Meine Mutter braucht Hilfe - psychologische Beratung

N
@ Cleo:

Wenn ich mich dann ebenso zurückziehe, befürchte ich die Reaktion meiner Mutter, dass ich mich angeblich auch dann noch mit Volker gegen sie verschworen habe.

Da meine Mutter gern mal einen Streit darin enden lässt, dass sie wochenlang nicht mit mir spricht, befürchte ich in einem solch extremen Falle den Kontaktabbruch.

Hm :(

20.09.2010 16:17 • #16


C
Zitat von Nina1985:
@ Cleo:

Wenn ich mich dann ebenso zurückziehe, befürchte ich die Reaktion meiner Mutter, dass ich mich angeblich auch dann noch mit Volker gegen sie verschworen habe.

Da meine Mutter gern mal einen Streit darin enden lässt, dass sie wochenlang nicht mit mir spricht, befürchte ich in einem solch extremen Falle den Kontaktabbruch.

Hm :(


An dieser Stelle liegt es dann bei dir, auf die Meinung deiner Mutter über dich (und ihren Partner) salopp gesagt mal zu pfeifen. Dann soll sie eben schlecht über dich denken; du weißt für dich, dass du alles getan hast um ihr zu helfen und dir keine Vorwürfe machen musst. Vllt kommt sie irgendwann auch noch auf den Trichter, vllt aber auch nicht. Aber recht machen kannst du es ihr doch sowieso nie, ist mein Eindruck. Du willst für sie die gute Tochter sein, aber letztendlich wird sie dir das nie danken. Das ist bitter - weiß ich aus eigener Erfahrung- aber wir haben auch unser eigenes Leben und können uns nicht für sie opfern.

20.09.2010 16:24 • #17


A


Hallo Nina1985,

Meine Mutter braucht Hilfe - psychologische Beratung

x 3#3


N
@ Sonnenblume:

Vielen Dank, das hört sich ja sehr positiv an.

Nur wie schaffen wir das? Wie nur?

Jeder Mensch ist anders. Wenn Volker die Koffer packt und auszieht - allein das ist umdenkbar - dann weiß ich nicht, wie meine Mutter damit leben wird. Sie sagt zur Zeit ja immer: Zieh bloß aus! Hau bloß ab!

Ich glaube nicht, dass sie die traurige Verlassene spielen wird.

Ich glaube, sie wird so tun, als ginge es ihr richtig gut. Nur weiß ich auch, dass ICH dann wieder ihr einziger Bezugspunkt bin, sie mich ständig anrufen wird und ständig Kontakt will (ich wohne ja auch nicht mehr zu Hause).

Wenn ich den Kontakt dann abbreche, wird sie sehr sauer sein, wird wütend der Meinung sein, ich hätte mich genauso gegen sie verschworen wie Volker und ich werde sicherlich nie wieder etwas von ihr hören.

Ich wüsste dann nicht einmal, ob sie noch am Leben ist. Sie hat ansonsten keine Familie, keine Freunde.
Ich könnte höchstens erfahren, ob sie noch zur Arbeit geht.

Früher und später wird dann der Tag kommen, an dem sie sich das Leben nimmt.

Sie würde dann keinen Sinn mehr im Leben sehen. ICH bin ihr einziger Haltepunkt, und wenn ich mich von ihr abwende, wäre sie verloren.

Ich kann sie also nicht verlassen, das geht nicht.
Ich kann mir bei meiner Mutter durchaus vorstellen, dass sie sich dann mitsamt Schlaftabletten oder Schmerztabletten zu Tode trinken wird.

Die Leber meiner Mutter ist ebenso kaputt und angegriffen, sie ist ohnehin in keiner sehr guten körperlichen Verfassung.

Was soll ich nur tun?

Ich weiß nicht weiter. Ich kann höchstens nochmal ernsthaft mit ihr sprechen oder ihr einen Brief schreiben, mit der Bitte darum, sie solle sich Hilfe suchen.
Das Problem ist halt nur, dass sie dann der Meinung sein wird, Volker habe mich schon so weit auf seiner Seite, dass ich glauben würde, SIE wäre bescheuert. Dabei sieht sie alles natürlich anders herum, Volker wäre das ganze Übel und wäre sie ihn los würde es ihr endlich besser gehen.

Volker hat Angst davor, einfach auszuziehen oder mal für eine Zeit weg zu gehen. Ich glaube auch nicht, dass ihm das so gut tun würde.
Und ich weiß auch nicht, ob meine Mutter ihn überhaupt vermissen würde, vielleicht wäre er dann endgültig weg und verloren.

Ich weiß nicht .

20.09.2010 16:28 • #18


S
Hallo Nina,

jetzt hast du schon alles, was ihr tun könnt, beschrieben bekommen. Mehr geht nicht. Solange du/ihr nicht aktiv werdet, wird sich nichts ändern.

Vllt solltest du auch daran arbeiten, dich damit abzufinden. Darauf wird es hinauslaufen, wenn deine Mutter ihre Problematik nicht erkennt.


Serafina

20.09.2010 16:44 • #19


C
Möchte noch eins dazu sagen: Es kommt mir so vor, wenn du über deine Mutter sprichst, als würde es um dein eigenes Leben gehen. Kann es sein, dass eure Bindung so eng ist, zu eng?! (Symbiotisch?) Wenn du es schaffst, wieder autonomer zu werden, wird dich die Sucht und Erkrankung deiner Mutter evtl. nicht ganz so mitnehmen.

Kann dir zu dem Thema noch ein Buch empfehlen: Heinz - Peter Röhr, Wege aus der Abhängigkeit. Destruktive Beziehungen überwinden.
Mir hat das sehr geholfen. Allerdings je mehr ich von dir lese, desto sicherer bin ich, dass du therapeutische Hilfe mindestens genauso dringend benötigst, wie deine Mutter.
Versuch deine Gedanken mal wieder mehr auf dich zu fokussieren! Deine Mutter kannst du nicht retten, das muss sie selbst tun, aber dein eigenes Leben kannst du verbessern.
Alles Gute, Cleo

20.09.2010 17:45 • #20


S
Hallo Nina,

ich habe mit meiner Mutter die Erfahrung gehabt, wie ich sie oben beschrieben habe.Und es hatte Erfolg.
Trotzdem war uns klar, dass wir, wenn wir konsequent werden, auch das Risiko eingehen, dass es eben nicht gut ausgeht.
Die Angst, dass sie sich umbringt, hatte ich auch, in der Nacht, wo ich zu ihr hinfuhr, stand sie auch am offenen Fenster.....

Aber man kann keinen Schritt machen ohne Risiko. Aber wir wussten auch, dass wenn wir diesen Schritt nicht wagen, würde sich NICHTS veändern und wir würden alle daran kaputt gehen.

Zitat von Nina1985:
Früher und später wird dann der Tag kommen, an dem sie sich das Leben nimmt.

Sie würde dann keinen Sinn mehr im Leben sehen. ICH bin ihr einziger Haltepunkt, und wenn ich mich von ihr abwende, wäre sie verloren.

Nina, Du kannst Deine Mutter nicht retten, das ist unmöglich! Wie alle schon vorher beschrieben haben, ist sie immer noch alleine für sich verantwortlich. Und wenn sie beschlossen hat, sich immer mehr zu schaden, dann ist das ihre Entscheidung, leider, so schlimm es auch ist!
Und es ist ebenso Eure Entscheidung, ob ihr das weiter aushalten wollt oder ob ihr versuchen wollt, etwas zu verändern eben mit dem Risiko, dass es nicht positiv verläuft!

Das Problem ist, dass Du bei jeder Überlegung schon vorher weißt, wie Deine Mutter dann reagiert oder sein wird.

Zitat von Nina1985:
Wenn Volker die Koffer packt und auszieht - allein das ist umdenkbar - dann weiß ich nicht, wie meine Mutter damit leben wird.

Warum ist das undenkbar?

Zitat von Nina1985:
Volker hat Angst davor, einfach auszuziehen oder mal für eine Zeit weg zu gehen. Ich glaube auch nicht, dass ihm das so gut tun würde.

Aber die Situation zuhause mit Deiner Mutter scheint ihm ja auch nicht gut zu tun, oder?

Nina, es gibt leider keine Wunderkehrtwendung oder Wunderheilung. Wo gehobelt wird, da fallen auch Späne!

Ich glaube, im Moment ist es am besten, dass Du Dir so schnell wie möglich therapeutische Hilfe suchst, denn es scheint mir, wie Cleo schon gesagt hat, dass Du zu Deiner Mutter und vielleicht auch umgekehrt in einem nicht gesunden Abhängigkeitsverhältnis lebst.
Der Therapeut kann dann zusammen mit Dir bearbeiten, wie Du Dich einfach besser abgrenzen und auch lösen kannst.

20.09.2010 22:16 • #21

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