doch reagieren muss.
(Ein Hausarzt sieht ja eher die Funktionalität des Körpers und weniger die psychischen Beschwerden).

Es wäre zumindest eine Chance.

29.07.2019 08:34 • x 3 #16


K
Hallo Nico,
ich sage Dir die ungeschminkte Wahrheit ohne Selentröstergefasel. Vergiß Deinen Job, deine schuldhafte Abhängigkeit von Deinen Eltern (typische Ausreden) und dein Selbstmitleid und vor allem, Dein ewiges aber, aber. ich kann doch nicht. Ich kann nicht heißt ich will nicht!
Ohne Therapie hast Du keine Chance! Am besten Langzeit-Soziotherapie. Glaub mir, ich habe genug eigene Erfahrungen gemacht. Was hast Du denn noch zu verlieren. Also, am besten erst mal in die Psychiatrie oder eine
psychotherapeutische Klinik und von dort aus die weiteren Schritte klären. Die können Dich am besten dabei unterstützen das Richtige für Dich zu finden und entsprechende Kontakte herstellen.


Liebe Grüsse K.

29.07.2019 20:35 • x 2 #17


A


Hallo Nico698,

Ich gebe mich immer mehr auf

x 3#3


Alexandra2
Lieber Nico,
Nur Du weißt, woran Du leidest. Wenn andere das kleinreden und/oder wissen, was gut für Dich ist, vergiss es. Zur persönlichen Entwicklung gehört, den Status Quo zu beleuchten und manches schmerzhaft nachzufühlen, um es zu verarbeiten. Wieviel, mit wem und wann-alles ist Deine Entscheidung. Das was für Dich passt, probierst Du, bist Du Deinen individuellen Plan aufgestellt hast. Maßstab ist ausschließlich Dein Wohlbefinden bzw gelindertes Leid, schrittweise immer weniger. Wenn Du einen Anfang gefunden hast, Dich mitzuteilen, bis Du auf dem Weg, mit den ersten Schritten Neuland zu betreten. Auch die weiteste Reise beginnt mit dem allerersten Schritt. Und jeder einzelne schafft Distanz zum Leiden.
Liebe Grüße Alexandra

29.07.2019 21:19 • x 1 #18


Nico698
Hey,

erstmal danke ich euch für eure Antworten. Ich weiß ja, dass ihr Recht habt.

Gibt schlimmeres, als ein komisch schiefes Gesicht und Hautlappen, ja. Nur ist das halt auch kacke.

Das ich mich jemandem anvertrauen müsste, ist mir klar. Aber die Frage ist dann, WIE soll ich mich jemandem anvertrauen, wenn ich zu keinem diesbezüglich Vertrauen habe? Wie soll ich mit jemandem, über so was persönliches reden und mich so angreifbar machen, wenn das Vertrauen fehlt.
Ich wüsste echt nicht wie. Und Augen zu und durch hilft da nicht.
Ich meine, ich finde es ernsthaft toll und ich bewundere euch, dass hier schon sehr viele so einen großen Schritt weiter gekommen sind und ihre persönlichen Strategien zur Bewältigung haben. Ehrlich.

Aber ihr habt doch auch mal angefangen.
Und ich denke nicht, dass man aus dem Nichts anfängt, sich Hilfe zu holen und eine Therapie zu machen, die dann neue Kraft gibt, um weiterkämpfen zu können.

Wenn ich so einfach sagen könnte Ich kann!, dann hätte ich mich hier nicht angemeldet.

Ich werde einfach ehrlich sein. Und ich hoffe, dass sich einige von euch dabei noch auf die eigenen Anfänge beziehen können und mich irgendwo verstehen:

Mir fehlt die innere Akzeptanz. Ich kann nicht akzeptieren, dass ich Hilfe brauche. Ich will keine Hilfe (brauchen). Auch, wenn ich es müsste. Und wie ich diese Akzeptanz herstelle ist mir ein Rätsel.

Ich hoffe, dass es nicht allzu wirr war, aber ich habe versucht, meine größten Gedanken mal irgendwie zusammenzufassen.

LG!

02.08.2019 01:11 • x 1 #19


djamila
Guten morgen ,
@Nico698 ,
meine ersten Anfänge waren Tagebuch schreiben . Denn es gab ja noch nicht so tolle Foren wie heute . Und Körpergröße war zu Klein , zu Unsicher , dann die Schuppenflechte die gar nicht Toll aussieht wenn sie Blüht . Vertrauen zu Menschen hatte ich auch nicht . Fokussiere dich in mehr auf deine Stärken . Wie hast du es geschafft so eine Tolle Ausbildung zu schaffen . Wo hast du die Kraft hergenommen soviel abnehmen. Dafür muss man ne menge Selbstdisziplin haben sich selbst auch beobachten können .
Auf Sport und Ernährung achten . Und ich sehe da ne Menge stärken . Du scheinst Kinder zu Mögen warum sonst hast du diesen Beruf gewählt . Mitgehen kann ich aber mit der Meinung das es auf die Gesamt Ausstrahlung ankommt . Und die Entwickelt sich im Laufe des Lebens auch aus den Erfahrungen die man macht .
Gib nicht auf . Liebe Grüße Djamila

02.08.2019 07:04 • x 2 #20


LittleWing
Logisch,man möchte am liebsten ohne Hilfe klarkommen,sich Hilfe zu holen ist allerdings eine Stärke und das müssen alle Menschen mal im Laufe ihres Lebens denn ein Leben ohne Krisen gibt es nicht.

Klar ist das Kacke mit den Hautlappen aber es ist nicht das Ende der Welt.
Ich lebe mit 35 kg Übergewicht seit 2 Jahren,auch kein Vergnügen manchmal aber ich kann meine Leben trotzdem in weiten Teilen geniessen.

Du hast zumindest schonmal eine sehr gute Vorraussetzung:
Bist sehr gut introspektionsfähig und weisst bereits genau,wo es hakt (u.a. Akzeptanz).
Manche tappen erstmal jahrelang im Dunkeln bevor sie überhaupt wissen,wo man ansetzen kann!

Ich hab da noch eine ganz andere Idee:

Könntest Dich evt. mal mit Buddhismus befassen.
Keine Angst,brauchst kein Buddhist zu werden aber die haben ganz tolle Ansätze zum Umgang mit Schmerz und Leiden.
Was einem zusagt,pickt man sich einfach raus.
Auch die Akzeptanz ist ein wichtiger Bestandteil,die Verhaltenstherapie hat einige buddhistische Ansätze übernommen!
Auf diese Weise kannst Du Dir viel selbst beibringen bis Du einen Verhaltenstherapieplatz gefunden hast und fängst dann schonmal nicht mehr bei null an.

Und immer einen Schritt nach dem anderen:
Nicht jetzt schon den Kopf zergrübeln,wie es dann wird,wenn Du die Therapie beginnst,ist alles nur Kopfkino und kommt meistens eh ganz anders als erwartet.

02.08.2019 07:05 • x 4 #21


Alexandra2
Moin Nico,
Ich verstehe Dich sehr gut! Mir ging es mal genauso wie Dir. Erst als ich Hilfe so dringend brauchte, daß mein Leben davon abhing, war ich bereit dazu, mir helfen zu lassen. Mein Vertrauen in Andere war gleich Null.
Jedoch lässt sich Schritt für Schritt Vertrauen aufbauen und Du kannst ja mal überlegen, welche Themen für Dich auch wichtig, aber weniger sensibel sind, wo Du weniger verletzlich bist. Und mit denen beginnst Du in einer Therapie. Wenn die Chemie zwischen Therapeut und Dir stimmt, fasst Du schrittweise Vertrauen und entlastest Dich.
Niemand kann gleich die schwierigsten Themen anpacken, zumal sie oft unbewusst rumdümpeln. Und für mich war es ein sehr langer Weg, Strategien, die zu mir passen, zu entwickeln. Daß ging für niemanden einfach so.
Die Alternative ist, solange zu warten, bis es Dir so schlecht geht, daß Du keine andere Wahl hast. Das kann ich nicht empfehlen.
Woran jemand leidet, ist höchst individuell und es steht mir nicht zu, das zu bewerten. Und diejenigen, die Hautlappen nicht so schlimm finden, können sie gerne selbst haben und ihre Aussage bitte auf sich beziehen. Mal sehen, ob sie das immer noch unwichtig finden? Es ist unnötig, das Leiden eines Anderen zu bewerten. Und Du solltest Dir diesen Schuh nicht anziehen, Nico.
Das was Dich beschäftigt, ist wichtig. Es ist Dein Leben, Dein Wohlbefinden und nur das zählt.
Liebe Grüße Alexandra

02.08.2019 07:12 • x 4 #22


LittleWing
Ich finde,Alexandra hat das sehr gut herausgearbeitet.

Ich möchte an diese Stelle gerne noch sagen,dass ich nicht herunterspielen wollte,worunter Du leidest.
Falls das so angekommen sein sollte,entschuldige ich mich dafür.

02.08.2019 13:33 • x 2 #23


Nico698
Danke euch.
Naja, also Stärken. Ich kann halt gut mit Kindern und Jugendlichen umgehen und anderen Menschen Tipps geben. Hat mir bis heute aber auch nicht geholfen. Außer während meiner Ausbildung und der ganzen Praktika.

Ich habe die Kraft aufgebracht abzunehmen, weil ich mir und anderen Menschen besser gefallen wollte. Da wusste ich noch nicht, wie ich dann damit aussehe. Sonst hätte ich die Kraft vielleicht gar nicht aufbringen können.
Andere Stärken fallen mir nicht ein. Vor allem keine, die mir bei meinen nicht wenigen Problemen helfen.

Mir fällt es zu schwer.
Sobald ich anfangen muss, über etwas zu reden, dass zeigt, dass es mir irgendwo nicht gut geht, ist reden nicht mehr drinnen. Bei allen Dingen, wo es um meine Gefühle geht, vertraue ich keinem. Klar gibt es auch Punkte, die weniger sensibel bin. Aber nicht mal dafür vertraue ich wem genug.
Ich will mich nicht schwach machen, selbst wenn ich weiß, dass sowas eine Stärke ist. Ich will mich nicht so öffnen, eben, weil ich keinem vertraue.

Vielleicht ist das auch noch ein Grund. Das dauert Jahre und vielleicht möchte ich einfach nicht mehr so lange kämpfen.
Ich weiß nicht, was in meinem Kopf vor sich geht. Der Widerstand in mir ist riesengroß. Vor allem bei dem Gedanken, wie alt ich wohl bin, bis ich einigermaßen mit mir selbst klar komme und auf Menschen zugehen kann.

Ich schätze, ich werde wohl auch auf diesen sehr kritischen Punkt warten müssen und dann hoffen, dass ich die richtige Entscheidung treffe.

Aber ich danke euch wirklich für eure ganzen Vorschläge und Ansätze.

02.08.2019 17:55 • x 3 #24


Alexandra2
Lieber Nico.
Wie wärst mit nonverbaler Therapie bspw Kunsttherapie beim Ergotherapeuten. Das hilft auch zu stabilisieren und Ergotherapeuten finden den richtigen Zugang, so daß Du Vertrauen fassen kannst,
Liebe Grüße Alexandra

02.08.2019 20:02 • x 1 #25


Dakota
@Nico698 Du siehst, alle wollen Dir helfen und haben viele Tipps und Ideen. Nur leider ist nicht alles hilfreich oder erreicht einen, wenn es einem so schlecht geht.
Bei mir war es so, dass der Leidensdruck so groß war, dass ich mir Recht früh Hilfe holte (mit 16), aber ich habe in Kliniken auch Menschen kennen gelernt, die ein ähnliches Problem geschildert haben wie Du. Sie konnten/wollten nicht reden, was in der Gruppentherapie zu Konflikten fühlte. Am besten konnten sie wohl in Einzel-Gesprächen reden.
Ich muss ehrlich sagen, dass ich davon keine Ahnung habe. Ich hatte dahingehend nie ein Problem. Mit einem aus der Klinik, der nicht reden konnte, hatte ich auch nach Entlassung noch eine Weile Kontakt und wir haben uns verabredet. Und bei ihm dachte ich ehrlich gesagt manchmal im Stillen der kommt überhaupt nicht mehr in die Spur. Er blieb arbeitsunfähig, ging kaum raus, erzählte dem Psychiater nicht, als es ihm wieder schlechter ging etc. Ich fand das alles ziemlich daneben, weil ich ihn nicht verstand (tue ich übrigens immer noch nicht), aber nach einem Jahr hieß es plötzlich er macht eine Umschulung und zieht sogar um und gab ne Art Abschiedsparty.
Verstehe einer die Menschen! Ich glaubte ehrlich gesagt nicht mehr an ihn, während er sich auf seine Art und Weise und in seinem Tempo stabilisierte.
Vielleicht finden sich hier ja noch andere Menschen, die auch Probleme haben mit Therapeuten zu reden und sich zu öffnen. Ich denke Du bist nicht der Einzige @Nico698.

03.08.2019 10:28 • x 2 #26


A


Hallo Nico698,

x 4#12


Nico698
Hoffe ich, danke

03.08.2019 18:42 • x 1 #27

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