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Medikation bei Depressionen

M
Liebe Alexandra2,
vielen, vielen Dank. Du hast mich auf die richtige Spur gebracht. Über Stupor Habe ich jetzt gelesen und dachte, sie beschreiben meine Tochter. Da meine ältere Tochter die Vormundschaft über ihre Schwester besitzt, bekomme ich wenig Informationen über die Erkrankung. Da ich ja auch an Depression leide, versuchen meine Kinder es fern zu halten. Jetzt wird mir einiges klar und ich lasse mir einen Termin bei den Ärzten geben. Übrigens, ihre Nierenwerte sind schlecht. Meine Ältere nimmt die Beschwerden der Jüngeren auch nicht ernst. Durch meine Erkrankung habe ich eher das Gefühl und die Sensibilität um mehr zu sehen.
Nochmals vielen Dank
Manu-ela

15.06.2020 13:44 • #16


Alexandra2
Liebe Manu-ela,
Ich freue mich, daß es klarer geworden ist.
Bekommt Deine Tochter Lithium? Das kann die Nieren angreifen. Ein Termin beim Nephrologen ist wichtig.
Insgesamt reicht mE die Therapie bei weitem nicht aus, da muss dringend ein versierter Psychiater ans Werk.
Pass gut auf Dich auf in all der Sorge,
Ich umarme Dich mal, wenn Du magst...
Liebe Grüße Alexandra

15.06.2020 14:14 • #17


A


Hallo Manu-ela,

Medikation bei Depressionen

x 3#3


M
Liebe Alexandra2,
du kannst mich umarmen, das Gleiche werde ich auch tun, wenn du willst? Lithium bekommt sie nicht. Kann nur noch hoffen, das ich die Kraft besitze, um meinem Schatz helfen zu können. Du hast einen großen Beitrag daran geleistet. Wie bist Du eigentlich zu dieser Krankheit gekommen?
Liebe Grüße
Manu-ela

15.06.2020 19:43 • #18


Alexandra2
Oh, jetzt bin ich beschämt...
Durch beidseitiges Ausbrennen (krankes Kind und alleinerziehend sowie Berufstätigkeit im arbeitsintensiven Gebiet) brach ich zusammen, schwere Depression. Es ging mir nicht besser, daher A D H S Diagnostik und Befund, danach immer noch nicht besser. Durch Therapie wurde die häusliche Gewalt von meiner Geburt an als Entwicklungstrauma erkannt UND die chronische Depression ab ca dem 3.Lebensjahr. Also eine Verkettung unglücklicher Umstände.
Klar lasse ich mich knuddln

15.06.2020 19:57 • x 1 #19


mutmacher
@Manu-ela hast Du die Möglichkeit eine Angehörigengruppe für psychisch Kranke aufzusuchen ? Fast in jeder Stadt gibt es solche Angehörigengruppen, die sich austauschen und weiterhelfen. Oder such mal unter Sozialpsychiatrischer Dienst in Eurer Gegend, die können Dir Tipps geben.

15.06.2020 20:14 • x 2 #20


M
Das kann ich leider nicht, so sehr ich meine Tochter liebe. Bekomme Panikattacken bei fremden Menschen in geschlossenen Räumen. Durch meinen Hund komme ich raus. Beim Einkaufen kenne ich alle Orte meiner Lebensmittel. Körperliche Nähe mag ich nicht. Mit den Einschränkungen kann ich leben. Aber lieb von Dir gemeint.

16.06.2020 14:00 • #21


M
Liebe Alexandra2,
das tut mir so leid. Das Leben kann grausam sein, aber irgendwo zeigt sich ein Lichtstrahl und den muss man lernen zu sehen, damit man wieder weiter machen kann. Manchmal darf man sich auch nicht so wichtig zu nehmen und alle Sinne öffnen für Neues. Einfach toll, wie du anderen helfen kannst, obwohl Du soviel erleiden musstest
Liebe Grüße
Manu-ela

16.06.2020 14:10 • #22


Alexandra2
Liebe Manu-ela,
Ich bin endlich bestens versorgt. Die Kindheit war sehr schlimm, wodurch ich eine unglaubliche Hartnäckigkeit entwickelt habe.
Love it, leave it or change it trifft es ganz gut, wie mein Blick auf die Welt ist. Und da es mir ein Bedürfnis ist, für andere da zu sein, bin ich froh, wenn es geht. Niemand muss alleine sein und darunter leiden, finde ich.
Liebe Grüße Alexandra

16.06.2020 14:29 • #23


M
Liebe Alexandra2,
wahrscheinlich hast du den ersten Teil bekommen.
Also, mein Leben fing eigentlich gut an. Mit 9 Jahren verlor ich meinen Papa, der meine Bezugsperson war. War auch beim Sterben dabei. Ab da gab es keine Liebe mehr. Wurde nur herum gereicht, durfte nicht trauern, musste auf meinen kleinen Bruder aufpassen. Weil ich ein Mädchen bin. Mir wurde bewusst, mich als Einzelkämpfer durch zu beißen. Jedem half ich um aus meinem Dunstkreis zu kommen. Eigentlich wollte ich nur wahr genommen werden. Um aus dieser Zweisamkeit (Mutter und Sohn) heraus zu kommen, wollte ich meine eigene Familie. Mit 16 heiratete ich, bekam bis 20 4 Kinder, Schläge, Misshandlungen und Vergewaltigungen. Ganz so nebenbei wurde ich, 19 und hochschwanger, von einem Triebtäter überfallen und bis zur Bewusstlosigkeit gewürgt. Jetzt muss ich mich er. Tut mir leid, ich muss Schluss machen. mein älteste Tochter hat mich als schuldig bezeichnet.

16.06.2020 21:03 • #24


Alexandra2
Liebe Manue-ela,
Deine Geschichte ist auch bitter. Das Schlimme ist, daß da nie jemand war, daß andere sich besch Urteile anmaßen.
Einem Angreifer brach ich seinen Arm, und ich bin nicht mehr zurückhaltend und auch laut, wenn es sein muß.
Meine Mutter hat mir jeden Tag gesagt, mich gedemütigt, daß es ein Fehler war, daß ich lebe. Die Kälte war am schlimmsten.
Und meinem Sohn erlaube ich kein Urteil über mich, es steht ihm nicht zu. Da musste ich auch mal laut werden
Als ich alles verloren hatte, Arbeit+Gesundheit+Wohnung, hatte ich den Wahlspruch ich kann alles verlieren, aber nicht meine Würde. Danach handele ich immer noch.
Ich würde mir die Würde von der Tochter zurück holen. Es ist unglaublich, was sie sich anmaßt. Manche denken, man dürfte seinen Kindern nicht die eigene Meinung sagen. Quatsch. Respekt muss man sich verschaffen und die ersten Male beim Einfordern fühlen sich seltsam an. Aber dann, es ist befreiend.
Und einen SVKurs habe ich auch gemacht, kann einem Angreifer das Genick brechen (wenn er nicht ablässt) . So einen Kurs kann ich empfehlen, er ist prima für die Selbstachtung und gegen die Hilflosigkeit.
Es gibt Auswege und wir dürfen sie nutzen.
Liebe Grüße Alexandra

16.06.2020 21:30 • #25


A


Hallo Manu-ela,

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M
Liebe Alexandra2,
in dieser Familie rebelliere ich nicht mehr. Konnte mich nie wehren, es wurde alles hinter meinem Rücken organisiert. es war Abhängigkeit (jung, Kinder, Arbeit, Unterhalt) die mich in die Falle laufen lies. Da meine Kinder alle Akademiker sind und gut verdienen, bekomme ich ein Taschengeld zwischen 50 und 100 Euro von jedem. Leider bekomme ich nur eine Rente von 800Euro. Wieder die Abhängigkeit. Die einzige die mich versteht, liegt jetzt im Krankenhaus. Eigentlich will ich nur Frieden und Ruhe. Mein Sohn hat sich von mir losgesagt. Es ging um Ja und nein, es wurde sehr hässlich, wieder Vorwürfe und Demütigungen. Zuletzt bekam ich einen Brief, dass er keinen Kontakt mehr zu mir möchte. Das tut weh.
Was solls, die paar Jahre bekomme ich schon noch hin. Wenn ich meinen Hund anschaue, geht mein Herz auf. Das alleine sein habe ich gewählt, um nicht verletzt zu werden. Gebrochen bin ich schon. Einen weiteren Zusammenbruch kann ich mir nicht leisten, denn ich habe einen großen Tierheimhund, der meine Liebe braucht.
Das Arztgespräch lief super und war fast 1 Stunde lang. Zwar nur am Telefon, aber erfolgreich.
Jetzt hoffe ich das Beste.
Ganz liebe Grüße
Manu-ela

17.06.2020 20:40 • x 1 #26

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