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Partnerin erkennt Ausmaß ihrer Depression nicht

S
Was ich dir sagen kann ist das mein Ex auch mit der Zeit immer mal vergesslich war und dann teilweise richtig böse wurde, wenn ich ihm versucht habe zu erklären das es nicht so war wie er es im Sinn hat.
Wieso eigentlich Kur und nicht Reha ? Nicht böse gemeint nur eine Frage und welcher Arzt ist mit im Boot?

30.12.2019 22:57 • x 1 #16


nanino2004
Ja, genau so läuft das auch bei ihrer Reizbarkeit. Oftmals kann man das ja berücksichtigen und denkt sich seinen Teil, aber in wichtigen Fällen nicht immer. Oftmals muss sie zudem nachfragen, was man gerade gesagt hat. Viel schlimmer ist es dann noch mit den Kindern. Wenn da eines am Essenstisch Theater macht, nimmt sie es halt leider tausend Mal schlimmer auf und verallgemeinert zudem. Es scheint, die Sensibilität und Wahrnehmung sind im Moment sehr anders.

Das mit der Kur (zunächst dachten wir ja an eine Mutter-Kind-Kur) war eine Anregung aus dem Freundeskreis, welche aber auch der Neurologe dann super fand. Eine Frau der AWO half Beantragen. Der Neurologe und der Hausarzt waren mit im Boot. Das mit Reha statt Kur hatten wir, aber leider auch die Ärzte so noch nie aufgebracht. Reha kannte ich bisher nur nach OPs / extremen Fällen. Der meiner Frau steigerte sich ja wochenweise.
Ein weiterer Umstand den ich unglaublich finde: alle möglichen und nötigen Maßnahmen erfährt man nur im Freundes-/Bekanntenkreis oder in Foren. Von Ärzten oder von der Krankenkasse hierzu nichts. Erst wenn man dann die Möglichkeit beim Namen nennt, übernehmen auch diese die Möglichkeiten als Möglichkeiten.

01.01.2020 22:45 • #17


A


Hallo nanino2004,

Partnerin erkennt Ausmaß ihrer Depression nicht

x 3#3


S
Auch die Situationen mit Kind kenne ich zu gut. Unser kleiner hat wenn Papa was vergessen hat dann oft angefangen mit ihm zu diskutieren. Oh oh das war ganz schlimm.
Okay, das mit der mutter- Kind kur wollte ich für mich auf Grund der extremen Belastung schon mal angehen da sagte mein Hausarzt, ich kenne ihn schon ewig - wir sind per du- ganz ehrlich wenn der kleine nichts hat musst du erst zum Psychologen und dann kann man das beantragen, also langwierig. Er würde mich unterstützen, aber von ihm so direkt würde es wenig bringen und eher abgelehnt werden .
Der Neurologe meines Ex war am Anfang auch nicht auf uns zu gekommen bzgl. Reha, aber als wir ihn beide darauf angesprochen haben, das mein ex lernen muss mit allen Facetten seiner Krankheit umzugehen, ging alles ganz flott. Reha ist nicht nur als anschlussheilbehandlung zu sehen.
Ja die meiste Hilfe bekommt man tatsächlich nicht von der Kasse etc.
Und das wird nicht besser, leider. Mein ex und ich leben noch zusammen - Hause aufegteilt, er könnte auch gar nicht alleine leben, da die Krankheit ihn immer wieder lahm legt. Er bekommt trotz rente und Rollstuhl und und und nur Pflegestufe 1, habe seit Jahren den VDK dazu mit ihm Boot. Nach seinem akuten Schub wird wieder ein verschlechterungsantrag gestellt. Ach ich könnte Bücher über die Krankenkassen und ihre Verweigerung schreiben.

01.01.2020 23:19 • x 1 #18


S
Sprich mit dem Neurologen wegen Reha und auch mit deiner Frau. Das entschleunigt auch zu Hause alles, auch wenn dann alles mögliche anders organisiert werden muss und man Hilfe von aussen brauch. Aber es wird dich, deine Frau und die Kinder weiterbringen und durchatmen lassen. Mein ex wollte damals erst gar nicht zur Reha, aber ehrlich gesagt habe ich mich da auf keinen Kompromiss mehr eingelassen, weil es für mich und uns als Familie damals nicht mehr auszuhalten war.

01.01.2020 23:23 • x 1 #19


S
Grade noch im Netz dazu gefunden
Eine MS-Rehabilitation soll den Patienten helfen, mit der Erkrankung umzugehen. Sie kann zum Beispiel nach einem Krankheitsschub, bei dem sich die Symptome nicht vollständig zurückentwickeln, erfolgen. Auch zur therapeutischen Behandlung bestimmter Symptome (z. B. Spastik, Lähmungen oder kognitive Störungen) oder nach einem Aufenthalt im Krankenhaus als eine Form der Anschlussheilbehandlung sind Rehabilitation oder Kur ein Thema; nicht zuletzt auch, um den Patienten wieder auf eine Eingliederung in sein soziales Umfeld vorzubereiten. Anhand verschiedener Therapieformen (Physiotherapie, Ergotherapie etc.) ist es möglich, alternative Verhaltens- und Bewegungsmuster zu erlernen, die neurologische oder motorische Beeinträchtigungen durch die MS ausgleichen und so zu mehr Selbstständigkeit im privaten oder auch beruflichen Alltag verhelfen.

01.01.2020 23:30 • x 1 #20


nanino2004
Liebe Sandra!
Vielen herzlichen Dank auch für so viele gute Ratschläge.
Wir hatten tatsächlich auch bei einem Behördentermin wahnsinnig viel Glück (wo man es wahrscheinlich am wenigsten erwartet hätte): beim Arbeitsamt. Dort erfuhren wir ganz viel wertvolle Tipps: vom Schwerbehindertenausweis bis zum VDK. Somit haben wir auch dies auf den Weg gebracht. Die beim VDK haben im ersten Beratungsgespräch sofort die Rente ins Spiel gebracht. Das war ganz schön schockierend. Das hat schon etwas Endgültiges, auch wenn das bei ihr sicherlich nur ein Taschengeld sein dürfte.
Bisher geht es ihr (im Vergleich zu anderen MS-Patienten) physisch gut (nur leichte Lähmungserscheinungen in einem Fuß / Oberschenkel / Hand). Seit kurzem merkt sie das aber auch auf der anderen Seite. Das Hauptproblem ist die Psyche und ihre Reaktion auf diese Ängste. Morgen hat sie eine Sitzung bei einem Psychotherapeuten in der Nähe.
Wie das alles weiter gehen soll? Daran darf man eigentlich nicht denken. Denn noch kann sie Auto fahren, wir leben in einem zweistöckigem Reihenhaus mit ganz vielen Treppen, keine Verwandtschaft in der Nähe und die Kinder sind noch klein.
Das mit der Idee der Reha und der abgelehnten Mutter-Kind-Kur werden wir auf jeden Fall mit dem Neurologen besprechen.

02.01.2020 12:21 • #21


S
Hey, an das wie es weitergehen soll und wird, kannst du viel nachdenken und es wird trotzdem anders kommen. Wir haben uns viel 2 Jahren ein Auto mit Automatik gekauft, realistisch ist mein Mann selbst nur 2 mal gefahren, aber er ist aktuell in Reha und hat grade 2 Wochen verlängert bekommen und hofft uns wünscht sich das er wenn er dann zurückkommt nochmal selbst fahren kann. Es geht ihm körperlich und psychisch besser seit er dort ist.
Und auch wir, mein Sohn und ich konnten jetzt mal komplett durchatmen. Das hat/tut auch gut man merkt dann erst wie viel man tatsächlich an Mehr leisten muss.
Bzgl. Wohnen, wir haben auch mehrere Etagen im Haus und auch einen Lift für den Rolli, damit er immer auch an schlechten Tagen fast komplett und selbstständig durchs Haus kommt.
Drück euch die Daumen das es mit einer Reha schnell und unkompliziert klappt.
Bzgl. Verwandtschaft und Freunde kann ich seit den letzten Jahren nur sagen, es trennt sich echt die Spreu vom Weizen auch in der Familie. Heisst nichts wenn die alle vor Ort sind.
Bevor ich die Sache mit der Rente angehen würde, würde ich mich rückblickend erst um Pflegestufe und z.b. Parkausweis und evtl. Hilfsmittel kümmern. Aber das kommt alles immer auf die Individuelle Situation an.
Wenn du Fragen hast immer raus damit, ich war auch froh, naja wenn man es so nennen kann, das wir im Ort noch mehrere Leute haben die MS haben und auch schon länger und die uns immer wieder Tips gegeben haben.
Bzgl. Der Lähmungen hatten wir damals Ergortherapie und Krankengymnastik vom Neurologen verschrieben lassen.

05.01.2020 20:22 • x 2 #22

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